Zusammenfassung des Artikels

Der Neurotransmitter Serotonin ist zentrale Drehscheibe des „Wohlbefindens“ und wird desswegen auch als Glückshormon bezeichnet.

Neues Wissen sind die wichtigen Effekte des Serotonins im Körper

  • Regeneration von Blutgefässen
  • Regeneration von Leber
  • Regeneration der  Bauchspeicheldrüse,
  • Regeneration des Gehirns
  • Blutdruck-Regulation

Serotonin Mangel durch Verdauungs-Störungen

Neu auch das wissen, dass „Verdauungsbeschwerden“ wie Leaky Gut, versteckte Nahrungsmittel-Überempfindlichkeiten (IgG4-vermittelt), Dysbiose nach einer Antibiotika-Behandlung usw –

können zu Serotonin-Mangel führen:

Subdepressivität, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und abendlichen HEISSHUNGER auf Süsses als Folge einer gestörten Darmflora!

Aufregende Daten zeigen, wie schlecht die Regeneration von Herz, Leber und Blutgefässen bei Serotonin-Mangel erfolgt!

Schulmedizinische Depressions-Therapie verstärkt den Serotonin-Mangel !!

Bei depressiven Zuständen, BurnOut oder bei schweren Krankheiten „zur Unterstützung der Stimmung“ bekommt heutzutage fast jeder Patient ein Medikament, ein s.g. AntiDepressivum (SSRI).

Ja selbst bei Schlafstörungen – typisch für die Menopause der Frau – wird heute meist ein SSRI verschrieben, ebenfalls bei chronischen Rückenschmerzen.

Diese SSRI modifizieren zwar den Serotonin-Gehalt der Hirn-Synapsen und damit die Stimmung, haben aber eine weidhin auch unter Ärzten unbekannte Nebenwirkung:

Sie senken den „peripheren“ Serotonin-Gehalt im Körper drastisch!

Desswegen auch die Nebenwirkungen, die – wenn sie Auftreten – nie diesen Medikamenten zugeschrieben werden:

Blutgefäss-Probleme die letztlich zu Herzinfarkt, Hirnblutung führen können, Leberfunktionsstörungen u.w.m.

Depressivität durch Entzündungen

Serotonin-Mangel löst nicht nur Unlust, Schmerzen und Depressivität aus, sondern zeigt sich bei vielen Menschen auch in einem nahezu unbeherrschbaren nächtlichem Heisshunger auf Süsses und Schlaf-Störungen.

Weithin unbekannt ist weiters der Serotoninmangel als „typische“ und „normal auftretende“ Folge einer chronische Entzündungen:

DEPRESSIV und HEISSHUNGER wegen versteckter, chronischen Entzündungen !

 

Nun, die Fakten im Detail – die Studien verlinkt

Aus Gründen der Übersichtlichkeit verwende ich SLIDER in diesem vielseiten-langen Artikel. Durch Draufklicken öffnet sich der Text.
Im Ausdruck sind die Sliders alle geöffnet, der Artikel umfasst etwa 15 Seiten.

 

SEROTONIN

Serotonin ist eines der wichtigsten „Steuermoleküle“ im Körper, ein „universelles Hormon“ mit einer grossen Vielfalt an Einflussmöglichkeiten, sowohl im Gehirn wie auch im Körper.

Auch der Öffentlichkeit ist SEROTONIN bekannt geworden als „Glückshormon„, wegen der umfangreichen Effekte die das Hormon im Gehirn vermittelt

zentrale - 'Hirn' - Effekte von Serotonin

Serotonin_zentrale_Eigenschaften

Wir haben in den letzten 20 Jahren verstehen gelernt, dass Serotonin mit vielen Eigenschaften verbunden ist, die wir als „Wohlbefinden“ und „Wohlverhalten“ umschreiben können.

Serotonin-Mangelzustände wurden als „URSÄCHLICH“ und auslösend für eine Vielzahl von PSYCHISCHEN Phänomenen erkannt.

Typisch natürlich die DEPRESSION, aber auch ÄNGSTE. Aus der BIOCHEMIE der Serotonin-Synthese – siehe weiter unten – ergibt sich dann natürlich auch die Schlafstörung bei Serotonin-Mangel, weil dann kein MELATONIN (Schlafhormon) produziert werden kann.

Serotonin-Mangel führt nicht nur zum „UN-Glück“ sondern auch zu Essstörungen, weiter unten beschreibe ich die Ursache der HEISSHUNGER-ATTACKEN bei Serotonin-Mangel.

Schwerer, stark ausgeprägter SEROTONIN-Mangel beeinflusst auch das Gedächtnis sehr ausgeprägt.

Der Depressive hat natürlich keinerlei SEXUELLES Verlangen und ist extrem SCHMERZEMPFINDLICH, „alles tut weh“.

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Je nach betroffenem Hirnteil kommt es bei Serotonin-Defiziten zu einer Erhöhung oder Verminderung der Temperatur.

Dies ist universell bekannt, gut in Wikipedia dokumentiert und muss daher hier nicht extra mit Studien und Quellen referenziert werden.

“Wie

abendlicher Heisshunger auf Süsses = Serotonin-Mangel

Vereinfacht folgendes Bild:

der unerwünschte Serotonin-Mangel ist die Folge eines Mangels der „Vorstufe“ von Serotonin.

Tryptophan – eine Aminosäure aus der Serotonin im Körper wie im Hirn synthetisiert wird – ist die mit der Ernährung angelieferte „essentielle“ Vorstufe.

Tryptophan-Mangel-Situationen sind die Folge von Entzündungen. Die Aminosäure Tryptophan wird bei Entzündungen in den Entzündungsprozess abgesaugt und fehlt dann für die Serotoninproduktion.

Ausserdem wird Serotonin im Hirn weiterverarbeitet zum wichtigen Schutzstoff (gegen Krebs und Alterungsvorgängen) Melatonin, welches eine zusätzliche Wirkung hat: Schlaf-auslösend

Abends wird nun aus dem Serotonin zum Müde werden das Schlafhormon Melatonin raus-synthetisiert, jetzt erleidet das Hirn akuten Serotonin-Mangel und braucht ganz dringend seine Vorstufe: Tryptophan.

Übrigends: versteckte Entzündungen sind sehr häufig im Körper. Diese werden hauptsächlich durch Ernährungsfehler und Übergewicht ausgelöst. V.a. das BAUCHFETT ist eine schlimme Quelle von Entzündungs-Mediatoren die Tryptophan absaugen: TNF-alpha, IL2, ….. Je grösser der Gürtelumfang, desto höher die Entzündung, desto kürzer das Leben.

Bei Entzündungen ist das Tryptophan sehr knapp im Körper, dann muss das Hirn zu Tricks greifen:
das Tryptophan kommt besonders leicht in das Hirn, wenn viel Insulin im Blut ist.

Desswegen bekommt man so einen Gusto auf Tryptophan-hältige Ernährung die zusätzlich den insulin-auslösenden Zucker enthält, das ist eben besonders Schokolade.

abendliche Kohlenhydratsucht detailliert

nun, am Abend wird Serotonin ins Schlafhormon Melatonin umgewandelt, wir dürfen annehmen dass 5-10mg Melatonin abends in kurzer Zeit ausgeschüttet werden, in demselben Mass reduziert sich natürlich der Serotonin-Gehalt im Hirn bzw. der Tryptophan-Gehalt im Blut.

In einer entzündlichen Umgebung (siehe weiter unten: Auslöser des Serotonin-Mangel-Syndroms) besteht a priori ein Tryptophan-Defizit, sodass bei der abendlichen Melatonin-Produktion dringender Nachschub an Tryptophan erfolgen muss.

Tryptophan muss zusätzlich mit allen anderen Aminosäuren, die aus der Ernährung kommen, über einen einzelnen Transporter durch die Bluthirnschranke durch.

Allerdings wird Tryptophan durch Insulin NICHT verstärkt in die Muskeln transportiert.

Wenn ich also Eiweiss + Zucker / Süsses / Kohlenhydrate esse, werden durch das Insulin alle glukoplastischen Aminosäuren in die Muskeln gepumpt, das Tryptophan bleibt aber über und kann nun alleine, ohne von den anderen Aminosäuren gestört zu werden, durch den Aminnosäure-Transporter ins Hirn um dieses dringende Tryptophandefizit dort abzudecken.

Daher bekommen wir grossen Appetit auf Tryptophan-reiche Ernährung + Zucker:

(hier fand ich unterschiedliche Angaben in der Literatur und werde noch entsprechende Studien nachrecherchieren – das Faktum bleibt davon unbestritten: Abendlicher Tryptophantief wird durch Süss-Hunger aufgefüllt)

Nun, Serotonin hat nicht nur die relativ bekannten Wirkungen im Hirn: Wohlgefühl, Angstfrei, Libido, Appetitregulation usw.

Serotonin hat ungeheuer wichtige, weidlich unbekannte Wirkungen im Körper. Wenn man zB die Seite „ALS“ liest, sieht man erst wie drastisch die Serotonin-Effekte im Körper sein können.

periphere Serotonin Wirkungen im Körper

Nun, Serotonin hat nicht nur den weidlich bekannten Effekt am Gehirn / Emotionen, sondern auch eine Vielzahl von Wirkungen im Körper. Einige davon sind bekannter wie zB das „Bauchgehirn“, andere sind auch in Fachkreisen im wesentlichen unbekannt.

Serotonin-periphere-EigenschaftenMir zB war nicht bekannt, dass Serotonin im KÖRPER als Blutdruck-Regulator eine Rolle spielt, sodass ein Mangel an Serotonin durch Gefässverengung den Blutdruck erhöht und sogar die Durchblutung des Herzens beeinflusst.

„Koronar-Spasmen“ des Herzens macht „Herzschmerzen“ – bei Serotonin-Mangel – was ja bekanntermassen DEPRESSIONEN auslöst?

Serotoninmangel führt zum Reizdarm, wie wir weiter unten sehen werden eine ganz FATALE Kombination, da dies den Serotonin-Mangel verstärkt!

MUSKELSCHMERZEN unklarer Ursache ohne klaren Befund – FIBROMYALGIE genannt wird durch Serotonin-Mangel deutlich beeinflusst.

Die BLUTGERINNUNG ist Serotinin-abhängig, bei Serotonin-Mangel haben wir Störungen – natürlich soll es PLÄTTCHEN und nicht BLÄTTCHEN heissen, da es PLATTEN und nicht BLÄTTER sind die im Blut schwimmen und darauf warten eine Verletzung „Zuzupflastern“.

Übrigens wird SEROTONIN im Körper über die Blutplättchen transportiert. Wir MESSEN den BLUT-Serotonin-Spiegel immer INKLUSIVE des Serotonins in den PLÄTTCHEN – erlauben den PLÄTTCHEN (dem Blut) zu gerinnen und messen dann den SEROTOIN-Spiegel im „SERUM“ des Blutes, der Flüssigkeit die nach der Blutgerinnung überbleibt.

SEROTONIN beeinflusst das Immunsystem, über die Folgen eines chronischen Melatonin-Mangel lesen sie bitte auf meiner Melatonin Seite.

Migräne, typisches Serotonin-Defizit-Krankheit

Serotonin-gemischte-EigenschaftenNun, es gibt Beschwerden durch ein Serotonin-DEFIZIT die sowohl „Zentral“ (=Gehirn) als auch „Periphere“ (=Körper) Angriffspunkte haben.

Migräne wird daher auch mit Medikamenten behandelt, welche den Blutgefässen der Hirnhaut simulieren, dass genug Serotonin im Körper/Blut vorhanden ist: Triptane.

 

Synthese von Serotonin im Körper und Hirn getrennt gesteuert ...

BIO-SYNTHESE des SEROTONINS aus Tryptophan

Nun muss ein relativ einfaches Molekül wie das Serotonin irgendwie „entstehen“. Manche Moleküle kann der Körper selber synthetisieren, andere benötigt er weil ihm die entsprechenden Enzyme zur Produktion fehlen, dann müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden, man nennt dies dann einen „essentiellen Nährstoff“ was bedeutet, dass man längerfristig ohne diesen Nährstoff nicht überleben kann.

Biosynthese erfolgt im Körper und Hirn durch 2 unterschiedliche Enzyme: TPh1 und TPh2

Serotonin_Biosynthese_TPH

 

Essentiell ist ein Begriff aus der Medizin-Wissenschaft, der beschreibt, dass man ohne die Substanz nicht überleben kann.

Tatsächlich sind zB alle VITAMINE im Körper „essentiell“.

Der Begriff Vitamin allein ist bereits dadurch definiert, dass man ohne dieses Vitamin stirbt („Vita“).

Erinnern sie sich: die MATROSEN auf den langen Seefahrten vor der Entdeckung des „ANTI-SKORBUT“ Faktors, dem VitaminC = A-SCORBIN-Säure, sind an Infektionen gestorben, weil ohne Vitamin C keine funktionierende Immun-Abwehr vorhanden ist.

Tryptophan = essentielle Aminosäure

Nun, auch Serotonin entsteht aus einem essentiellen Nährstoff, dem Tryptophan, einer essentiellen Aminosäure, also einem Eiweiss-Bestandteil.

Tryptophan ist reichlich im Fleisch, nur sehr wenig im MAIS-Protein, sodass bei reiner Mais-Ernährung eine Tryptophan-Mangelkrankheit Pellagra auftritt.

Tryptophan wird mit hilfe des Enzyms TPH in eine Serotonin-Vorstufe verwandelt: 5-HTP = 5 Hydroxy-Tryptophan.

Diese Umwandlung von Tryptophan ins 5-HTP ist der wichtigste Schritt in der Serotonin-Biosynthese (Birdsall 1998) und wird über ein Enzym geführt, das im Gehirn und Leber/Darm unterschiedlich ausgeprägt ist durch zwei getrennte Moleküle.

