Zusammenfassung des Artikels

Der Neurotransmitter Serotonin ist zentrale Drehscheibe des „Wohlbefindens“ und wird desswegen auch als Glückshormon bezeichnet.

Neues Wissen sind die wichtigen Effekte des Serotonins im Körper

  • Regeneration von Blutgefässen
  • Regeneration von Leber
  • Regeneration der  Bauchspeicheldrüse,
  • Regeneration des Gehirns
  • Blutdruck-Regulation

Serotonin Mangel durch Verdauungs-Störungen

Neu auch das wissen, dass „Verdauungsbeschwerden“ wie Leaky Gut, versteckte Nahrungsmittel-Überempfindlichkeiten (IgG4-vermittelt), Dysbiose nach einer Antibiotika-Behandlung usw –

können zu Serotonin-Mangel führen:

Subdepressivität, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und abendlichen HEISSHUNGER auf Süsses als Folge einer gestörten Darmflora!

Aufregende Daten zeigen, wie schlecht die Regeneration von Herz, Leber und Blutgefässen bei Serotonin-Mangel erfolgt!

Schulmedizinische Depressions-Therapie verstärkt den Serotonin-Mangel !!

Bei depressiven Zuständen, BurnOut oder bei schweren Krankheiten „zur Unterstützung der Stimmung“ bekommt heutzutage fast jeder Patient ein Medikament, ein s.g. AntiDepressivum (SSRI).

Ja selbst bei Schlafstörungen – typisch für die Menopause der Frau – wird heute meist ein SSRI verschrieben, ebenfalls bei chronischen Rückenschmerzen.

Diese SSRI modifizieren zwar den Serotonin-Gehalt der Hirn-Synapsen und damit die Stimmung, haben aber eine weidhin auch unter Ärzten unbekannte Nebenwirkung:

Sie senken den „peripheren“ Serotonin-Gehalt im Körper drastisch!

Desswegen auch die Nebenwirkungen, die – wenn sie Auftreten – nie diesen Medikamenten zugeschrieben werden:

Blutgefäss-Probleme die letztlich zu Herzinfarkt, Hirnblutung führen können, Leberfunktionsstörungen u.w.m.

Depressivität durch Entzündungen

Serotonin-Mangel löst nicht nur Unlust, Schmerzen und Depressivität aus, sondern zeigt sich bei vielen Menschen auch in einem nahezu unbeherrschbaren nächtlichem Heisshunger auf Süsses und Schlaf-Störungen.

Weithin unbekannt ist weiters der Serotoninmangel als „typische“ und „normal auftretende“ Folge einer chronische Entzündungen:

DEPRESSIV und HEISSHUNGER wegen versteckter, chronischen Entzündungen !

 

Nun, die Fakten im Detail – die Studien verlinkt

Aus Gründen der Übersichtlichkeit verwende ich SLIDER in diesem vielseiten-langen Artikel. Durch Draufklicken öffnet sich der Text.
Im Ausdruck sind die Sliders alle geöffnet, der Artikel umfasst etwa 15 Seiten.

 

SEROTONIN

Serotonin ist eines der wichtigsten „Steuermoleküle“ im Körper, ein „universelles Hormon“ mit einer grossen Vielfalt an Einflussmöglichkeiten, sowohl im Gehirn wie auch im Körper.

Auch der Öffentlichkeit ist SEROTONIN bekannt geworden als „Glückshormon„, wegen der umfangreichen Effekte die das Hormon im Gehirn vermittelt

zentrale - 'Hirn' - Effekte von Serotonin

Serotonin_zentrale_Eigenschaften

Wir haben in den letzten 20 Jahren verstehen gelernt, dass Serotonin mit vielen Eigenschaften verbunden ist, die wir als „Wohlbefinden“ und „Wohlverhalten“ umschreiben können.

Serotonin-Mangelzustände wurden als „URSÄCHLICH“ und auslösend für eine Vielzahl von PSYCHISCHEN Phänomenen erkannt.

Typisch natürlich die DEPRESSION, aber auch ÄNGSTE. Aus der BIOCHEMIE der Serotonin-Synthese – siehe weiter unten – ergibt sich dann natürlich auch die Schlafstörung bei Serotonin-Mangel, weil dann kein MELATONIN (Schlafhormon) produziert werden kann.

Serotonin-Mangel führt nicht nur zum „UN-Glück“ sondern auch zu Essstörungen, weiter unten beschreibe ich die Ursache der HEISSHUNGER-ATTACKEN bei Serotonin-Mangel.

Schwerer, stark ausgeprägter SEROTONIN-Mangel beeinflusst auch das Gedächtnis sehr ausgeprägt.

Der Depressive hat natürlich keinerlei SEXUELLES Verlangen und ist extrem SCHMERZEMPFINDLICH, „alles tut weh“.

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Je nach betroffenem Hirnteil kommt es bei Serotonin-Defiziten zu einer Erhöhung oder Verminderung der Temperatur.

Dies ist universell bekannt, gut in Wikipedia dokumentiert und muss daher hier nicht extra mit Studien und Quellen referenziert werden.

“Wie

abendlicher Heisshunger auf Süsses = Serotonin-Mangel

Vereinfacht folgendes Bild:

der unerwünschte Serotonin-Mangel ist die Folge eines Mangels der „Vorstufe“ von Serotonin.

Tryptophan – eine Aminosäure aus der Serotonin im Körper wie im Hirn synthetisiert wird – ist die mit der Ernährung angelieferte „essentielle“ Vorstufe.

Tryptophan-Mangel-Situationen sind die Folge von Entzündungen. Die Aminosäure Tryptophan wird bei Entzündungen in den Entzündungsprozess abgesaugt und fehlt dann für die Serotoninproduktion.

Ausserdem wird Serotonin im Hirn weiterverarbeitet zum wichtigen Schutzstoff (gegen Krebs und Alterungsvorgängen) Melatonin, welches eine zusätzliche Wirkung hat: Schlaf-auslösend

Abends wird nun aus dem Serotonin zum Müde werden das Schlafhormon Melatonin raus-synthetisiert, jetzt erleidet das Hirn akuten Serotonin-Mangel und braucht ganz dringend seine Vorstufe: Tryptophan.

Übrigends: versteckte Entzündungen sind sehr häufig im Körper. Diese werden hauptsächlich durch Ernährungsfehler und Übergewicht ausgelöst. V.a. das BAUCHFETT ist eine schlimme Quelle von Entzündungs-Mediatoren die Tryptophan absaugen: TNF-alpha, IL2, ….. Je grösser der Gürtelumfang, desto höher die Entzündung, desto kürzer das Leben.

Bei Entzündungen ist das Tryptophan sehr knapp im Körper, dann muss das Hirn zu Tricks greifen:
das Tryptophan kommt besonders leicht in das Hirn, wenn viel Insulin im Blut ist.

Desswegen bekommt man so einen Gusto auf Tryptophan-hältige Ernährung die zusätzlich den insulin-auslösenden Zucker enthält, das ist eben besonders Schokolade.

abendliche Kohlenhydratsucht detailliert

nun, am Abend wird Serotonin ins Schlafhormon Melatonin umgewandelt, wir dürfen annehmen dass 5-10mg Melatonin abends in kurzer Zeit ausgeschüttet werden, in demselben Mass reduziert sich natürlich der Serotonin-Gehalt im Hirn bzw. der Tryptophan-Gehalt im Blut.

In einer entzündlichen Umgebung (siehe weiter unten: Auslöser des Serotonin-Mangel-Syndroms) besteht a priori ein Tryptophan-Defizit, sodass bei der abendlichen Melatonin-Produktion dringender Nachschub an Tryptophan erfolgen muss.

Tryptophan muss zusätzlich mit allen anderen Aminosäuren, die aus der Ernährung kommen, über einen einzelnen Transporter durch die Bluthirnschranke durch.

