Quecksilber-Entgiftung – mein Standpunkt – und Pubmed

rund um die „Ausleitung“ und Entgiftung gibt es zahlreiche „Protokolle“ und auch – wie ich meine – viel Aberglauben.

Hier mein Standpunkt – gewonnen aus vielen Nächten Recherche, den Büchern, den Daunderer-Beiträgen und v.a. meiner Praxis-Erfahrung mit eigenen oder fremd-ausgeleiteten Patienten.

Der Artikel ist noch nicht ganz fertig, aber ich hab momentan fortbildungs und vortragsmässig wenig Recherchezeit und die Thematik ist wichtig.

 

1) Chlorella-Ausleitung ist sehr langsam und auch Nebenwirkungs-anfällig

Viele Patienten haben die Chlorella einfach nicht vertragen. Einige wenige jedoch haben auch ernste Nebenwirkungen bekommen. Vielleicht weil selbst die Bio-Chlorella mit vielen Metallen belastet sein kann oder sie – wie Klinghardt beschreibt – den Detox-Mechanismus so anschiebt, dass der Rest der Organe überfordert ist? Ich weiss es nicht.

Jedenfalls hab ich in meinem Klientel

  • eine Patientin die nach einer Chlorella-Ausleitung jetzt im Rollstuhl sitzt, eine hypothetische Vergiftung wurde durch einen Kinesiologen diagnostiziert und mit Chlorella ausgeleitet. Sie war vorher ziemlich beschwerdefrei.
  • ein Patient, welcher eine periphere Polyneuropathie seit der Chlorella-Ausleitung hat, Handschuhartige Gefühls-Störung der Hände.

 

2) Forcierte Ausleitung mit DMSA – Kapseln kann schwer krank machen. Ich bin ein Gegner des Cuttler-Protokolles

  • Mein eigener Zahnarzt ist nach 10d „Halb-Cuttler“ Protokoll (2 x 3 Kapseln DMSA, durchgeführt durch einen deutschen HP) schwerst erkrankt und konnte über Jahre nur noch eingeschränkt arbeiten. Erst eine forcierte „Bezinkung“ konnte ihm die Lebenskraft wiedergeben. Sehr spannend dass bei einer zu starken Entleerung der Zink-Depots diese nicht mehr durch das normale Essen aufgefüllt werden.
  • Dr. Christopher Shade, ein Biochemiker und Quecksilber-Experte, der – wie ich – selber an einer Hirn-Vergiftung schwerst erkrankt war, ist durch Einnahme von DMSA-Kapseln noch stärker erkrankt. Dr. Shade konnte rausarbeiten dass für eine erfolgreiche Entgiftung das Glutathion-System im Organismus zuerst wieder hergestellt werden muss. Wir spritzen daher vor der DMPS-Ausleitung fast immer eine Glutathion Hochdosiert vor.

 

3) Selen zum Entgiften: NEIN – nur bei Lebensgefahr, denn es bindet Quecksilber als schwerlöslichen Komplex im Gewebe

die Studien die ich hier zitiere hab ich gelesen aber finde sie grad nicht und gehören nachgetragen

Fische erleiden keine Quecksilber-Vergiftung, weil ihr Quecksilber als äquimolarer Komplex mit Selen im Gewebe abgebunden ist. Durch dieses Abbinden verliert zwar das Quecksilber seine Giftigkeit, es gibt aber keine Langzeituntersuchungen über negative oder nicht vorhandene Wirkungen dieses Komplexes.

Eine Studie mit Enten hatte ich gelesen, dort wurden die Enten mit Methyl-Quecksilber und Selen gefüttert. Die Selen-Enten waren beschwerdefrei, die nicht-Selen Enten hatten heftige neurologische Beschwerden. Bei den beschwerdefreien Enten war das Quecksilber genauso hoch im Gewebe nachweissbar wie bei den erkrankten Enten, es war nur durch das Selen neutralisiert.

Eine Studie zeigt dass Methyl-Quecksilber ZUSAMMEN mit Selen verabreicht KEINE Schädliche Wirkung ausübt. Selengabe aber später die schädliche Wirkung nicht mehr aufheben konnte, was logisch ist und bedeutet, dass ein bereits in Enzymen eingelagertes Quecksilber nicht automatisch durch Selen neutralisiert werden kann, sondern nur das „freie Quecksilber“.