  • TPH-1: in Leber / Darm
  • TPH-2: im Gehirn

Das ist insofern wichtig, als wir unterschiedliche Mangelzustände für Serotonin bekommen können. Bei manchen Menschen ist TPH2 gestört / blockiert und die leiden v.a. an Problemen im Hirn (Gemüt/Emotion), bei manchen ist auch TPH1 gestört, dann leiden nicht nur HIRN sondern auch KÖRPER.

Wieso? Weil der Grossteil des zentralen Serotonins ins Hirn eigentlich aus dem KÖRPER kommt, und zwar durch eine gezielte Aufnahme der Vorstufen, dem 5-HTP und dem Tryptophan, nicht jedoch durch direkte Serotonin-Aufnahme des Hirns.

Bluthirnschranke lässt Serotonin nicht aus Körper ins Hirn

Bluthirnschranke verhindert Serotonintransport aus Körper ins Hirn

De Bluthirnschranke kann vom Serotonin nicht durchbrochen werden. Dies ist natürlich absolut sinnvoll, denn sonst hätte der mehr oder weniger ausgeprägte Gehalt an Serotonin in div. Nährmitteln u.U. einen enormen Einfluss auf die Gehirn-Funktion!

Die Nervenzellen werden von „Wächterzellen“, Hebammen oder Schutzzellen „Bewacht“, gestützt und versorgt. Diese Schutzzellen bilden auch die Nervenscheiden und heissen Astrozyten oder Glia-Zellen.

Die Bluthirnschranke wird dadurch gebildet, dass alle Blutgefässe im Gehirn strikt von Hirngerüst-Zellen abgedeckt und abgedichtet werden. Blood-Brain-Barrier1 from http://www.protect-and-boost-your-brain.com/
Diese Hirngerüst-Zellen (Glia-Zellen oder Astrozyten) filtern praktisch alles ganz aktiv heraus, was aus dem Blut ins Gehirn zu den Nervenzellen durchdringen darf.

 

Die Astrozyten nehmen Substanzen aus dem Blutstrom auf  – allerdings ebenfalls nicht direkt, sondern gefiltert durch eine weitere zwischengeschaltete Blut-Filter-Station: die Blutgefäss-zellen (Endothelien).

http://www.thyroidmanager.org/Chapter15a/chapter15a.htm

Astrozyten transportieren Nährstoffe aus dem Blut über langen Weg in die Nervenzellen

Stellen Sie sich vor – sie essen eine Serotonin-hältige Banane und werden von „Glückswogen“ durchströmt! Die Natur hat uns anders geplant, nämlich Stimmungsmässig möglichst stabil und nicht abhängig davon was wir gerade gegessen haben, desswegen wird das Blut genau gefiltert.

Manche Substanzen können sich durch die Zellmembranen durchschmuggeln, dazu müssen sie auch „Fettlöslich“ sein. Diese Substanzen umgehen die Blut-Hirn-Schranke und können rasch ins Hirn gelangen.

 

Nährstoffe aus dem Blut müssen also durch die ganz dichten Endothelzellen durch, gehen dann in die Füss-chen der Astrozyten und werden in einer tw. wochenlang dauernden Transportreise an die Nervenzellen weitergereicht. Es gibt KEINEN DIREKTEN KONTAKT zwischen HIRN und BLUT, dies nennt man die BLUT-HIRN-SCHRANKE.

 

Astrozyten liefern diese Substanzen dann an die Nervenzellen weiter. Dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen, tw. mehrere Wochen, ausser für spezielle (fettlösliche) Substanzen die direkt durchdiffundieren können (Sauerstoff, Kohlendioxid) oder für Substanzen mit „Sondertransporter“, die rasch ins Hirn müssen, wie zB Zucker.

 

5HTP - eine Serotonin-Vorstufe, kann Bluthirnschranke überspringen

Serotonin-Vorstufe kann durch die Bluthirn-Schranke diffundieren

Es gibt jedoch im Hirn einen speziellen Transporter für 5-HTP durch die Bluthirnschranke (Nakatani 2008).

5-HTP wird auch ausgezeichnet aus der Nahrung aufgenommen (Birdsall 1998) und hat in einer Vielzahl von Studien gezeigt, dass es – als „Nahrungsergänzungsmittel“ eingenommen – einen zentralen SEROTONIN-Mangel korrigieren kann und alle damit verbundenen Symptome normalisieren kann (multiple Studien zitiert in Review von Birdsall 1998).

Eine Pflanze (afrikanische Bohne: Griffonia simplex) besteht zu 50% aus 5-HTP, dies vermutlich um Fressfeinde in eine „Serotonin-Vergiftung“ zu versetzen, eine Art übermässigen Glücksrausch. Diese Pflanze wird dann auch als „Nahrungsergänzungsmittel“ eingesetzt um den 5-HTP Gehalt im Blut und im Hirn zu erhöhen. Dieses 5-HTP wird dann prompt in Serotonin verwandelt und kann einen zentralen (Gehirn) Serotonin-Mangel kompensieren.

Nachteil: 5-HTP ist eine Natur-Substanz und daher nicht patentierbar !!!!

Damit fällt es als Arzneimittel aus.

Da es aber so positive Effekte beim Serotonin-Mangelsyndrom zeigt, wird es wohl früher oder später mit windigen Argumenten von Industrieassozierten Bürokratie vom Markt verdrängt werden und dann – genauso wie Tryptophan – um den 100 fachen Preis als „offizielle Tabletten“ eines Grosskonzerns wieder erscheinen.

Ich erlebe dies derzeit gerade, eine Lieferung unseres 5HTP hängt beim Zoll fest und wird wohl vernichtet und wir wegen „unwissentlichem Import“ gestraft, ein Ministerialrat hat nämlich drauf hingewiesen, dass es ein teures, offizielles Präparat in der Schweiz gibt und daher der Import als billiges Nahrungsergänzungsmittel für Österreich nicht in Frage kommt. In den meisten anderen EU-Ländern ist 5HTP frei verfügbar und verkaufbar, wir haben es leider ausserhalb der EU – aus preislichen Gründen – bestellt. Von den Kafkaesken Erlebnissen mit der Bürokratie und einer umfassenden Einvernahme bei der Arzneimittelsicherheit will ich gar nicht schreiben.

Zusammenfassung Bluthirnschranke und Serotonin-Defizit-Syndrom

Die Bluthirnschranke dichtet das Gehirn gegen die Umwelt ab. Nur bestimmte Substanzen dürfen direkt ins Hirn, der Transport geht tw. durch den „Körper“ der Astrozyten und kann tw. lang dauern, mehrere Wochen. Dies betrifft übrigens auch die Entgiftung der Nervenzellen, das ist u.a. eine der wichtigen Funktionen des Schlafes!

  • TRYPTOPHAN geht nur langsam ins Hirn
  • 5-HTP kann recht gut ins Hirn und auch wieder heraus
  • SEROTONIN kann gar nicht ins Hirn
  • MELATONIN geht sehr schnell ins Hirn und auch heraus

 

 

Wir haben also erfahren, dass Serotonin im Körper und im Gehirn über 2 unterschiedliche Wege aus Tryptophan synthetisiert wird.

  • Im Körper mit dem Enzym TPH1
  • im Hirn mit dem Enzym TPH2

Wir wissen, dass diese Enzyme TPH1/2 aus dem Tryptophan die Serotonin-Vorstufe, nämlich 5-Hydroxy-Tryptophan herstellen, aus dem dann rasch Serotonin entstehen kann.

Tryptophan-Synthese

Wir wissen aber auch mittlerweile, dass dieses 5-HTP sehr gut im Darm aufgenommen wird und auch sehr rasch ins Hirn transportiert wird, was das Serotonin gar nicht kann und das Tryptophan nur in Ausnahme-Situationen mit Hilfe von Insulin (Heisshunger auf Süsses).

 

Serotonin-Mangel im Hirn

oben weidlich beschrieben: Depressivität, Leistungsknick, Schmerzen, Schlafstörung, Libidomanel, Heisshunger auf Süsses ….

 

Serotonin-Mangelzustand im Körper – derzeit völlig unbekannte Entität!

Um  all diese Umstände genau zu studieren haben Wissenschaftler „transgene Mäuse“ produziert, denen fehlt das Enzym TPH1 und sie sind daher nicht in der Lage das „Körper-Serotonin“ zu erzeugen.

Die Effekte eines „peripheren Serotonin-Defizites“ waren wahrlich gruselig und man möchte sich keinesfalls einen Umstand vorstellen, in dem man selber oder ein anderer Mensch ein derartiges Körper-Serotonin-Defizit erleiden muss!.

 

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im Gehirn ist Serotonin verantwortlich für Wohlgefühl, Energie, Appetitregulation, Libido usw usf, bekannt als „Glückshormon“, Mangel führt zum „Serotonin-Mangel-Syndrom“.

Im Körper haben wir oben die Serotonin-Effekte beschrieben. im Körper wird Serotonin in den Plättchen gespeichert und transportiert und ist verantwortlich für die REGENERATION von Leber, Herz, Blutgefässe.

Wie wirkt sich Serotonin-Mangel nun in der Praxis aus:

 

 

DRAMATISCH: Leberregeneration bleibt ohne Serotonin aus ....

Leberregeneration bleibt aus ohne und Serotonin

Science_312_Lesurtel_Serotonin_Mangel

Serotonin-Mangel reduziert Leberregeneration praktisch auf Null

 

 

In einer Wegweisenden Studie 2006 hat Lesurtel et. al gezeigt, dass TPH-minus-Mäuse praktisch KEINE Leberregeneration mehr haben.

Rechts im Bild sind untersuchungen mit „künstlich erzeugten Labormäusen“, denen das Körper-Serotonin-Enzym TPH1 fehlt. Weil das TPH1-Enzym defekt ist können diese Mäuse im Körper kein Serotonin aus Tryptophan erzeugen.

Im Hirn wird Serotonin mit TPH2 erzeigt, was die Mäuse hatten.

Mittleres Foto: in der Leber der TPH1-defizitären Mäuse sind keine Regenerations-Herde mehr aufzufinden

 

Gibt man diesen „TPH1-MINUS“ Mäusen, die ohne Serotonin keine Leberregeneration mehr haben die Serotonin-Vorstufe 5-HTP zu fressen,

kommt es zu nahezu normaler Regeneration der Leber (unteres Foto der Leber).

 

 

 

 

 

 

 

DRAMATISCH: HERZ-Regeneration bleibt ohne Serotonin aus ....

keine Herz-Regeneration ohne Serotonin

TPh1-minus Maus (links) hat ein schlaffes und kraftloses - dadurch vergrössertes - Herz

TPh1-minus Maus (links) hat ein schlaffes und kraftloses – dadurch vergrössertes – Herz

Nich nur die Leber sondern auch die Herzmuskelzellen benötigen Serotonin zur Regeneration (Canan 2003). Auch die Blutgefässe regenerieren mittels Serotonin (Lindner 2007). Wir wissen mittlerweile, dass Serotonin an den Mitochondrien der Herzmuskelzellen ansetzen und dort überlebens-wichtige Enzyme exprimiert (Nebigil 2003).

Cote zeigt uns 2003 durch Erzeugung einer Transgenen Maus die kein peripheres Serotonin produzieren kann (TPH1-Delition) wie sich der Serotonin-Mangel auf die Regeneration des Herzens auswirkt:

Die TPH1-minus-MÄUSE haben daher alle ein „dysfunktionales Herz“, ein stark vergrössertes Herz durch „Herzinsuffizienz“ – sind schwer Herzkrank, was sich durch orale Gabe der Serotonoin-Vorstufe 5-HTP prompt normalisieren lässt.

Die Veränderungen waren tatsächlich durch orale Gabe dieser Serotonin-Vorstufe vollständig rückgängig zu machen!

Im Foto der Vergleich beider Herzen: Links ist das schlaffe / vergrössertes THP1-minus – Herz (vergrössert), rechts daneben das Wildtyp Herz (normale Maus)

 

Noch schlimmer schaut der Befund bei Querschnittsdarstellung der Herzen aus:

TPH1-Herz

TPH1 - Wildtyp - Herz

 

links: das kranke Herz, dünner Herzmuskel weil ohne Serotonin keine Regeneration der Myozyten stattfindet.

rechts daneben das „kräftige / gesunde Herz“ der Wildtyp-Maus.

 

DRAMATISCH: Blutgefässregeneration bleibt ohne Serotonin aus ....

Serotonin für Blutgefäss-Regeneration notwendig

….

…. noch zu recherchieren / schreiben

DRAMATISCH: Regeneration der Nervenscheiden ohne Serotonin nicht ausreichend....

Serotonin notwendig für die Regeneration der Nervenscheiden

Schauen Sie bitte die Seite AMYOTROPHE LATERALSKERLOSE an, dort sind erschreckende Daten sichtbar: Die Überlebenszeit von Betroffenen hängt praktisch völlig vom Serotonin-Spiegel im Blut ab. Patientten mit hohem Serotonin-Spiegel haben tw. eine vielfache Überlebenszeit. Patienten mit niedrigem Serotonin-Spiegel haben sehr niedrige Überlebenzeit.

Angesichts dieser sehr plastischen und beeindruckenden Forschungsdaten zum Serotonin-Defizit-Syndrom kann man sich vorstellen, dass ein peripheres „SEROTONIN-MANGEL-Zustände“ keinesfalls erwünscht sind, denn die Folgen wären

  • Leber-Regenerations- und Funktions-Störungen: Studie 2006 von Lesurtel et. al
  • Herz-Regenerations- und Funtkions-Störungen
  • Nerven-Regenerations- und Funktions-Störungen
  • Blutgefäss-Regenerations- und Funtions-Störungen: Lindner 2007
Studien zu Leber / Herz / Nerven / Blutgefäss-Störung bei Serotonin-Defizit

Herz-Regeneration

….