Allerdings wird Tryptophan durch Insulin NICHT verstärkt in die Muskeln transportiert.

Wenn ich also Eiweiss + Zucker / Süsses / Kohlenhydrate esse, werden durch das Insulin alle glukoplastischen Aminosäuren in die Muskeln gepumpt, das Tryptophan bleibt aber über und kann nun alleine, ohne von den anderen Aminosäuren gestört zu werden, durch den Aminnosäure-Transporter ins Hirn um dieses dringende Tryptophandefizit dort abzudecken.

Daher bekommen wir grossen Appetit auf Tryptophan-reiche Ernährung + Zucker:

(hier fand ich unterschiedliche Angaben in der Literatur und werde noch entsprechende Studien nachrecherchieren – das Faktum bleibt davon unbestritten: Abendlicher Tryptophantief wird durch Süss-Hunger aufgefüllt)

Nun, Serotonin hat nicht nur die relativ bekannten Wirkungen im Hirn: Wohlgefühl, Angstfrei, Libido, Appetitregulation usw.

Serotonin hat ungeheuer wichtige, weidlich unbekannte Wirkungen im Körper. Wenn man zB die Seite „ALS“ liest, sieht man erst wie drastisch die Serotonin-Effekte im Körper sein können.

periphere Serotonin Wirkungen im Körper

Nun, Serotonin hat nicht nur den weidlich bekannten Effekt am Gehirn / Emotionen, sondern auch eine Vielzahl von Wirkungen im Körper. Einige davon sind bekannter wie zB das „Bauchgehirn“, andere sind auch in Fachkreisen im wesentlichen unbekannt.

Serotonin-periphere-EigenschaftenMir zB war nicht bekannt, dass Serotonin im KÖRPER als Blutdruck-Regulator eine Rolle spielt, sodass ein Mangel an Serotonin durch Gefässverengung den Blutdruck erhöht und sogar die Durchblutung des Herzens beeinflusst.

„Koronar-Spasmen“ des Herzens macht „Herzschmerzen“ – bei Serotonin-Mangel – was ja bekanntermassen DEPRESSIONEN auslöst?

Serotoninmangel führt zum Reizdarm, wie wir weiter unten sehen werden eine ganz FATALE Kombination, da dies den Serotonin-Mangel verstärkt!

MUSKELSCHMERZEN unklarer Ursache ohne klaren Befund – FIBROMYALGIE genannt wird durch Serotonin-Mangel deutlich beeinflusst.

Die BLUTGERINNUNG ist Serotinin-abhängig, bei Serotonin-Mangel haben wir Störungen – natürlich soll es PLÄTTCHEN und nicht BLÄTTCHEN heissen, da es PLATTEN und nicht BLÄTTER sind die im Blut schwimmen und darauf warten eine Verletzung „Zuzupflastern“.

Übrigens wird SEROTONIN im Körper über die Blutplättchen transportiert. Wir MESSEN den BLUT-Serotonin-Spiegel immer INKLUSIVE des Serotonins in den PLÄTTCHEN – erlauben den PLÄTTCHEN (dem Blut) zu gerinnen und messen dann den SEROTOIN-Spiegel im „SERUM“ des Blutes, der Flüssigkeit die nach der Blutgerinnung überbleibt.

SEROTONIN beeinflusst das Immunsystem, über die Folgen eines chronischen Melatonin-Mangel lesen sie bitte auf meiner Melatonin Seite.

Migräne, typisches Serotonin-Defizit-Krankheit

Serotonin-gemischte-EigenschaftenNun, es gibt Beschwerden durch ein Serotonin-DEFIZIT die sowohl „Zentral“ (=Gehirn) als auch „Periphere“ (=Körper) Angriffspunkte haben.

Migräne wird daher auch mit Medikamenten behandelt, welche den Blutgefässen der Hirnhaut simulieren, dass genug Serotonin im Körper/Blut vorhanden ist: Triptane.

 

Synthese von Serotonin im Körper und Hirn getrennt gesteuert ...

BIO-SYNTHESE des SEROTONINS aus Tryptophan

Nun muss ein relativ einfaches Molekül wie das Serotonin irgendwie „entstehen“. Manche Moleküle kann der Körper selber synthetisieren, andere benötigt er weil ihm die entsprechenden Enzyme zur Produktion fehlen, dann müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden, man nennt dies dann einen „essentiellen Nährstoff“ was bedeutet, dass man längerfristig ohne diesen Nährstoff nicht überleben kann.

Biosynthese erfolgt im Körper und Hirn durch 2 unterschiedliche Enzyme: TPh1 und TPh2

Serotonin_Biosynthese_TPH

 

Essentiell ist ein Begriff aus der Medizin-Wissenschaft, der beschreibt, dass man ohne die Substanz nicht überleben kann.

Tatsächlich sind zB alle VITAMINE im Körper „essentiell“.

Der Begriff Vitamin allein ist bereits dadurch definiert, dass man ohne dieses Vitamin stirbt („Vita“).

Erinnern sie sich: die MATROSEN auf den langen Seefahrten vor der Entdeckung des „ANTI-SKORBUT“ Faktors, dem VitaminC = A-SCORBIN-Säure, sind an Infektionen gestorben, weil ohne Vitamin C keine funktionierende Immun-Abwehr vorhanden ist.

Tryptophan = essentielle Aminosäure

Nun, auch Serotonin entsteht aus einem essentiellen Nährstoff, dem Tryptophan, einer essentiellen Aminosäure, also einem Eiweiss-Bestandteil.

Tryptophan ist reichlich im Fleisch, nur sehr wenig im MAIS-Protein, sodass bei reiner Mais-Ernährung eine Tryptophan-Mangelkrankheit Pellagra auftritt.

Tryptophan wird mit hilfe des Enzyms TPH in eine Serotonin-Vorstufe verwandelt: 5-HTP = 5 Hydroxy-Tryptophan.

Diese Umwandlung von Tryptophan ins 5-HTP ist der wichtigste Schritt in der Serotonin-Biosynthese (Birdsall 1998) und wird über ein Enzym geführt, das im Gehirn und Leber/Darm unterschiedlich ausgeprägt ist durch zwei getrennte Moleküle.

  • TPH-1: in Leber / Darm
  • TPH-2: im Gehirn

Das ist insofern wichtig, als wir unterschiedliche Mangelzustände für Serotonin bekommen können. Bei manchen Menschen ist TPH2 gestört / blockiert und die leiden v.a. an Problemen im Hirn (Gemüt/Emotion), bei manchen ist auch TPH1 gestört, dann leiden nicht nur HIRN sondern auch KÖRPER.

Wieso? Weil der Grossteil des zentralen Serotonins ins Hirn eigentlich aus dem KÖRPER kommt, und zwar durch eine gezielte Aufnahme der Vorstufen, dem 5-HTP und dem Tryptophan, nicht jedoch durch direkte Serotonin-Aufnahme des Hirns.

Bluthirnschranke lässt Serotonin nicht aus Körper ins Hirn

Bluthirnschranke verhindert Serotonintransport aus Körper ins Hirn

De Bluthirnschranke kann vom Serotonin nicht durchbrochen werden. Dies ist natürlich absolut sinnvoll, denn sonst hätte der mehr oder weniger ausgeprägte Gehalt an Serotonin in div. Nährmitteln u.U. einen enormen Einfluss auf die Gehirn-Funktion!

Die Nervenzellen werden von „Wächterzellen“, Hebammen oder Schutzzellen „Bewacht“, gestützt und versorgt. Diese Schutzzellen bilden auch die Nervenscheiden und heissen Astrozyten oder Glia-Zellen.

Die Bluthirnschranke wird dadurch gebildet, dass alle Blutgefässe im Gehirn strikt von Hirngerüst-Zellen abgedeckt und abgedichtet werden. Blood-Brain-Barrier1 from http://www.protect-and-boost-your-brain.com/
Diese Hirngerüst-Zellen (Glia-Zellen oder Astrozyten) filtern praktisch alles ganz aktiv heraus, was aus dem Blut ins Gehirn zu den Nervenzellen durchdringen darf.

