Methadon als Krebsmittel und Chemo-Verstärker

aus der Schlafmohn-Kapsel wird Roh-Opium gewonnen, welches "natürliches Endorphin" entspricht

in Deutschland wird Methadon als Antikrebsmittel gehyped, weil es Dr. Claudia Friesen an der Uni Ulm gelungen ist, einen Zusammenhang zwischen Opioid-Rezeptoren und Krebs-Wachstum festzustellen.

TV-Dokumentationen über Methadon

fantastische ARD/PlusMinus-Reportage über Methadon als Krebsmittel

Stern-Reportage über Methadon als Krebs-Zusatzmittel

 

Achtung, um hier kein Missverständnis aufkommen zu lassen: im nachfolgenden Filmbericht beschreibt ein betroffener Arzt, dass er sofort innerhalb eines Tages viel besser durch Methadon war.

Dies ist ein reiner schmerzhemmender Effekt, er war ja vorher nicht ordentlich schmerztherapiert und hat dann ein gutes „Opioid“ bekommen.

Ob Methadon bei seiner Erkrankung auch Chemo-akzentuierend wirkt, wird die Zukunft zeigen, dieser Filmbericht gibt uns dazu leider keine weiteren Informationen! 

Methadon hat jedenfalls bei Leukämie eine nachgewiesene Wirkung, nicht nur bei Karzinomen, siehe weiter unten die Studien!

Glioblastom – Methadon PLUS Chemo

Der Fallbericht der Glioblastom-Patientin Sabine Kloske ist sehr überzeugend und nur durch Methadon zu erklären. I.d.R. verwenden wir Methadon nur zusätzlich zur Chemo oder Bestrahlung aus den weiter unten in diesem Artikel gezeigten studienmässig EBM-II abgesicherten Gründen!

Fr. Dr. Friesen berichtete uns von vielen Glioblastom-Rezidiven, die in stable Disease (Krebs-Stillstand) oder sogar Regression und Remission (Rückbildung / Heilung) gekommen sind, dies ist auch aus dem Interview mit Fr. Dr. Claudia Friesen sichtbar.

 

 

Hier ist dann die dazugehörige Diskussion bei Stern-TV

 

 

Nano Bericht vom Mai über Methadon und fehlende Forschung

NANO vom 2. Mai 2017

im wesentlichen entspricht dies dem Bericht von ARD/PlusMinus. Bei all den interviewten Patienten war Methadon MIT Chemo zusammen verabreicht.

 

 


 

Low Dose Naltrexone = künstliche Endorphine - könnte ähnlich wirken

Bereits in den 70er Jahren konnte gezeigt werden, dass die Stimulation von Endorphin-Rezeptoren über –> LDN Krebs-Wachstum drastisch verlangsamen kann.

Studien zeigten ein bis zu 70 % Ansprechen von palliativen Patienten auf die künstliche Erhöhung von Endorphinen ( –> Dr. Louise Schwartz)

Ich konnte zeigen, dass Methadon ebenfalls den Endorphin-Pathway anspricht: Ich habe eine eigene Seite „Methadon induziert Endorphin-Rezeptor“ geschrieben.

 

RAZEMAT ist Schlüssel zur erfolgreichen Methadon-Wirksamkeit

LEVOMETHADON alleine hat eine stärkere schmerzstillende Wirksamkeit, aber nicht die Chemo-adjuvierende Fähigkeit (sagt Fr. Dr. Friesen).

Es muss also in der Chemo-Adjuvierung das razemische (dextro-, levo) d,l-Methadon verwendet werden!

 

Update 2017

Dr. Claudia Friesen, Uni Ulm

Inzwischen hab ich erneut einen Kurs mit Fr. Prof. Claudia Friesen in Med-Woche Baden Baden 2016 gemacht. Bereits 2015 hat sie ebendort ihre ersten Daten präsentiert und wir verwenden seit 2015 die „Friesen-Methadon Lösung“.

Mein Eindruck

Wirklich eindrucksvolle Daten, eine absolut glaubwürdige und bemühte Wissenschaftlerin die eine Zufalls-Entdeckung gemacht hat:

die Krebs-Zellkultur ist ihr immer unter Methadon gestorben, während Heroin, Buprenorphin, Morphin, Fentanyl und andere Opioide die Krebszellkultur nicht gestört hat.

Tatsächlich dürfte Fr. Prof. Friesen hier zufällig ein neues Therapieprinzip zum Krebs gefunden haben.

Fr. Dr. Friesen kennt mittlerweile – Stand Nov 2016 – über 50 austherapierte Patienten, davon 15 Glioblastome, welche unter Methadon in die Regression und sogar in die Vollremission gekommen sind.

Die Methadon-Dosen sind schon ganz ordentlich, sodass es auch deutliche Nebenwirkungen geben kann, dass sollte man nicht verheimlichen.

Die Patienten liegen in der Gewöhnungsphase auf die hohen Dosen Methadon oft flach, beim raschen Hochtitrieren kommt es zu Übelkeit oder sogar Erbrechen, schliesslich ist Methadon ein „normales“ Opioid und hat wie alle Opioide auch den stark verstopfenden Effekt. 

Nach einer entsprechenden Eingewöhnung geht es den Patienten jedoch sehr gut, obige Videos zeigen ja zwei Patienten unter Methadon.

 

Obwohl wir mit Methadon als Schmerzmittel schöne Verbesserungen der Lebensqualität im Vergleich zu Hydal oder Fentanyl-Pflaster gesehen haben, ist die krebs-bremsende Wirkung des Methadons immer nur in Verbindung mit Chemotherapie und auch Bestrahlung gefunden worden!

 

Unsere eigene Erfahrung

Wir arbeiten nun seit Nov 2015 mit Methadon in der Praxis und haben tatsächlich den Eindruck, dass die Tumore selbst unter deutlich geringen Dosis als von Fr. Dr. Friesen gefordert unter Methadon langsamer fortschreiten.

Dies wurde bereits vom Palliativmediziner Dr. Hilscher beschrieben, der in obigen Filmberichten mehrfach interviewed wird. Sein Interview weiter unten ist sensationell, unbedingt lesen!

Methadon wird jetzt seit 2015 – seit dem Vortrag von Dr. Friesen bei den Medizinischen Wochen in Baden Baden 2015 – in der integrativen Therapeuten-Szene der BRD regelmässig verwendet.

übrigens: Dr. Friesen hat dafür keine Unterstützung bekommen, im Gegenteil: siehe den Artikel „dieWeltamSonntag„, hier wird über div. Behinderungen von Fr. Prof. Friese spekuliert. 

 

Eigene Erfahrung in der Familie mit Methadon als Krebs-Adjuvans

Mein Vater konnte mit seinem weit fortgeschrittenem – im CT universell Knochen- und Lungen-metastasiertem – Prostatakrebs von 8 mg Hydal auf 9mg Methadon umgestellt werden, obwohl Hydal fast doppelt so wirksam ist wie Methadon.

Es ging ihm schlagartig viel besser als unter Hydal und wir hatten alle den Eindruck, dass das Krebswachstum von diesem Zeitpunkt an deutlich verlangsamt ablief. bzw. stillstand, da er danach keine wirklichen Krebs-assoziierten Beschwerden mehr hatte.

Er verstarb friedlich nach 7 jähriger Erkrankungsdauer 87 jährig an einer Herzschwäche und Demenz, sein Krebs hat ihn jahrelang – bis auf einen Katheder – eigentlich nicht behindert. 

 

Umstellung von anderem Opioid

Umrechnung von Opioiden

ACHTUNG: hier in den Tabellen wird immer nur das schmerzaktive L-Methadon angeführt. das Razemat D,L-Methadon hat jedoch nur die HÄLFTE  der Schmerzaktivität.

Schmerztherapeutisch angewendete Opioide sind praktisch wirkungsähnlich und können ausgetauscht werden. Hierbei orientiert man sich an der s.g. Morphium-Äquivalenz-Dosis.

Opiod-Umrechnungs-Tabelle  im Internet, schön farblich ausgeführt

Online-Umrechner (USA) – sehr praktisch – für Ärzte

http://clincalc.com/opioids/

Dosis-Berechnungen

Die 1% Friesen-Methadon-Lösung enthält pro Milliliter (20 Tropfen) also 10mg.

D.h. dass ein Tropfen davon 0.5mg Methadon sind. 

L-Methadon ist nach obiger Tabelle etwa halb so wirksam wie Hydromorphon (Hydal) , das Razemat sollte daher nur 1/4 so wirksam sein wie Hydal. Tatsächlich weicht die Tabelle oben um den Faktor 2 vom USA-Rechner ab, bei dem ist Methadon knapp wirksamer als Hydal. Dies entpsricht auch meiner Erfahrung, ich glaube daher das obige Tabelle Fehlerhaft ist und nicht L-Methadon sondern D-/L-Methadon = das Razemat wiederspiegelt.

d.h. zB 2 x 2mg Hydal = 2 x 4 mg Methadon, das wären also 2 x 8 Tropfen Methadon Lösung 1%, bezogen auf reines L-Methadon, das Razemat sollte nur halb so wirksam sein und daher 2 x 16 Tropfen Methadon benötigen um dieselbe orale Wirkung wie 2 x 2mg Hydal zu haben.

In der Praxis habe ich den Eindruck, dass Methadon fast wirkungs-äquivalent zum Hydal ist, wir können zumeist 2 x 2mg Hydal auf 2 x 5 Tropfen Methadon umstellen

Methodon wird dann weiter – je nach Bedarf – eintitriert. Bei Schmerzen einfach 5 Tropfen nachgeben und dann die Dauerdosierung erhöhen.

 

wo bekommen sie Methadon verschrieben?

wo bekommen sie Methadon verschrieben?

In Österreich bin ich scheinbar derzeit der einzige offizielle Krebs-Methadon – Verwender. Wie oben beschrieben haben wir mit Methadon seit 2015 (erster Vortrag von Dr. Friesen in Baden Baden) gute Erfahrung.

Wir rezeptieren sowohl Methadon als auch LDN an unsere Tumor-Patienten zur Chemo- und Strahlen-Adjuvierung (Wirk-Verstärkung).

Dies geht ohne Wartezeit jedoch nur nach telefonischer Voranmeldung, sie müssen mit aktuellen Befunden in der Ordination vorbeikommen aus denen hervorgeht, dass eine Krebserkrankung vorliegt. In dringenden Fällen und bei Immobilität oder Spitals-Aufenthalt stelle ich auch ein Rezept aus, wenn Angehörigen mit den Befunden kommen, der Zusammenhang muss aber klar nachvollziehbar sein.

 

Wo noch bekommen sie Methadon?

Sie dürften es eigentlich auch von jedem Arzt mit ÄK-Diplom in Palliativ-Medizin bekommen. Folgende Ärzte werden vermutlich auch Methadon verschreiben (ich habe jedoch keine persönliche Bestätigung):

  • Wien: Prof. Wolfgang Köstler senior – Sophien-Alpenstrasse 17 1140 wien Tel.: +43 664 86 35 598
  • Niederösterreich: Dr. Walter Surböck, Mariazell
  • Oberösterreich: Dr. Helmut Retzek, Vöcklabruck

BRD

  • Bad Aibling: Team der Klinik St. Georg
  • Iserslohe: Dr. Hilscher
  • Köln: Dr. Achim Schuppert
  • München: Dr. Reinhard Probst

 

Wo bekommen sie noch in der BRD Methadon verschrieben?