Leber-Regeneration

Nerven-Regeneration

Überleben bei Amyotropher Lateralsklerose hängt vom Serotonin-Spiegel im Blut ab. Studie siehe eigene ALS-Seite.

Blutgefäss-Regeneration durch Serotonin

nun, wir haben viel geschrieben über die Herkunft von Serotonin:

  • aus Fleisch (Eiweiss)  –> Tryptophan –> 5HTP –> (Hirn) Serotonin –> Melatonin

ausserdem über die Folgen eines Serotonin-Mangels:

  • Depression + Menge an Gemüts-Störungen + Schlafstörungen + Heisshunger auf Süsses
  • Herz, Leber, Blutgefäss, Nervenregeneration

 

Wie aber kommt es denn zu einem Serotonin-Mangel?

 

Ursachen von Serotonin-Mangel ..... versteckte Entzündungen

 

Ursache von Serotonin-Mangel

ich hoffe sie haben weiter oben die schrecklichen Konsequenzen eines Serotonin-Mangels gelesen. Diese Konsequenzen sehe ich täglich in meiner Arbeit. Sei es ein „Erschöpfungszustand“ aufgrund einer schlechten Leberfunktion mit Depression, sei es ein Erschöpfungszustand mit Schlaflosigkeit und Heisshungerattacken, sei es eine Fibromyalgie.

Ist das „Serotonin-Mangel-Bild“ einmal geprägt, kann man als Arzt die Zusammenhänge wahrnehmen und dann auch adäquat therapieren. Aber wie kommt es zu diesen Mangelzuständen?

Serotoninmangel als normale (physiologische Folge) einer Entzündung

Tryptophan-Kynurenin

Entzündungen verbrauchen  Tryptophan ins Kynurenin (Leonard 2010)  und führen damit letztlich zum Serotonin-Syndrom.

Entzündung ist ein Vorgang im Körper der über s.g. Zytokine gesteuert wird. Diese Zytokine sind praktisch die „langsame Post“ im Körper, während die Nerven im Körper „das Internet – die Email“ – die schnelle Post darstellt.

Bei einer Verletzung oder anderen Entzündungsauslösenden Prozessen werden verschiedene Zytokine freigesetzt. Je grösser der Prozess, desto mehr Zytokine. Je mehr Zytokine, desto mehr Veränderung in mehr Zentren im Körper.

zB: Prostaglandin wirkt lokal als Schmerz-Substanz, gelangt es aber ins Blut bis ins Hirn, löst es Fieber aus. usw usf.

Entzündungen setzen u.a. Interferon-Gamma und Tumor-Nekrose-Faktor-Alpha fre, welche das Tryptophan in die Entzündung absaugen, sodass es langsam zum  Serotonin–>Melatonin-Defizit kommt

In der nachfolgenden Grafik sehen wir noch, dass bestimmte Kynurenine stark Neurotoxische Aktivität zeigen und letztlich Neurodegeneration mit Nervenzell-Apoptose auslösen, entsprechende Studien werde ich hier noch nachreichen.

Hier sehen wir die Molekulare Ursache so unangenehmer Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson, Chorea Huntington, Multisystem-Atrophien, ALS usw usf., ich bin durch das aktuelle Screening der derzeitigen Studiensituation überzeugt, dass wir hier innerhalb der nächsten 3-5 Jahre fantastische Ursachen-Aufklärung und letztlich gute Therapie-Möglichkeiten in die Hand bekommen.Tryptophan_Entzuendung

Das Serotonin-Syndrom (Römmler 2006) ist kurz gesagt eine „Depressive Störung“ durch Serotonin-Mangel im Hirn, ausgelöst durch die Entzündung im Körper die die Serotonin-Vorstufe Tryptophan absaugt. Durch den Kynurenin-Absaug-Effekt kommt es zu einer deutlichen Minderung der „Neuroprotektion“ im Gehirn, nervenzellen degenerieren stark (Leonard 2010), typischer Nebeneffekt einer „Major Depression“.

 

 

Wo sind denn jetzt unsere Entzündungen

 

Die grösste Quelle von entzündlichen Zytokinen ist heutzutage eigentlich die Ernährung selber.

Bitte lesen Sie meine Seite über OMEGA3. Uns meist völlig unbewusste und auch unbekannte falsche Zusammensetzung der Fettsäuren durch die industrielle Nahrungsmittelproduktion.

zB: Milch von grassgefütterten Kühen ist ?3 reich bzw. ausgewogen im Verhältnis ?3 : ?6 – Fettsäuren (1:1). Damit erreicht man aber nur einige tausend Kilo Milch pro Jahr.

Milch von Getreide / Soja – gefütterten Kühen ist ?6 reich (1:45)

Quelle dieser Daten ist ein Vortrag von Dr. Kleine-Gunk, Linzer Anti-Aging-Kongress 2008 – welcher bei mir ein gravierendes Aha-Erlebnis und nachfolgendes Umdenken auslöste, in der Folge ein Hinzuziehen der „THERAPIE“ Ernährung. Hierzu können sie reichlich auf meiner Homepage lesen: Metabolic Balance, auch auf der zitierten Omega3-Seite.

v.a. im Darmbereich (zB durch versteckte Nahrungsmittel-Allergien vom Typ4)

…..

noch weiter auszuführen

……

 

Ursache von Serotonin-Mangel ...... Vitamin C - Defizit und andere Vitamine ...

  • bitte schauen sie die Studien auf meiner Seite Vitamin-C  an –> Depressionen in 70% der Fälle mit VitC Infusionen bedeutetnd besser.
  • hier auch eine Studie aus 2009 im Tiermodell, dabei zeigt sich auch eine deutliche Wirkungsverstärkung von Antidepressiva durch VitC

 

Aber – die allerstärkste Ursache eines peripheren Serotonin-Defizitis sind ANTIDEPRESSIVE!!

 

Behandlung des Serotonin-Defizit

Bis in die 70er Jahre war diese Störung nur den biochemisch / orthomolekularbiologisch arbeitenden „Komplementärmedizinern“ bekannt. Noch Anfang der 90er Jahre hatte ich eine USA-Alternativmedizinische Zeitschrift abonniert und dort über Tryptophan-Therapie bei Depression gelesen.

 

bis ca 1990: Tryptophan als Antidepressivum

 

Nun, obiges Wissen über das Serotonin-Mangelsyndrom ist relativ neu. Früher – in der Zeit „vor der Erfindung der modernen Antidepressiva“ wurden im „komplementären Bereich“ (d.h. nicht pharma-abhängige Medizin) Tryptophan als Antidepressivum eingesetzt.

Die Biosynthese des Serotonins aus dem Tryptophan war klar, daher hat man Tryptophan – die einfache und ungiftige Aminosäure als Nahrungsergänzungsmittel bei Depressionen eingesetzt.

Nachteil: TRYPTOPHAN wird nicht über den effektiven Monoamin-Transporter durch die Bluthirnschranke ins Hirn gebracht, sondern nur ineffektiv über den Insulin-abhängigen Glukose-Transporter.

Man benötigt daher hohe Dosen von Tryptophan um dieses ins Hirn durch die Bluthirnschranke durchzubringen. Patienten mussten mehrere Gramm Tryptophan täglich einnehmen, es wurde gerne als Schlafmittel eingesetzt – über den bekannten Mechanismus „Tryptophan –> 5HTP –> Serotonin –> Melatonin“ als Melatonin-Vorstufe mit Antidepressivem Effekt.

Dies war an sich bis zu den 90er Jahren leicht möglich da billig und völlig ungiftig.

Leider kamen – just einige Monate vor der Markteinführung des ersten Antidepressivums – eine Charge verunreinigtes Tryptophan in den USA auf den Markt. Trotzdem die bakteriellen Verunreinigungen eine ausserordentlich seltene Krankheit Eosinophilie-Myalgie-Syndrom ausgelöst hatte, wurde die Ursache prompt identifiziert und – praktischerweise für die SSRI-Antidepressiva – Tryptophan vollständig verboten.

Desswegen nun die erschreckenden Daten von Römmler zum Serotonin-Syndrom und besonders zum Effekt von s.g. SSRI-Medikamenten

Moderne Depressions-Behandlung mit SSRI

Wenn sie selber betroffen sind, wenn sie einen betroffenen Patienten kennen oder wenn sie nur die einleitenden Effekte des Serotonins auf das Gehirn hier studiert haben werden sie wie ich sagen:

Gottseidank – werden Sie sagen – haben wir inzwischen SEROTONIN-MEDIKAMENTE, welche den Serotonin-Stoffwechsel positiv beeinflussen können, die s.g. SSRI – Antidepressiva !!!

Als Arzt kann man sich das Elend vor Einführung der SSRI kaum vorstellen: Depressive Patienten, Burnout, Schmerzgeplagt, Panikzustände, Wahnzustände, Reaktive Störungen nach Tod eines Geliebten Menschen, Schlafstörungen, Sucht-, ….. viele Störungen waren schlichtweg schlecht oder nur mit hohem Nebenwirkungen behandelbar.

Diese Medikamente haben unsere ärztliche Tätigkeit auf eine ganz neue Qualität-Ebene gestellt, vielen Menschen konnten wir gut und einfach durch Krisen helfen – die Alternative war ja oft im Krisenfall eine nur sehr langsam oder gar nicht wirkende Gesprächstherapie, früher oft nur auf der Basis der eigentlich nur als Forschungsinstrument entwickelten und Problemzentriert relativ unwirksamen freudschen Psychoanalyse; die sich auch nur gewisse Klienten leisten konnten.

SSRI-Antidepressiva

Diese Medikamente erhöhen den Serotonin-Spiegel im Synaptischen Spalt in dem sie die Rückresorbtion des Serotonins blockieren.

Sie erinnern sich an obiges Bild: Serotonin wird verwendet um die Information von einem „Glücksnerv“ zum nächsten weiterzutransportieren. Wenn im Synaptischen Spalt Serotonin steht, fliest der Strom. Die SSRI hemmen die Rück-Aufnahme, das Serotonin bleibt also im synaptischen Spalt länger stehen und vermittelt dort „mehr Glücks-Strom“.

SSRI_von_Scienceblog

Nun, bei der umfassenden Wiirkung von Serotonin auf die emotionale und geistige Befindlichkeit des Menschen werden diese Medikamente auch ausgesprochen „breit“ und „häufig“ eingesetzt.

SSRI_AntidepressivaIch habe hier eine Liste von Arzneimittel aus dem Austria-Codex eingetippt, natürlich alles „registrierte Arzneispezialitäten“, die zur Gruppe der SSRI-Antidepressiva zählen, ich kann nicht für Komplettheit garantieren. Wenn der Wirkstoffnahme mit „..pram“ endet ist es wahrscheinlich, dass es sich um ein SSRI-Antidepressivum handelt.

Tatsächlich haben diese Medikamente die Medizin revolutioniert. Viele Patienten mit Befindlichkeitsstörungen werden dank dieser Medikamente deutlich gebessert.

Wie oft in der Medizin – wenn eine neuer Wirkstoff-Gruppe erscheint – wird in den nächsten Jahrzehnten durch den umfassenden Einsatz und die nachfolgende Erprobung und Forschung im „Masseneinsatz“ erst so richtig klar, wo die Möglichkeiten liegen.

Nun, gleichzeitig zeigen sich bei manchen Medikamenten auch erst im Massengebrauch wo dann die Grenzen liegen. Früher wurde Heroin als Hustenmittel verkauft, Aspirin grammweise bei jedem Schmerz, Cortison in hohen Dosen über lange Zeit bei jeder Entzündung verabreicht , bei jedem Hals/Ohrenweh gab man Antibiotika, jeder Patient mit Herzrhytmus-Störungen bekam entsprechende regulatorisch wirkende Medikamente  …..

Eine Präzissierung der „Indikation“ (Anwendungs-Grundlage) von Massenmedikamenten ergibt sich zwangsläufig erst nach längerem Einsatz mit vielen Patienten, auch natürlich durch weiterführende Forschung und u.U. auch neuen Medikamenten die am Markt erscheinen.

“unbekannte

Was passiert denn im Körper durch SSRI-Antidepressiva?

Roemmler_SSRI_und_Serotonin

Vom Schulmediziner bekommt man – oft schon aus Mitgefühl bei manchen Diagnosen wie zB Krebs usw ein Antidepressivum, einen sg. SSRI = Serotonin-Reuptake-Hemmer.

Diese Medikamente führen nun zu einer klinischen Verbesserung der Stimmung aber interessanterweise zu einer MASSIVEN REDUKTION des PLÄTTCHEN-SEROTONINS im Blut (Siehe Römmler 2010, Seite 5).

Die hier nachfolgende Grafik zeigt sehr deutlich die Messergebnisse von ALEXANDER RÖMMLER, München  (mittlerweile mit 100ten Fällen bestätigt):

Jene Patienten, die ein Antidepressivum aus der SSRI-Gruppe bekommen haben (praktisch jeder heutzutage, derartige Antidrepressiva werden quasi automatisch bei Stimmungsschwankungen, Stress, Schlafstörungen, Kreuzschmerzen, Sucht, Angststörungen usw usf. verschrieben), haben einen minimalen-SEROTONIN-Wert in den Plättchen von < 15ng/ml.

um es ganz unnmissverständlich noch einmal klar auszudrücken:

SSRI-Antidepressiva vermindern den Serum-Serotonin-Gehalt des wegen Serotonin-Mangels bereits depressiv erkrankten dramatisch weiter!

Nun – bitte erinnern Sie sich an die weiter oben gezeigten Daten zur

Durch diesen „Plättchen-Serotonin-Mangel“ – eine weithin unbekannte Nebenwirkung der „Antidepressiva“ ergeben sich auch die (ebenfalls weithin unbekannten tw. drastischen) Nebenwirkungen der Antidepressive:

Herz / Blutgefäss / Leber-Regenerations-Störungen, und – wie wir seit kurzem Wissen: eine Verkürzung der Überlebensdauer bei der ALS auf unter 1/3 der Zeit!