 

Die Astrozyten nehmen Substanzen aus dem Blutstrom auf  – allerdings ebenfalls nicht direkt, sondern gefiltert durch eine weitere zwischengeschaltete Blut-Filter-Station: die Blutgefäss-zellen (Endothelien).

http://www.thyroidmanager.org/Chapter15a/chapter15a.htm

Astrozyten transportieren Nährstoffe aus dem Blut über langen Weg in die Nervenzellen

Stellen Sie sich vor – sie essen eine Serotonin-hältige Banane und werden von „Glückswogen“ durchströmt! Die Natur hat uns anders geplant, nämlich Stimmungsmässig möglichst stabil und nicht abhängig davon was wir gerade gegessen haben, desswegen wird das Blut genau gefiltert.

Manche Substanzen können sich durch die Zellmembranen durchschmuggeln, dazu müssen sie auch „Fettlöslich“ sein. Diese Substanzen umgehen die Blut-Hirn-Schranke und können rasch ins Hirn gelangen.

 

Nährstoffe aus dem Blut müssen also durch die ganz dichten Endothelzellen durch, gehen dann in die Füss-chen der Astrozyten und werden in einer tw. wochenlang dauernden Transportreise an die Nervenzellen weitergereicht. Es gibt KEINEN DIREKTEN KONTAKT zwischen HIRN und BLUT, dies nennt man die BLUT-HIRN-SCHRANKE.

 

Astrozyten liefern diese Substanzen dann an die Nervenzellen weiter. Dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen, tw. mehrere Wochen, ausser für spezielle (fettlösliche) Substanzen die direkt durchdiffundieren können (Sauerstoff, Kohlendioxid) oder für Substanzen mit „Sondertransporter“, die rasch ins Hirn müssen, wie zB Zucker.

 

5HTP - eine Serotonin-Vorstufe, kann Bluthirnschranke überspringen

Serotonin-Vorstufe kann durch die Bluthirn-Schranke diffundieren

Es gibt jedoch im Hirn einen speziellen Transporter für 5-HTP durch die Bluthirnschranke (Nakatani 2008).

5-HTP wird auch ausgezeichnet aus der Nahrung aufgenommen (Birdsall 1998) und hat in einer Vielzahl von Studien gezeigt, dass es – als „Nahrungsergänzungsmittel“ eingenommen – einen zentralen SEROTONIN-Mangel korrigieren kann und alle damit verbundenen Symptome normalisieren kann (multiple Studien zitiert in Review von Birdsall 1998).

Eine Pflanze (afrikanische Bohne: Griffonia simplex) besteht zu 50% aus 5-HTP, dies vermutlich um Fressfeinde in eine „Serotonin-Vergiftung“ zu versetzen, eine Art übermässigen Glücksrausch. Diese Pflanze wird dann auch als „Nahrungsergänzungsmittel“ eingesetzt um den 5-HTP Gehalt im Blut und im Hirn zu erhöhen. Dieses 5-HTP wird dann prompt in Serotonin verwandelt und kann einen zentralen (Gehirn) Serotonin-Mangel kompensieren.

Nachteil: 5-HTP ist eine Natur-Substanz und daher nicht patentierbar !!!!

Damit fällt es als Arzneimittel aus.

Da es aber so positive Effekte beim Serotonin-Mangelsyndrom zeigt, wird es wohl früher oder später mit windigen Argumenten von Industrieassozierten Bürokratie vom Markt verdrängt werden und dann – genauso wie Tryptophan – um den 100 fachen Preis als „offizielle Tabletten“ eines Grosskonzerns wieder erscheinen.

Ich erlebe dies derzeit gerade, eine Lieferung unseres 5HTP hängt beim Zoll fest und wird wohl vernichtet und wir wegen „unwissentlichem Import“ gestraft, ein Ministerialrat hat nämlich drauf hingewiesen, dass es ein teures, offizielles Präparat in der Schweiz gibt und daher der Import als billiges Nahrungsergänzungsmittel für Österreich nicht in Frage kommt. In den meisten anderen EU-Ländern ist 5HTP frei verfügbar und verkaufbar, wir haben es leider ausserhalb der EU – aus preislichen Gründen – bestellt. Von den Kafkaesken Erlebnissen mit der Bürokratie und einer umfassenden Einvernahme bei der Arzneimittelsicherheit will ich gar nicht schreiben.

Zusammenfassung Bluthirnschranke und Serotonin-Defizit-Syndrom

Die Bluthirnschranke dichtet das Gehirn gegen die Umwelt ab. Nur bestimmte Substanzen dürfen direkt ins Hirn, der Transport geht tw. durch den „Körper“ der Astrozyten und kann tw. lang dauern, mehrere Wochen. Dies betrifft übrigens auch die Entgiftung der Nervenzellen, das ist u.a. eine der wichtigen Funktionen des Schlafes!

  • TRYPTOPHAN geht nur langsam ins Hirn
  • 5-HTP kann recht gut ins Hirn und auch wieder heraus
  • SEROTONIN kann gar nicht ins Hirn
  • MELATONIN geht sehr schnell ins Hirn und auch heraus

 

 

Wir haben also erfahren, dass Serotonin im Körper und im Gehirn über 2 unterschiedliche Wege aus Tryptophan synthetisiert wird.

  • Im Körper mit dem Enzym TPH1
  • im Hirn mit dem Enzym TPH2

Wir wissen, dass diese Enzyme TPH1/2 aus dem Tryptophan die Serotonin-Vorstufe, nämlich 5-Hydroxy-Tryptophan herstellen, aus dem dann rasch Serotonin entstehen kann.

Tryptophan-Synthese

Wir wissen aber auch mittlerweile, dass dieses 5-HTP sehr gut im Darm aufgenommen wird und auch sehr rasch ins Hirn transportiert wird, was das Serotonin gar nicht kann und das Tryptophan nur in Ausnahme-Situationen mit Hilfe von Insulin (Heisshunger auf Süsses).

 

Serotonin-Mangel im Hirn

oben weidlich beschrieben: Depressivität, Leistungsknick, Schmerzen, Schlafstörung, Libidomanel, Heisshunger auf Süsses ….

 

Serotonin-Mangelzustand im Körper – derzeit völlig unbekannte Entität!

Um  all diese Umstände genau zu studieren haben Wissenschaftler „transgene Mäuse“ produziert, denen fehlt das Enzym TPH1 und sie sind daher nicht in der Lage das „Körper-Serotonin“ zu erzeugen.

Die Effekte eines „peripheren Serotonin-Defizites“ waren wahrlich gruselig und man möchte sich keinesfalls einen Umstand vorstellen, in dem man selber oder ein anderer Mensch ein derartiges Körper-Serotonin-Defizit erleiden muss!.

 

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im Gehirn ist Serotonin verantwortlich für Wohlgefühl, Energie, Appetitregulation, Libido usw usf, bekannt als „Glückshormon“, Mangel führt zum „Serotonin-Mangel-Syndrom“.

Im Körper haben wir oben die Serotonin-Effekte beschrieben. im Körper wird Serotonin in den Plättchen gespeichert und transportiert und ist verantwortlich für die REGENERATION von Leber, Herz, Blutgefässe.

Wie wirkt sich Serotonin-Mangel nun in der Praxis aus:

 

 

DRAMATISCH: Leberregeneration bleibt ohne Serotonin aus ....

Leberregeneration bleibt aus ohne und Serotonin

Science_312_Lesurtel_Serotonin_Mangel

Serotonin-Mangel reduziert Leberregeneration praktisch auf Null

 

 

In einer Wegweisenden Studie 2006 hat Lesurtel et. al gezeigt, dass TPH-minus-Mäuse praktisch KEINE Leberregeneration mehr haben.