Für Deutschland kann ich auf die Ärzte der DGO hinweisen, hier gibt es genug über das ganze Bundesgebiet. Auch in Deutschland werden sie Methadon von Ärzten mit Palliativmedizinischer Zusatzausbildung bekommen.

bitte keine ANFRAGEN zur BRD, was ich weis hab ich geschrieben.

Schweiz

hier sind die Ärzte besonders restriktiv, es kommen fast täglich Patienten aus der Schweiz zu mir um Methadon verschrieben zu bekommen!

 

Apotheken

diese Apotheken arbeiten mit dem Orginal-Methadon nach Friesen (von mir überprüft).

Wien:

Oberösterreich:

Vöcklabruck

 

 

 

Links mit weiteren interessanten Informationen

 

Wirkungsweise von Methadon 

Methadon hat nach meiner Meinung 3 Wirkungen. Weiter unten sind dann die Studien dazu.

1) Endorphin Effekt

dieser Effekt ist durch LDN bekannt worden: Stimulation bestimmter Opioid-Rezeptoren führt zur deutlichen Verlangsamung des Tumorwachstums.

Dr. Zagon konnte in Mäusen zeigen, dass hohe Endorphin-Werte das Tumorwachstum um 40% verlangsamen, niedere Endorphin-Werte das Tumorwachstum um 40% beschleunigt. 

LDN-Ärzte sind  von der Wirksamkeit und Möglichkeit begeistert, Studien – und meine Erfahrung –  bestätigen diese Wirkung, ich habe viel über LDN recherchiert und zum Nachlesen zusammengeschrieben.

Dieser Effekt wird mit niedrigen Dosen Methadon bereits erreicht, nach meiner Erfahrung genügen hier schon 2 x 5 Tropfen.

Der Endorphin Effekt ist frappierend, es tritt ganz rasch Wohlgefühl ein, den Patienten geht es rasch als ganze besser, oben in den Interviews der bärtige Arzt drückt dies ganz klar aus und wir sehen dies fast täglich in der Praxis!

 

2)  Hemm-Effekt auf die MDR = Chemoresistenz-Pumpe

Krebszellen werden durch Chemo selektiert, d.h. mit jeder weiteren Chemo überleben die „resistenteren Zellen“, klar – weil die empfindlichen sterben.

Diese Resistenz wird durch eine Membran-Pumpe für Arzneimittel vermittelt. Je mehr Chemo, desto mehr MDR-Pumpen in den überlebenden Krebszellen aktiv. Blöderweise pumpt die MDR-Pumpe viele Arzneimittel und Chemos raus, sodass eine einmal vorhandene Chemoresistenz i.d.R. bedeutet, dass ich gegen praktisch alle Chemos resistent bin.

die MDR wäre daher ein lohnendes und wichtiges Ziel um Chemotherapien wirksam zu halten. Wird bisher leider nicht in der klassischen Onkologie betrachtet, ist ein typisches Ziel der integrativen Zusatz-Therapien, die sie bei den DGO-Ärzten bekommen.

METHADON  kann die MDR-Pumpe blockieren und damit die Chemoresistenz wieder einschalten. 

Dieser Effekt wird interessanterweise bei der „Multiresistennten Tuberkulose“ bereits verwendet. Durch Methadon – Zusatzgabe kann die Antibiotika-Empfindlichkeit der Keime wieder hergestellt werden, da auch deren MDR durch Methadon gehemmt wird (Studien).

 

3) Methadon erhöht die Empfindlichkeit der Krebszellen gegen die Chemo und schaltet die Zell-Selbstmord-Programme (Apoptose) wieder ein. 

dies ist die Basis der Arbeit von Fr. Dr. Friesen, die Studien hab ich weiter unten gezeigt.

 

Für diesen Effekt ist nach Friesen eine höhere Dosis Methadon notwendig, 2 x 35 Tropfen. 

 

Dosissteigerung auf die von Dr. Friesen empfohlenen Werte

die hohen Dosen sind anfangs problematisch

Rasche Dosissteigerung auf 2 x 35 Tropfen Methadon ist fast immer problematisch. Gegen Übelkeit verwendet man HALDOL 1 Tropfen oder Ceolat 1mg/ml Lösung (=Paspertin), gegen Verstopfung Macrogol o.ä. , gegen die SChläfrigkeit kenn ich nichts.

Ich empfehle immer zuerst die nächtliche Dosis zu steigern.

Von 2 x 5 Tropfen auf zB 5-0-10, denn in der nacht verschläft man die Nebenwirkungen.

Dann von 5-0-10 auf 5-0-15 Tropfen

7-0-15  –> 7-0-20 –> 10-0-20 –> usw 

Manchmal hilft es die Dosis in 3 oder 4 Teilen zu verabreichen, dann eben nicht 12h Abstand sondern 8h oder 6h Abstand.

Beispiel

  • Tag 1: 5 – 0 – 5 Tropfen
  • Tag 2: 5 – 0 – 10 Tropfen
  • Tag 3: 5 – 0 – 15 Tropfen
  • Tag 4: 10 – 0 – 15 Tropfen
  • Tag 5: 10 – 0- 20 Tropfen
  • Tag 6: 10 – 0- 25 Tropfen
  • Tag 7: 15 – 0 – 25 Tropfen
  • ……  steigern bis 2 x 35 Tropfe

Zweckmässigerweise nimmt man das Temodal als Einzeldosis ebenfalls ABENDS um die meisten Nebenwirkungen zu verschlafen.

 

Leberfunktions-Schwäche: viele Nebenwirkungen

Wurden bereits viele Chemotherapien verabreicht oder liegen Lebermetastasen vor, ist Methadon (und andere Medikamente)  SCHLECHT verträglich, da die Detox-Leistung der Leber bereits sehr beeinträchtigt ist.

Schulmediziner ignorieren diese Umstände, diese werden aber letztlich Therapie-begrenzend und mindern die Lebensqualität dramatisch.

Hier kann man sich zB mit einem banalen Leber-Nieren-Tee helfen, im Downloadbereich habe ich ein bewährtes Rezept veröffentlicht, welches ich nach Maria Treben / Mortiz u.a. zusammengestellt habe und mit dem wir seit vielen Jahren gute Rückmeldungen bekommen.

Platin-Chemos: Nierenschwäche und Polyneuropathien

Wurden Platin-Chemos verabreicht, liegt fast immer auch eine Nierenfunktions-Schwäche vor, bei der mit einer zielgerichteten Chelat-Therapie Verbesserungen zu erwarten sind. Alphaliponsäure nicht automatisch geben, diese induziert stark die Detox-Maschinerie, welche dann nicht durch die Leber oder Niere durchkommt, weil diese geschwächt sind. Hier brauchen sie einen Fachmann.

Methadon in so richtigen Dosierungen …..

Heroin-Süchtige, die auf Methadon umgestellt worden sind, schlucken 100-400mg Methadon als Einzeldosis weg,

Die stehen bei uns morgens vor der Apotheke, bekommen ihr „Stamperl“, setzen sich ins Auto und fahren in die Arbeit.

Der Apotheker lacht mich mit unseren „geringen Dosen“ aus, im „Stamperl“ der Süchtigen sind 200 oder 300 Tropfen drinnen.

 

Studien und wissenschaftlicher Hintergrund

Der Methadon-Effekt nach Friesen ist Dosis-abhängig: die Zieldosis liegt bei 2 x 35 Tropfen der 1% Methadon -Razemat Lösung, d.h. 70 Tropfen = 3,5ml = 35mg Methadon = 17.5mg Levomethadon pro Tag.

Diese Dosierung kann nicht auf einmal voll vertragen werden sondern muss eingeschlichen werden, wenn nicht bereits ein anderes Opioid Verwendung findet – hier wird dieses dann nach der Morphin-Äquivalenz-Formel umgestellt.

Nebenwirkungen sind in der Einschleichphase zu erwarten: laut Prof. Friesen haben sich Makrogol (Obstipation) und Haldol (Übelkeit) bewährt.

Für Patienten ohne Schmerzmittelbedarf empfehlen wir auch LDN, eventuell nach dem Metabloc-Protokoll.

 

einige Studien zur Krebshemmung und Chemo-Adjuvierung von Methadon

Klinische Studien

echte Klinische Studien gibt es nicht! Wir sprechen nur von Einzelfall-Beobachtungen und Grundlagenforschungs-Studien. In den oft verzweifelten Fällen gibt uns dies doch die Berechtigung ein Schmerzmittel gegen ein anderes auszutauschen!

 

Methadon stört die Chemotherapie bei Glioblastomen nicht

März 2017 – neue Studie Charitee Berlin / Uni Ulm mit 27 Glioblastom-Patienten. Bis auf die übliche Verstopfung (Makrogol) und einschleichende Übelkeit (Haldol) keine bemerkenswerte negative Nebenwirkung durch Methadon zur Chemotherapie verabreicht.

 

Methadon verstärkt die Doxorubizin-Chemo bei Glioblastom

die Ulmer Studie, 2014 in CELL publiziert zeigt, dass Methadon die Glioblastom-Zellen und v.a. die Glio-Stammzellen (=chemoresistente Tumorzellen) dazu bringt, mehr Doxorubizin aufzunehmen,

d.h. es kommt zu einer höheren Empfindlichkeit der Glio-Zellen gegenüber dieser Chemotherapie, diese wirkt dann stärker.

Diese Studie ist eine Reproduktion mit Glioblastom-Zellen einer Arbeit von 2013 mit ALL-Leukämie-Zellen, die ich weiter unten genauer beschreibe. Sowohl die Methodik als auch die Ergebnisse sind vergleichbar.

Doxorubizin ist keine Standardchemotherapie bei Glioblastomen. Hier wird heutzutage Temodal verwendet

 

ALL Leukämie-Zellen durch Methadon direkt zerstört

Fr. Prof. Friesen hat bereits 2008 Methadon als direktes Mittel identifizieren können mit welchem LEUKÄMIE Zellen in die Apoptose gezwungen wwerden könen, v.a. auch die gefürchteten Tumor-Stammzellen, aus denen sich wieder Rückfälle ergeben (FullTextPDF-Studie).

 

Chemo-Resistente Leukämie-Zellen durch Methadon eliminiert

Methadon wirkt tatsächlich genauso potent und Krebstötend wie herkömmliche Chemotherapeutika auf Leukämiezellen, ohne gesunde Leukozyten anzugreifen (Seite 6062)

Methadon kann den mitochondriellen CASPASE (Apoptose) Weg wieder einschalten, sowohl in den MULTIDRUGRESISTENT Zellen als auch in Doxorubizin resistenten Leukämie zellen.

eine neue Arbeit von Fr. Dr. Friesen von 2013 zeigt den Wirkmechanismus der leukämotoxischen Wirkung von Methadon auf.

 

Doxorubizin besonders gute Kombination mit Methadon

Besonders in Kombination mit Doxorubizin wirkt Methadon fantastisch, es blockiert praktisch auch jede Resistenzbildung.