Es ist RÖMMLERS Verdienst durch zahlreiche Messungen den Hinweis erbracht zu haben, dass die SSRI die periphere Serotonin-Konzentration auf 1/10 reduzieren (Siehe Römmler 2010, Seite 5), auch – dass 5-HTP als Serotonin-Precursor ALLE positiven „Zentralen“ (Gehirn) Effekte der SSRI (gegen Depressionen) bewirken, ohne deren Nebenwirkungen.

Kombination von SSRI mit anderen Medikamenten kann dramatische Nebenwirkungen haben ......

medikamente werden über COX entgiftet.

Gehen 2 Medikamente über dasselbe COX kann es kommen zur

  • Induktion der COX –> schnellerer Abbau, daher Wirkstoff-Konzentrationsminderung
  • Gegenseitige Hemmung an der COX –> Wirksstoff-Konzentrations-Erhöhung

erschreckende Daten zeigen folgende Studien:

Kombiniert man SSRI mit Ibuprofen, einem Schmerzmittel, bekommen wir 2stellige Blutungserreignisse (Info: Kurs bei Dr. Schroth, studie wird nachgereicht)

die Lösung des Serotonin-Defizit-Syndroms

5-HTP: die Lösung des Dilemmas

5-HPT

5-HTP ist die körpereigene Serotonin-Vorstufe, gewonnen aus Griffonia simplex, einer afrikanischen Bohnenart. Wird es zur Substitution eines Serotonin-Defizites eingenommen, reguliert 5-HTP nebenwirkungsfrei das umfassende „Serotonin-Mangelsyndrom“, eine unbekannte Folge oft versteckter chronischer Entzündungen!

Wir sehen oft deutliche Verbesserungen bei einer Vielzahl von Störungen, ich werde in zukunft mal drüber berichten.

Kombination SSRI + 5-HTP

aus theoretischen Überlegungen wird eine Kombination beider Therapeutischen Möglichkeiten ausgeschlossen: SSRI können bei hohem Serotonin-Spiegel das Serotonin im Synaptischen Spalt überkonzentrieren und ein s.g. Serotonin-Syndrom auslösen:

Veränderungen der psychischen Verfassung, Ruhelosigkeit, rasche unwillkürliche Muskelzuckungen, gesteigerte Reflexbereitschaft, Schwitzen, Schüttelfrost und Tremor ein.  Paradoxe Unruhe- oder gar Angstzustände (Akathisie) erklären, die manchmal zu Beginn z.B. einer Therapie mit einem Antidepressivum aus der Gruppe der SSRI auftreten können, vor allem, wenn ein solches Medikament zu rasch aufdosiert wird. Auch das Auftreten von suizidalen Gedanken wird in Verbindung gebracht mit dem Serotoninsyndrom. Das Serotoninsyndrom kann wegen der grippeähnlichen Symptome unter Umständen auch als Virusinfekt und bei Auftreten der zentralnervösen Symptomatik insbesondere als Hirnhautentzündung verkannt werden.

Der logische Schluss der Fachleute: keinesfalls 5-HTP sondern nur SSRI. Dieses Medikament hat eine Wirklatenz von ca. 2 Wochen in der es dem Patienten nicht gut geht, es wird angenommen dass in zentralen Bereichen des Gehirns durch SSRI die Neubildung von Neuronen induziert wird (Studie wird nachereicht) und dies für die Latenz verantwortlich ist.


Kombination SSRI + 5HTP in der Praxis

in der Praxis habe ich bei vorsichtiger Kombinationstherapie „einschleichen von 5-HTP“ bei mit SSRI nicht ausreichend therapierten Personen bis jetzt nur positive Erfahrungen gehabt. In der Regel geht es den Leuten besser und sie reduzieren von sich aus die SSRI langsam, bei anhaltend guter Stimmung, Schlaf und Körperliche Befindlichkeit. Die Patientin von heute hat von der Psychiatrie in Vöcklabruck zum notwendigen Antipsychotikum Lyrica als „Schlafmittel“ sowohl Nozinan (Neuroleptika, wirkt am Dopamin) als auch Trittico (SSRI, wirkt am Serotonin) bekommen, „sie soll eben entweder eines oder das andere nehmen“ – klassisches Beispiel einer wissenschaftlich basierten Medizin, wie wir es täglich in der Praxis sehen, ohne befriedigenden Effekt auf Schlaf.

Mit 200mg 5-HTP erreichte sie zufriedenstellende Verhältnisse, gute Arbeits- und Ausdauerleistung und hat von sich aus die „Schlafmittel“ langsam ausgeschlichen, Lyrica als Phasenprophylaxe behält sie natürlich!

Da mit den „chemischen“ Mitteln ebenso „probiert“ wird und eine vielzahl von adversen Reaktionen gesehen werden, es nach Aussage aller Psychiater eben „lange dauert bis man ein Gefühl für ein Medikament bekommt“, nach Berichten der Patienten es ebenso lange dauert bis eine Besserung eintritt, oft jedoch auch v.a. die Nebenwirkungen das Bild bestimmen, ist es durchaus legitim einen vorsichtigen Therapieversuch unter Kombination 5-HTP und SSRI zu wagen – Endziel sollte ja bestmöglichste Befindlichkeit des Patienten stehen und nicht ein Dogma für / gegen eine Variante  –  denn bei ersten Anzeichen eines Serotonin-Syndroms kann man ja mit dem kurzwirksamen 5-HTP sofort gegensteuern.

Was wird die Zukunft bringen?

  • bei Verdacht auf zentrales oder periphere Serotonin-Mangel Messungen des Serotonin-Gehaltes im Blut (CAVE: muss sofort zentrifugiert werden!)
  • Kombination von SSRI mit 5-HTP um raschen Effekt und schnelle Besserung zu bewirken.
  • Nach Besserung des zentralen Serotonin-Defizites werden dauerhafte SSRI-Anwendungen nur noch in ausgewählten Fällen (Angststörungen, Zwänge, Sucht …) stattfinden, ansonsten wird nach einiger Zeit der Kombination mit 5-HTP weitergearbeitet unter regelmässiger Messung des Serumspiegels. Diese Vorgehensweise wurde bereits 1992 angedacht wurde, als bereits klar wurde, dass nach Absetzen der SSRI ohne normale Serotonin-Spiegel prompter Rückfall der Depression eintrat.
  • Serotonin-Blutspiegel als Massstab einer kompetenten Stimmungs und Regenerations-Kontrolle
  • Vitamin-D Spiegel-Korrektur, da dieses Vitamin in hohem Masse Hirn und Psyche beeinflusst, siehe meine Vit-D Seite

 

ACHTUNG

Keinesfalls möchte ich durch diesen Artikel eine Selbstbehandlung von Patienten intendieren, die noch nicht zufriedenstellend bei ihrem BurnOut, Depression oder Psychose eingestellt sind!! Dies sind Zustände vielfältigster Ursache die keinesfalls aus dem Bauch heraus selber behandelt werden dürfen!

Meine Absicht ist lediglich die aussschliesslich Pharma/Firmen-Lastige Fortbildungs-Struktur von uns Ärzten um diesen Faktor der Fortbildung: „Studienbasierte – EBM – nicht-firmen-abhängige“ zu erweitern, indem ich die Resultate meiner eigenen Recherchen/Selbst-Fortbildung teile.

 

 

Weitere Seiten und Links zu diesem volkswirtschaftlich wichtigem Thema

Lesen Sie hier in folgenden Unterseiten die interessante „Tryptophan-5HTP-Serotonin-Story“ im Detail nach

Detaillierte Unter-Seiten zum 5HTP / Serotonin (auf meiner Homepage)


Externe Links:  Zusammenfassungen zum Serotonin-Komplex


Lesen Sie auch die Reviews des Serotonin-Experten – Priv. Doz. Dr. Alexander Römmler zum Serotonin-Defizit-Syndroms

da ich an dieser Story ganz hart dran bin und die Orginal-Literatur in PubMed usw. screene wird dieser Bereich hier wachsen und erweitert werden, schauen Sie daher gern wieder vorbei.

 

Serotonin-Spiegel-Messungen können sie leicht beim Arzt bestimmen lassen. Um die Messergebnisse nicht zu verfälschen, dürfen 2 Tage vor und während der Probennahme keine Serotonin-haltigen Nahrungsmittel gegessen werden und die Blutprobe muss in bestimmter Art und Weise behandelt werden um versandstabile Werte zu bekommen!

 

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83 Comments

  1. renate wuk sagt:

    ich wohne in Wels- Österreich ,gibt es einen arzt in der Nähe wo man sich informieren kann ?

    • HeliR sagt:

      Dr. Retzek, in Vöcklabruck

      • Josef E. sagt:

        Hallo, eine Frage zu den Enzymen von TPH1 u.TPH2!
        In welchen Körperflüssigkeiten können diese Enzyme welche für den Serotoninstoffwechsel verantwortlich sind nachgewiesen bzw. gemessen werden und ein Defekt derselben festgestellt werden. Welches Labor macht so eine Analyse und wie hoch sind die idealen Werte?
        lg. josef

        • HeliR sagt:

          TPH1/2 ist sicher ausserhalb jeder Routine-Untersuchungsmöglichkeit, wir messen quasi nur das Enzym-Ergebnis, nämlich das Serotonin. Es ist Römmlers Verdienst in tausenden Messungen gezeigt zu haben, dass der Blut-Serotonin-Spiegel (eigentlich: Plättchen-Serotonin) konform geht mit dem intrazerebralen Serotonin, dass eine Korrelation zw. blut-serotonin und der Stimmung (und anderen zentralen=hirn – Serotonin Funktionen) besteht.
          Ideale Werte sind 200 aufwärts, ab 160 milde Depressivität unter 120 starke Depressivität.
          Wir ergänzen mit 5HTP und versuchen die Ursachen zu eliminieren (Nitro-Stress / chronische Entzündungen / Darm / Mikronährstoffmangel). Ich habe hier nicht nur Messungen und die orthomolekulare Substitution (VitC, B6, Magnesium, 5HTP, Melatonin …) sondern eben auch die klassische Homöopathie zur verfügung die ja sehr wirkungsmächtig auf der emotionalen Ebene therapiert.

    • schuhbauer sagt:

      frage was kann man tun bei soziale Phobie bin ängstlich und in gruppen erröte ich schnell was kann man da tun oder was ist die Ursache mfg

  2. Jens-Uwe Berthold sagt:

    Sehr interessante Site, auf die ich eigentlich durch MB gestoßen bin (aktuell 189cm & 119kg, von 128,war schon bei 112,dann kam zusätzlicher Stress und Süßattacken).
    Da ich aber seit ca 13 Jahren mit SSRI therapiert werde (Panik ist dadurch unterdrückt, aber Antriebslosigkeit, Konzentrations- & Gedächtnisstörungen haben inden letzten Jahren zugenommen) interessiert mich das Thema Serotonin natürlich sehr. Von 5-HTP habe ich natürlich schon gelesen, habe aber Angst vor dem Serotonin-Syndrom.

    Kennen Sie vielleicht einen Arzt/HP im Raum Magdeburg/Deutschland????

    Vielen Dank
    … jub

    PS. aktuell bekomme ich 20mg Citalopram

    • HeliR sagt:

      lieber keine Experimente machen, da sie derzeit gut funktionieren. Lösungsorientiert könnte der Beginn einer Psychotherapie sein oder eine klassisch homöopathische Therapie, wobei sie den Therapeuten mal mindestens 1-2 Jahre Zeit einräumen müssen, da derzeit alles „auf hold“ gestellt ist.
      Wie sie selber spüren ist alles zugedeckt, nicht gelöst – d.h. der übereifrige Hirnteil der die Symptome produziert ist immer noch überaktiv, nur die Auswirkungen sind abgeschwächt. Citalopram ist gut da es sie funktionieren lässt, aber kein „Heilmittel“. Für diese Störungen bekommen sie beim Schulmediziner leider nicht mehr, hier sind dann die erwähnten beiden Möglichkeiten zuständig, was Sinn macht zu investieren (Zeit Aufwand und v.a. das Geld) weil sie ja dzt. „ein reduziertes Leben“ haben. In der Regel kann man dies deutlich verbessern bzw. lösen. Der beste ist wohl in Hannover Tjado Galic, in Berlin ist mir noch Norma Gäbler bekannt, sonst habe ich wenig Verbindung nach Norddeutschland.

  3. Robert Heinlein sagt:

    Vielen Dank für die Veröffentlichung. Für uns „Leidende“ ist die Aufklärung wie eine Offenbarung.Eine Serotonin-Messung erbracht bei mir einen Wert von 21. Aussage Arzt: Da können Sie doch nicht leben. Leben ist es auch keins – sondern Leiden. Die Ärzte (die ich kenne) behaupten Serotonin kann man nicht messen.
    Meine Frage: Kennen Sie einen Arzt im Raum Ansbach – Nürnberg.
    Vielen Dank.

    • HeliR sagt:

      Um Serotonin korrekt messen zu können muss Blut zum Gerinnen gebracht werden (Serotonin wird nun frei aus den Blutplättchen, die es transportieren), dann aber abzentrifugiert werden (denn sonst würde es im geronnenen Blut durch die Ery aufgefressen werden). Erst dann ist die Blutabnahme transport-stabil.
      Ein Laborarzt weiss das, der praktische Arzt oder Internist wohl nicht – dann gibt es falsche Werte.

      Ein Wert von 21 ist sicher die Folge einer Antidepressiva – Einnahme, welche den Serotonin-Wert im Körper drastisch (künstlich) runterdrücken, ich zeige ja die Grafik aus Römmlers Studien, sonst wären sie wohl schon am Suizid verschieden.