3.1 Selen kann freies Quecksilber im Gewebe binden und entschärfen. Bei Vitaler Indikation (zB Krebs mit viele Amalgamplomben) ist Selen daher eventuell absolut indiziert, wenn aus bestimmten Gründen nicht akut gleich eine direkte DMPS/DMSA-Ausleitung vorher durchgeführt werden kann (was eigentlich immer der Fall ist)

Wir wissen nichts über die Langzeit-Effekte des Selen-Quecksilber-Komplexes im Gewebe.

3.2 der Selen-Quecksilber-Komplex kann Nebenwirkungen ausüben

ja, das tut er nach folgender Studie (xxxx): Selen-Quecksilber ist neutral und lässt die GSH-Reduktasen in Ruhe, ausser in Hirn und Niere, dort ist auch der Komplex toxisch.

Genau dies wird uns auch so von Daunderer mitgeteilt „alle Zahnärzte die sich mit Selen entgiftet haben, bekamen Alzheimer und Parkinson“ (zB hier, hier – in einem frühen Artikel – meint aber Daunderer noch dass der Komplex mit DMPS ausgeschieden werden kann, im Jahr 2007 war er aber eindeutig dass Selen massive Hirnvergiftung auslöst.).

3.2 ob dieser schwerlösliche Komplex aus Selen-Quecksilber nun mit den Chelatoren ausgeleitet werden kann oder eben nicht mehr auf die Chelatoren anspricht ist unklar

Hierzu hab ich keine Untersuchung gefunden ausser der einen Aussage von Daunderer. Es ist also nicht klar ob man das Selen-Abgebundene Quecksilber jemals wieder rausbekommt. Ich tendiere dazu, dies als „nur teilweise“ zu deklarieren, denn genau die Transportproteine der Niere werden durch den Komplex geschädigt, zeigt obige Studie.

 

4) DMPS und DMSA sind hervorragende Ausleitungsmittel

in meinem Praxisalltag hab ich bis jetzt noch keine ernsthafte Nebenwirkung durch DMPS oder DMSA – Anwendung erlebt. Nach Studium zahlreicher Berichte von Prof. Daunderer (ich habe wichtige Aussagen von ihm auf einer eigenen Seite gesammelt) halte ich mich an die Empfehlung nur alle paar Wochen auszuleiten.

Potentielle Gefahr laut Daunderer: ALLERGISIERUNG gegen DMPS/DMSA, falls häufiger als alle 6 Wochen cheliert wird.

bei vitaler Indikation (schwere Vergiftung) verabreiche ich daher forciertes DMPS unter Cortison-Schutz um Allergisierungen zu vermeiden, bisher ohne jedes Problem.

Übrigens: Dr. Martin Landenberger, Bad Tölz verwendet eine dreifach-Mischung aus DMPS/DMSA plus Calcium-EDTA zur „starken Ausleitung“.

CAVE: persönliche Erfahrungen von Dr. Christopher Shade zeigen, dass bei Störung der PHASE 3 der Entgiftung (hepatorenale Ausscheidung – Blockade des GSH-StW) die DMSA-Detox ernste Nebenwirkungen verursachen kann (siehe seine Youtube-Videos).

 

5) FALSCH: DMPS kann Hirn nicht ausleiten, dazu braucht man nicht DMSA

5.1. laut der Untersuchung des Umweltschutzlabors Bremen Dr. Bayer DMPS 2008 lässt sich diese Aussage von Prof. Daunderer nicht bestätigen.

5.2. der Fall eines Goldschmiedes mit schweren neurologischen Symptomen in der Pubmed, der mit forcierter DMPS – Gabe innerhalb 4 Wo 100mg Quecksilber ausgeschieden hatte und beschwerdefrei wurde ist ebenfalls beweisend – Studie 2009.

5.3. Methylquecksilber kann sowohl durch DMPS als auch DMSA aus den EMBRYOS von vergifteten Mäusen eliminiert werden (ev. BHS noch nicht ausgebildet?) Studie 2009

5.4. irrtümlich in das Hirnwasser gespritzes Thiomersal – Quecksilber, welches zum Koma der Betroffenen führte, konnte recht gut mit DMPS und DMSA eliminiert werden: Studie 2004

5.5. massive Quecksilberbelastung mit neurologischen Symptomen von 95 Philipinischen Goldminen-Arbeitern konnte durch orales DMPS deutlich erleichtert werden Studie 2003

Diese Studien-Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass beide Mittel sowohl die BlutHirn-Schranke überwinden als auch intrazellulär ausleiten können. Da ich empirisch noch keine Nebenwirkungen bei diesen Chelatoren erlebt habe, verwende ich sie immer first line (vor ALA).

