Mitochondrien: Funktion, Störung und Regeneration

Mitochondrien: Kraftwerke des Lebens – Funktion – Störung – Regeneration

 

Am Anfang steht das Mitochondrium

Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen, sind heikle und wertvolle Zellbestandteile, die wir viel zuwenig wertschätzen.

 

Mitochondrien sind evolutionär einst in unsere Zellen eingewanderte einfache Bakterien, quasi Untermieter.

M bezeichnet die in der Knorpelzelle sichtbaren Mitochondrien. N ist der Nukleus (Zellkern) mit der Erbsubstanz

M bezeichnet die in der Knorpelzelle sichtbaren Mitochondrien. N ist der Nukleus (Zellkern) mit der Erbsubstanz (Wikipedia)

Mitochondrien haben ihre eigene Membran und auch ihre eigene Erbsubstanz. Diese ist – weil von Bakterien abstammend – einzelsträndig.

Mitochondrien verbrennen u.a. für uns Nährstoffe um Energie zu produzieren. In diesem Verbrennungs-Vorgang entstehen viele „freie Radikale“:  chemisch extrem aggressive, instabile Zwischenprodukte die sehr sorgfältig „entgiftet“ werden müssen.

Freie Radikale zerstören Mitochondrien

Bei zuviel „STRESS“ , das bedeutet ja immer eine starke Belastung der Mitochondrien, steigt das Niveau der freien Radikale in den Mitrochondrien so hoch, dass nicht mehr jedes einzelne entgiftet werden kann.

Die empfindliche einzelsträndDNA_orbit_animated - Wikipedia DNA orbit animated von Zephyrisige Mitochondrien DNS wird geschädigt.

Die normale DNS – die wir alle aus dem TV kennen – ist eine doppelsträndige Spirale.

Ein genialer Trick, denn so können sich die meisten „Mutationen“ eines Stranges durch den zweiten Strang als Vorlage wieder heilen.

Einzelsträndige Mitochondrien-DNS wird durch eine Mutation irreversibel kaputtgehen, in den Mitochondrien können DNS Mutationen nicht geheilt werden.

Um nicht durch eine Mutation völligen Funktions-Verlust zu erleiden haben Mitochondrien viele identische Kopien eines Gens auf ihrer einzelsträndigen DNS. Im Laufe des Lebens werden diese jedoch nach und nach durch Mutationen „aufgebraucht“, umso schneller, je höher der „radikalische Druck“ ist.

Wenn viele der Mito-Gene mutiert sind, lässt die Mitochondrien-Funktion nach, die Zelle erleidet nun zunehmenden Energie-Mangel und kann tw. die wichtigsten Funktionen nicht mehr erfüllen.

 

Mitochondrielle Schwäche als Co-Faktor für Krebs

Sowohl die Zellteilung als auch die Apoptose – der Selbstmord von entarteten Zellen – benötigt ordentlich Energie.

Krebszellen haben zumeist funktions-schwache Mitochondrien und daher einen Zustand permanenter Energie-Armut, die Apoptose wird dadurch verunmöglicht.

Anaploider Chromosomensatz aller Krebszellen

Diese Energie-Armut macht sich besonders auch durch eine völlig pervertierte Zellteilung bemerkbar: die verdoppelten Chromosomen der Mutterzelle werden nicht mehr ordentlich separiert und wir bekommen Tochter-Zellen die völlig unterschiedliche Anzahl von Chromosomen beinhalten.

Ein guter Teil dieser Tochterzellen ist nicht lebensfähig und stirbt ab, ein Teil jedoch kann auch mit unregelmässigen Chromosomensatz weiter leben, ist jedoch weiter entartet und verändert im Vergleich zur Ausgangs-Krebszelle. 

Genetische Untersuchungen verschiedenster Proben aus einem einzigen Krebs demonstrierte: alle ca 200 untersuchten Krebszellen hatten unterschiedliche genetische Zusammensetzung, d.h. der Krebs ist in sich völlig heterogen was es natürlich für „massgeschneiderte“ molekulare“ Therapien schwierig macht, den gesamten Krebs zu erreichen, ausserdem mutiert der Krebs bei jeder Generation weiter!

Dichlorazetat kann normale Mitochondrien-Funktion wieder herstellen

Ein Teil der „adjuvanten integrativen Onkologischen Massnahmen“ ist es daher die Mitochondrien-Funktion wieder herzustellen (zB mit DCA, DHEA, …) wodurch Krebszellen MEHR Energie haben.

Das klingt jetzt paradox: ich versuche den Krebszellen zu helfen mehr Energie zu produzieren. Tatasächlich können diese dann wieder Apoptose (Selbstmord) durchführen oder ihren Chromosomensatz reinigen und zu einer gesunden Zelle „reversieren“.

Viel mehr dazu kann man auf meiner Seite Dichlorazetat nachlesen

 

BurnOut – eine Mitochondrien-Schwäche

Mitochondrien brennen aus bei Überlastung

Mitochondrien werden krank durch freie Radikale, welche sie selber im Rahmen ihrer Stoffwechseltätigkeit erzeugen!