      Messen kann man alles, der normale Arzt weiss darüber aber einfach nicht Bescheid. Da kann er nix dafür, die Ausbildung ist rein Pharmalastig und 20-30j hinten. Ich wusste es auch nicht und hab mich eben durch multiple Fortbildungen, Berge von Büchern und viele hunderte Stunden an Recherchen in der Pubmed diesbezüglich „nachgeschult“. Wir haben dafür leider noch keine eigenständige Ausbildung / Fortbildung.

      Aber das Wissen ist im kommen, es hat bereits den Mainstream erreicht und bald wird es ausreichend Ärzte geben, die damit umgehen können. Recherchieren sie sich selber „BurnOut“ – Spezialisten in ihrer Umgebung, die sind dafür zuständig und ausgebildet. Ausgezeichnet finde ich das Buch Irrtum BurnOut, hier wird auf vieles eingegangen.
      5-HTP gibts eh überall zu kaufen, Nachmessen können sie ja selber lassen in einem Labor. Kombinationen aus Antidepressivum und 5HTP können Nebenwirkungsbehaftet sein, sollte nicht selbstständig durchgeführt werden.
      Ursache erforschen ist aber wichtiger: Genetik / Nitrostress / Ernährungsfehler / Darmstörungen / Genick / chronischer Infekt / Psychisch … und da ansetzen.

  4. Rolf Ehlers sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Retzek,

    beim Stöbern im Netz bin ich auf Ihre Homepage gestoßen, auf der Sie erfreulicherweise viel über Serotonin schreiben,
    bedauerlicherweise aber sehr selektiv.

    Ich beschäftige mich seit mehr als 10 Jahren mit Serotonin als Botenstoff, habe Wege zu seiner körpereigenen Synthese gefunden
    (Aminas Vitalkost) und eingehend darüber geschrieben. Da ich Seiteneinsteiger bin und kein Medikament vertrete, mit dem die Industrie
    viel Geld verdienen kann, nutzt die Wissenschaft ihre Freiheit, meine Erkenntnisse zu ignorieren. Aber Sie?

    Den schnellsten und einfachsten Weg zu meinen neuen Erkenntnissen finden Sie nicht über meine Bücher, sondern über die Auswahl von 60 leicht durchzustöbernden Beiträgen auf der Homepage http://www.essenspausen.com.

    Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören, weil Sie beim Thema Serotonin so sehr weit gekommen sind, offenbar spannende neue
    Informationen haben und ein wundervoller Gesprächspartner sein sollten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Rolf Ehlers

  5. leozolt sagt:

    Hallo, habe mir diese Informationen durchgeschaut Danke, auch für einen Laien (32) sehr verständlich aufgebaut!

    meine blutanalyse ergab eiene Wert vom 69,6 ug/l

    Dass ich mir somit erklären kann warum ich mich so niedergeschlagen, antriebslos und erschöpft fühle hat meine Ärtztin auf meinen sehr niedrigen serotoninspiegel zurückgeführt.

    Dass ich zurzeit auch Probleme mit der Leber habe (urin riecht sehr oft nach gegessenem, druckgeffühl & leichte, lokale schmerzen um die lebergegend), und gelegentliche stiche ins Herz verspüre kann ich bestätigen!

    Da ich leider starker raucher und gelegenheitsvieltrinker bin hab ich viele symptome NUR diesen Lastern zugeteilt.

    mfg

    TT

    • HeliR sagt:

      Serotonin von 70 ist typisch für Verwendung von Antidepressiva, da ist dies normal oder wenn das Blut nicht optimal aufbereitet worden ist: Abnehmen, gerinnnen lassen, anschliessend – nach vollständiger Gerinnung – zentrifugieren. Erst dadurch werden die Werte stabil und das Blut ist versendbar.

      Ansonsten – wenn dies beachtet worden ist und dies sind ihre tatsächlichen Werte – sind sie bereits in der schweren Depressions-Klasse in der Patienten immer wieder bestätigen dass sie bereits Suizidgedanken haben, weil die Grundbefindlichkeit so unangenehm, schlecht, unerträglich ist. Ich würde mir hier einen Behandler mit ganzheitsmedizinischem Ansatz suchen, da Darm-Optimierungen / Ernährungsberatung ….. alles nicht Teil einer schulmedizinischen Ausbildung oder deren Abrechnungskatalog sind.

  6. Momo2626 sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Retzek,

    Ich bin 55 Jahre und nehme seit ca. 10 Jahren Cipralex und Diazepam. Leider wird man von den Ärzten nicht über die dadurch entstehende Abhängigkeit informiert. Das Diazepam konnte ich schon einige male langsam ausschleichen. Beim Cipralex sieht es ganz anders aus. Wie vom Arzt empfohlen habe ich von 10 auf 5 mg runter dosiert und es dann, ganz weggelassen. Mit schlimmen Folgen. Die Absetzsymptome sind derart heftig, dass ich dann doch wieder Cipralex nehme. Die Abhängigkeit von meinem Arzt macht mir schwer zu schaffen. Ich konnte meinen Mund nicht halten und habe meine nicht gerade wohlwollende Meinung gesagt. Nun fürchte ich, dass er mir das Medikament entzieht.
    Ich sehe mich ganz auf mich alleine gestellt und will von beiden Medikamenten ganz loskommen. Übers Internet habe ich 5HTP und Melatonin, sowie Serotonin in homöopathischer Dosis von D8 bestellt. Gestern habe ich das Cipralex von 10 auf 5mg reduziert und das Diazepam von 10 auf 7,5 mg.
    Können Sie mir dabei helfen? Oder kennen sie einen Arzt in meiner Nähe. Ich wohne ca. 20km südlich von Frankfurt.
    Ich hoffe auf eine schnelle Antwort.
    Vielen Dank

    • HeliR sagt:

      Tut mir sehr leid, dass es ihnen nicht gut geht. Cipralex macht eigentlich keine entzugssymptome, abhaengig wird man von den -AZEPAMen,
      Vermutlich finden Sie auch unterstützung durch Balanzierung von Hormon Defiziten. manche frauen leiden elendiglich im Wechsel, siehe das buch von michael platt, „hormon-revolution“. Jedenfalls gibt es keine seriöse fernbehandlung, sie benötigen hier einen praeventivmediziner oder ev. Naturheilverfahre, zB http://frankfurt.stadtbranchenbuch.com/A/511.html. LL Retzek

  7. Alex sagt:

    Sehr geehrter Herr Retzek,

    habe Mitte 2012 Sertralin bekommen.Dasurch entstand eine Serotoninsyndrom ohne Fieber.Seit diesen Zeitpunkt habe ich täglich Migräne und Spannungkopfschmerzen , Kopfhaut druckempfindlich , Seitliche Nackenschmerzen und vieles mehr.Da diese 24 Stunden und täglich ist habe ich keinen Rat mehr. Was ist da passiert.Welche Möglichkeit habe ich noch.Besteht ein Serotoninmangel oder was könnte die Ursache sein. Über eine Antwort würde ich mich freuen?

    • HeliR sagt:

      Lieber Alex, dies bedeutet Online-Behandlung, das mache ich nicht.
      Ein Hinweis: langdauernde Nebenwirkungen kommen nicht vom Medikament sondern von der schon vorher bestehenden Erkrankung. Da sie mit ihren Beschwerden an der Schulmedizin nicht genesen werden, sollten Sie sich lokal einen umfassender agierenden Therapeuten suchen.

      • Frank sagt:

        Sehr geehrter Herr Retzek,

        vielen Dank für ihre informative Seite, muss ihnen aber sagen das die Aussage die sie über lang an dauernde Nebenwirkungen machen leider Falsch liegen!
        Es gibt viele Medikamente die langanhaltende bzw bleibende Schäden verursachen können so zb. Flourchinolone die zum teil schwere
        Psychische und Physische Schäden verursachen können!

        mfg

        Frank

  8. Tobias sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Retzek,

    ich habe seit über 10 Jahren Probleme mit meiner Leber. Diese äußern sich vor allem mit Schmerzen in der Lebergegend.
    Dazu kommt ein ständig erhöhter Bilirubinwert. Ich habe zwar M. Meulengracht aber auch damit sollte das Bilirubin nicht dauerhaft erhöht sein.
    Seit dieser Zeit hat sich auch meine Gedächtnisleistung langsam aber stetig verschlechtert. Zuerst war es nur Brainfog, der sich dann langsam aber sicher zu chronischen Kopfschmerzen weiterentwickelt hat.
    Diese habe ich nun ununterbrochen seit über 4 Jahren.
    Irgendwie an dieser Geschichte beteiligt waren auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Ich habe seit früher Kindheit recht starken Heuschnupfen, daher sind Kreuzreaktionen durchaus wahrscheinlich.
    Ich hatte kurz bevor die Kopfschmerzen chronisch wurden, sehr häufig extreme Kopfschmerzen nach dem Essen.
    Was diese auslöste lies sich nie genau sagen, mal habe ich etwas vertragen und das andere mal wieder nicht.
    Auf jeden Fall hatte ich bei einem Stuhltest soviel Histamin im Stuhl, dass dies die Skala gesprengt hat!
    Dieses Problem hielt lang an. Seit ca. Ende 2012 habe ich nun keine spürbar stärkeren Kopfschmerzen nach dem Essen mehr.
    Allerdings nach wie vor die Standard KS. Diese bewegen sich auf einer Skala von 1-10 immer bei um die 4-5.
    Und das vom Aufwachen bis zum Schlafengehen, immer, jeden Tag.
    Sie können sich sicher vorstellen wie extrem belastend das ist!
    Ich habe bei einem Labor meinen Serotoninwert prüfen lassen. Dieser lag bei 107ng/ml.
    Ich nehme seitdem auch 5HTP aber habe noch keine Verbesserung feststellen können.
    Außerdem scheint meine angegriffene Leber auch eher negativ darauf zu reagieren (Schmerzen werden stärker, Müdigkeit kommt auf).
    Welche Dosierung würden Sie denn in so einem Fall empfehlen?
    Ich habe 100mg Tabletten, die ich aber natürlich auch teilen oder vierteln kann.
    Haben Sie sonst noch einen Rat für mich? Evtl. können Sie einen erfahrenen Therapeuten in München benennen?
    Vielen Dank
    mfg

    • HeliR sagt:

      Sie haben ernsthafte Probleme, die keinesfalls gut ausgehen wenn nur symptomatisch vorgegangen wird – d.h. wenn sie nur gegen die einzelbeschwerden Ergänzungen nehmen.

      Ursachen sind vielfältig. Ich betreibe keine Online-Beratung aber kann natürlich manchmal vor mich hin phantasieren: bei Ausschluss einer Hepatitis, Autoimmun-Erkrankung der Leber u.ä.m. ev. eine intrahepatische Gallengangs-Verstopfung durch Cholesterin-Ablagerungen (–> siehe Leber-Gallenkur – echter Meulengracht ist eine Rarität), Parasiten (Bilharziose, Dicrocoelium, …) – v.a. aber ein Leaky gut syndrom.

      Siehe „Darm & Depression“ oder so bei mir auf der Homepage. Die Dauerentzündung aus dem Darm landet immer in der Leber. Der Kopf spinnt wegen der Entgiftungsschwäche, Ammoniak reichert sich im Blut an und macht Brain-Fag, frühzeitiger Star und später die Makula-Degeneration.

      Wenn dies so arg ist wie sie schildern ist häufig Quecksilber als Enzymgift beteiligt, ev. haben sie Plomben tauschen lassen und dies ist ungeschützt abgelaufen, ich seh das immer häufiger – hat wohl durch die Vielfachbelastungen zu tun: Phtalate, Bisphenole, Hormone im Trinkwasser, Schwermetalle, Elektrosmog, Herbizide ubiquitär…..

      Histamin-Intoleranz ist die chronische Folge des Leaky guts.

      Beginnen Sie mal indem sie Kuhmilchprodukte vollständig meiden (Schaf/Ziege ist OK) und glutenhaltige Getreide eliminieren, das ist ein guter erster Schritt um die Haupt-Allergene zu minimieren.

      Mein Freund leidet unter einer angeborenen Fruktose-Intoleranz. Leider ist im normalen Zucker Fruktose enthalten, und nach zig-jähriger wirkungslosen Therapie-Versuchen hat uns erst eine dramatische Verschlechterung seines Gesamtzustandes in der Zwetschkenzeit auf die richtige Spur gebracht! Nur konsequentes Meiden von Zucker und Obst haben ihm eine erträgliche Lebensqualität ermöglicht – es ist oftmals auch sehr schwierig wenn man nicht umfangreiche Durchuntersuchungsprogramme initiiert.

      Sie brauchen einen Therapeuten der sich mit diesen Dingen auskennt und das ist nicht einfach, weil dies keinesfalls Allgemeinwissen ist – auch ich selber taste mich erst langsam an ein gutes Verständnis all dieser Zusammenhänge heran – das übersteigt jedenfalls jede Selbstbehandlung, auch rate ich hier von einer ungezielten „leber-galle-kur“ ab, das hält ihre Leber nicht aus.

      einfach Serotonin einzuwerfen und den Rest zu akzeptieren ist KEINE akzeptable Vorgehensweise. Passen Sie bitte auf sich auf! Liebe Grüsse, alles gute. (bin natürlich interessiert was rausgekommen ist und was geholfen hat, man lernt von jedem Patienten!)

