MRT Kontrastmittel Gadolinium – Detox nach MRT sinnvoll

Tumor am Gleichgewichts-Nerv auch als Vestibular Schwannom bezeichnet

durch eine Patientin wurden wir auf den Umstand einer möglichen Gadolinium-Belastung durch MR aufmerksam gemacht. Sie leidet an unklaren Beschwerden und fand diese nach einer MR-Untersuchung deutlich verschlechtert und konsultierte uns als „Detox-Spezialisten“ zur Gadolinium-Ausleitung.

Dabei musste ich erkennen, dass ich keine Ahnung über Gadolinium hatte und auch im Internet kaum Literatur zur Thematik auffindbar war, wohl aber die Pubmed der Thematik sehr viele Studien widmet.

 

Gadolinium – unterschätzte Nebenwirkungen

X-ray image of the brain computed tomography

für MRT wird i.d.R. ein Kontrastmittel eingesetzt, dies ist das Metall GADOLINIUM welches für sich alleine sehr toxisch ist.

Man cheliert das Gadolinium zB mit DTPA und verabreicht den Patienten den Chelat-Komplex.

Da dies nun täglich und ständig auf radiologischen Abteilungen durchgeführt wird und nur sehr selten akute Nebenwirkungen auftreten, hinterfragen wir Ärzte diese Vorgehensweise überhaupt nicht, ich genauso wenig.

Tatsächlich hat mir aber dieser Fall die Brisanz unserer Vorgehensweise vor Augen geführt: das Gadolinium kann nämlich aus dem Chelator an andere „chelatorähnliche Substanzen“ wie zB die hoch sulfatisierten Proteine von Basalmembranen, Bindegewebe usw abgegeben werden. 

Metalle im Gewebe wirken dort wie Katalysatoren und erzeugen über die s.g. Fenton-Reaktion dauerhaft freie Radikale, die das Gewebe schädigen.

Gerade bei Nierenpatienten kann es dann zur Fibrose kommen, hier ein Artikel für Laien in „die Welt“ über einen derartigen Fall.

Tatsächlich finden wir in der Pubmed weit über 350 Studien zum Thema Gadolinium Retention sowie über 1000 Studien zum Thema Gadolinium Toxizität

 

Was aber nun tun?

Brain.

Eigentlich haben wir Gadolinium bei unserem Metal-Intoxiaktions-Panel das wir im Rahmen eines Chelat-Provokationstest entweder über Microtrace oder MLB Bremen testen lassen.

D.h. die Messung einer Gadolinium Belastung sollte kein Problem sein.

Wie man dann aber nun vorgeht, war uns nicht klar.

Desswegen hier dieser Artikel um für Kollegen den Zugriff zu erleichtern – es braucht nicht jeder dieselbe Arbeit machen.

 

Prof. Eleonore Blaurock-Busch – Vortrag über Gadolinium

in den Winkeln der Homepage von Microtrace habe ich von der Laborchefin, der rührigen und entzückenden Fr. Prof. Blaurock-Busch (mit ihr haben wir mehrere wunderschöne Abende in Salzburg 2017 beim Trendforum verbracht), einen Artikel  über Gadolinium gefunden: 

Prof. EBB beschreibt ihren Grenzwert: 0.1µg/l Urin – was drüber hinaus geht könnte Toxizität bedeuten.

man kann Gadolinium gut mit EDTA ausleiten

 

Epilog Retzek

die Patientin die ich eingangs erwähnte, und die uns überhaupt auf die Idee mit der Gadolinium-Belastung gebracht hat, zeigt im DMPS-Ausscheidungs – Labortest furchtbar hohe Arsen Werte (300µg/g Crea) sowie hohe Gadolinium-Werte (97µg/g Crea) – was ihre Beschwerden hervorragend erklärte.

Bereits nach der ersten Chelat-Infusion (leider mit DMPS statt mit EDTA) hatte sie eine Erleichterung, wir werden ihr noch einige DMPS (Arsen) PLUS EDTA (Gadolinium) – Infusionen anbieten.

 

 

 

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HeliR
HeliR
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische und komplementäre Zusatzausbildungen. Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. Umfangreiche Recherchen aus der aktuellen medizinischen Forschung. Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler
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