Rechts im Bild sind untersuchungen mit „künstlich erzeugten Labormäusen“, denen das Körper-Serotonin-Enzym TPH1 fehlt. Weil das TPH1-Enzym defekt ist können diese Mäuse im Körper kein Serotonin aus Tryptophan erzeugen.

Im Hirn wird Serotonin mit TPH2 erzeigt, was die Mäuse hatten.

Mittleres Foto: in der Leber der TPH1-defizitären Mäuse sind keine Regenerations-Herde mehr aufzufinden

 

Gibt man diesen „TPH1-MINUS“ Mäusen, die ohne Serotonin keine Leberregeneration mehr haben die Serotonin-Vorstufe 5-HTP zu fressen,

kommt es zu nahezu normaler Regeneration der Leber (unteres Foto der Leber).

 

 

 

 

 

 

 

DRAMATISCH: HERZ-Regeneration bleibt ohne Serotonin aus ....

keine Herz-Regeneration ohne Serotonin

TPh1-minus Maus (links) hat ein schlaffes und kraftloses - dadurch vergrössertes - Herz

TPh1-minus Maus (links) hat ein schlaffes und kraftloses – dadurch vergrössertes – Herz

Nich nur die Leber sondern auch die Herzmuskelzellen benötigen Serotonin zur Regeneration (Canan 2003). Auch die Blutgefässe regenerieren mittels Serotonin (Lindner 2007). Wir wissen mittlerweile, dass Serotonin an den Mitochondrien der Herzmuskelzellen ansetzen und dort überlebens-wichtige Enzyme exprimiert (Nebigil 2003).

Cote zeigt uns 2003 durch Erzeugung einer Transgenen Maus die kein peripheres Serotonin produzieren kann (TPH1-Delition) wie sich der Serotonin-Mangel auf die Regeneration des Herzens auswirkt:

Die TPH1-minus-MÄUSE haben daher alle ein „dysfunktionales Herz“, ein stark vergrössertes Herz durch „Herzinsuffizienz“ – sind schwer Herzkrank, was sich durch orale Gabe der Serotonoin-Vorstufe 5-HTP prompt normalisieren lässt.

Die Veränderungen waren tatsächlich durch orale Gabe dieser Serotonin-Vorstufe vollständig rückgängig zu machen!

Im Foto der Vergleich beider Herzen: Links ist das schlaffe / vergrössertes THP1-minus – Herz (vergrössert), rechts daneben das Wildtyp Herz (normale Maus)

 

Noch schlimmer schaut der Befund bei Querschnittsdarstellung der Herzen aus:

TPH1-Herz

TPH1 - Wildtyp - Herz

 

links: das kranke Herz, dünner Herzmuskel weil ohne Serotonin keine Regeneration der Myozyten stattfindet.

rechts daneben das „kräftige / gesunde Herz“ der Wildtyp-Maus.

 

DRAMATISCH: Blutgefässregeneration bleibt ohne Serotonin aus ....

Serotonin für Blutgefäss-Regeneration notwendig

….

…. noch zu recherchieren / schreiben

DRAMATISCH: Regeneration der Nervenscheiden ohne Serotonin nicht ausreichend....

Serotonin notwendig für die Regeneration der Nervenscheiden

Schauen Sie bitte die Seite AMYOTROPHE LATERALSKERLOSE an, dort sind erschreckende Daten sichtbar: Die Überlebenszeit von Betroffenen hängt praktisch völlig vom Serotonin-Spiegel im Blut ab. Patientten mit hohem Serotonin-Spiegel haben tw. eine vielfache Überlebenszeit. Patienten mit niedrigem Serotonin-Spiegel haben sehr niedrige Überlebenzeit.

Angesichts dieser sehr plastischen und beeindruckenden Forschungsdaten zum Serotonin-Defizit-Syndrom kann man sich vorstellen, dass ein peripheres „SEROTONIN-MANGEL-Zustände“ keinesfalls erwünscht sind, denn die Folgen wären

  • Leber-Regenerations- und Funktions-Störungen: Studie 2006 von Lesurtel et. al
  • Herz-Regenerations- und Funtkions-Störungen
  • Nerven-Regenerations- und Funktions-Störungen
  • Blutgefäss-Regenerations- und Funtions-Störungen: Lindner 2007
Studien zu Leber / Herz / Nerven / Blutgefäss-Störung bei Serotonin-Defizit

Herz-Regeneration

….

Leber-Regeneration

Nerven-Regeneration

Überleben bei Amyotropher Lateralsklerose hängt vom Serotonin-Spiegel im Blut ab. Studie siehe eigene ALS-Seite.

Blutgefäss-Regeneration durch Serotonin

nun, wir haben viel geschrieben über die Herkunft von Serotonin:

  • aus Fleisch (Eiweiss)  –> Tryptophan –> 5HTP –> (Hirn) Serotonin –> Melatonin

ausserdem über die Folgen eines Serotonin-Mangels:

  • Depression + Menge an Gemüts-Störungen + Schlafstörungen + Heisshunger auf Süsses
  • Herz, Leber, Blutgefäss, Nervenregeneration

 

Wie aber kommt es denn zu einem Serotonin-Mangel?

 

Ursachen von Serotonin-Mangel ..... versteckte Entzündungen

 

Ursache von Serotonin-Mangel

ich hoffe sie haben weiter oben die schrecklichen Konsequenzen eines Serotonin-Mangels gelesen. Diese Konsequenzen sehe ich täglich in meiner Arbeit. Sei es ein „Erschöpfungszustand“ aufgrund einer schlechten Leberfunktion mit Depression, sei es ein Erschöpfungszustand mit Schlaflosigkeit und Heisshungerattacken, sei es eine Fibromyalgie.

Ist das „Serotonin-Mangel-Bild“ einmal geprägt, kann man als Arzt die Zusammenhänge wahrnehmen und dann auch adäquat therapieren. Aber wie kommt es zu diesen Mangelzuständen?

Serotoninmangel als normale (physiologische Folge) einer Entzündung

Tryptophan-Kynurenin

Entzündungen verbrauchen  Tryptophan ins Kynurenin (Leonard 2010)  und führen damit letztlich zum Serotonin-Syndrom.

Entzündung ist ein Vorgang im Körper der über s.g. Zytokine gesteuert wird. Diese Zytokine sind praktisch die „langsame Post“ im Körper, während die Nerven im Körper „das Internet – die Email“ – die schnelle Post darstellt.

Bei einer Verletzung oder anderen Entzündungsauslösenden Prozessen werden verschiedene Zytokine freigesetzt. Je grösser der Prozess, desto mehr Zytokine. Je mehr Zytokine, desto mehr Veränderung in mehr Zentren im Körper.

zB: Prostaglandin wirkt lokal als Schmerz-Substanz, gelangt es aber ins Blut bis ins Hirn, löst es Fieber aus. usw usf.

Entzündungen setzen u.a. Interferon-Gamma und Tumor-Nekrose-Faktor-Alpha fre, welche das Tryptophan in die Entzündung absaugen, sodass es langsam zum  Serotonin–>Melatonin-Defizit kommt

In der nachfolgenden Grafik sehen wir noch, dass bestimmte Kynurenine stark Neurotoxische Aktivität zeigen und letztlich Neurodegeneration mit Nervenzell-Apoptose auslösen, entsprechende Studien werde ich hier noch nachreichen.