Details aus dieser Doxorubizin-Studie

Methadon und Doxorubizin Fresern (4)

Methadon führt zu deutlich stärkerem Doxo-Influx in die Leukämie-Zelle und verhindert, dass Doxo aus der Zelle wieder rausgepumpt wird.

Hier in der Grafik sieht man dass unter Methadon-Einfluss die Doxorubizin-Konzentration in den Krebszellen um ca 30% höher ist und v.a. viel länger wirksam bleibt.

Selbst nach 24h sind erhebliche (80%) Mengen von Doxorubizin in den Leukämiezellen, während ohne Methadon nur noch 35% vorhanden sind, quasi eine Verdreifachung des Wirk x Zeit Produktes

 

Doxorubizin erhöht Anzahl der Opioid-Rezeptoren auf Krebszellen

Methadon und Doxorubizin Fresern (2)Ausserdem führt Doxorubizin-Therapie dazu, dass deutlich mehr OPIOID-Rezeptoren an den Leukämie Zellen erscheinen, was die Methadon-Wirksamkeit wiederum erhöht,

quasi ein selbstverstärkender Mechanismus!

Durch Doxo kommen mehr Methadon-Rezeptoren, so wirkt dann Methadon noch stärker und Doxo wirkt noch stärker gegen den Krebs.

Hier in der Grafik aus der 2013 Studie sieht man eine Verdopplung der Opioid-Rezeptoren auf der Zell-Oberfläche.

 

 

Chemoresistenz wird durch Methadon ausgehebelt

Methadon wie auch andere Opioide sind typische Substrate für die MDR-Pumpe (multidrug-resistancy), wobei Methadon diese Pumpe blockiert, sodass sie keine Chemo mehr aus der Zelle rausschaufeln kann.

 

Erstaunliche Verdopplung der Wirksamkeit der Chemotherapie

Methadon und Doxorubizin Fresern (5)

in der hier gezeigten Grafik zeigt sich durch die Kombination von Methadon und Doxorubizin eine fantastische Wirkverstärkung. Statt 25% Zelltot erleben wir 65% Zelltot

 

Xenotransplantat bestätigt in vivo Wirkung

Menschliche ALL-Zellen wurden in Mäuse transplantiert. Diesen wurde nun Methadon verabreicht.

Tatsächlich wurden MEGA-Mengen Methadon gegeben, nämlich 120mg/kg KG – dazu musste man die Mäuse schrittweise ans Methadon gewöhnen, da diese hohe Dosis sonst tötlich gewesen wäre.

Methadon und Doxorubizin Fresern (1)Als die Tumore gross genug waren, dass man sie „greifen“ (palpieren) konnte, begann man mit einer Doxorubizin-Behandlung.  Am 46, 53, 60 und 76 Tag bekamen die Mäuse eine Dosis von 3mg/kg Doxorubizin.

Hier ist es spannend zu sehen, dass die Methadon-mäuse (rosa) besser abschnitten als jene mit Doxo aber ohne Methadon (blau).

In der Kombinationsbehandlung  sieht man, dass die Tumore kaum gewachsen sind.

Derart hohe Dosen sind beim Menschen sicher nicht anzuwenden.

Wirkmechanismus ist Minderung des cAMPs

Cyclo AMP die Schlüsselsubstanz. Es konnte angeblich für mehrere Tumore gezeigt werden, dass eine Erhöhung des cAMPs in den Tumorzellen deren Überleben gesteigert wurde (Referenz 54-60 im 2013 Paper)

cAMP wird als Second Messenger aus ATP gebildet und durch Phosphodiestherase wieder zerstört. Coffein hemmt ja bekanntermassen die Phosphodiestherase und lässt damit den cAMP-Spiegel länger bestehen.  Dies bedeutet für mich, dass COFFEIN bei Krebspatienten jedenfalls verboten ist und Stimulatioren der Phosphodiestherase therapeutisches Potential hätten, dem werde ich noch nachgehen.

Ein erster Blick in die Pubmed spricht eigentlich nicht dafür: hier scheint es eher so als ob cAMP eher den Krebs hemmt als ihn fördert als die Friesen-Publikation nahelegt. Auch fand ich beim ersten überfliegen keine überzeugende Evidenz, dass Kaffee den Krebs begünstigt.

 

Gibt es auch negative Studien?

Methadon bringt nichts – im Vergleich zu anderen Opioiden

sehr aktuelle Studie Juni 2017 aus Dallas/Dresden: knapp 200 Patienten wurden „opioid rotiert“ (=umgestellt). Es kam weder zu Schwierigkeiten noch zu irgendwelchen Veränderungen der Überlebenszeit (in der Methadon-Gruppe).

Diese Studie widerspricht den gefühlten Erfahrungen von Hilscher und auch mir. 

 

(Fach) Ärztliche Reviews über Methadon

 

 

Zusammenhang mit LDN?

LDN erhöht körpereigene Endorphine – wohingegen Methadon ein exogenes Opioid darstellt. Beide stimulieren den Zelleigenen Opioid-Rezeptor.

Ich habe eine eigene Seite „Methadon induziert Endorphin-Rezeptor“ geschrieben.

LDN - das künstliche Endorphine als Krebshemmer

Meilensteinstudien von Dr. Zagon

Die Krebs-wachstumskontrollierenden Einflüsse von Opioid-Rezeptoren sind seit den 70er Jahren bekannt, Dr. Zagon hat die Wissenschaftlichen Grundlagen geliefert, Dr. Bihari mit hunderten Patienten die klinischen Daten (siehe meine Seite Low Dose Naltrexone = LDN).

LDN erhöht über einen paradoxen Rebound-Mechanismus die körpereigenen Endorphine um das 2-5 fache was eine deutliche Krebswachstumsverlangsamung bewirken kann.

Dr. Zagon zeigte, dass durch den Endorphin-Einfluss der Tumor um +/- 40% wachstums-modifiziert werden kann.

Endorphine modifizieren Krebswachstum

Wichtig ist diese Erkenntniss v.a. auch desswegen, weil sie uns das biochemische Modell für das Verständnis der Wirksamkeit einer Unzahl von Therapien auf psychisch-emotionaler Ebene bietet:

Beten, Meditation, Hypnose, Heilreisen, Simonton ….. – aber auch Sport, Sauna, Massage, HRV-Atmung …. all das erhöht die körpereigenen Endorphine und verbessert damit die Prognose bei Krebs über Modifikation des Opioid-Rezeptor-Pathways.

LDN macht nicht süchtig

die suchtauslösende Potenz von Opioiden als Therapeutikum bei starken Schmerzen ist nicht eindeutig geklärt. Theoretisch lernen wir, dass es hier KEINE Sucht gibt, tatsächlich erzählen Krebs-Opioid-Verwender beim prompten Absetzen von erheblichen Nebenwirkungen. Diese erachte ich jedoch als banal und keinesfalls als eine Kontraindikation. 

  1. kann man die Nebenwirkungen wunderbar mit Betablocker beherrschen (Propranolol hat zusätzlich einen –> starken krebshemmenden Effekt )
  2. kann man das Opioid ja auch sehr langsam ausschleichen.

Heroin-Süchtige Patienten berichteten mir, dass die Methadon-Ersatz-Therapie schwerer zu behandeln ist als die Heroin-Sucht.

LDN – die künstlichen Endorphine – machen nur glücklich, nicht süchtig

 

 

Dr. Douwes / Bad Aibling arbeitet mit Methadon

der oftmals preisgekrönte Arzt Dr. Friedrich Douwes, St. Georg Klinik in Bad Aibling arbeitet seit Jahren routinemässig mit Methadon: –> Dr. Douwes informiert.

 

 

Dr. Hilscher's Artikel von Medscape

copyright liegt natürlich bei Medscape. Aufgrund der grossen Nachfrage halte ich die Information hier als Backup

http://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4904685#vp_1

Methadon: Ein verkanntes Analgetikum – vielleicht sogar mit AntiTumor­Wirkung? Gerda Kneifel

15. März 2016 Frankfurt –

„Methadon hat einen schlechten Ruf, doch in der Palliativmedizin nutze ich es seit Jahren, weil es das einzige Opioid ist, das sehr einfach zu handhaben ist, in wässriger Lösung binnen 5 Minuten wirkt, sehr wenige Nebenwirkungen aufweist und bis zuletzt funktioniert, ohne dass intravenöse Umstellungen oder andere Maßnahmen erforderlich sind“, sagte Dr. Hans­Jörg Hilscher beim Deutschen Schmerz­ und Palliativtag in Frankfurt am Main [1].

Der Palliativmediziner leitet seit 18 Jahren das Hospiz Mutter Teresa in Iserlohn und sämtliche Patienten dort erhalten nach seinen Angaben Methadon als Schmerzmittel.

Über die Jahre hat er Erfahrungen mit ungefähr 5.000 Patienten sammeln können.

Methadon hat einen schlechten Ruf, doch in der Palliativmedizin nutze ich es seit Jahren.

Dr. Hans­Jörg Hilscher Bei seinem durchaus provokant formulierten Kongress­Vortrag berichtete Hilscher jedoch noch viel Erstaunlicheres:

Die Methadon­Therapie habe – z.B. in Kombination mit Chemotherapeutika über eine Wirkungsverstärkung – auch günstige Effekte auf die Tumorprogredienz.

Die richtige Dosis machts

Methadon ist ein Racemat aus den beiden Enantiomeren Levomethadon und Dextromethadon, die unterschiedliche Wirkprinzipien haben.

Hilscher gibt das Gemisch – eine in fast allen Apotheken erhältliche Rezeptur – in einer Dosierung ab 20 mg, der 3­fachen Äquivalenzdosis von Morphin, und dann ansteigend bis auf das 30­Fache der Morphin­ Äquivalenzdosis.

Als Vorlage für die Dosierung dient ihm eine Arbeit australischer Palliativmediziner aus dem Jahr 2000.

„Die Substanz hat eine ungeheure therapeutische Breite“, begeisterte sich der Palliativmediziner. „Ein Patient erhielt einmal von seiner Frau anstelle von 2­mal 20 Tropfen 2­mal 20 ml Methadon am Tag. Als sie es gemerkt haben, brachten sie den Patienten ins Krankenhaus. Der meinte nach 18 Stunden Schlaf nur, so gut habe er noch nie geschlafen.

Unerwünschte Nebenwirkungen aufgrund von Überdosierungen sind entsprechend selten. Aus diesem Grund ist auch „das von vielen Experten, unter anderem dem Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, empfohlene Aufdosieren aus meiner Sicht nicht notwendig“, betonte Hilscher entgegen den allgemeingültigen Lehrmeinungen.

„Sie können gleich die ganze für Sie sinnvoll erscheinende Dosis geben. Denn wenn Sie im Stundenabstand auftitrieren, haben Sie den Wirkstoff ohnehin komplett in der 22­ Stunden­ Wirkdauer drin. Damit ersparen Sie dem Patienten viele Tage Schmerzen.“

Methadon ist besser als sein Ruf Die Substanz hat eine ungeheure therapeutische Breite.

Dr. Hans­Jörg Hilscher: „Neben den genannten Vorteilen hat Methadon zudem eine geringe obstipierende Wirkung, da es bereits im oberen Gastrointestinaltrakt resorbiert wird. Auch die emetische Wirkung ist entsprechend gering und nicht zuletzt mindert es die Wachheit weniger als beispielsweise Morphin. Die Wirkdauer in der Analgesie ist mit 12 bis 22 Stunden recht lang“.