Zuviel Stoffwechseltätigkeit –> Mitochondrien-Membran-Schäden – und DNS-Schäden.

Die Membranschäden sind wie bei einem herkömmlichen Verbrennungsmotor eine undichte Zylinderkopf-Dichtung: es kann nicht mehr die volle Kompression aufgebaut werden, der Motor läuft zwar noch aber bringt nicht mehr die volle Leistung, unter Belastung stirbt er gleich ab.

Die DNS-Schäden bedeuten das Verkümmern der Mitochondrien, es kann seine Proteine nicht regenerieren und bei der Mitochondrien-Teilung haben die Tochter-Mitochondrien dieselben Genschäden und sind „geschwächt“.

  • die Mitochondrien können nicht mehr viel Energie produzieren, sie sind „ausgebrannt“
  • die Zelle funktioniert nicht mehr gut  
  • das Zell-Gewebe funktioniert nicht mehr gut
  • der Organismus funktioniert nicht mehr gut –> BURN-OUT.

 

 

Je nach übermässig gebrauchtem, verbranntem Gewebe-Typ kommt es zur Erkrankung: Schilddrüsen-Schwäche, Nebennieren-Schwäche, Darm-Schwäche, Gedächtnis-Schwäche, Muskel-Schwäche, Herz-Schwäche, Parkinson, ….

 

Mitochondrien-Medizin

Diese Zusammenhänge wurden erst vor einigen Jahren entdeckt und daraus hat sich eine eigene Medizin gebildet: die Mitochondrien-Medizin welche Mitochondriopathien diagnostiziert und behandelt:

zumeist durch Anbieten eines Überangebotes von „guten“ Membran-Heilungs-Substanzen

sowie Gabe von Stoffwechsel-Katalysatoren um die schädigenden freien Radikale besser abfangen und wegarbeiten zu können.

Diese „orthomolekulare Therapie“ der Mitochondrien ist hilfreich, bietet jedoch keine komplette Heilung des Problems, denn die Schäden der Mitochondrien-DNS sind irreversibel. 

ist 100% Heilung möglich?

Nach meiner Erfahrung (auch mit Patienten von Kuklinski usw) kann man mit Mitochondrien-Medizin etwa eine 80% Wiederherstellung erreichen. Der ursprüngliche, volle, 100% Energie-Zustand wird nicht erreicht;

„Mitochondrio-Pathen“ müssen immer ein höheres Regenerations-Anteil berechnen. Einfach so „drauflos-holzen“ wie ein Jugendlicher wird nicht mehr gehen.

 

Fusion – Hoffnung am Energie-Sektor

Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen und erzeugen die Energie! 

Hier jedoch ein Einschub auf eine von der Öffentlichkeit völlig unbemerkt gebliebene Revolution am Energie-Sektor:

Kalte Fusion: die Revolution am Energiesektor

unbeschreibliche Aufregung in der Physiker-Gemeinde 1989 durch Pons/Fleischmann Experiment

unbeschreibliche Aufregung in der Physiker-Gemeinde 1989 durch Pons/Fl
eischmann Experiment

ziemlich unbemerkt von der Öffentlichkeit wurde die KALTE NUKLEARE FUSION (LERN) wieder aus ihrem Grab geholt, es entstehen zahlreiche Forschungsgruppen und neue Patente, grosse Geldbeträge von HedgeFonds fliessen in die Forschung.

Die neuen Reaktoren fusionieren Nickel + Wasserstoff zu Kupfer bei Temperaturen von 300-1300 Grad. 

Containergrosse Megawatt-Fusions-Generatoren werden bereits industriell verwendet, eine 1 Megawatt Anlage läuft mit wenigen Gramm Nickel bereits commerziell seit fast 2 Jahren,

Koffergrosse Reaktoren für den Heim-Gebrauch sind ausentwickelt und im Prozess der Zulassung.

Ich beobachte diese Szene mit grossem Interesse und hab eine eigene Seite dazu erstellt. 

 

Mitochondrien-Fusion: Revolution am Energiesektor der Zellen

Mitochondrien haben einen Trick um sich zu verjüngen: sie verschmelzen.

Dabei „werfen sie ihre DNS zusammen“ und schneiden die kaputten Anteile heraus, bilden eine neue, funktionstüchtige DNS und teilen sich wieder („fission“).

Mitofusion durch Laserlicht

Ich werde einen neuen Artikel über „Mitochondrien-Fusion“ weiterschreiben, hier nur kurz der Hinweis auf ein bereits in der Praxis verwendetes Instrument zur Mitochondrien-Regenerierung: Haemolaser

 

 

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HeliR
HeliR
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische und komplementäre Zusatzausbildungen. Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. Umfangreiche Recherchen aus der aktuellen medizinischen Forschung. Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler

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