Hier sehen wir die Molekulare Ursache so unangenehmer Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson, Chorea Huntington, Multisystem-Atrophien, ALS usw usf., ich bin durch das aktuelle Screening der derzeitigen Studiensituation überzeugt, dass wir hier innerhalb der nächsten 3-5 Jahre fantastische Ursachen-Aufklärung und letztlich gute Therapie-Möglichkeiten in die Hand bekommen.Tryptophan_Entzuendung

Das Serotonin-Syndrom (Römmler 2006) ist kurz gesagt eine „Depressive Störung“ durch Serotonin-Mangel im Hirn, ausgelöst durch die Entzündung im Körper die die Serotonin-Vorstufe Tryptophan absaugt. Durch den Kynurenin-Absaug-Effekt kommt es zu einer deutlichen Minderung der „Neuroprotektion“ im Gehirn, nervenzellen degenerieren stark (Leonard 2010), typischer Nebeneffekt einer „Major Depression“.

 

 

Wo sind denn jetzt unsere Entzündungen

 

Die grösste Quelle von entzündlichen Zytokinen ist heutzutage eigentlich die Ernährung selber.

Bitte lesen Sie meine Seite über OMEGA3. Uns meist völlig unbewusste und auch unbekannte falsche Zusammensetzung der Fettsäuren durch die industrielle Nahrungsmittelproduktion.

zB: Milch von grassgefütterten Kühen ist ?3 reich bzw. ausgewogen im Verhältnis ?3 : ?6 – Fettsäuren (1:1). Damit erreicht man aber nur einige tausend Kilo Milch pro Jahr.

Milch von Getreide / Soja – gefütterten Kühen ist ?6 reich (1:45)

Quelle dieser Daten ist ein Vortrag von Dr. Kleine-Gunk, Linzer Anti-Aging-Kongress 2008 – welcher bei mir ein gravierendes Aha-Erlebnis und nachfolgendes Umdenken auslöste, in der Folge ein Hinzuziehen der „THERAPIE“ Ernährung. Hierzu können sie reichlich auf meiner Homepage lesen: Metabolic Balance, auch auf der zitierten Omega3-Seite.

v.a. im Darmbereich (zB durch versteckte Nahrungsmittel-Allergien vom Typ4)

…..

noch weiter auszuführen

……

 

Ursache von Serotonin-Mangel ...... Vitamin C - Defizit und andere Vitamine ...

  • bitte schauen sie die Studien auf meiner Seite Vitamin-C  an –> Depressionen in 70% der Fälle mit VitC Infusionen bedeutetnd besser.
  • hier auch eine Studie aus 2009 im Tiermodell, dabei zeigt sich auch eine deutliche Wirkungsverstärkung von Antidepressiva durch VitC

 

Aber – die allerstärkste Ursache eines peripheren Serotonin-Defizitis sind ANTIDEPRESSIVE!!

 

Behandlung des Serotonin-Defizit

Bis in die 70er Jahre war diese Störung nur den biochemisch / orthomolekularbiologisch arbeitenden „Komplementärmedizinern“ bekannt. Noch Anfang der 90er Jahre hatte ich eine USA-Alternativmedizinische Zeitschrift abonniert und dort über Tryptophan-Therapie bei Depression gelesen.

 

bis ca 1990: Tryptophan als Antidepressivum

 

Nun, obiges Wissen über das Serotonin-Mangelsyndrom ist relativ neu. Früher – in der Zeit „vor der Erfindung der modernen Antidepressiva“ wurden im „komplementären Bereich“ (d.h. nicht pharma-abhängige Medizin) Tryptophan als Antidepressivum eingesetzt.

Die Biosynthese des Serotonins aus dem Tryptophan war klar, daher hat man Tryptophan – die einfache und ungiftige Aminosäure als Nahrungsergänzungsmittel bei Depressionen eingesetzt.

Nachteil: TRYPTOPHAN wird nicht über den effektiven Monoamin-Transporter durch die Bluthirnschranke ins Hirn gebracht, sondern nur ineffektiv über den Insulin-abhängigen Glukose-Transporter.

Man benötigt daher hohe Dosen von Tryptophan um dieses ins Hirn durch die Bluthirnschranke durchzubringen. Patienten mussten mehrere Gramm Tryptophan täglich einnehmen, es wurde gerne als Schlafmittel eingesetzt – über den bekannten Mechanismus „Tryptophan –> 5HTP –> Serotonin –> Melatonin“ als Melatonin-Vorstufe mit Antidepressivem Effekt.

Dies war an sich bis zu den 90er Jahren leicht möglich da billig und völlig ungiftig.

Leider kamen – just einige Monate vor der Markteinführung des ersten Antidepressivums – eine Charge verunreinigtes Tryptophan in den USA auf den Markt. Trotzdem die bakteriellen Verunreinigungen eine ausserordentlich seltene Krankheit Eosinophilie-Myalgie-Syndrom ausgelöst hatte, wurde die Ursache prompt identifiziert und – praktischerweise für die SSRI-Antidepressiva – Tryptophan vollständig verboten.

Desswegen nun die erschreckenden Daten von Römmler zum Serotonin-Syndrom und besonders zum Effekt von s.g. SSRI-Medikamenten

Moderne Depressions-Behandlung mit SSRI

Wenn sie selber betroffen sind, wenn sie einen betroffenen Patienten kennen oder wenn sie nur die einleitenden Effekte des Serotonins auf das Gehirn hier studiert haben werden sie wie ich sagen:

Gottseidank – werden Sie sagen – haben wir inzwischen SEROTONIN-MEDIKAMENTE, welche den Serotonin-Stoffwechsel positiv beeinflussen können, die s.g. SSRI – Antidepressiva !!!

Als Arzt kann man sich das Elend vor Einführung der SSRI kaum vorstellen: Depressive Patienten, Burnout, Schmerzgeplagt, Panikzustände, Wahnzustände, Reaktive Störungen nach Tod eines Geliebten Menschen, Schlafstörungen, Sucht-, ….. viele Störungen waren schlichtweg schlecht oder nur mit hohem Nebenwirkungen behandelbar.

Diese Medikamente haben unsere ärztliche Tätigkeit auf eine ganz neue Qualität-Ebene gestellt, vielen Menschen konnten wir gut und einfach durch Krisen helfen – die Alternative war ja oft im Krisenfall eine nur sehr langsam oder gar nicht wirkende Gesprächstherapie, früher oft nur auf der Basis der eigentlich nur als Forschungsinstrument entwickelten und Problemzentriert relativ unwirksamen freudschen Psychoanalyse; die sich auch nur gewisse Klienten leisten konnten.

SSRI-Antidepressiva

Diese Medikamente erhöhen den Serotonin-Spiegel im Synaptischen Spalt in dem sie die Rückresorbtion des Serotonins blockieren.

Sie erinnern sich an obiges Bild: Serotonin wird verwendet um die Information von einem „Glücksnerv“ zum nächsten weiterzutransportieren. Wenn im Synaptischen Spalt Serotonin steht, fliest der Strom. Die SSRI hemmen die Rück-Aufnahme, das Serotonin bleibt also im synaptischen Spalt länger stehen und vermittelt dort „mehr Glücks-Strom“.

SSRI_von_Scienceblog

Nun, bei der umfassenden Wiirkung von Serotonin auf die emotionale und geistige Befindlichkeit des Menschen werden diese Medikamente auch ausgesprochen „breit“ und „häufig“ eingesetzt.

SSRI_AntidepressivaIch habe hier eine Liste von Arzneimittel aus dem Austria-Codex eingetippt, natürlich alles „registrierte Arzneispezialitäten“, die zur Gruppe der SSRI-Antidepressiva zählen, ich kann nicht für Komplettheit garantieren. Wenn der Wirkstoffnahme mit „..pram“ endet ist es wahrscheinlich, dass es sich um ein SSRI-Antidepressivum handelt.

Tatsächlich haben diese Medikamente die Medizin revolutioniert. Viele Patienten mit Befindlichkeitsstörungen werden dank dieser Medikamente deutlich gebessert.

Wie oft in der Medizin – wenn eine neuer Wirkstoff-Gruppe erscheint – wird in den nächsten Jahrzehnten durch den umfassenden Einsatz und die nachfolgende Erprobung und Forschung im „Masseneinsatz“ erst so richtig klar, wo die Möglichkeiten liegen.