Auch Warnungen vor Interaktionen etwa mit Ciprofloxazin und Fluconazol, die in der Literatur beschrieben werden, hält Hilscher für unangebracht. „Es wird ein Hype um die Wirkung, insbesondere die Ausscheidung von Methadon gemacht. Ciprofloxazin und Fluconazol blockieren die Enzyme Cyp3A4 und Cyp2D6, die Methadon verstoffwechseln. Bei einer Blockierung dieser Enzyme wird Methadon jedoch zu 100% vom Körper ausgeschieden – und zwar kompetitiv über die Leber oder über die Niere. Interaktionen mit Substanzen wie Ciprofloxazin und Fluconazol sind daher gering.“

Die kompetitive Ausscheidung über Niere oder Leber habe weiterhin den Vorteil, dass bei Lebermetastasen oder Niereninsuffizienz keine Dosisänderungen notwendig seien, ergänzt Hilscher.

Die Substanz werde entweder verstoffwechselt über die Leber oder unverstoffwechselt über die Niere ausgeschieden.

In der Literatur beschrieben sind auch Warnungen vor Therapien mit Methadon bei alkalisiertem Urin. „Eine Alkalisierung setzt aber einen nicht­katabolischen Zustand voraus. Man findet das bei jungen Vegetariern, aber ein Kranker mit alkalischem Urin ist eine Seltenheit“, gibt der Hospizleiter zu bedenken. Alkalischer Urin blockiere zudem nur die Ausscheidung von unverstoffwechseltem Methadon. Kompensatorisch steige im Falle eines Falles die fäkale Ausscheidung an.

Die einzigen wesentlichen Interaktionen, die ich je gesehen habe, sind die mit Serotonin­Wiederaufnahme­Hemmern, denn Levomethadon hat auch eine serotoninerge Wirkung.“

Indikationen und Kontraindikationen

Im Gegensatz zu vielen Opioiden zeigt Methadon keinen Wirkverlust durch Herunterregulierung der µ­Rezeptoren.

Die WHO empfiehlt daher bei einer Toleranzentwicklung gegenüber Opioiden den Wechsel zu Methadon, weil es die Herunterregulierung wieder aufhebt.

Im Übrigen ist die Substanz auch bei Morphin-Unverträglichkeit und neuropathischen Schmerzen indiziert, sowie bei Schmerzen, die auf andere Opiate nicht oder nicht mehr reagieren.

Die kardiogene Toxizität tritt … in den Dosisbereichen, die wir in der Analgesie nutzen, nicht auf.

Dr. Hans­Jörg Hilscher „Schmerzen bei Pankreaskrebs etwa sind mit einem reinen µ­Agonisten nicht in den Griff zu bekommen. Methadon wirkt zwar über Levomethadon auch als µ­Agonist, kann aber über Dextromethadon auch an NMDA­ Rezeptoren binden. Mit Methadon bekommen Sie die Schmerzen meistens in den Griff, und das ohne ein Antiepileptikum geben zu müssen“, berichtet Hilscher von seinen Erfahrungen.

Dennoch wirkt Methadon auch toxisch. „Die kardiogene Toxizität tritt allerdings in den Dosisbereichen, die wir in der Analgesie nutzen, nicht auf. Toxisch wird es bei Dosierungen, die in der Substitution bei Drogenkranken verwendet werden“, betonte Hilscher.

Aufgrund dieser gefährlichen Nebenwirkung müsse die Substitution eigentlich mit Levomethadon gemacht werden, um die Kardiotoxizität in Grenzen zu halten.

Die Kosten für Methadon sind denkbar niedrig: 100 ml Methadon für die Behandlung moderater Schmerzen kosten 12 Euro und reichen für eine 4­ bis 6­wöchige Behandlung aus.

Bei zwei Drittel der Patienten verschwinden die Tumoren

Noch sehr neu ist die Beobachtung, dass unter Methadon Tumoren zurückgehen können. Der Palliativmediziner berichtet: „Die Menschen in meinem Hospiz leben dramatisch viel länger als in anderen Hospizen und ich habe überlegt, woran das liegen könnte.

Die Menschen in meinem Hospiz leben dramatisch viel länger als in anderen Hospizen.

Um dieser Beobachtung auf den Grund zu gehen, kombinierte er zunächst Methadon mit Methotrexat in antirheumatischer Dosis bei Patienten mit malignen Ergüssen.

Das Ergebnis: „Pleuraergüsse und Aszites verschwanden unter dieser Medikation. Ich habe seit mehr als zehn Jahren keine Pleuraergüsse und Aszites mehr bei meinen Patienten punktieren müssen. Das ist eine große Erleichterung für die Menschen, so dass sie deutlich länger durchhalten.

Um diese Ergebnisse wissenschaftlich zu untermauern, ging der Palliativmediziner auf die Suche nach einem Wissenschaftler, der sich mit Methadon auskennt, und fand Dr. Claudia Friesen, die am Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Ulm das Molekularbiologische Forschungslabor leitet.

Seit 2007 arbeiten Hilscher und Friesen nun an diesem Thema. Resultat der Zusammenarbeit ist unter anderem die Erkenntnis, dass die kurativen Effekte einer Methadontherapie auf der Unterbindung des Escape­Phänomens basieren.

Dabei handelt es sich um einen essentiellen Abwehrmechanismus der Tumorzelle gegen Chemotherapeutika.

Methadon wirkt dabei auch, wenn sich die Tumorzelle nicht in der Teilungsphase befindet.

So erfasst das Racemat im Gegensatz zu Zytostatika auch Tumorstammzellen. „Methadon induziert eine physiologische Apoptose, das Wachstum des Tumors wird gehemmt, aber es geht nicht in Richtung Heilung. Wenn wir aber Methadon mit Zytostatika kombinieren, sehen wir ganz tolle Effekte“, begeistert sich Hilscher.

„Bei etwa zwei Drittel der Patienten gehen die Tumoren zurück oder verschwinden sogar. Bei dem anderen Drittel steigen zumindest Überlebenszeit und Lebensqualität.“

Bei etwa zwei Drittel der Patienten gehen die Tumoren zurück oder verschwinden sogar.

Auch Kliniken erkennen das Potential

Patienten mit Glioblastomen seien bislang nach rund 2 Jahren gestorben. Unter Methadontherapie leben die Menschen nun 4 bis 5 Jahre, sterben dann im Zweifel jedoch an radiogener Demenz. „Es ist schon bitter zu sehen, dass die Patienten keine Tumoren mehr haben, aber dann an den Nebenwirkungen der Radiotherapie sterben.“

Die Therapie funktioniert nach den Erfahrungen Hilschers bei allen soliden Tumoren und Glioblastomen.

Je früher Sie dabei mit Methadon beginnen, desto besser. Für eine kurative Intention sollten sie auf jeden Fall frühzeitig mit der Chemotherapie beginnen.

Um auch die Tumorstammzellen zu erfassen, sollten Patienten, bei denen kein Tumor mehr nachweisbar ist, trotzdem mit Methadon weiterbehandelt werden.

„Die minimale Dosis beträgt 2­mal 20 bis 30 Tropfen am Tag über zwei Jahre. Aber auch mit weniger erzielen Sie positive Effekte.“

Immer mehr Kliniken übernähmen inzwischen die Krebstherapie mit Methadon. So behandelt man in der Berliner Charité laut Hilscher mittlerweile alle Glioblastom­Patienten mit Methadon, in München erhalten Patienten mit Karzinomen des Gastrointestinaltraktes das Gemisch. „Und wenn bei der Indikation chronischer Schmerz steht, übernehmen die Krankenkassen die Kosten mit Kusshand, denn günstiger geht es einfach nicht“, kommentierte Hilscher.

REFERENZEN:

  • Deutscher Schmerz­ und Palliativtag 2016, 2. bis 5. März 2016, Frankfurt am Main
  • MEHR Schmerz bei Krebs: Starke Opiate wirken in niedriger Dosis besser und schneller als schwache Opiate
  • Wandern auf schmalen Grat: Was tun, wenn die Schmerztherapie zur Sucht wird?
  • Krebstherapie am Lebensende: Chemo ist nicht immer eine gute Wahl
  • Diesen Artikel so zitieren: Methadon: Ein verkanntes Analgetikum – vielleicht sogar mit Anti­TumorWirkung?.

Medscape. 15. Mär 2016. 

 

Weitere Wirkungen von Methadon

Methadon als Co-Adjuvans zu anderen Opioiden verbessert Schmerztherapie erheblich

Studie 2016 – fortgeschrittene Krebspatienten mit heftigen Schmerzen die nicht gut unter Morphinen abgedeckt waren.

Durch ZUSÄTZLICHE Gabe von Methadon zum bereits verabreichten Opioid konnte ein co-adjuvanter prompter schmerzreduzierender Effekt in 49% der betroffenen Patienten erreicht werden.

Methadon macht als Schmerz-Zusatzmittel absolut Sinn.

 

 

 

Methadon und der Widerstand der Onkologen

Meinungsbeitrag von Dr. Retzek über Haltung von Onkologen zum Methadon

Oben ist unbestreitbare faktische Information – dieser Abschnitt nun ist persönlich, eine Meinungsäusserung:

Trotz der oben von Dr. Hilscher und Prof. Friesen präsentierten Erfahrungen sind Onkologen kritisch und lehnen Methadon derzeit a priori ab, immer ohne potentielle Benefits zu kennen, die Rückmeldungen meiner Patienten sind hier eindeutig.

„Die Studien von Dr. Retzek lese ich gar nicht, auf dieser Seite wird ja nur gegen Onkologen geschimpft“ Aussage einer Welser Onkologin.

Vergleicht man hierzu die oft schmalen Benefits von sehr teuren neuen Pharma-Therapien (zB aktuell Lonsurf ) ist eigentlich der abfällige Ton gegenüber den Möglichkeiten von „Best Supportive Care“ den wir versuchen nicht verständlich.

NB: Eine gut geführte „komplementäre“ ZUSATZ-Unterstützung kann die Lebensqualität deutlich und manchmal auch das Outcome der  Krebspatienten erheblich verbessern.

Bücher über Patienten von Dr. Retzek

Dies wurde ja in den wirklich lesenswerten Büchern von Dr. Hartl dokumentiert, der einige meiner Stadium-4 Patienten – die sich alle rückfallsfrei in mittlerweile 15j Vollremission befinden – interviewed hat.

 

Wäre unsere Arbeit nicht sinnvoll, würde ich das nie machen. Ich hab das gar nicht notwendig, mit normaler Schulmedizin würde ich sicher viel mehr verdienen.

Hardcore Onkologen gibts aber auch

Mittlerweile – und dies ist nachgerade perfide, wenn es sich um Stadium 4 Patienten mit minimalem oder sogar fehlendem  Benefit durch schulmedizinische Interverntionen handelt – wird von onkologischer Seite gar nicht mehr abgewertet sondern schlichtweg gedroht und verboten.

Die von allen anderen Beteiligten gewünschte Zusammenarbeit findet leider nicht statt. Grade die Salzburger Kollegen stöhnen über ihre Onkologie, das kommt bei jedem Telefonat mit einem Arzt aus Salzburg.