      Dr. Retzek

      • Tobias sagt:

        Danke für die recht ausführliche Antwort! Dazu habe ich noch ein paar Anmerkungen und auch Fragen.
        Ich hatte eine Reihe Leberreinigungen nach Clark durchgeführt. Bei einer davon ging ein kleines relativ festes Steinchen ab.
        Circa in der Größe eines TicTac. Dieses wurde in ein Labor zur Untersuchung geschickt.
        Dabei wurde aber kein Cholesterin noch sonst irgendwas für einen Gallenstein typisches gefunden.
        Allerdings bekamen wir noch die inoffizielle Info einer Laborantin, dass das Spektrum dem von Cannabinoiden entspräche.
        Dies passt zur Vorgeschichte, denn das war so ziemlich der Anfang des ganzen.
        Habe lange Zeit eine selbstgebaute Wasserpfeife genutzt.
        Diese war aus einer Plastik Colaflasche gebaut. Hier hat das Plastik definitiv schädlich gewirkt, denn beim Wechsel auf Glas ging es mir schlagartig besser – aber nie mehr gut.
        An dem Tag als das Steinchen abging, ging es mir so gut wie seit vielen vielen Jahren nicht mehr!
        Alles war plötzlich viel klarer und leichter! Das hielt allerdings nur diesen einen Tag an.
        Ich hatte daraufhin natürlich die Vermutung, dass da noch eines sein könnte. Deswegen ist so ziemlich alles an schulmedizinischen Untersuchungen durchgeführt worden was möglich ist.
        Nur eine ERCP wurde nicht gemacht, da es dafür keine Grundlage gibt welche das Risiko dieses Eingriffs rechtfertigen würde.
        Soll heißen, es war wie immer alles ohne Befund. Auf den Bildern des MRCP war absolut nichts sichtbar. Keine Stauung, keine Entzündung, absolut nichts.
        Parallel dazu habe ich so gut wie jede Toxikologie in Deutschland angeschrieben. Es ist kein einziger Fall bekannt in dem Cannabiskonsum zu Ablagerungen in der Leber oder Galle geführt hat, welche dann zu Steinchen verklumpt sind. Daher gab es dann für meinen Hausarzt keine weiteren Möglichkeiten mehr, die er hätte verschreiben können.

        Neben der ERCP ist nur eine Leberpunktion ebenfalls nicht gemacht worden. Alles andere habe ich hinter mir und es war immer alles ohne Befund! Ich war deswegen sogar in der Hepatologie im Klinikum Rechts der Isar, welche in Süddeutschland m.W. die beste ist.

        Mein Meulengracht ist per Gentest bestätigt. Laut der Ärztin im Gen Labor sei Meulengracht aber sehr weit verbreitet. Um die 10% der Bevölkerung sollen das haben (deckt sich auch so mit den Infos im Netz). Aber das ist hier nur nebensächlich…

        Plomben wurden in der Tat mal entfernt. Das waren 2 oder 3 denke ich. Ich war da ca. 12 Jahre alt (jetzt 34). Allerdings ergab ein Mobilisationstest mit DMPS keine erhöhte Quecksilberbelastung. Für diese Untersuchung war ich bei einem der wenigen kundigen Ärzte im Raum München. Dieser wurde im Internet sehr oft empfohlen. Daher denke ich, dass das Ergebnis wohl auch stimmt wenn er das nicht anzweifelt.

        Das mit dem Ammoniak war auch schon eine naheliegende Vermutung. Allerdings brachte auch die extrem hoch dosierte Einnahme von Lactulose hier keinerlei Verbesserung aber genau in diesem Fall sollte es das ja tun.

        Achja meine Fragen bzw eine Frage. Glutenhaltiges Getreide ist klar. Aber zur Milch würde mich interessieren wie es sich mit Butter und Sahne verhält. Sollte ich das auch meiden? Das Fett generell nicht gut für die Leber ist, ist klar aber diese 2 Fette vertrage ich mit am besten. Leinöl z.b. geht GARNICHT! Ebenso alle anderen Öle bei denen der Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren sehr hoch ist.

        Ich werde Sie gerne weiter über den Verlauf informieren wenn sich irgendwas deutlich verändert und natürlich auch was diese Veränderung verursacht hat.

        mfg

        • HeliR sagt:

          danke für diesen sehr ausführlichen Kommentar! Immer wieder interessant.
          Ernährung ist hochkomplex und v.a. auch sehr individuell.

          Wir verwenden zuhause wenig Kuhmilchprodukte wegen Lactoglobulin, stattdessen Schaf- und Ziegenmilch (-produkte).
          80% aller Lebensmittel-Unverträglichkeiten betreffen Kuhmilch (Info: Dr. Thomas Rau, Paracelsus-Klinik, Schweiz – der hat diese Info von Biovis Laborleiter Dr. Burkhard Schütz).

          Kuhmilch-Fett ist bei Weidekühen hervorragend. Bei GMO-Soja Stallkühen würde ich das nur bezahlt einnehmen.

  9. Daniela sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Retzek,
    da ich seit einigen Jahren eine Vielzahl an Symptomen habe, wurde bei mir die Diagnose „somatoforme Schmerzstörung“ diagnostiziert. Daraufhin bekam ich Cymbalta verschrieben, die bei mir – obwohl ich diese nur in minimalen Dosierungen zu mir nahm – schreckliche Nebenwirkungen zeigten. Nach fünf Tagen setzte ich sie ab und begann zu diesem Thema im Internet zu recherchieren. Hierbei fand ich Ihren tollen Artikel über Serotonin. Danke für diese ausführliche und verständliche Aufarbeitung des Themas. Mittlerweile habe ich mein Blut untersuchen lassen und habe nun folgende Frage: Was bedeutet mein Befund?
    Serotonin: 125 ng/ml
    Adrenalin im Plasma: <15 pg/ml
    Noradrenalin im Plasma: <15 pg/ml
    Dopamin im Plasma: <30 pcg/ml
    Kann ich in diesem Fall 5HTP nehmen? Ist es sinnvoll, oder nicht notwendig?
    (Mein Neurologe kennt sich offenbar nicht wirklich aus und wusste auch nicht dass diese Blutuntersuchung möglich ist)
    Da Sie ja keine Onlineberatung machen dürfen, können Sie mir vielleicht mitteilen, was im Allgemeinen bei so einem Befund ratsam wäre?

    Vielen Dank!
    Daniela

    • HeliR sagt:

      das Problem einer Blutuntersuchung ist die Art und Weise: wurde es direkt im Labor durch einen Kundigen durchgeführt oder das Blut beim Arzt abgenommen. Fast keiner kennt die Hintergründe:

      das im Blut gemessene Serotonin stammt aus den Blutplättchen und muss freigesetzt werden durch Zerstörung der Plättchen, wie es durch Blutgerinnung passiert.
      Wenn das geronnene Blut dann stehengelassen wird, dann wird das freigesetzte Serotonin durch die Blutzellen aufgefressen und verschwindet.

      D.h. der Blutwert ist nur dann glaubhabt und korrekt, wenn das Blut nach der blutabnahme zur gerinnung gebracht wurde, anschliessend nach etwa 30min zentrifugiert wurde sodass alle Zell-Anteile vom Serum abgetrennt werden. Nur jetzt ist es Versand-Stabil und kann ans Labor übermittelt werden, die Werte jetzt sind valide. Das alles wurde von Römmler entsprechend verifiziert, seine Publikationen hab ich ja verlinkt.

      Wir wissen, dass ein Serotonin-Wert von 120 einer mittelgradigen Depression entspricht. Ich kann dies aus meinem jetzt mehrjährigen Erfahrungshorizont mit Serotonin-Messungen bestätigen. Mit Adrenalin, NorAdrenalin und Dopamin und ihrer Aussagekraft im Serum kenn ich mich derzeit noch nicht aus.

      Bei schrecklichen Nebenwirkungen durch Cymbalta spricht dies eher gegen das Vorliegen einer Depression. Medikamente die gut passen machen in der Regel keine Nebenwirkung.

      Bei ihrer Schmerzstörung ist ja – das ist ja der Titel der Diagnose – gar nix bekannt. Man weiss keine Ursache und kennt sich aktuell nicht aus. Dies riecht verdächtig nach Borrelien und Schwermetall.

  10. HeliR sagt:

    Ein Leser schrieb mir folgende Zeilen, die ich hier gerne Teilen will um meinen Standpunkt zu diesem Thema zu klären, da ich mehrmals im Jahr ähnliche Mails bekomme:

    Sehr geehrter Herr Dr. Retzek
    Vielen Dank für Ihre aufschlussreichen Artikel. Allerdings mangelt es Ihren Texten an Sorgfalt hinsichtlich korrekter Grammatik. Schlechte Grammatik untergräbt das Vertrauen in die Kompetenz eines Verfassers. Vielleicht habe ich da mehr Vorurteile als andere. Mit mangelnder Sorgfalt bei Geschriebenen sind sie aber nicht alleine. Vielleicht liegt das daran, dass ich in meiner Kindheit nicht so mit Ablenkungen konfrontiert war als später Geborene. (Ich bin Jahrgang 1946). Ich glaube, durch Ihre Ausführungen über das Serotonin eine Lösung für meine unspezifischen Beschwerden gefunden zu haben. Vielen Dank!
    Mit freundlichen Grüßen

    XXXX

    meine Antwort: Danke für die Hinweise, ich weis ihre engagierte und freundliche Mail zu schätzen und bedanke mich dafür.

    Als Homöopath befinde ich mich seit jeher im Bereich der Inkompetenz und Lächerlichkeit. Damit kann ich leben, ich habe diese entscheidung bewusst und im Wissen um diese Konsequenz gewählt.

    Die Website dient ausschliesslich mir als persönliche Aufzeichnung meiner Recherchen, ich mach das unbezahlt und absichtslos, das ist weder Werbe- noch Verkaufsplattform.

    Im Gegenteil, die Website ist ein ordentlicher Kostenfaktor.

    Gramatik und Rechtschreibung sind definitiv persönliche Schwachstellen, ich habe andere Schwerpunkte im Leben und habs auch so durch die Schule und Studium geschafft – mit sehr guten Noten übrigens.

    Meine Kompetenz braucht keine externe Bestätigung, die ist vielfach bewiesen und unbestritten.

  11. Erich Mühlparzer sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Retzek!

    Mir ist nicht klar warum dem Körper bei einem Serotonin-Mangel eine Serotonin-Vorstufe (5-HTP) und nicht direkt Serotonin zugeführt werden soll. Bei einem Serotonin-Mangel im Gehirn ist die Erklärung die Blut-Hirn-Schranke. Bei einem Mangel im übrigen Körper ist mir der Grund aber noch nicht klar.

    Mit freundlichen Grüßen
    Erich Mühlparzer

    • HeliR sagt:

      sehr gute Frage!!! Serotonin geht nicht ins Hirn. Sonst hätten ja serotonin-hältige Lebensmittel einen hohen Einfluss auf unsere Stimmung und Befindlichkeit.
      Tryptophan und 5HTP gehen ins Hirn und werden dort ins Serotonin weiterverarbeitet.

      Insulin (auf komplexe Art und weise) treibt Tryptophan ins Hirn rein, desswegen haben subdepressive Menschen mit Serotonin-Mangel Heisshungerattacken auf süsses mit Tryptophanzusatz, wie zB Schoko.

      • jk sagt:

        Hallo,

        ich habe nun seit 3 Jahren Muskelschmerzen (Nacken, Rücken (BWS und LWS) und dazu auch immer abwechselnd „Schwellungsgefühle“ im rechten Arm und Bein. Alle Schmerzen betreffen nur die rechte Körperhälfte. Alle Untersuchungen (MRT, Neurologische Nervengeschwindigkeitsmessungen sowie Krankengymanstik waren erfolglos). Auch AD waren nicht erfolgreich.

        Klingt das für Sie nach Fibromyalgie? Oder nach Serotoninmangel? Wer hat ähnliche Symptome?

        Kann man hier mir mit Serotonin etwas erreichen? Wen ja, wie?

        Vielen herzlichen Dank schon einmal im voraus?

        Grüsse
        jk

        • HeliR sagt:

          sorry, ich bin leider kein Hellseher. Serotonin lässt sich leicht messen. FMS würde ein Rheumatologe diagnostizieren und ausschliessen. Seronegative Borrelliose? Eine okkulte Infektion des Rückenmarks? Thiomersal-Schaden nach Impfung rechts? Irgendwas grausliges im frühen Stadium? Serotonin eher weniger, aber Messen und bei Mangel substituieren, bei quälenden und nicht einordenbaren Beschwerden geht Serotonin sowieso von selber runter, muss also nicht kausal erniedrigt sein.

          Tjado Galic/Hannover ist der beste Neurologische Homöopath, denn würde ich auschecken.

  12. renate greiner sagt:

    hallo, ich bin fassungslos. mein sohn leidet seit 15 jahren an depression, angstzuständen etc. etc. jetzt hab ich ihn veranlasst eine blutuntersuchung und serotonin und noch einige werte untersuchen zu lassen.
    heute kam der befung: serotonin-wert 14 !!!!
    bei einer bandbreite von 40-400!!
    hilfe, was soll und muss hier ganz rasch geschehen??

    • HeliR sagt:

      Der Bub nimmt ja Antidepressiva, die knallen das Serotonin runter, das beschreibt ja mein Artikel. Trotzdem stabilisieren die AD die Patienten bei schweren Depressionen und dürfen nicht einfach eliminiert werden. Die verminderte Regeneration der Blutgefässe, Leber und Herz nimmt man schweren Herzens in kauf

  13. urlaubsreif sagt:

    Hallo, ich habe eine Frage zu den Antidepresiva und dem damit zusammenhängenden Libidoverlust. Nach 3 Monaten einnahme von Amitriptylin ist meine Libido komplett verschwunden. Das ist schon 5 Jahre her als ich die genommen habe, und diese Nebenwirkung ist bis heute geblieben. Dapressiv bin ich aber auch nicht. Was kann ich dagegen tun? ist mein Serotonin Spielgel zu hoch oder zu nidrig? Kann es sein, dass durch die Wiederaufnahmehemmer etwas Beschädigt wurde und es deswegen so ist?

    • HeliR sagt:

      keine Online-Behandlungen!!!
      Serotonin-Spiegel messen lassen, ev. mit 5HTP optimieren
      Hormone Messen lassen: Menopause macht Depression in vielen Fällen und gleichzeitig auch Libidoverlust. Falls sie Mann sind: meine Testosteron-Seite lesen, falls sie Frau sind: gilt dasselbe, funktioniert super.