Nun, gleichzeitig zeigen sich bei manchen Medikamenten auch erst im Massengebrauch wo dann die Grenzen liegen. Früher wurde Heroin als Hustenmittel verkauft, Aspirin grammweise bei jedem Schmerz, Cortison in hohen Dosen über lange Zeit bei jeder Entzündung verabreicht , bei jedem Hals/Ohrenweh gab man Antibiotika, jeder Patient mit Herzrhytmus-Störungen bekam entsprechende regulatorisch wirkende Medikamente  …..

Eine Präzissierung der „Indikation“ (Anwendungs-Grundlage) von Massenmedikamenten ergibt sich zwangsläufig erst nach längerem Einsatz mit vielen Patienten, auch natürlich durch weiterführende Forschung und u.U. auch neuen Medikamenten die am Markt erscheinen.

“unbekannte

Was passiert denn im Körper durch SSRI-Antidepressiva?

Roemmler_SSRI_und_Serotonin

Vom Schulmediziner bekommt man – oft schon aus Mitgefühl bei manchen Diagnosen wie zB Krebs usw ein Antidepressivum, einen sg. SSRI = Serotonin-Reuptake-Hemmer.

Diese Medikamente führen nun zu einer klinischen Verbesserung der Stimmung aber interessanterweise zu einer MASSIVEN REDUKTION des PLÄTTCHEN-SEROTONINS im Blut (Siehe Römmler 2010, Seite 5).

Die hier nachfolgende Grafik zeigt sehr deutlich die Messergebnisse von ALEXANDER RÖMMLER, München  (mittlerweile mit 100ten Fällen bestätigt):

Jene Patienten, die ein Antidepressivum aus der SSRI-Gruppe bekommen haben (praktisch jeder heutzutage, derartige Antidrepressiva werden quasi automatisch bei Stimmungsschwankungen, Stress, Schlafstörungen, Kreuzschmerzen, Sucht, Angststörungen usw usf. verschrieben), haben einen minimalen-SEROTONIN-Wert in den Plättchen von < 15ng/ml.

um es ganz unnmissverständlich noch einmal klar auszudrücken:

SSRI-Antidepressiva vermindern den Serum-Serotonin-Gehalt des wegen Serotonin-Mangels bereits depressiv erkrankten dramatisch weiter!

Nun – bitte erinnern Sie sich an die weiter oben gezeigten Daten zur

Durch diesen „Plättchen-Serotonin-Mangel“ – eine weithin unbekannte Nebenwirkung der „Antidepressiva“ ergeben sich auch die (ebenfalls weithin unbekannten tw. drastischen) Nebenwirkungen der Antidepressive:

Herz / Blutgefäss / Leber-Regenerations-Störungen, und – wie wir seit kurzem Wissen: eine Verkürzung der Überlebensdauer bei der ALS auf unter 1/3 der Zeit!

Es ist RÖMMLERS Verdienst durch zahlreiche Messungen den Hinweis erbracht zu haben, dass die SSRI die periphere Serotonin-Konzentration auf 1/10 reduzieren (Siehe Römmler 2010, Seite 5), auch – dass 5-HTP als Serotonin-Precursor ALLE positiven „Zentralen“ (Gehirn) Effekte der SSRI (gegen Depressionen) bewirken, ohne deren Nebenwirkungen.

Kombination von SSRI mit anderen Medikamenten kann dramatische Nebenwirkungen haben ......

medikamente werden über COX entgiftet.

Gehen 2 Medikamente über dasselbe COX kann es kommen zur

  • Induktion der COX –> schnellerer Abbau, daher Wirkstoff-Konzentrationsminderung
  • Gegenseitige Hemmung an der COX –> Wirksstoff-Konzentrations-Erhöhung

erschreckende Daten zeigen folgende Studien:

Kombiniert man SSRI mit Ibuprofen, einem Schmerzmittel, bekommen wir 2stellige Blutungserreignisse (Info: Kurs bei Dr. Schroth, studie wird nachgereicht)

die Lösung des Serotonin-Defizit-Syndroms

5-HTP: die Lösung des Dilemmas

5-HPT

5-HTP ist die körpereigene Serotonin-Vorstufe, gewonnen aus Griffonia simplex, einer afrikanischen Bohnenart. Wird es zur Substitution eines Serotonin-Defizites eingenommen, reguliert 5-HTP nebenwirkungsfrei das umfassende „Serotonin-Mangelsyndrom“, eine unbekannte Folge oft versteckter chronischer Entzündungen!

Wir sehen oft deutliche Verbesserungen bei einer Vielzahl von Störungen, ich werde in zukunft mal drüber berichten.

Kombination SSRI + 5-HTP

aus theoretischen Überlegungen wird eine Kombination beider Therapeutischen Möglichkeiten ausgeschlossen: SSRI können bei hohem Serotonin-Spiegel das Serotonin im Synaptischen Spalt überkonzentrieren und ein s.g. Serotonin-Syndrom auslösen:

Veränderungen der psychischen Verfassung, Ruhelosigkeit, rasche unwillkürliche Muskelzuckungen, gesteigerte Reflexbereitschaft, Schwitzen, Schüttelfrost und Tremor ein.  Paradoxe Unruhe- oder gar Angstzustände (Akathisie) erklären, die manchmal zu Beginn z.B. einer Therapie mit einem Antidepressivum aus der Gruppe der SSRI auftreten können, vor allem, wenn ein solches Medikament zu rasch aufdosiert wird. Auch das Auftreten von suizidalen Gedanken wird in Verbindung gebracht mit dem Serotoninsyndrom. Das Serotoninsyndrom kann wegen der grippeähnlichen Symptome unter Umständen auch als Virusinfekt und bei Auftreten der zentralnervösen Symptomatik insbesondere als Hirnhautentzündung verkannt werden.

Der logische Schluss der Fachleute: keinesfalls 5-HTP sondern nur SSRI. Dieses Medikament hat eine Wirklatenz von ca. 2 Wochen in der es dem Patienten nicht gut geht, es wird angenommen dass in zentralen Bereichen des Gehirns durch SSRI die Neubildung von Neuronen induziert wird (Studie wird nachereicht) und dies für die Latenz verantwortlich ist.


Kombination SSRI + 5HTP in der Praxis

in der Praxis habe ich bei vorsichtiger Kombinationstherapie „einschleichen von 5-HTP“ bei mit SSRI nicht ausreichend therapierten Personen bis jetzt nur positive Erfahrungen gehabt. In der Regel geht es den Leuten besser und sie reduzieren von sich aus die SSRI langsam, bei anhaltend guter Stimmung, Schlaf und Körperliche Befindlichkeit. Die Patientin von heute hat von der Psychiatrie in Vöcklabruck zum notwendigen Antipsychotikum Lyrica als „Schlafmittel“ sowohl Nozinan (Neuroleptika, wirkt am Dopamin) als auch Trittico (SSRI, wirkt am Serotonin) bekommen, „sie soll eben entweder eines oder das andere nehmen“ – klassisches Beispiel einer wissenschaftlich basierten Medizin, wie wir es täglich in der Praxis sehen, ohne befriedigenden Effekt auf Schlaf.

Mit 200mg 5-HTP erreichte sie zufriedenstellende Verhältnisse, gute Arbeits- und Ausdauerleistung und hat von sich aus die „Schlafmittel“ langsam ausgeschlichen, Lyrica als Phasenprophylaxe behält sie natürlich!