6) FALSCH: man darf bei liegenden Plomben nicht ausleiten

hierzu hab ich vor einiger Zeit einen eigenen Artikel geschrieben.

 

7) Alphaliponsäure – keine First-line Therapie

da ALA sowohl eine starke Affinität zu Quecksilber als auch Hirngängigkeit besitzt verwende ich diese erst nach mehrfacher erfolgter DMPS/DMSA Ausleitung um hypothetische Verschleppungs-Effekte ins Hirn jedenfalls zu vermeiden.

Hier eine interessante – wenn auch veraltete Review im FulltextPDF zu ALA und GSH als Detox-Mittel aus dem Jahr 2002.

ALA ist jedenfalls Pflicht einige Tage nach platinhältigen Chemotherapien, wir geben dann immer DMPS und ALA und sehen keinerlei Neuropathie bei unseren Patienten. Ich kann die negativen Ergebnisse einer aktuellen Studie Mai 2014 nicht nachvollziehen, wir haben kaum Complience-Probleme.

Vielleicht ist meine Angst vor Verschleppung unbegründet, ich sehe jedoch bisher keinen Grund ALA primär einzusetzen, vielleicht ändere ich hier meine Meinung mit neuen Studien oder Rückmeldungen durch Patienten.

 

8) Intrazelluläre Ausleitung nur bedingt möglich

Quecksilber sitzt anstelle anderer Metalle in den aktiven Zentren von Enzymen und blockiert diese. Aus dieser Enzymbindung wird das Quecksilber nicht so einfach durch Chelatoren rausgeholt werden können:

1. die Intrazelluläre Gängigkeit der Chelatoren ist mir unbekannt (ausser ALA, dieses hat hervorragende Zellgängigkeit)

2. die Chelatoren müssen mit den Enzymen um die Bindung des Quecksilbers kompetieren, hier kenn ich keine pK-Werte, womit man abschätzen könnte, ob die Chelatoren das Quecksilber tatsächlich aus den Enzymen rausreissen könnte (ich bezweifle das).

Abhilfe: angeblich kann KORIANDER (Cilantro) hier ausleiten. Diese Info stammt von Klinghardt, der manchmal dampfplaudert. Studien dazu gibt es eigentlich kaum (–> Pubmed)

 

noch weiter auszuführen – inkl. der oben fehlenden Selenstudien die ich vor jahren gelesen aber niht dokumentiert habe

9) vollständige Ausleitung dauert lange und benötigt vermutlich mehrere unterschiedliche Ausleitungs-Systeme

10) Energetische Ausleitungsverfahren sind bei grobtoxischer Vergiftung KONTRA-INDIZIERT

11) Energetische Ausleitungsverfahren sind nach grobtoxischer Ausleitung sinnvoll

 

weitere Studien

Eine aktuelle Review (Dez 2014) zitiert ebenfalls knapp 100 Studien und fasst „offizielles Wissen“ zusammen.

 

1986: prompte Ausscheidung und Beschwerdefreiheit bei unabsichtlicher Quecksilbervergiftung von 2 Personen durch DMPS

1997: gute Ausscheidung von Quecksilber durch orale DMPS-Kapseln bei 12 Personen, die sich mit Kalomel-Creme vergiftet hatten

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HeliR
HeliR
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische und komplementäre Zusatzausbildungen. Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. Umfangreiche Recherchen aus der aktuellen medizinischen Forschung. Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler

57 Comments

  1. Linda sagt:

    Hallo,
    eine Nachfrage bitte. Ich habe gelesen, dass nur Selenit (Natriumselenit) unlösliche Komplexe mit Quecksilber bilden soll, welche dann nicht mehr ausscheidbar wären. SelenMETHIONIN (aus Selenhefe) soll dagegen unbedenklich sein und für Amalgamträger, die Selen nehmen müssen (z.B. Hashimoto-Thyreoiditis, Selenmangel, Mitochondriopathie etc.) ohne Bedenken geeignet. Daher nehme ich regelmäßig Selenhefe ein. Dies wird auch so in den bekannten Patientenselbsthilfeforen verbreitet. Stimmt das denn so? Ich wurde mit 14 Jahren mit 12 Amalgamplomben „versorgt“. Davon sind noch 6 übrig. Von den restlichen 6 wurde im Grunde keine fachgerecht entfernt. Ich habe bisher leider keinen Arzt gefunden (Raum Berlin), der sich wirklich an alle Vorgaben der sicheren Entfernung hält (Mehrfachschutz inklusive Sauerstoff, langsamem Bohrer, geeigneter Absaugung, Goldmaske, Spülung der Zahnhöhlen mit Quecksilberbindern, Gabe von Aktivkohle nach der Entfernung usw.) und schiebe es daher permanent vor mir her. Zudem habe ich einen alten Stiftzahn, der vermutlich aus Palladium besteht (unsicher) und einen Titanstift, dazu mehrere Metallkronen, all dass müsste doch vor einer Ausleitung komplett entfernt werden, sonst würde man doch immer wieder nur die Metalle aus diesen Dentalmaterialien mobilsieren? Und ich lese hier, dass ich im Prinzip sogar alle Zähne ziehen müsste, die jemals mit Amalgam verschlossen waren? Die Alternative wären Implantate, die dann durch ihre Metalllegierungen den Körper ja auch wieder vergiften. Finanziell auch nicht wirklich durchführbar. Da die Schilddrüsentherapie und auch sämtliche Versuche mit höherdosierten Nahrrungsergänzungsmitteln in keinster Weise anschlägt (auch die Thyroxin/Thybon Kombitherapie nur minimal), gehe ich davon aus, dass die Mitochondrien betroffen sind. Es wird jährlich schlimmer. Wobei ich bisher leider strikt SAMe, MSM, Gluthation, Alphaliponsäure und Acetylcystein meiden musste, weil da bekannt ist, dass diese Sache Quecksilber über die Bluthirnschranke ins Innere des Gehirns transportieren sollen. Methylcobalamin meide ich auch, sind Injektionen mit Adenosylcobalamin unproblematisch? Bisher habe ich Hydroxocobalamin verwendet und will umsteigen. Die Nebennieren sind auch am untersten Limit (Speicheltest). Ich hatte vor Kurzem aus reiner Neugier einen Schwermetall-Urintest machen lassen (ohne Belastung, vor langfristig geplanter Amalgamentfernung), da waren Nickel, Arsen und Chrom erhöht. Kupfer und Zink dagegen zu niedrig. Das bedeutet doch, dass durch eine Chelattherapie der Zink- und Kupermangel sich verschärfen würde? (Ich weiß, die Werte müssten im Vollblut überprüft werden, aber ich denke es ist orientierend aussagekräftig.) Auch ein starkes Ausschwemmen von Selen wäre unter Chelaten ja zu erwarten, wie kann man nun als Betroffener Selen rückführen/ergänzen, wenn es doch unausscheidbare Komplexe mit Quecksilber bildet? Im Übrigen habe ich die Infos über den neuen Chelatbildner OCR1 (Irminix) mit großem Interesse gelesen. Ich habe auch das Video angeschaut. Leitet dieses Chelat das Quecksilber wirklich über Galle und Urin nach außen, oder macht es das nur unschädlich? Und es fragt sich, wann das Präparat flächendeckend in den Naturheilpraxen in D, Ö und der Schweiz erhältlich sein wird. Vielen Dank und alles Liebe, Linda

    • HeliR sagt:

      der Text ist zu lang und zu unstrukturiert um zur gänze gelesen zu werden.

      was so alles übers Selen gesagt wird, kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

      – laut Schrautzer / Köstler ist Selenit das richtige, weil Überschüsse ausgeschieden werden, während Selenhefe als organisches Selenit angereichert wird

      – laut Klinghardt ist Selenhefe das richtige.

      – andere Autoren sagen wieder, dass Selenhefe nur Methionin ist, an welchem irgendwo Selen dranhängt, welches biologisch nicht zur verfügung steht, erst nach Abbau und zerstörung des Methionins wird das anorganische Selen frei, damit ist die Selenhefe eine art „Langzeitspeicher“ für Selen, Na-Selenit ein akut prompt Verfügbares Molekül.

      – Daunderer berichtet von Krebsfällen durch Selen, dass Selen-Zahnärzte alle parkinson und Alzheimer bekommen haben.

      keine Ahnung wer recht hat, wenn sie es wissen schreibren sie es bitte (aber lesbarer bitte).

  2. Terra sagt:

    Lieber Herr Retzeck,

    gerne möchte ich an dieser Stelle einmal festhalten, dass ich es super finde, dass sie ihr Wissen hier mit anderen teilen!