  14. Gerhard Schöppl sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Retzek!

    Aufgrund eines Mangels an Selbstwertgefühl hat sich bei mir eine soziale Phobie gebildet, die schließlich in die Depression mündete.
    Die Behandlung mit Psychopharmaka hätte geholfen, musste aber wegen Bildung einer Polyneuropathie und vieler anderer Nebenwirkungen eingestellt werden.
    Der Selbstversuch mit 5-HTP (150mg vor dem Einschlafen) erschien vorerst viel versprechend. Nach Umstellung auf ein preislich günstigeres Produkt mit Retard- Funktion, von dem ich letzlich 300mg über dem Tag verteil eingenommen habe, musste ich wieder ein Anheizen der PNP und einen Libido- Verlust feststellen. Vor ca. einem halben Monat habe ich also die Einnahme wieder abgestellt.
    Momentan befinde ich mich auf Reha, mein Zustand ist zurzeit noch ganz gut.
    Der behandelnde Arzt hier meint, eine Serotonin- Überprüfung über das Blut ist nicht analog zum Serotoninspiegel im Gehirn und wird deshalb abgelehnt.
    Ich bitte um Stellungnahme.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gerhard

    • HeliR sagt:

      Ihr Arzt kennt die Arbeiten von Römmler nicht.

      • Gerhard Schöppl sagt:

        Sehr geehrter Herr Dr. Retzek,

        kann es sein, dass 300mg 5-HTP täglich bei mir bereits eine Überdosierung darstellt, welches sich in der Verstärkung Polyneuropathie und den Libido- Verlust manifestiert?

        Mit freundlichen Grüßen
        Gerhard

        • HeliR sagt:

          eher nicht, weil die Symtpome genau gegenteilig sind von dem was man erwartet – aber ein „AuslassTest“ oder „Dosierungs-Reduktion“ sollte hier klarheit bringen.

  15. Nicolas sagt:

    Hallo,

    bei welcem Facharzt lässt man für gewöhnlich ein Hormonscreening machen?
    Und welcher Arzt misst den Serotonin Spiegel?

    Ich will wissen, ob meine Niedergeschlagenheit/ Depression/ Angst körperliche Hintergründe hat, da ich keine seelischen Belastungen empfinde….

    Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

    Viele Grüße

    Nicolas

  16. Robert sagt:

    Sehr geehrter Herr Retzek

    Habe das Problem das ich meine Serotoninspiegel nicht anheben kann.

    Meine Werte im Blut waren 116 ng/ml Richtwert 40-400
    Im Urin waren es waren es 62,5uq/g. Richtwert 50-250

    Nehme seit ein paar Wochen Paroxat.Leider mit dürftigen Erfolg. Warum bring ich den Spiegel nicht nach oben?

    • Robert sagt:

      Sorry .Richwert Blut 80-400

      • HeliR sagt:

        der notwendige Wohlfühlwert liegt über 200
        unter 160 macht es keinen Spass mehr
        unter 120 sieht man wenig Sinn
        unter 80 überlegt man immer wieder mal schluss zu machen
        unter 50 werden diese Gedanken drängend

        über 350 lacht man die ganze Zeit

        viele messungen haben uns dies bestätigt: Leute / Kollegen / Fachärzte: einfach Messen. Nix glauben, einfach kontrollieren

    • HeliR sagt:

      Paroxat = SSRI: konserviert Serotonin im Synaptischen Spalt, der Blutwert selber verringert sich aber dadurch.

      Wir sind dankbar um die SSRI, weil sie bei schweren Depressionen oft helfen, dies lässt sich nicht abstreiten.
      Bei milden Depris genügt oft die Darm-Optimierung oder Optimierung der Serotonin-Precursor-Zufuhr.

      Viele Befindlichkeits-Störungen werden durch SSRI nicht ausreichend gebessert, weil komplexer biochemischer Natur im Hintergrund, nicht einfach nur Serotonin, der Mensch ist eben eine komplexe Maschine und ganz viele Einflüsse können stören:
      Darm, Leber, Infektionen, Vitamin / Hormon-Mangelzustände, andauernder STress, Schwermetalle, organische Toxine ….. ….

  17. Alex sagt:

    Sehr geehrter Herr Retzek,

    Zur ihren Vortrag bezüglich Serotonin kann ich ihnen nur recht geben.Ssri veringeren den Serotoninhaushalt massiv im Körper.

    Mein Wert zur Zeit im Serum 15ng/ml , Normalbereich 40-400. Nehme seit ein paar Wochen einn Ssri. Eine Frage habe ich trotzdem.Wie verhält sich Östrogenmangel mit bildung von Serotonin. Ist Östrogene an Serotoninbildung beteiligt?

    Danke

    • HeliR sagt:

      absolut. Desswegen die häufigen „Menopausalen Depressionen“, weil die Serotonin-Produktion (und auch nachgelagerte Melatonin-Produktion) Hormonell mitgesteuert wird (auch VitC und VitB6).
      Häufige und prompte Aufhellung durch 1) VitC Infusion und 2) HRT –> siehe meine Seite „Hormone“

  18. Gerhard sagt:

    Guten Tag,

    ist es moeglich Lyrica zusammen mit 5-HTP einzunehmen ?
    Oder macht es Probleme ?
    Vielen Dank. Gerhard

    • HeliR sagt:

      Lyrica ist ja ein Antiepileptikum und wird als Adjuvans und stabilisierungsmittel bei Angststörungen verwendet, arbeitet über Calcium-/ Gaba Kanäle und interagiert nicht wirklich mit dem Serotonin-System. Theoretisch sollte es keine Probleme geben.
      Daher: wenn sie vorsichtig 5HTP addieren (zB 50mg morgens) sollte nix passieren, alle 2 wochen um 50mg erhöhen – natürlich nur auf eigene Gefahr usw.
      Auch Serum-Serotonin-Messung sollte möglich sein und valide ergebnisse bringen (ausser sie nehmen ein SSRI, dann ist Serotonin im Serum im Keller)

  19. MariA sagt:

    Guten Tag Herr Doktor Retzek!

    Ich nehme zurzeit noch die niedrigste Dosis „Venlaflaxin“ und wuerde diese Chemiekeule gerne loswerden! Ich werde auf jeden Fall mein Blut bezueglich des Serotonins untersuchen lassen.
    Ich moechte es gerne mit 5HTP ausprobieren!
    Meine Frage waere wann ich damit anfangen koennte, also wenn ich es absetze gleich am naechsten Tag 5HTP einnehmen?
    Ich habe meine Ernaehrung bereits auf Low carb umgestellt, denke das spielt auch eine grosse Rolle!
    Wie ich in den obigen Beitraegen gelesen habe gibt es unterschiedliche Hersteller von 5HTP. Koennen Sie mir sagen welches Sie empfehlen wuerden bzw. von welchem Hersteller verwenden Sie 5HTP bei ihren Patienten????!!!!!!!!

    LG Maria

    • HeliR sagt:

      Venlafaxin ist ein moderner SSRI und ein NARI (Noradrenalin-Reuptake Inhibitor). Wissen sie, liebe Maria, ich bin „agnostiker“ – wenn es ihnen damit gut geht würde ich das nicht als „Chemokeule“ einordnen sondern als wichtiges und gutes Hilfsmittel dass sie in einer Krise aufgefangen hat. Dank der Schulmedizin werden wir alle so alt wie wir werden.

      Natürlich gibts Ursachen für ihre Depressivität, diese werden durch SSRI nicht behoben: Darm, Toxikosen, Hormon-Mangel, Vitamin-Mangel, Psychologische Hintergründe, Reaktiv durch aktuelle emotinale Ereignisse ….. –> diese gilt es natürlich auch zu verbessern: Darmkur, Leberreinigung, Palm-Therapie, Psychotherapie, Smoothie usw usf.

      Das ist jetzt keine Handlungsanleitung, sie gehören natürlich in die Hände eines biologischen Arztes oder HP: aber 5HTP kann man erfahrungsheilkundlich adjuvant (zusätzlich) dazu mal ein wenig nehmen, ganz vorsichtig und ev. das SSRI bei GUTER Befindlichkeit etwas reduzieren. Dieses wirkt alerdings – wichtig zu wissen – oft enorm lange nach und erst nach einem Monat kann man beurteilen ob die Reduktion nicht schadet. Wozu was risikieren?

      Ich erinnere mich an eine Patientin mit fürchterlichen Angst-Panik-Burnout-Depressions-Mischzustand, die unter 200mg 5HTP, dem SSRI und etwas Hormonen jetzt wieder „ganz die alte ist“ und mit 60j freudig als Lehrerin in die Schule zurückgekehrt ist. Manchmal ist die Chemie auch das richtige. Bei ihr hat die Chemie alleine nicht ausgereicht, est in dieser Kombination gehts gut.

      Serotonin-level unter SSRI messen ist an sich sinnlos, weil fast kein Serotonin mehr da ist, das ist die übliche Nebenwirkung dieser Medikamente, das braucht man nicht zum 10.000 x wieder beweisen.

      Qualitätsunterschiede: keine Ahnung. Beste QWualität ist immer Vitabasix und auch Pure Encapsulation, aber die sind halt auch gleich 4-10x so teuer wie Billig-Präparate. Ich hab mit unserem Billigpräparat durchwegs gute erfahrungen.

      • Alex sagt:

        Eine Frage. Wie lange kann man rechnen den Serotoninspiegel wieder auf ein Lebensfähiges Level zu bringen.Wie war es bei ihr erwähnten Patientin.
        Was sagt ihre Erfahrung dazu?

        • HeliR sagt:

          Serotonin wird beständig produziert. Es hängt also v.a. von der Ursache der Serotonin-Depression ab: schlechter Darm –> Wochen.
          Endogene oder reaktive Depression (unbekannter Mechanismus der Serotonin-Reduktion): Monate

  20. cary sagt:

    lieber dr.retzek, vielen dank erstmal für ihren beitrag und ihr wertvolles wissen welches sie hier mit uns teilen.ich hatte ein schlimmes privates jahr hinter mir…eine fehlgeburt,ständig anhaltender beziehungsstress inkl.trennung,meine eigene firma die genau wie ich ‚laufen und funktionieren‘ musste. schlussendlich jetzt vor kurzem der zusammenbruch..totale erschöpfung..im moment geht gar nichts mehr. da meine mutter auch starke depressionen hat, hab ich natürlich angst auch in so eine depression reinzurutschen.ich bin bereits bei einer homeopathin in behandlung und die hat auch das 5 htp kinesiologisch ausgetestet,jedoch ‚brauchte‘ es mein körper nicht. ( obwohl ich befürchte dass mein serotonin spiegel such grad nicht luftsprünge macht).ich bekomme jetzt hochdosier vitamin c,livox,aconit xm,opium d6,vitango,hedera helix c6 und vitamin b…all diese mittel blocken aber nicht den messbaren serotonin spiegel oder? ich würde nämlich gerne auch den serotonin spiegel messen lassen…damit ich hoffentlich bald wieder die alte bin…. alles liebe weiterhin und auch hier sorry für div. tippfehler.. das handy zu klein,die finger zu gross und auch ich hab andere prioritäten in meinem leben 😉 beste grüsse ich würde mich sehr über eine antwort freuen!

    • HeliR sagt:

      Viel zu komplex um mit einem Nahrungsergänzungsmittel alleine gut zu werden. Das ist ein längerdauernder Weg, den sie vor sich haben, nicht nachgeben oder aufgeben!

  21. Alex sagt:

    Hallo,

    War heute bei einen Neurologen.Habe diesen meinen Bluttest vom Serotonin gezeigt bzw. angesprochen. Mein Wert ist eben in den Blutblätchen 15.
    Die Anwort, Serotonin im Blut ist nicht aussagenkräftig, was im Gehirn ist kann man nicht messen.
    Najo, das wäre dann die 10 Antwort darauf auf mein Serotoninproblem.

    • HeliR sagt:

      15 ist typisch wenn man SSRI nimmmt. Serotonin im Plättchen auch von korrekten Blutabnahmetechnik abhängig: Serumröhrchen, vollständig durchgerinnen lassen (ca 30min), anschliessend zentrifugieren. Sonst ist der Wert nicht stabil und gibt falsch negative.
      Korrelation zw. Serumwert und Hirnwert wurde von Römmler als valide dargestellt (siehe meine Links auf Römmler), der p.t. Neurologe / Psychiater soll doch einfach nur einige Patienten (vor SSRI) messen.
      Nix glauben – einfach messen!

  22. Alex sagt:

    Sehr geehrter Herr Retzek,

    Bei mir wurde eine Dysenterie und Dysbiose festgestellt. Können solche Diagnosen für einen Serontoninmangel von 15 in den Blutblättchen zuständig sein?

    Alex

  23. Anne sagt:

    Hallo hätten Sie bitte für mich ein ärzteempfehlung im Raum Hagen/Dortmund? Ich wäre ihnen sehr dankbar

  24. Angelo Borucki sagt:

    Guten Tag,

    ich hatte vor ca. 4 Jahren lang anhaltenden negativen Stress über einen Zeitraum von mind. 12 Monaten. Ich bekam Panikattacken ohne ersichtlichen Grund, Herzstolpern, Erschöpfung usw. Ich verlor meine Arbeit und brauchte ca. 1,5 Jahre um meine ständige innere Unruhe loszuwerden. Leider plagen mich noch heute schnelle Erschöpfung, Muskel- und Gelenkschmerzen, Entzündungen, Bauchschmerzen. Habe lange geglaubt, dass ich eine Histaminunverträglichkeit entwickelt habe, leider sind alle Untersuchungen in der Hinsicht ohne Befund. Ich meine mal gelesen zu haben, dass Serotonin der Gegenspieler zu Histamin sei. Ich verstehe dass so, dass ein niedriger Serotoninspiegel Ursache für Probleme mit histaminhaltiger Nahrung ist. Könnten meine Beschwerden mit niedrigem Serotonin erklärbar sein? Ist ein stufenwirksames 5-HTP genauso wirksam wie ein normales? Vielen Dank!