 

Widerstand gegen Methadon ist ganz und gar unverständlich ……

denn  Methadon ist ein ganz normales Opioid, genauso wie Fentanyl, Morphium, Hydromorphon, Codidol, Tramadol, Oxycodon ….., welche bedenkenlos und sehr freizügig jedem Krebspatienten bei Schmerz verschrieben werden.

Die oben gezeigten vorliegenden Studien zeigen keinerlei negative Wirkung von Methadon auf die Chemotherapie oder die Bestrahlung, es ist also in jedem Fall kompatibel. Hilschers Beitrag oben zeigt detailliert die Vorteile aus der sicht des Palliativ-Mediziners.

Ob Methadon den Hype im Sinn einer deutlichen Prognose-Verbesserung erfüllen kann, werden wir erst in einigen Jahren sehen, es spricht aber zumindestens nichts dagegen Methadon zu verwenden.

 

Zumindestens gibt es für den potentiellen Nutzen einer Methadon-Zusatz-Therapie zur Chemo eindeutige Hinweise durch multiple Kasuistiken von Friesen und Hilscher, dessen Beitrag weiter oben begeistert doch!

Ob nun 1% oder  30% oder – wie Hilscher meint 60% – der Betroffenen davon profitieren, kann ich nicht sagen, da wir hier grosse Studien brauchen. Den von mir beschriebenen antidepressiven Endorphin-Effekt haben praktisch alle (Erfahrung Dr. Retzek).

Dies nun abzuqualifizieren – geradezu zu nihilieren, wie es durch die Aussendungen der Fachgesellschaften durchgeführt wird, kann ich nicht begreifen. 

Also: Patienten im palliativem Setting eine normales Schmerzmittel mit Antikrebs-Zusatz-Effekt zu verweigern oder gar zu verbieten, während man ihnen problemlos das Wirkklassen-idente Hydal oder das Nebenwirkungs-starke Fentanyl-Pflaster verordnet ist eigentlich bizarr. 

Die negativen Stellungnahmen div. Gesellschaften „wegen fehlender Studien“ dokumentieren ja nachgerade die Gleichgültigkeit innerhalb des Systems und lässt dann bei den Patienten die Verschwörungstheorien wuchern. Nein, hier gehts nicht primär ums Geld, das ist nur die ganz normale Gleichgültigkeit und die fehlende Zivilcourage und Entscheidungs-Unwilligkeit, wie man sie auch in einem Geschäft, beim Friseur oder einer Behörde erlebt.

Der Staat als Studienautor fällt aus und bei einer so billigen patentfreien Substanz kann niemand schon alleine die Ethik-Kommision bezahlen, um eine kleine klinische Studie durchführen zu können.

Avastin hat beim Glioblastom negative Studien, bringt aber Umsatz, daher wirds weiter verordnet weil bei genug Bezahlung genug Professoren weitere „Anwendungsbeobachtungen“ durchziehen.

Ich erinnere mich noch gut an das Gespräch 2015 mit einem Assistenten einer Hämato-Onkologischen Uni Klinik, der nicht so wirklich verstehen wollte, wieso man bei der angespannten Budget-Lage moribunden Patienten regelhaft noch am Tag vor dem augenscheinlich eintretendem Ableben um 50.000 Euro „Faktoren“ infundiert. Auch hier wird dies wohl ohne entsprechende Studien durchgeführt, entspricht vermutlich einer klinischen Anwendungsbeobachtung.

All dies kann man mit ein wenig Aufwand im persönlichen Gespräch mit Assistenten oder Oberärzten leicht erfahren, es gibt auch genug TV-Dokumentationen oder Bücher zu dem Thema, siehe meine Seite Pharma-Marketing.

Methadon hat keine Studien – dafür zahlreiche Einzelfallberichte – kostet aber nichts, daher gibt es keine bezahlte „Anschieber-Lobby“, desswegen schafft es den Weg zur Anerkennung nicht, genau wie LDN, Vitamin C u.v.m.

Patienten müssen verstehen

Onkologen sind Spezialisten für Chemotherapie, Kinase-Inhibitoren und Antikörper-Infusionen. Alles andere darüber hinaus gehende ist NICHT das Fachgebiet der Onkologen.

Weder Ernährung, Schmerztherapie, Immun-Restauration, Detox u.ä.m. ist im Lehrplan der Onkologen.

Onkologen muss man übersetzen

Daher ist eine negative Stellungsnahme eines Onkologen zu einer adjuvanten Zusatzmethode oder zB zum Methadon einfach zu übersetzen auf normales Alltagsdeutsch:

„ich habe dazu leider keine Ahnung und bin viel zu gestresst um mich kundig zu machen. Wir dürfen aber hier im Krankenhaus sowieso nur Leitliniengemäss vorgehen, eine individuelle Probier-Therapie ist in offiziellen Institutionen leider nicht möglich. Erst wenn Methadon alle offiziellen Studien durchlaufen hat und von einer grossen Firma durch die umfangreichen Zulassungs-Studien genau für diese Indikation durchgebracht worden ist, was sehr teuer ist, haben wir die Möglichkeit dies einzusetzen und dann erfahren wir dies auch über die offiziellen Fortbildungskanäle“.

Dem Onkologen selber ist dabei i.d.R. nicht bewusst, dass die regulären Kanäle einzig von den Firmen bespielt werden und dass diese ein anderes Interesse verfolgen als die Patienten und deren Ärzte.

In der unten stehenden Diskussions-Sammlung gehe ich ja noch auf Einzelfälle bzw. Einzelfragen ein.

 

weitere Chemo-Adjuvantien / Recherchen

schauen sie bitte die Schlagwort-Artikel-Liste „Chemoresistenz“ und „MDR“ sowie auch Endorphine und Methadon nach 

 

(Visited 23.705 times, 77 visits today)
HeliR
HeliR
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische und komplementäre Zusatzausbildungen. Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. Umfangreiche Recherchen aus der aktuellen medizinischen Forschung. Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler

70 Comments

  1. Thomas Basten sagt:

    Hallo,
    Dr Hielscher (Iserlohn, Deutschland) ist Hausarzt und Palliativmedziner und arbeitet schon seit einige Jahren sehr erfolgreich mit Methadon. Er bestätigt u.a. auch die sehr deutliche Tumorhemmende Wirkung. Bei langsam wachsenden Tumoren reicht die Gabe von Methadon alleine offenbar bereits aus. Bei schnell wachsenden Tumoren allerdings nur in Kombination mit einer Chemo.
    Ich arbeite selbst in einem Hospiz (als Krankenpfleger) und einer unsere „Hospizärzte“ hat sich auf meine Anregung hin mit Dr. Hielscher in Verbindung gesetzt. Er war so begeistert, daß er es ab sofort auch bei uns einsetzen wird, wenn auch in erster Linie als Analgetikum. Die Tumorhemmende Wirkung wird sozusagen mit „in Kauf“ genommen. Laut dem Arzt soll es auch keine Abhängigkeit verursachen, vielleicht liegt es an der speziellen Zubereitung.
    Liebe Grüße,
    Thomas Basten

    • HeliR sagt:

      ich hab die Rezeptur von Fr. Prof. Friesen, von der ich die Methadon-Anwendung gelernt habe. Ich weiss, dass Dr. Hielscher sehr beschäftigt ist, daher an Sie die Frage: bei welcher Apotheke lässt er sein D,L-Methadon mischen. Viele Kollegen berichteten mir nämlich, dass sie keinerlei Effekt mit Methadon gesehen haben, trotz oftmaliger Rücksprache mit Fr. Prof. Friese und wir vermuten nun, dass unseren Apotheken vom Grosshandel ein reines D oder L anstatt des Razemats untergeschoben wird um diesen von Friesen berichteten phänomenalen Effekte zu eliminieren. Vielleicht kann ich mir von Hielschers Apotheke was senden lassen.

      • Thomas Basten sagt:

        Bei uns in Koblenz wird es von der „Markenbildchen-Apotheke“ zubereitet. Ich weiß leider nicht, mit welcher Apotheke Dr. Hielscher zusammenarbeitet, es sind aber mehrere Apotheken im Raum Iserlohn. Ich weiß aber von unserem Arzt daß Dr. Hielscher für Rückfragen sehr offen ist.
        Liebe Grüße,
        Thomas Basten

      • Thomas Basten sagt:

        Bei uns in Koblenz beziehen wir das Methadon von der „Markenbildchen-Apotheke“, ich weiß leider nicht von welcher Apotheke Dr. Hielscher es bezieht. Es sind aber wohl einige Apotheken im Raum Iserlohn.
        Dr. Hielscher soll aber lt. unserem Dr. sehr gern bereit sein, Auskunft zu geben.
        Liebe Grüße,
        Thomas Basten

        • Joachim Lüttich sagt:

          Hallo Herr Basten,
          D,L Methadon wurde bei meiner Frau ( Brustkrebspatientin) in Bremen / Deutschland eingesetzt
          ( Medikamentation wie v. Dr. med.Hans Jörg Hilscher )
          und es wirkte in Verbindung mit Caelyx (Doxorubizin ) ; innerhalb von 4-5 Wochen konnte
          der Tumormarker gedrittelt werden auch die LDH-Werte gingen zurück.
          Gruß aus Bremen
          Joachim Lüttich

          • HeliR sagt:

            ganz wichtiger Beitrag, danke vielmals!

          • Markus Thomsen sagt:

            Hallo Herr Lüttich,
            ich wohne auch im Raum Bremen.
            Wie komme ich bzw. meine Frau an eine solche Therapie?

            Vielen Dank.
            Markus Thomsen

          • Markus Thomsen sagt:

            Hallo Herr Lüttich,
            meine Frau ist ebenfalls an Brustkrebs erkrankt. Wir wohnen auch im Raum Bremen, finden aber leider niemanden, der sich mit dem Thema beschäftigt.
            Können Sie mir einen Arzt oder Klinik nennen? Gerne auch tel. unter 0177/6776093.

            Von Herzen vielen Dank.

            Markus Thomsen

  2. Thomas Basten sagt:

    Ups, versehentlich zweimal dasselbe geschrieben.

  3. Grischa Leiz sagt:

    Hallo Zusammen,

    bei meinem Vater wurde vor 2 Wochen kleinzelliger Lungenkrebs im ED Stadium festgestellt.
    Heute fangen sie mit der Chemotherapie in der Robert Koch Uniklinik Freiburg an.
    An wenn sollte ich mich wenden, für doe Methadon / Chemotherapie?
    Bin für alle Antworten Dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    Grischa Leiz

    • HeliR sagt:

      Fr. Prof. Christine Friese, Uni Ulm hat dieses Konzept wissenschaftlich entwickelt. Sie hat uns allen dies in Baden Baden gelehrt, es sollte jeder Arzt mit Zusatzausbildungen in „ganzheitlicher“ Onkologie bescheid wissen, also auch bei euch in Freiburg, zB Dr Gregor Bruggmoser. Mitglieder-Liste der Gesellschaft für Biologische krebsabwehr oder der deutschen gesellschaft für Onkologie (DGO).