Da mit den „chemischen“ Mitteln ebenso „probiert“ wird und eine vielzahl von adversen Reaktionen gesehen werden, es nach Aussage aller Psychiater eben „lange dauert bis man ein Gefühl für ein Medikament bekommt“, nach Berichten der Patienten es ebenso lange dauert bis eine Besserung eintritt, oft jedoch auch v.a. die Nebenwirkungen das Bild bestimmen, ist es durchaus legitim einen vorsichtigen Therapieversuch unter Kombination 5-HTP und SSRI zu wagen – Endziel sollte ja bestmöglichste Befindlichkeit des Patienten stehen und nicht ein Dogma für / gegen eine Variante  –  denn bei ersten Anzeichen eines Serotonin-Syndroms kann man ja mit dem kurzwirksamen 5-HTP sofort gegensteuern.

Was wird die Zukunft bringen?

  • bei Verdacht auf zentrales oder periphere Serotonin-Mangel Messungen des Serotonin-Gehaltes im Blut (CAVE: muss sofort zentrifugiert werden!)
  • Kombination von SSRI mit 5-HTP um raschen Effekt und schnelle Besserung zu bewirken.
  • Nach Besserung des zentralen Serotonin-Defizites werden dauerhafte SSRI-Anwendungen nur noch in ausgewählten Fällen (Angststörungen, Zwänge, Sucht …) stattfinden, ansonsten wird nach einiger Zeit der Kombination mit 5-HTP weitergearbeitet unter regelmässiger Messung des Serumspiegels. Diese Vorgehensweise wurde bereits 1992 angedacht wurde, als bereits klar wurde, dass nach Absetzen der SSRI ohne normale Serotonin-Spiegel prompter Rückfall der Depression eintrat.
  • Serotonin-Blutspiegel als Massstab einer kompetenten Stimmungs und Regenerations-Kontrolle
  • Vitamin-D Spiegel-Korrektur, da dieses Vitamin in hohem Masse Hirn und Psyche beeinflusst, siehe meine Vit-D Seite

 

ACHTUNG

Keinesfalls möchte ich durch diesen Artikel eine Selbstbehandlung von Patienten intendieren, die noch nicht zufriedenstellend bei ihrem BurnOut, Depression oder Psychose eingestellt sind!! Dies sind Zustände vielfältigster Ursache die keinesfalls aus dem Bauch heraus selber behandelt werden dürfen!

Meine Absicht ist lediglich die aussschliesslich Pharma/Firmen-Lastige Fortbildungs-Struktur von uns Ärzten um diesen Faktor der Fortbildung: „Studienbasierte – EBM – nicht-firmen-abhängige“ zu erweitern, indem ich die Resultate meiner eigenen Recherchen/Selbst-Fortbildung teile.

 

 

Weitere Seiten und Links zu diesem volkswirtschaftlich wichtigem Thema

Lesen Sie hier in folgenden Unterseiten die interessante „Tryptophan-5HTP-Serotonin-Story“ im Detail nach

Detaillierte Unter-Seiten zum 5HTP / Serotonin (auf meiner Homepage)


Externe Links:  Zusammenfassungen zum Serotonin-Komplex


Lesen Sie auch die Reviews des Serotonin-Experten – Priv. Doz. Dr. Alexander Römmler zum Serotonin-Defizit-Syndroms

da ich an dieser Story ganz hart dran bin und die Orginal-Literatur in PubMed usw. screene wird dieser Bereich hier wachsen und erweitert werden, schauen Sie daher gern wieder vorbei.

 

Serotonin-Spiegel-Messungen können sie leicht beim Arzt bestimmen lassen. Um die Messergebnisse nicht zu verfälschen, dürfen 2 Tage vor und während der Probennahme keine Serotonin-haltigen Nahrungsmittel gegessen werden und die Blutprobe muss in bestimmter Art und Weise behandelt werden um versandstabile Werte zu bekommen!

 

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HeliR
HeliR
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische und komplementäre Zusatzausbildungen. Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. Umfangreiche Recherchen aus der aktuellen medizinischen Forschung. Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler

99 Comments

  1. Sally sagt:

    Guten abend Dr. Retzek,
    bei fibromyalgie wurde mir als schmerzdistanzierendes Mittel Amitriptilin 10 mg verordnet. Kann ich dazu 200 mg 5htp einnehmen und ist dhea 50 mg dazu unschädlich?

    • HeliR sagt:

      Tricyclische AD hemmen ähnlich wie die SSRI die Serotonin Wiederaufnahme, eine „Serotonin-Vergiftung“ zusammen mit 5HTP ist also prinzipiell möglich. Aber – keine Angst, ich hab das selber noch nicht erlebt, obwohl ich wohl mehr als 150 Patienten mit AD auch 5HTP empfohlen habe, wir sind dann einfach vorsichtiger im Hochdosieren und achten auf kleine Symptome einer Überdosierung, zB mit 50 anfangen und erst nach 3 wo auf 100 erhöhen usw.
      DHEA 50 kommt auf die Metabolisierung an, die durch genetisch oder durch epigenetische Phänomene oder andere Umstände ausgeprägt ist.
      Mir ist zB durch DHEA ein Busen gewachsen, weil ich so adipös bin (125kg) und dadurch die Aromatase so derartig aktiv, dass ich durch DHEA eine Östrogen-Konz erreicht habe die über der meiner Frau gelegen ist.
      Hormone sind tricky, da kann es sein das alles mögliche erfolgt. Da wäre es gut einen Experten an der seite zu haben, der die entsprechenden Messungen macht (Estronex zB) – das ist so komplex dass ich selber – nach 15 Kursen und 64 Büchern immer noch nicht ganz durchsteige.

  2. wulff79 sagt:

    Sehr geehter Herr Dr. Retzek,
    was halten sie von der Aussage meines Psychaters, der Serotonin Spiegel im Serum sage nichts über dem im Gehirn aus. Leider funktioniere das mit dem 5HTP nicht so leicht.
    Er hat insofern Recht, dass mehrere Absetzversuche und Ersatz durch 5HTP nicht dauerhaft funktionierten. Demnach kombiniere ich die Einnahme, klar das der Serotoninspiegel mit 50 ug/l (gemessen im Vollblut) trotz 300mg 5HTP dadurch immer noch erniedrigt ist.
    Nun habe ich gelesen das man sich weitere Messungen sparen könne, solange man z.b. das Cymbalta weiternimmt.
    Ohne die SSRI kam ich übrigens auch nie über die 100 ug/l hinaus.
    Ausserdem habe ich den Eindruck das auch die Qualität des Griffonias eine Rolle spielt.

    Was meinen sie dazu?
    Gruß

    • HeliR sagt:

      der Artikel beschreibt genau, dass man mit SSRI kaum Serotonin im Serum findet. Einfach nur das chemische gegen biologisches Serotonin zu ersetzen ist keine kausale Therapie, die Ursache der Psychose oder Depression ist leider weiterhin unbehandelt.

  3. JohnK sagt:

    Hallo,

    was ich mich nach der Lektüre des Artikels frage: Gibt es keine Möglichkeit, das Serotonin in der Peripherie zu steigern, wenn man zeitweise ADs einnehmen muss (und daher gleichzeitig 5-HTP eher ungünstig ist)?
    Z.B. durch Zink, Vitamin B6, Omega 3 o.ä.?
    Und ist die Serotonin-Reduktion in der Peripherie dosisabhängig?
    Also z.B. 15 mg Mirtazapin sind weniger schädlich als 30 mg, was die Auswirkungen auf den Serotonin Gehalt angeht?
    danke und Gruß

    • HeliR sagt:

      glaube nicht, es wird ja der Serotonin-Transporter blockiert. Serotonin in der Peripherie wird in Thrombos transportiert, bei blockertem Transporter geht halt nicht mehr hinein.
      Muss man einfach akzeptieren, für viele Leute sind die Antidepressiva temporäre Hilfen, solange sie temporär wahrgenommen werden und an den kausalen Ursachen geschraubt wird.

  4. Ralf sagt:

    Guten Tag Herr Doktor Retzek!