    • HeliR sagt:

      komplexer Fall: denken sie an Nebennierenschwäche (zu wenig Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin) und an ein Leaky Gut Syndrom. Ganz typisches „Undeutliches“ Krankheitsbild der heutigen Zeit wo man vom klassischen Arzt nur Antidepressiva angeboten bekommt. Keinesfalls einfach zu behandeln: Lebensstil-Pflege, Darm/Ernährung !!!!! Hormone und v.a. entgiftung (ZÄHNE, Wurzelbehandlungen, Schwermetalle ….).

  25. wulff79 sagt:

    Sehr geehrter Herr Retzek,

    haben sie Erfahrung gemacht, wie häufig man den Serotoninwert kontrollieren lassen sollte, nachdem man eine 5HTP Therapie begonnen hat und ob das Präparat vor der Messung abgesetzt werden muß?

    • HeliR sagt:

      nicht absetzen, weil es ja eine substitution ist, wenn sie es weglassen geht der wert wieder runter
      Man therapiert nach Klinik (=beschwerden), denn der Normwert geht ja offiziell von 100-500. Kontrolle nach einigen Wcohen macht sicher sinn.

  26. Lisa sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Retzek,
    ich habe mit großem Interesse Ihren Artikel gelesen. Meine Tochter ist 19 und bekommt wg chronischen Depressionen seit einem Jahr Sertralin.
    Bis vor einem Monat 100mg und jetzt wegen niedrigem Serotonin Blutspiegel 150mg. Sie verträgt es weitgehend gut.
    Vor einer Woche ist sie an der Uni ohnmächtig geworden. Danach wurden leichte Herzrhythmusstörungen festgestellt. Wir als Eltern sind ratlos.
    Eigentlich war angedacht langfristig das Sertralin zu reduzieren, stattdessen jetzt 150mg. Meine Tochter wiegt 50kg. Auf der einen Seite bin ich froh, dass sie dem Arzt vertraut aber ich bin eben kein Freund von Dauermedikation. Sie hat sehr oft Blähungen.
    Gibt es im Münchner Raum einen Arzt den Sie empfehlen können?

    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

    E.H.

    • HeliR sagt:

      unter Sertralin ist der Serotonin-Spiegel sowieso niedrig, das ist eine Nebenwirkung des Medikaments.
      Ohnmacht und Herzrhytmusstörungen passen nicht zur Depression, wieso soll eine 19j auch Depression haben?
      Depression ist ein „Begleitsymptom“ bei sehr vielen Erkrankungen jeder entzündliche Prozess führt längerfristig über die Tryptophan-Kynurenin-Schiene zur Depression (hier hab ich mehrere Artikel dazu geschrieben).

  27. Hallo,

    ich nehme seit 3/4 Jahr cymbalta 30mg möchte aber das Medikament absetzen mit dem Arzt .
    Gibt es in der Naturheilkunde Pflanzen die eine solche wirkung erziehlen?
    Da dieses Medikament schaden bei Leber und Niere anrichtet mit der Zeit.
    Im Internet sind die Sachen oft sehr undurchsichtig geschrieben bzw.kann man manchen Sachen keinen Glauben schenken.

    Mit Freundlichen Grüßen

    Stocker

  28. Bianca Grabowsky sagt:

    Hallo ich leide seit über zwei Jahren an Depressiven Episoden, ohne Besserung der Symptome. Habe knapp zwei Mirtazapin 30 mg genommen mit Opipramol 100 mg und Valdoxan 50 mg. Alles zusammen Abends. Meine Stimmung und Antrieb wurden nicht besser. Habe Mirtazapin und Valdoxan ausgeschlichen. Nehme seit vier Monaten Venlafaxin 150 mg mit Opipramol. Der selbe Mist wie vorher,häufen Nebenwirkung aber keine Wirkung. Bin lustlos,antriebslos, tagesmüdigkeit, Schlafstörungen essstörung. Habe viele Probleme mit Magen und Darm zu kämpfen. Ist das okay wenn ich ne Darmreinigung mache, weil ich auch Verstopfungen habe. Und dann Anfange mein Vitaminhaushalt auffülle?? Den der hat seit 9 Monaten gelitten. Muss heute zur Blutabnahme wegen vitaminmangel Eisen Magnesium und B12. Frag ihn noch wegen D Mangel. Und wegen Dopamin und noradrenlin. Historischen wäre auch nicht schlecht da ich starken Juckreiz habe seit 2 Jahren.
    Kann ich zur Venlafaxin und Opipramol das 5htp probieren?? Lg Bianca

  29. Bianca Grabowsky sagt:

    Ich meinte histamin wegen juckreiz. Ich möchte wieder mal schlafen und erholt aufwachen. Bin so schlapp und habe keine Kraft für Haushalt. Bin nach dem Auswaschen oder wischen so am ende. Ich keuche wie ne alte Oma. Zittern Herzklopfen und extreme Schwindelattacken.

  30. Markus sagt:

    Hallo Herr Dr. Retzek,

    Durch Zufall bin ich auf ihre Seite gestoßen und hätte ein bar Fragen.
    Bin seit ca. 12 Jahren beim Paroxat nehmen (momentan 15mg) …bzw. eigentlich immer die selbe menge bis einem Absetzversuch bis 10mg
    danach wieder rauf 15mg. Ausschlagend nach langer Ärzte Odysee — Panikattacken – Depressionen. Aber ehrlich gesagt weiß ich eigentlich nicht was mir damals wirklich fehlte ;( Ich denke einfach wie bei vielen Patienten – in die Schuhblade der Ver-rückten gesteckt und mal mit Antidepressiva behandelt. Da es mir momentan wieder ein wenig schlechter geht möchte ich nun dieser Sache wirklich auf den Grund gehen und rausfinden was in meinen Körper vorsicht geht. Durch einige Recherchen bin ich nun auf 5 -Htp gestossen ….
    Jetzt ist meine erste Frage kann man zu Paroxat 15mg den Versuch wagen in kleinen mengen 5-Htp nehmen oder kann es hier zu dem Serotonin Syndrom kommen ? Nächste Frage kennen Sie zufällig hier in Tirol einen guten Mediziner oder Homöophaten der sich mit Hormontherapie , Aminosäuren, Micronahrung usw. beschäftigt und auch ein Blutbild über sämtliche Botenstoffe/Hormone- Serotonin /nordadrenalin/ cortisol usw. erstellen kann !? Ich würde gerne einen guten Mediziner oder Homöophaten dem Psychiater vorziehen 🙂 (der ohnehin wieder irgend welche Antidepressiva Versuche starten würde).

    Lieben Vielen Dank
    und schöne und besinnliche Weihnachten

    Markus

  31. Steve sagt:

    zu „CAVE: muss sofort zentrifugiert werden“

    Frage: Was meinen Sie in Ihrem Text mit CAVE (der Rest ist eindeutig)

  32. Rebekka Th. sagt:

    Hallo,
    erstmal vielen Dank für ihre Ausführungen. Ein großes Lob, dass sie als Mediziner sich weitergebildet haben und offen für neue Wege der Behandlung sind, was leider bei den meisten Ärzten eine Seltenheit ist. Personen, die sich über mangelnde Rechtschreibung in ihren Artikeln aufregen, kann ich nur zu ihrem sorgenfreien Leben gratulieren, da sie anscheinend in dem glücklichen Zustand sind, keine anderen Probleme zu haben. Ich kann nur für alle sprechen, die krank sind und neue Behandlungsansätze und Informationen darüber von Ärzten sehr schätzen.

    Ich habe eine Frage zum Aufbau des Serotoninspiegels: Ich habe als Jugendliche über mehrere Jahre SSRIs bekommen (Fluctin, Fluoxetin(in USA als Prosac bekannt) u.a.) Sie haben mir nichts gebracht, außer Nebenwirkungen, so daß ich als Erwachsene die Anti-Depressiva Behandlung völlig eingestellt habe, geblieben ist eine schwere Depression. Ich nehme seit 1 1/2 Monaten 5 HTP , 200 mg pro Tag.
    Wenn man durch SSRis den extrem niedrigen Serotoninspiegel hat, wie lange muß man 5 HTP circa einnehmen, um erste Stimmungsbesserungen zu erreichen und wie lange um den Serotoninspiegel auf ein normales Level zu bringen? Kann es sein, dass es mehrere Monate dauert, bis es sich auf die Stimmung positiv auswirkt? Ich wäre sehr dankbar, wenn sie mir auf meine Fragen antworten könnten.

  33. Melanie sagt:

    Hallo ,
    ich bin aus Zufall auf diese Seite aufmerksam geworden. Meine Depression hat vor einigen Jahren begonnen. 2011 habe ich dann venlaflaxin plus elontril bekommen. Lief auch ca 1 Jahr . Dieses Jahr im april bin ich dann in die tagesklinik , da meine stimmung immer schlechter wurde. Ich habe patu kein bock auf nix. Obwohl ich 300mg Venlaflaxin genommen habe. Die Elontril habe ich schon Anfang des Jahres abgesetr ,da ich bei 2×150 mg nichts gemerkt habe. Mein Arzt hat mich dann auf duloxetin umgestellt. „Nichts“ !!! Da der Psychiater sich das auch nicht erklären konnte ,hat er mich zum Umweltarzt geschickt. Da hat man mir eine menge Blut abgenommen. Blutmaterial : EDTA-blut ,Heparin ,Serum und Vollblut.
    Fazit: Serotonin (HPLC) =6,8 ug/l
    Tryptophan (EDTA-pl)= 1,12
    IDO Aktivität nach 48 Std
    Tryptophan basal : 4.05, nach Aktivierung: 1,46 und ratio basal aktiviert 2,8
    TNF alpha : 12,0
    Desweiteren steht dort das das Tryptophan zu schnell abbaut und SSRI kein nutzen hat.
    Mir geht es nach diesem Befund noch schlechter.
    Ich leide auch unter Morbus Bechtetew , CFS ,FMS .
    Leider weiß mein Arzt auch nicht weiter. Jetzt fehlt noch eine Blutuntersuchung. Und zwar ob die Entzündung vom Almagam kommt. Der wert liegt auch über 80 .
    Haben sie ein tipp für mich?
    MfG Melanie

    • HeliR sagt:

      komplexe KH übers Internet „betippen“, sorry. Da braucht man selbst in der praxis mehrere Termine und Stunden um sich mal zu orientieren und auszukennen, was überhaupt los ist.

  34. Rebekka sagt:

    Guten Tag.
    Ich habe vor einiger Zeit 5HTP aus Griffonia ausprobiert. Ich habe es scheinbar überhaupt nicht vertragen, denn ich habe ohne Ende geschwitzt und mich ganz merkwürdig gefühlt, auch meine Augen sahen gruselig aus. Nun ist es so,dass ich mittlerweile Venlafaxin nehme und mich trotzdem oder gerade dadurch ziemlich erschöpft fühle. Ich möchte gerne auf eine Alternative umsteigen, die dann auch den peripheren Serotoninspiegel erhöht.
    Kann es sein, dass man allergisch auf 5HTP reagieren kann, steht zumindest im Beipack, und gibt es irgendwelche Alternativen?

    Vielen Dank!

    • HeliR sagt:

      Kombination von SSRI und 5HTP kann, muss aber nicht funktionieren. Wenn sie 5HPT nicht „vertragen“ kann alles mögliche die Ursache sein, dies schliesst jedenfalls weitere 5HTP-Gabe aus. Viele Nebenwirkungen durcn SSRI bedeuten, dass das Medikament nicht passt (gut passende Medikamente machen nie Nebenwirkungen), es wird ja jede psychische Alteration heut monoton mit SSRI abgedeckt, auch wenn das Hirn komplexer ist. Mein Bauch sagt mir eher, dass sie einige Monate vorher beim Zahnarzt waren und mit Amalgam rumgebort oder gefüllt wurde.

  35. Almut Linz sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Retzek,

    vielen Dank für die sehr wertvollen Informationen!
    Ich bin 54 und leide seit vielen Jahren unter Depressionen und einer Hashimoto-Thyreoditis. Ist Ihnen ein Zusammenhang Serotinmangel + Autoimmunerkrankung der Schilddrüse bekannt? Ich bin mir ziemlich sicher, dass es das Infolge mangelnder Stressresistenz durch Serotinmangel einen Zusammenhang gibt.
    Ich nehme jetzt seit zwei Tagen 5htp und fühle mich bereits besser. Kann das am 5htp liegen, nach so kurzer Zeit? Mein Serotoninspiegel lag zuletzt bei 18,6.

    Danke und viele Grüße aus Bayern

    A.L.

    • HeliR sagt:

      Serotonin von 18: da nehmen sie Antidepressiva oder es stimmt die Messung nicht (Proben-Aufbereitung !!!!), das ist mit normalem leben kaum vereinbar.
      Ja: Schilddrüse spielt oft mit, genauso wie die Nebenniere, meist eine Kombination und ohne alle Systeme einzustellen gibts kein völliges wohlbefinden

  36. Alex sagt:

    Hallo,

    Gibt es Möglichkeiten den Cortisospiegel zu senken.Leider ist dieser den ganzen Tag von Früh bis spät extrem hoch.Leider findet man nichts im Netz dazu.

    Danke

  37. Dragan sagt:

    Welchen Artzt in Villach würden sie empfehlen einen Serotin test zu machen?

    • HeliR sagt:

      jeder Hausarzt mit einer Labor Zentrifuge kann das machen: Serum-Röhrchen (rote Kappe) mit Gel, nach der Blutabnahme gerinnen lassen, kurz danach (10 Minuten) abzentrifugieren. Nun ist die Probe versand-stabil und der Wert valide.

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