  4. MichaelG sagt:

    Hallo Miteinander,
    bei meinem Vater wurde vor 3 Wochen ein nicht operabler Bauchspeicheldrüsentumor mit einer Metastase in der Leber diagnostiziert. Am Dienstag den 23.05 beginnt die Chemotherapie im LKH Bludenz in Vorarlberg. Er bekommt schon seit längerem eine starke Schmerztherapie.
    An wen können wir uns bzgl. einer Schmerztherapie mit Methadon wenden?
    Im Zusammenhang mit der Chemotherapie und den möglichen positiven Nebeneffekten wäre es einen Versuch wert.
    Es ist sehr schwer sich in der Krankenhausverwaltung zu Recht zu finden und bei diversen Fragen Antworten zu bekommen.
    Ich wäre Ihnen für alle Antworten und einen Rat sehr dankbar!

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael G.

    • HeliR sagt:

      sie können es von mir bekommen. Weil ich ein Suchtgiftrezept ausstellen muss, was in Ö sehr reglementiert wird, kann ich dies leider nur persönlich machen und nicht per Internet oder so, dazu müssen sie einen ganz kurzen Termin vereinbaren und mit den Befunden vorbeischauen.

    • Kerstin Ölz sagt:

      Hallo. Bin ebenfalls aus Vorarlberg und Interessiere mich für Methadon. Mein Vater hat Lungekrebs. Konntest du was erreichen? Würd mich freuen von dir zu hören.

  5. Markus Thomsen sagt:

    Hallo Joachim Lüttich,
    ich wohne auch im Raum Bremen und bin auf der Suche nach einem Arzt, der meiner Frau eine solche Kombi-Therapie verordnet bzw. sie dabei unterstützen kann.
    Können Sie mir Kontaktdaten geben?

    Vielen Dank.

    Markus Thomsen

  6. Tanja Prax sagt:

    Guten Tag! Bei meiner Mutter wurde vor 10 Jahren Brustkrebs diagnostiziert (Chemo, OP und Radiotherapie)! Danach war 5 Jahre alles in Ordnung bis eine lymphogene Metastasierung diagnostiziert wurde! Bis Januar 2017 bekam sie permanent Chemo, wobei es ihr wirklich sehr gut gegangen ist! Leider wurde im Februar eine Pleuralarzinose festgestellt und seit dem geht es ihr wirklich schlecht! Chemo wurde bis jetzt leider erst 3x gegeben, da immer irgendein Infekt, massive Stomatitis und Leukozytosw dazwischen kamen.. Würde auch gerne mehr zur Möglichkeit der Methadontherapie erfahren bzw. wo ich es verschreiben lassen kann?! (Österreich/Salzburg)
    Herzlichen Dank und Liebe Grüße

  7. Günter H. sagt:

    Hallo ,
    ich bin 68 Jahre alt, meine Prostata wurde vor 4 Jahren entfernt. Nach einem Jahr erhielt ich eine Bestrahlung (35 mal),
    da der PSA Wert angestiegen war. Nach einem weiteren Jahr musste ich mit einer Hormonbehandlung beginnen.
    Nach 9 Monaten erste Pause, jetzt abwarten ob der PSA Wert wieder ansteigt.
    Mit viel Interesse verfolge ich die Diskussion über die Methadon Behandlung und frage mich ob auch ich davon profitieren könnte. Kann ich vielleicht mit der Einnahme ohne Chemo schon beginnen, da es ja früher oder später soweit sein wird, das eine Chemotherapie unausweichlich sein wird.
    Wäre sehr dankbar für eine Einschätzung.

    • HeliR sagt:

      ohne Chemo und stärkeren Schmerzen würde ich es nicht nehmen, laut Friesen bringt es nur was in höheren Dosierungen und da müssen sie erst mals hin, diese Dosierungen sind gar nicht so leicht erreichbar. Besser LDN, ein ähnliches Wirkprinzip mit sehr guten Studien.

  8. Adis Salihovic sagt:

    Hallo,
    Mein vater hat lungenkrebs, bereits sehr groß. Wir leben in wien. Gibt es hier ärzte, die damit arbeiten. Würde mich über eine antwort freuen.
    Lg Adis

    • HeliR sagt:

      keine Ahnung, ich vermute aber dass Prof. Köstler senior (sofienalpenstrasse) damit arbeitet. Wenn sie niemanden finden, setzen sie sich in die Westbahn, das ist ein gemütlicher Ausflug und sie sind in 90 Minuten da. Ich kann die Suchtgift-Rezepte nicht einfach übers Internet austeilen, aber bei persönlicher Anwesenheit, Kopien des Krebs-Befundes geben wir das Rezepte unbürokratisch ab.

  9. Jan sagt:

    Hallo meine Schwester ist an einem primären bauchfellkarzinom erkrankt (27 jahre alt). Sie hat bereits drei chemos gehabt wobei die letzte nicht gewirkt hat ihre tumormarker sind nach 6 zyklen bei 170. Wer würde im Raum Oberösterreich methadon verschreiben?

  10. Michaela H. sagt:

    Hallo!
    Mein Vater ist an einem Pankreaskarzinom erkrankt und hat bereits 14 Chemotherapien absolviert. Bei den letzten beiden Chemotherapien wurde auch Onivyde verabreicht. Seit ca. einem Monat geht es ihm zunehmend schlechter und er leidet an starker Übelkeit. Er muss sich dauernd übergeben und behält weder Nahrung noch Medikamente bei sich. Nachdem ich den Bericht auf Stern TV gesehen habe, könnte ich mir vorstellen, dass Methadon meinem Vater helfen würde. Können Sie mir einen Arzt oder eine Klinik in Kärnten/Österreich empfehlen, wo wir uns diesbezüglich hinwenden könnten? Mein Vater ist derzeit stationär im Landesklinikum Klagenfurt in Behandlung. Unverständlicherweise wollen ihm die Ärzte dort Methadon nicht verabreichen.

    • HeliR sagt:

      tut mir leid, soweit ich weiss bin ich einer der ganz wenigen, die mit LDN und Methadon arbeiten. Dr. Suböck / Maria-Zell war mit mir bei Dr. Friesen.

  11. Thomas Basten sagt:

    Ich habe nochmals Rücksprache mit einem unserer Hospizärzte gehalten: Seine Aussage war das Methadon so wie es in der Tumorbehandlung einegesetzt wird, nicht abhängig macht.

  12. Guten Tag, bei meinem Papa wurde im Februar Gliobllastom am Hinterkopf festgestellt(Kofptumor) , hat bereits eine OP hinter sich, 15 Bestrahlungen u. auch 15 Chemos…..u. ist jetzt wieder mit einer Chemo bedient……jetzt wollt ich fragen ob sie mir bitte sagen bzw. weiterhelfen können …..wir sind aus der Steiermark u. hab keine Ahnung wo ich das Methadon herkriegen kann!!Hoffe auf Antwort……Danke im Vorraus……mfg Sabine Schober

    • HeliR sagt:

      es nutzt leider nichts, sie müssen zumindestens 1x bei mir mit den Befunden vorbeischauen, dann verschreibe ich es euch sehr gerne.

      • Hallo Herr HeliR
        Kann das mit dem Methadon u.Chemo auch bei Leberkrebs u.Leber zerose greifen?

        • HeliR sagt:

          schwierige Frage: bei Zirrhose ist die Chemo sowieso schwer verträglich.

          Hier kommts auch wieder drauf an: ist die Zirrhose Virus-Induziert, Fettleber oder Alkohol, je nachdem ist der auslösende Faktor ja ev. immer noch vorhanden.

          Hier will man eine niedrig dosierte, leberschonende Chemo haben. Die gibt es und man nennt sie METRONOMISCHE Chemotherapie.

          Bringt die auch was?

          Interessanterweise sind die Studiendaten für die metronomische Chemo im grunde genommen praktisch immer gleich gut oder sogar noch besser als die normale Hochdosis-Chemo.

          Wieso wird das dann nicht öfters oder von haus aus gemacht?

          Das sind historische Gründe. Wir leben und denken „je mehr vom Gift desto mehr Krebs bringts um“, das ist der erste logische Schluss.

          Erst die vielen statisch ausgewerteten Studien zeigen dann, dass unser Bauchgefühl hier gar nicht so richtig ist und dass (niedrig dosierte) Chemo manchmal sogar besser wirkt.

          Auch: ich habe den Eindruck, dass die Onkologen dieses Konzept der metronomischen Chemo gar nicht kennen.
          Vermutlich wird sie wegen der geringen Kosten in den Vorträgen/Fach-Fortbildungen nicht gefeatured.

          Ausser von Prof. Gerhard Schaller / München, der eine Patientin hat, die metronomisch Xeloda in niederer Dosierung seit 16 Jahren nimmt (ohne Nebenwirkungen!!!) noch nie einen Patienten mit metronomischer Therapie gesehen.

          Meine Erfahrung zeigt zumeist, dass die Onkologen vor Ort hier solche Therapien, die sie nicht gut kennen prinzipiell ablehnen oder verbieten, selbst wenn es hunderte oder tausende Studien gibt, welche diese Therapien empfehlen würden.

          Gibts einen Hinweis, dass eine niedrig dosierte Chemo bei Leberkrebs helfen könnte?

          Grad vor kurzem ist eine klinische Studie rausgekommen: metronomisches Sorafenib im Vergleich zur Standarchemo um 1/3 besser (längeres Rückfallfreies Intervall).

          https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28494528

          Für die Fachleute die das lesen: hier alle Studien zum Thema Leberkrebs und metronomische Therapie https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=metronomic+chemotherapy+liver+cancer

          Was ich noch erwähnen möchte:
          Die Leber ist sehr dankbar und nimmt nach meiner Erfahrung biologische Unterstützung sehr gerne an. Ich würde hier unbedingt auch einen Therapeuten mit phytotherapeutischer Erfahrung ZUSÄTZLICH empfehlen.

          Zu ihrer Frage ob da Methadon helfen oder schaden würde:
          auch Methadon wird metabolisiert und benötigt dafür die Leber. Falls Chemo und Methadon über dasselbe Entgiftungs-Enzym gehen, könnten sie sich gegenseitig in der Entgiftung blockieren, dann wäre die Chemo länger wirksam (im Körper) und auch das Methadon.

          Wäre das sehr schlimm?
          vermutlich nicht wirklich.

          Aber man könnte das ja prinzipiell checken, es gibt dazu genug Datenbanken und Webseiten im Internet: Suchbegriffe „Cytochrom Methadon“ und „Cytochrom XXXYYY“ (Chemotherapie), man nennt das auch „Interaktions-Datenbank“, hier kann man u.U. sogar 2 Mittel direkt eingeben und fragliche Interaktionen ausfinden. Das soll ihr Arzt oder ein geschickter Verwandter machen.

          Alles liebe, alles gute !