    Sollten Sie aus Zeitgründen nicht mehr als diesen ersten Absatz lesen können (Dafür hätte ich vollstes Verständnis) wäre ich Ihnen für eine kurze Antwort auf folgende -für mich essentiell wichtige Frage sehr, sehr dankbar:
    Wie brisant ist 5HTP bezüglich der Blutgerinnung zu sehen? Verstärkt es die Geldrollenbildung/Verklumpungen und Thrombosegefahr im Blut? So heißt es zumindest auf vielen Webseiten.

    Falls es Ihre Zeit und Geduld zulässt, werde ich ab hier nun konkreter:
    Da ich einige Wochen nach einem Herzinfarkt vor 1 1/2 Jahren) unter nicht definierbaren Angstgefühlen und Nervositätszuständen leide, welche aus heiterem Himmel über mich kommen, rechne ich mit einen Serotoninmangel, den ich gerne mit kleinen 5HTP Dosen ausgleichen möchte.
    Wie brisant ist das 5HTP bezüglich der Blutgerinnung zu sehen? Verstärkt es die Geldrollenbildung/Verklumpungen und Thrombosegefahr im Blut? So wie ich es auf einigen Seiten gelesen habe, „optimiert“ es die Blutgerinnung und man spricht von unerwünschten Effekten für Infarktpatienten. Manche reden auch vom verklumpen, da Thrombozyten wohl im Falle einer Verletzung Serotonin absondern um den Erythrozyten diese Verletzung zu signalisieren, welche Ihrerseits dann diese schließen möchten. Ich verstehe es zwar nicht, aber so heißt es hier und dort.
    Ist der Begriff „optimiert“ nun eher sub-optimal für mich? Ich nehme als einzigen „Blutverdünner“ Thromboflow (Tomatenkernextrakt) welches ja nun auch in gewisser Weise optimiert . Sonst nehme ich aus eigener Initiative keine Medikamente mehr, da sie mir nicht gut getan haben.
    Ich würde 5HTP gerne ausprobieren, habe aber etwas Bedenken, da mein Hämatokrit bei 51 liegt. Aderlässe haben bisher nur bedingt und auch nur temporär diesen Wert etwas gedrückt. Ich habe einmal eine kleinst-Dosis von 30 mg 5HTP oral genommen, und hatte nach bereits 2 Stunden das Gefühl, das es mir erheblich besser ging. Ich konnte morgens ganz entspannt im Bett liegen bleiben. Ganz ohne Nervosität wie sonst üblich. Dieser Zustand hat sich für 3 Tage gehalten.
    Einbildung glaube ich ist es nicht, da ich ja eher Angst davor habe, dass mein Blut noch dicker wird. Natürlich ist ein Zufall ebenfalls denkbar. Andererseits
    scheint vielleicht dieser stetige Stress dem ich durch die Angstattacken ausgesetzt bin das Blut ebenfalls dicker zu machen. Vielleicht, weil ständig Adrenalin dabei freigesetzt wird?
    Ich halte es für möglich, dass ich wegen Angstattacken durch zu viel Tavor (das ging ca. 4 Monate täglich im Schnitt 5 mg) und Tramadol Mangelerscheinungen an Serotonin habe. Daher lasse ich nun Tavor und Tramadol konsequent weg. Tramadol wirkt ja scheinbar sehr ähnlich wie Tavor und erklärt vielleicht, weshalb es mir nach der Einnahme immer 2 Tage lang auffallend gut ging, mich aber nach Abklingen der Wirkung –ähnlich wie Tavor- in ein tiefes Loch stürzen ließ. Es könnte vielleicht auch sein, dass meine ständigen Brust und Rückenschmerzen damit zusammenhängen. Wie ich gelesen habe, unterstützt das Ausquetschen der Neurotransmitter durch Tavor oder auch Tramal eine eventuelle Fibromyalgie. Wenn ich zurückdenke, halte ich einen gewissen Zusammenhang zwischen den Schmerzen und der Einnahme von Tramadol für möglich. Sicher bin ich natürlich nicht, aber möglich scheint es mir. Wie auch immer: Es gibt bezüglich Herz sehr viele konträre Aussagen zu 5HTP. Manche sagen es unterstützt das Herz, andere erzählen was von dickem Blut.
    Insgesammt gesehen, leide ich -mal mehr und mal weniger- unter all den Syptomen wie sie von Ihnen im Internet unter:
    http://www.alexanderroemmler.com/uploads/tx_sbdownloader/2006_Roemmler_A._Serotonin_Defizit_Syndrom-neue_Entitaet.pdf
    beschrieben sind.
    vor allem aber:
    häufiges nächtliches Erwachen mit Wasser lassen
    Angst und Panikattacken (auch schon mal Jahre zuvor)
    Gedächtnisprobleme
    Kopfschmerzen und Migräne
    Anzeichen von Fibromyalgie
    erhöhte Leberwerte
    und Geldrollenbildung der Erythrozythen
    Hier schreiben Sie unter anderem, dass Serotoninmangel eher zu einem erhöhten Thromboserisiko führt.

    Viele liebe Grüße, und vielen, vielen Dank für Ihre Mühe. Ich freue mich über jedes Wort von Ihnen das mir helfen kann eine Entscheidung zu treffen.
    Ralf Bethke, (55 Jahre alt)

    • HeliR sagt:

      die Panik nach Herzinfarkt ist eine Mitochondrien-Blockade, soll angeblich prompt mit NADH-Birkmayr behoben sein, hat uns Georg Birkmayr sehr ausführlich und glaubhaft beim letzten IGMEDT erklärt, berichten sie bitte.
      Ansonsten wie ich schreibe Q10/Carnithin nicht vergessen, weil jeder MCI-Patient ein Statin bekommt was die Q10-Produktion blockiert.

      die allerbeste „Blutverdünnung“ ist die „heilende Erdung“ – lädt die Erys auf und die Geldrollen sind verschwunden: http://www.malenna.at/earthing/informationen/

      und

      [asa]3867310912[/asa]

  5. Gerhard sagt:

    Inwieweit stellt die Blut-Hirn-Schranke bei der Einnahme von Tryptophan ein Problem dar, wenn doch das Tryptophan sowieso in 5-HTP umgewandelt wird welches die Blut-Hirn-Schranke problemlos passieren kann?

    Ich frage weil zumindest laut Wikipedia Tryptophan anscheinend weitaus geringere Nebenwirkungen zu haben scheint als 5-HTP:
    „Bei Serotoninmangel kann statt L-Tryptophan auch L-5-Hydroxytryptophan eingenommen werden, das wesentlich effizienter zu Serotonin verstoffwechselt werden soll, so dass sich die Dosis reduzieren lässt. Die Einnahme ist jedoch mit der Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerfristiger und/oder hochdosierter Einnahme und im Allgemeinen mit mehr Nebenwirkungen verbunden.“

    Wenn man Tryptophan und 5-HTP als Antidepressiva betrachtet wirkt es für mich so als ob 5-HTP quasi die stärkere Variante ist, kann man das so sagen?

    Danke!

    • HeliR sagt:

      5HTP ist physiologische Transport-Form des Tryptophans, welches nur bei sehr hohen Dosen ins Hirn geht, desswegen benötigt man vom 5HTP nur 1/20 um Effekte zu habe. 1 Monat bevor Prozak auf den Markt gekommen ist, hat man Tryptophan quasi verboten mit Berichten über Todesfällen durch Tryptophan-Einnahme. Die oben beschriebenen Probleme mit 5HTP ordne ich ähnlich als abschreckende Greuel-Propaganda ein, dasselbe geschieht bei Methadon, bei LDN, bei Borax usw usf. – die „echten Medikamente“ sind natürlich alle problemlos (ausser die erhöhte Selbstmordrate unter Jugendlichen, die nicht signifikante Wirksamkeit im Vergleich zum Plazebo …. –> Ben Goldacre „bad pharma“)
      Man kann auch von zuviel Wasser oder Kochsalz gesundheitsprobleme bekommen.

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