    Bezüglich der Quecksilberausleitung möchte ich noch einen anderen Aspekt anschneiden. Ich habe bisher verstanden, dass man im ersten Schritt das Bindegewebe z. B. mit DMPS ausleitet und in Schritt 2 dann das Nervengewebe mit z. B. R-Alpha-Liponsäure. Wie sieht das nun bei einer Unterfunktion der Schilddrüse aus?

    1) Können L-Thyroxin und R-Alpha-Liponsäure gleichzeitig eingenommen werden?
    2) Wenn nicht, was wären Alternativen?

    Besten Dank und viele Grüße

    Terra

    • HeliR sagt:

      1) ganz sicher
      2) bin trotz aller Bücher kein spezialist, wir versuchens derzeit mit Jod/Selen (nach erfolgter QS-Ausleitung)/VitC und Ernährungs-Umstellung, geben aber auch Thyroxin oder die Mischung Novothyral

  3. h. rieser sagt:

    hallo

    können sie mir bitte 3 x kapseln dmsa 200 oder dmsp zusenden.
    danke für prompte antwort und l g
    h. rieser
    feldkirch, eicheleweg 21 a
    A-6800 feldkirch österreich

    • HeliR sagt:

      ich wurde bereits 1 x bestraft, weil ich auf unseren Shop verwiesen habe. Diese Website ist keine Verkaufs-Website, nur Info. Um Produkte zu bekommen, suchen sie bitte in Google „Malenna Retzek“

  4. Terra sagt:

    Hallo Herr Retzeck,

    immer wieder liest man, das Chlorella in der Praxis zu Problemen führt. Mich würde interessieren, ob sie Erfahrungen haben wie gut Chlorella + Bärlauch + Koriander im zweiten Schritt nach erfolgter Ausleitung des Bindegewebes mit Chelatoren wie DMPS oder DMSA funktioniert. Danke

    • HeliR sagt:

      ich habe Chlorella aufgegeben, weil ich fast nur Nebenwirkungen und fast keine Wirkungen gesehen habe. Nach 2 jahren ausschliesslich Chlorella mit einer einzigen Verbesserung: meine erste DMPS-Infusion. Der gelähmte Patient das nächste mal auf eigenen Beinen gekommen, das hat mich geprägt.

      Klinghardts Freunde und Kollegen in Kalifornien – die ich bei den Kursen von Omura kennengelernt habe, erzählten mir, dass er ihnen gesteht „sie sollen nicht das machen was er erzählt, sie müssen das machen was er selber macht“.

      In den USA ist das alles anders, da kann man die Leute anders schinden oder bei der Stange halten, weil die reguläre Medizin unerträglich teuer ist. Bei uns aber mit Gratis – Medizin kann ich niemanden „halten“ der 2 Jahre lang was schlucken muss bevor er ernsthafte verbesserungen spürt, ein drittel der chlorella anwender hatten jedoch ernste Nebenwirkungen. Wir haben allerdingst mit dem Präparat von Bienenschwarm gearbeitet, nicht mit dem Biopure.

      wir haben wirklich viele Amalgam-kranke erlebt, die nach kurzer zeit mit den Chelatoren deutlich besser sind. Das sind aber nur ein kleiner Teil der Betroffenen (reine Amalgam-Kranke). Kommen die chronischen Infektionen dazu: EBV, CMV, Borrelien, Parasiten usw – dauerts einfach viel länger um das zu entwirren, sind dann noch psychosomatische Faktoren dabei wirds noch komplizierter. Bei denen, die regelmässig kommen sind wir aber zumeist in einem Jahr ganz gut unterwegs.

      Nach erfolgter Chelat-Therapie (=Bindegewebs-Reinigung) geben wir gerne die Klinghardt Therapie (Algen + Koriander, wir testen das aber individuell auf Wirksamkeit).

      Diese sequentielle Vorgehensweise kommt ja überhaupt von uns hier, ich hab ja das Modell der ineinanderliegenden kommunizierenden Räume erstmals formuliert: Darm –> Blut –> Bindegewebe –> Zellen ( –> intrazellulär –> enzymatisch gebunden –> Mitochondrial –> Enzymatisch gebunden) –> Blut-Hirn-Schranke –> Glia –> Nerven

      Die Chelatoren kommen bis zur Zelle, der Rest geht mit der Zeit durch die Zellmauserung und osmotischen Druck und durch energetische Massnahmen, das braucht einfach.