  13. Sehr Gerda sagt:

    Guten Abend,
    ich hatte vor 4 Jahren Blasenkrebs. Damals bekam ich eine neodjuvante Chemotherapie (Cisplatin und Gemzar) und dann wurde eine radikale Zystektomie mit Mainz Pouch1 duchgeführt. Alles im Klinikum Klagenfurt.
    Ich hatte bis vor ca. 2 Monat keine neuerliche Erkrankung.
    Leider wurde mir jetzt ein Lymphknotenmetastase am Hals des papillären Urothelkarzinoms diagnostiziert.
    Diese Woche fang ich zuerst einmal mit einer Immuntherapie mit dem Medikament OPDIVA an.
    Letzte Woche sah ich den Beitrag im Stern TV wo Krebspatienten mit Methadon behandelt wurden/werden.
    Ich fragte im Klinikum Klagenfurt ob ich dies auch bekommen könnte. Leider ist man dafür in Klagenfurt nicht zugänglich.
    Meine Frage an Sie: Wer kann mir dieses Mittel in Kärnten oder Österreich verschreiben und ist es auch bei der Immuntherapie angebracht?
    Vielen Dank im Voraus.
    Liebe Grüße
    Gerda Sehr

    • HeliR sagt:

      Vorerst tut es mir sehr leid, Fr. Gerda, dass sie das jetzt nochmal alles durchmachen müssen! Stimmmungs-Lage und Stress sind so ziemlich die wichtigsten beeinflussenden Merkmale bei einer Tumor-Behandlung, wenn sie meine Recherchen zu den Stress-Hormonen oder den Endorphinen lesen ist das gar nicht zu unterschätzen.
      Ganz super, dass sie diese sehr teure Immun-Therapie bekommen.
      Grad in Kärnten sind die Kassen sonst sehr sparsam, die zahlen nicht mal die Mistel, die eh nix kostet. Das ist wirklich ganz toll dass sie dieses Medikament bekommen. Diese „Checkpoints“ Medikamente sind ein „Game-Changer“, wirklich ein toller neuer Fortschritt in der Tumor-Therapie – gratuliere!

      Zu ihrer Frage ob Methadon da was bringen kann: da es nur eine eingeschränkte Forschungslage zu dem Thema Methadon als Krebsmittel gibt – und auch kaum mehr Forschung geben wird, weil gegen dieses billige Mittel eher angearbeitet wird und Dr. Friesen sogar ihre Forschungsgelder verliert, kann ich nicht defintiv sagen, ob es als Adjuvans (Zusatzmittel) zur Immuntherapie wirkt bzw. helfen könnte.

      Aber ich kann folgendes sagen: eine verwandte Therapie ist LowDoseNaltrexone (LDN) – das sind künstliche Endorphine – und diese wirken in Studien hervorragend als Immun-Therapeutikum und Krebswachstumshemmend,

      daher wäre es naheliegend anzunehmen, dass Methadon ähnliche immunaktivierende Effekte zeigt, da es wohl über den selben Rezeptor wirkt.

      Was sie nicht mit-bekommen ist die „Chemo-Verstärkung“ durch Hemmung der „Multi-Drug-Resistance-Pumpe“ durch das Methadon, logisch, die bekommt man nur wenn man gleichzeitig Chemo hat.

      Was haben wir bei unseren Patienten mit Methadon gefunden
      wir hier in der Ordination testen die Wirksamkeit von Chemos oder Medikamenten, auch von Methadon, i.d.R. mit
      bioenergetischen Testverfahren aus (Suchbegriff „RAC“ auf meiner Homepage).

      Wir haben sehr lange dran gearbeitet – v.a. an der Validierung, ob man so einem Test überhaupt trauen kann.
      Testen kann man ja vieles, aber ob das auch stimmt?

      Mittlerweile sind wir der Meinung, dass wir doch glaubhafte Ergebnisse damit bekommen. Wir konnten mehrfach Biopsie-Ergebnisse richtig testen und haben auch die Wirksamkeit von Chemos richtig eingeschätzt, wie wir aus den nachfolgenden Untersuchungen der Patienten im Krankenhaus erfahren haben. Die Testergebnisse sind nicht immer richtig, aber keinesfalls Zufall oder Würfeln, orientierend dürfte dieser Test sinnvoll sein, wir haben einfach zu viele positive Rückmeldungen.

      In unseren Tests sehen wir, dass Methadon in fast allen Krebspatienten eine positive Wirksamkeit hat.
      Daher wäre es möglich (grob orientierend) zu testen, ob sie vom Methadon profitieren könnten, dazu müssten sie aber kommen. Das ist jetzt keine Werbung (verboten für Ö Ärzte) – aber ich bin ja eh überbucht/ausgebucht, wir brauchen nicht werben hier.

      Hinsichtlich Verschreiber: es tut mir leid, sie müssen einmal zu mir herfahren oder ihren Mann oder so mit Befunden zu mir herschicken, zumindestens das erste mal.

      Leider bin ich – soweit ich weiss – derzeit der einzige Arzt dzt. der so was macht (ich nehme an, dass Walter Surböck und Walter Wührer das auch verwendet), es kommen die Leute aus Wien – vom AKH Wien-Professor zu mir hergeschickt  –  oder aus der Schweiz oder dem Süden der BRD zu mir.

      Die Kosten dafür sind banal, ich verrechne – wenn es ohne weitere Umstände und ohne viel Erklärerei usw. geht – eine viertel Stunde Ordination, das kostet fast gar nix und sie bekommen noch am selben Tag einen Termin.

      Allerdings gehts fast nie ohne Erklärerei, die Betroffenen wollen oft noch viel mehr, da wir ja durch unsere umfangreichen Ausbildungen und Recherchen viele Adjuvantien zur Chemo-Verstärkung kennen und verwenden.

      Dann haben wir ein zeitliches Problem, da ich auf Monate ausgebucht bin und die Zeit nicht herzaubern sondern nur jemandem anderen wegnehmen kann.

      Es ist jetzt 22h20 und ich sitz immer noch in der Ordi, so wie fast jeden Tag, ich kann auch die vielen Emails nicht mehr alle beantworten.

      • Sehr Gerda sagt:

        Sehr geehrter Herr Doktor,

        vielen Dank für Ihre Antwort.
        Ja, ich bin froh dass man mir in Klagenfurt diese Immuntherapie macht. Zuerst wollten Sie es mir eh nicht geben. Aber auf mein Drängen hin, hat es dann doch geklappt.

        Ich nehme die Fahrt zu Ihnen sehr, sehr gerne in Kauf, wenn ich einen Termin bekommen könnte.

        Wie ich im Internet sehen konnte, sind Sie in Völklabruck zu finden. Da hab ich letztes Jahr meinen kurzen Österreichischen „Jakobsweg“ gestartet.
        Es spricht für Sie, wenn so viele Menschen Hilfe bei Ihnen suchen.

        Wäre schön wenn ich einen Termin bei Ihnen bekommen würde.

        Mit lieben Grüßen
        Gerda Sehr

  14. Christine sagt:

    Sehr geehrter HeliR
    Mein Vater leidet an einem kleinzelligen Lungenkrebs Stadium IIIB limited desease,ED 05/15 Rezidiv 08/16 und macht aktuell eine third-line chemo (carboplatin/taxol – vorher carboplatin/etoposid). Im Herbst 16 folgte die 2. Bestrahlung.

    Könnte ihm eine Behandlung mit Methadon parallel zur Chemo helfen und an wen könnten wir uns in der Schweiz wenden (aktuell Behandlung im Unispital Zürich)?
    Herzlichen Dank für eine Antwort

    .

    • HeliR sagt:

      absolut. Für die Schweiz hab ich keine Infos wer ihnen Methadon verschreibt, es gibt aber einen Cannabis Apotheker in der schweiz, der kann ihnen sicher weiterhelfen
      Hier der Link zum Youtube Video, wo ich diesen Apotheker gesehen habe

  15. Manuela Kebhart sagt:

    Wo bekomme ich methaton und kann man diese auch schon vorher gegen Schmerzen nehmen?wir sind aus Wien LG Manuela

    • HeliR sagt:

      habe das jetzt ergänzt, steht oben in der Website. Methadon ist ein perfektes schmerzmittel und es wirkt auch wie LDN, kann also vermutlich auch das Tu-Fortschreiten verlangsamen.

  16. P. Schneider sagt:

    Hallo, ich brauche dringend eure Hilfe!
    Mein Vater erhielt letztes Jahr die Diagnose Krebs. In paar Wochen wird er wieder Operativ Behandelt und anschließend mit Chemo. Ich wäre jemanden sehr dankbar ob er mir Auskunft geben kann ob ein Arzt diese Therapie mit Methadon anwendet im Raum Saarland. Die OP und Chemotherapie erfolgt in Homburg Uni Klinik
    Mit freundlichen Grüßen P. Schneider

  17. Manuela koller sagt:

    Mein Vater ist voller Metastasen; speziell in den Knochen. Der Ursprung konnten die Ärzte nicht feststellen. Hat jetzt zwei Chemotherapien hinter sich; haben gut angeschlagen jedoch er ist total kaputt aufgrund der Nebenwirkungen. Ebenso hat er bereits 10 Bestrahlungen hinter sich. Voraussichtlich beginnt ab morgen der nächste Zyklus mit den Bestrahlungen. Als Schmerzmittel erhält er Hydal. Kann ich darauf bestehen, das ihm Methadon anstelle von Hydal verabreicht wird ? Liegt bereits seit 9 Wochen auf der Baumgartner Höhe in Wien im Spital. Vielen Dank im Voraus für Ihr Feedback. Liebe Grüße Manuela

    • HeliR sagt:

      Wechsel von Hydal auf Methadon ist VÖLLIG problemlos. Obwohl rein rechnerisch 4 Tropfen Methadon-Razemat pro mg Hydal notwendig wären, geht es oft mit viel weniger Methadon schmerzfrei zu sein (was ev. den Verdacht nähren könnte, das es sich um kein Razemat sondern nur um das schmerzstillende Levomethadon handelt, was den guten Chemo-Adjuvierenden Effekt nicht hat nach Friesen).

      Am meisten bringts in Kombination zur Chemo, auch Bestrahlung laut Friesen, hier fordert sie aber 2 x 35 Tropfen, was schon sehr hoch ist.

  18. Kebhart Manuela sagt:

    Mein Vater bekommt alle 3 Monate die Spritze Trenantone und 1 mal im Monat die Xgeva wäre Methaton wirksam im Zusammenhang mit den beiden Medikamenten? Bitte um Rückmeldung vielen Dank lg Manuela

    • HeliR sagt:

      das sind keine Chemos, desswegen fällt der Chemo-adjuvierende Effekt von Methadon weg.

      Was durch Methadon möglich ist beim Papa ist der „LDN“ Effekt (Endorphin-Effekt), der für sich alleine zu einem deutlich langsameren Tumor-Fortschreiten führt und in WENIGEN ausgewählten Fällen auch zur Regression.

  19. Daniel Nußbaumer sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Retzek,

    ich habe in letzter Zeit vieles über die Methadontherapie gelesen. Leider gibt es aber lt. meinem Wissen und Aussage der Ärzte keine Möglichkeit diese als zusätzliche Therapie neben der normalen Chemo in Vorarlberg zu bekommen??

    Meine Mutter hatte ein großes Glioblastom am linken Stirnlappen. Dieses wurde bereits am 01.06. operiert und zu über 95 % entfernt. Jetzt wird sie aktuell mit Temodal und einer 6-wöchigen Strahlentherapie behandelt.

    Gibt es hier eine Möglichkeit zusätzlich mit Methadon zu therapieren, oder sollen wir zuerst die Strahlentherapie abwarten? Wir bitten höflichst um Ihre Rückmeldung und bedanken uns herzlichst für Ihre Bemühung!!
    Wir würden auf jeden Fall bei einer Möglichkeit gerne bei Ihnen vorbeikommen.

    Liebe Grüße
    Daniel

    • HeliR sagt:

      sofort unverzüglich einsetzen, jetzt grad der beste Zeitpunkt. ich hab täglich 1-3 Leute aus Vorarlberg da, es reicht wenn Angehörige mit den Befunden kommmen

  20. Carsten sagt:

    Herr Doktor Retzek,

    ich freue mich, dass ich Ihre Website gefunden habe und Ihre Informationen ueber Methadonbehandlung.

    Meine Mutter, 81 Jahre alt, hatte im September 2016 eine Pankreasektomie (Whipple mit Magenerhaltung). Der Bauchspeicheldruesenkrebs.wurde resiziert, sie hat gerade 6 Monate Chemo mit Gemcitabin abgeschlossen.
    Vor kurzem wurder eine Metastase in der Lunge festgestellt.

    In verschiedenen Publikationen wird Methadon auch fuer Bauchspeicheldruesenkrebs erwaehnt, ich habe aber keine Studien in diesem Bereich gesehen.

    Meine Mutter ist sehr daran interessiert, ob Methadon in ihrem Fall anwendbar ist – sowohl als Schmerzmittel, als auch wenn sie die Chemo fortsetzt.

    Durch die Operation hat sie nun Diabetes Typ 3c, die manchmal schwierig zu kontrollieren ist.
    Durch die fehlenden Enzyme ist ihre Verdauung auf Enzymkapseln angewiesen.
    Auch ihr Stuhlgang ist manchmal schwierig.

    Meine Frage ist, ob es Erfahrung mit Methadon in diesen Umstaenden gibt, wie die Wirkung auf Diabetes und Verdauung ist, und ob der Methadon-Effekt auf ihren Krebs anwendbar ist.

    Falls Sie einen Namen fuer einen Arzt im Raum Fulda – Frankfurt – Kassel – Wuerzburg haetten, an den wir uns wenden koenne, waere das natuerlich super.

    Nochmals vielen Dank fuer Ihre tolle Website und Arbeit!

    Carsten

    • HeliR sagt:

      als Schmerzmittel: super, eigentlich besser als die üblichen (Hydal, Fentanyl-Pflaster). Ohne Chemo Verlaufsbesserung aber eher geringe Chance der Stabilisierung, mit Chemo: ev. wieder temporäre (selten komplette) Rückbildung möglich (lt. Friesen)

  21. BrigitteH sagt:

    hallo
    bei meinem vater hatte vor einigen jahren ein nierenzellkarzinom – niere wurde entnommen
    vor ca. 2 jahren wurden auf der leber und der verbliebenen niere absiedlungen gefunden.
    er wurde nun seitdem mit der tablettenchemo sudent behandelt. diese hatten das ganze eigentlich recht stabil
    gehalten – kleine methastasen auf der lunge sind auch verschwunden. nur die in de rleber sind konstant etwas gewachsen.
    da aber seit dem letzten ct vor 3 Monaten die absiedlungen auf der leber STARK gewachsen sind,
    soll auf die immuntherapie gewechselt werden (beginn in 14 tagen mit Nivolumab (Opdivo) 3mg) die er 14-tägig mittels Infusion erhalten soll.
    meine frage nun: was kann man hier alternativ noch machen bzw kann man hier Methadon anwenden?
    in welcher form? menge?
    wer kann das verschreiben?
    wirkt Methadon bei tablettenchemo sudent?
    wirkt dieses bei der Immuntherapie?

    natürlich macht sich bei uns gerade etwas die VERZWEIFLUNG breit nachdem wir gestern diese schlechten
    Nachrichten erhalten haben und ich wäre ihnen wirklich sehr für DRINGENDE HILFE und RAT dankbar!

    VIELEN DANK!
    LG Brigitte

  22. Susanne Hirnjak sagt:

    Hallo, würde mich für die Methadon Therapie intresieren. Mein Mann hatte voriges Jahr Darmkrebs, Metastasen wurden Anfang des Jahres im Bauchfell festgestellt, hat zusätzlich dann Metastasen in der Lunge bekommen. Die Chemo hat die Lunge geheilt, leider sind die Metastasen im Bauchfell weiter gewachsen und haben sich auf die Leber und die Lymphknoten ausgeweitet. Normale Chemo wurde abgesetzt und er bekommt Tabletten Chemo ( Lonesurf ) nimmt zur Zeit keine Schmerzmittel und Schmerzpflaster auch nicht. Ist es möglich bei Lonesurf Methaton als Verstärkung der Chemo bei Ihm einzusetzen? Würde auch zu Ihnen kommen wegen Rezept.Wohnen in Graz.Vielen Dank für Ihre Hilfe

  23. Susanne P. sagt:

    Auch in meinem Beitrag geht es um meinen 78-jährigen Papa. Bei ihm wurde vor 5 Jahren Prostatskarzinom diagnostiziert. Nach erfolgter OP folgten – z.T. parallel Hormontherapie, Strahlentherapie, Chemotherapie, mediksmentöse Therapie. Die heutige Befundbedprechung ergab einen erneuten Anstieg des PSA -Wertes von 4,9 auf 7 und eine Zunahme der Metastasen im Brustkorb. Am kommenden Mittwoch wird er wieder mit einer Chemotherapie beginnen. Begleitend bekommt er seit etwa 1 Jahr Hydal,, da ihmSchmerzen aufgrund zweier Wirbeleinbrüche zusätzlich sehr zu schaffen machten. Seine heutige Nachfrage im KH, ob eine Umstellung auf Methadon begleitend zur Chemotherapie für ihn möglich sei, wurde leider abgelehnt. Würde es dennoch hilfreich und möglich für meinen Vater sein, durch ihre Verschreibung auf Methadon umzustellen? Ist es möglich, diesbezüglich aus der Steiermark zu ihnen zu kommen – auch wenn sie so stark ausgebucht sind? Er sorgt sich noch ein wenig, dass die die Chemotherapie durchführenden Ärzte es ihm „übel“ nehmen könnten, wenn er ihrer Ablehnung des Methadon nicht nachkommt. Ist diese Sorge möglicherweise berechtigt? Auf jeden Fall meinen grossen Respekt, meine Bewunderung für sie und ein grosses Dankeschön für ihr unglaubliches Engagement!

    • HeliR sagt:

      meinen Papa hab ich von 2 x 4mg Hydal auf 2 x 5 Tropfen Methadon umgestellt. Viel besser und Eindruck der Krebs kam zum Stillstand.

      Er ist dann letztlich 2j später an Herzschwäche – eine Folge seines lange zeit unbehandelt gebliebenen Divertikel-Abszess – verstorben. Zum Verständnis: fleissiger, sturer Siebenbürger mit Arzt-Tic „Ärzte sind alles Trotteln, da wird man gleich krank geredet, die Selbstheilung muss das übernehmen“. Bei 40 Fieber nahm er 6 Aspirin und ist arbeiten gegangen. So hat er monatelang jede Behandlung verweigert.

  24. Laszlo VILHELEM sagt:

    Hallo,
    Der Vater von meinem besten Freund in Ungarn ist leider an Lungenkrebs erkrankt. Er liegt derzeit im Krankenhaus in Sopron. Mittlerweile wurde bei Ihm auch die Chemotherapie abgesetz!
    Durch Zufall bin ich auf den Bericht von SternTV mit Methadon gestossen und suche seither verzweifelt nach einer Möglichkeit für eine Methadon-Therapie für seinen Vater!
    Kennen Sie eventuell Kollegen in Ungarn welche mit dieser Methode arbeiten, oder gibt es eine Möglichkeit seinem Vater in Österreich Methadon verschreiben zu lassen???
    Wir würden auch bis ans Ende der Welt reisen für ein Hauch von Hoffnung!
    Wären für jeden Rat und Hilfestellung dankbar!!!!!
    Vielen Dank!
    LG

  25. Reinhold A. sagt:

    Hallo Herr Dr. Retzek

    Bei mir wurde ein nicht operabler Tumor an der Bauchspeicheldrüse mit Metastasen in der Leber festgestellt.
    Ab nächsten Mittwoch bekomme ich eine Chemotherapie. Können sie mir sagen, bei welchem Typ (Name)
    der Chemotherapie
    eine Wirkverstärkung durch Methadon DL erreicht werden kann, und wo es nicht funktioniert.
    Frau Dr. Friesen ist leider nicht mehr erreichbar.
    Für ein Antwort währe ich ihnen dankbar.

    Beste Grüße

    Reinhold

    • HeliR sagt:

      Wirkverstärkung bei JEDER tumortoxischen Chemotherapie, besonders bei Doxorubicin, weil Chemoresistenz-Gen MDR blockiert wird.
      KEINE wirkverstärkung bei KINASE-Inhibitoren (wird auch oft als Chemo bezeichnet).

  26. Makrus S sagt:

    Hallo!

    Ich bin im Jänner an einem Glioblastom operiert worden. Danach die übliche Bestrahlungstherapie. Jetzt bin ich im 2. Zyklus mit Themodal (400mg) und habe eine TTF-Therapie. Ich würde mich für Methadon als „Verstärker“ für die Chemo interessieren. Kann ich zu Ihnen kommen? (Bin aus Salzburg)

  27. Nelli Gabrieljan sagt:

    Hallo! Mein Vater ist an Lungenkrebs erkrankt und hat bereits eine Oberlappenresektion links hinter sich, danach folgte die Chemotherapie und Bestrahlung. Im Februar neue metastasenverdächtige Lungenrundherde in der rechten Lunge.Zur Zeit bekommt er Hydromorphon an den bestehenden Port zusätzlich Effentora nach Bedarf.Die Frage wäre könnte eine Behandlung mit Methadon helfen? Hilft eine weitere Chemotherapie? Vielen Dank im voraus!
    LG Nelli

    • HeliR sagt:

      Effentora ist Fentanyl, ein sehr potentes Opioid, er muss also heftige Schmerzen haben. Im Vergleich dazu ist Methadon fast ein Zuckerl. Es wäre also möglich ihm zusätzlich Methadon zu geben um den Chemo-verstärkenden Effekt zu bekommen, es könnte aber sein, dass er dadurch etwas weniger aufs Fentanyl anspricht und dadurch mehr Schmerzen hat („kompetitiver Antagonismus“), müsste man einfach probieren. Prinzipiell ist es möglich Methadon zu geben, ja. Er könnte bei Chemo profitieren, den Friesen hat rausgefunden, dass nur Methadon und kein anderes der Opioide den adjuvierenden Effekt hat. Oben ist eine STudie die zeigt, dass methadon zusätzlich zu anderen schmerzmitteln die Befindlichkeit der Patienten verbessert. Also wäre es mein Vater, würde ich es geben weil man eh nix zu verlieren hat und keine neuen Nebenwirkungen erwarten muss, denn die hat er eh alle schon vom Fentanyl.

  28. Kiunas sagt:

    Hallo Herr Dr.,
    kennen Sie einen Arzt der in Frankfurt am Main Methadon verschreibt?
    Lg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Schlagwörter: , , , , ,