      Wieso soll eine Alphaliponsäure ein schön im Enzym eingebundenes Quecksilber da rauslösen können?

      Das soll mir zuerst einer mal zeigen / beweisen.

  5. Johannes Klose sagt:

    Hallo,

    Ich habe immer eine leicht erhöhte Temperatur, fange seit Jugendalter sehr leicht an zu schwitzen (was noch keine Pathologie bedeutet), ich habe auch seit Jugendalter ausgebildete Trommelschlegelfinger, verdickte Gelenkbereiche, breite Finger und Fußnägel, zudem rund im Seitenprofil. Herz, Lunge wurden untersucht, kein Morbus Chron, keine Krebserkrankung, Schilddrüse i.O.. Ich kann mich aber erinnern, dass ich als Kind ein QueQuecksilber Fieberthermometer habe fallen lassen und ich habe es einfach mit der flachen Hand zusammengewischt und dann mit einem Lappen aufgewischt. Nun stellt sich mir die Frage, ob ein solcher Vorfall Auswirkungen auf die Temperaturregulierunz und eventuell die phänotypische Ausprägung der Schlegelfinger zur Folge hatte. Kann man bei einer solchen Vorgeschichte mit Berührung von Quecksilber in dieser Menge von einer Vergiftung ausgehen und wenn ja, wie stark ist diese wohl, gering, moderat, stark? Wie kann man eine Quecksilberbelastung diagnostizieren? Ich wäre dankbar für Aufklärung. Liebe Grüße J.K.

    • HeliR sagt:

      keine Ahnung, ich frag mich immer schon, was diese Trommelschlegel auslöst und was sie bedeuten!
      Es wird wohl wie bei ganz vielen Betroffenen: eine Kombination sein aus (Primär) chron. EBV oder CMV mit (Primär) Schwermetall-Belastung, dann Pfrophen sich da die sekundären KH drauf wie Parasiten, Pilze, weitere Infektionen wie Borrelien, Viren ….
      Trommelschlegel hab ich aber noch nie in dem Zusammenhang gesehen.
      Das schwitzen indiziert schon deutlich Schwermetall. Sie diagnostizieren nix selber sondern suchen sich besser einen adäquaten behandler.

  6. Hannes sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Retzek!

    Können Sie mir vielleicht jemanden aus dem Raum Wien empfehlen, der sich gut mit der Entgiftung von Schwermetallen auskennt? Das würde ich sehr zu schätzen wissen.

    mfg

    Hannes

  7. Bettina sagt:

    Hallo,
    ich habe eine Frage,
    genau wie bei Selen auch, schreibt Dr. Daunderer dass Jod bei ehemaligen Amalgamträgern zur Vergiftung des Gehirns führt.
    Ich bin jetzt im Internet aber auf die Arbeit von Dr. Brownstein und Dr. Abraham zu hochdosiertem Jod gestoßen, diese verabreichen Dosen im Bereich um 12,5mg/Tag bis 50mg/Tag, angeblich werden dadurch auch Schwermetalle wie Quecksilber aus dem Gewebe ausgeleitet.
    Ich freue mich sehr über Ihre Einschätzung hierzu,
    Vielen herzlichen Dank,
    Bettina

    • HeliR sagt:

      man darf Daunderer nicht überall wörtlich nehmen. Jod hilft entgiften, desswegen haben die Japaner trotz hoher Belastung kaum Krebs usw. Ich würde aber nicht mit Jod „ausleiten“, das gehört nach Methode Christopher Shade biologisch oder mit Chelatoren – so wie wir Detox-Ärzte es machen – rausgeholt. Nicht mit Chlorella, das bringt fast nichts – ich habe damit 3 Jahre verschwendet und auch die Gesundheit vieler Patienten, die ich mit Chlorella bessern wollte.

  8. Marion sagt:

    Hallo, ich habe ebenfalls eine Frage: Als Laie und ehemaliger Amalgamträger bin ich durch das oben Gelesene etwas verunsichert. Nach halbherziger, halbjährlicher „Entgiftung“ mit Chlorella und Panaceo-Detox wollte ich eigentlich eine Chelat-Infusion machen lassen, um im Urin den tatsächlichen Schwermetallgehalt feststellen zu lassen und schließlich zu wissen, ob eine Chelat-Therapie (möglichst oral) sinnvoll ist. Können Sie mir sagen, ob das der richtige Weg ist, oder ob andere Methoden bzw. Herangehensweisen besser wären?
    Vielen Dank im Voraus!

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