metabolisches Syndrom – mTOR – Insulin – IGF1 – Krebs – Diabetes

Sehr dicker Mann mit erheblichem Übergewicht präsentiert sich der Kamera

Recherchen und News zum Metabolischen Syndrom

auf mir noch nicht ganz klare Art und Weise sind metabolisches Syndrom + Diabetes + Krebs verwoben. 

Diese Erkrankungen laufen als Regulations-Störungen über weite Strecken gemeinsam und können auf ähnliche Art und Weise behandelt werden.

mTOR – Meisterregulator des Stoffwechsels und für Krebs

Vermehrung oder Regeneration – entweder – oder

vor 2 Milliarden Jahren kamen die ersten Cyanobakterien auf die Welt.

War viel Nahrungsangebot da, konnten sie sich „teilen und vermehren„, war wenig Nahrungsangebot da, mussten sie „von der Substanz leben„.

Der Hauptschalter dafür ist ein Protein mit dem Namen mTOR.

wird mTOR aktiviert, dann kommt es zur Zellteilung und Zellvermehrung. Bei Bakterien, die sich über Teilung fortpflanzen und dadurch praktisch nie sterben können ist dies ja ziemlich einfach.

Wird mTOR bei Nahrungsmittel-Mangel deaktiviert, dann wird die Zellvermehrung abgeschalten und die Zelle beginnt einen Reinigungs- und Regenerations-Lauf.

Sinnvoll – in Zeiten des Mangels müssen alle Mechanismen optimal funktionieren, man weiss ja nie wie lange die Zeit des Mangels und Darbens anhält: jetzt gilt es möglichst lange zu überleben um in der nächsten Zeit des Überflusses wieder „Kinder zu zeugen“. 

Mehrzellige Organismen: Weiterentwicklung INSULIN / IGF1

vor 600 Millionen Jahren war die Oxygenierung der Erd-Athmosphäre abgeschlossen, die Lufthülle ist von einer antioxidativen Schwefel-Asthmosphäre zu einer oxidativen Sauerstoff-Hülle umgewandelt durch die Tätigkeit der Cyanobakterien, was nur die wenigsten überlebten, desswegen nennt man diesen Prozess „die grosse Sauerstoff-Katastrophe

Aus dem Zusammenschluss von Wirt (Eukaryot) und Symbiont (Mitochondrium) entwickelten sich die jetzigen Zellen, in denen die Mitochondrien den Hauptteil der Energie-Produktion übernehmen in dem sie Nährstoffe zu CO2 und Wasser oxydativ verbrennen. 

mTOR als „Vermehrungs-Schalter“ bei ausreichendem Nahrungs-Angebot war noch ausreichend differenziert.

Mehrzelligkeit bedeutet Sterblichkeit des Organismus

Erst mit der Entwicklung von richtigen vielzelligen Organismen mit strenger Spezialisierung von Zellen zu Geweben tritt die Sterblichkeit des Körpers in das Leben.

über Sterblichkeit und egoistische Gene

Erstmals trennen sich jetzt nämlich die Vermehrungs-Zellen (Gameten) von den Körperzellen.

Die Vermehrungs-Zellen (Eizelle und Spermien) geben ihre Erbsubstanz mit der + Epigenetischen Zusatz-Information weiter und lassen daraus einen neuen Körper heranwachsen.

Der Körper selber dient nur noch als möglichst optimaler Träger für die Vermehrung. Die Fortpflanzung ist das evolutions-biologische Ziel, dem alles untergeordnet wird.

Die Natur ist nicht ideel oder romatisch, was dann mit dem Körper passiert ist der Natur hübsch egal: Krankheit oder Gesundheit ist keine Kategorie der Evolution, es geht ihr nur um die Art-Erhaltung sowie die Anpassung der Art an die gegebenen natürlichen Umstände, nach der Fortpflanzung kann der Körper absterben, die Gene wurden ja an die Kindergeneration weitergegeben, was dann mit den Eltern passiert ist dem „egoistischen Gen“ egal.

Kranke Organismen werden ja im Auswahlkampf der Geschlechter bei der Fortpflanzung benachteiligt und auch rascher im Überlebenskampf aussortiert, somit wird „natürlich“ für eine permanente Optimierung gesorgt.

 

vielzellige Organismen benötigen differenziertere Information über Nahrungs-Angebot

Auch hier – bei den komplexeren Organismen die sich evolutions-biologisch nach 500mill ausbilden – gilt, dass es Phasen von Überfluss (Sommer/Herbst) mit Phasen von Mangel (Winter) gibt. 

mTOR als der grundsätzliche Ernährungs-Abhängige Wachstums/Regenerations-Schalter der Zellen benötigt bald ein Zusatz-System, welches den Zellen mitteilt: „es ist Nahrung da –> vermehrt euch“ oder „stellt euch auf Winter ein, alles Richtung Regeneration und Verjüngung umstellen!“.

Es entwickelt sich das INSULIN System

bei den niederen Organismen – wie zB die Nematoden (Fadenwürmer), die immerhin 80% der lebendigen tierischen Masse der Erde ausmachen (Wikipedia)  – gibt es ein einziges System um Nahrungs-Überfluss anzuzeigen: Insulin / IGF1. 

Diese beiden wichtigen Ernährungs-Hormone, die evolutionsbiologisch ähnlich sind haben sich bei den Würmern noch nicht „getrennt“.

Bei Nematoden funktioniert sowohl Insulin wie auch Insulin-like-Growth-Faktor identisch auf deren „Insulin-Rezeptor“.

Wird INSULIN im Wurm erzeugt – wenn also Nahrung verdaut wird – bekommen alle Zellen die Information: jetzt ist Nahrung da, dies führt in den Wurm-Zellen zu einer Aktivierung von mTOR und dieser Uralt-Schalter sagt den Zellen: ihr könnt euch vermehren und prassen.

Kein Insulin – also keine Nahrung – mTOR wurd abgeschalten und die AUTOPHAGIE und REGENERATIVE GENE werden aktiviert.

 

Phase des Darbens = Phase der Regeneration / Verjüngung

AUTOPHAGIE bedeutet, dass Zellen alles überflüssige selber auffressen, verdauen. Alle „gealterten Proteine“ oder „Speicher-Substanzen“ in der Zelle werden verbraucht. Die dabei freiwerdenen Biochemischen Bestand-Teile werden in die Regeneration und Verjüngung der Zelle investiert, es steht ja vermutlich ein Mangelzeit bevor, hiergegen muss sich die Zelle vorbereiten.

MITOPHAGIE bedeutet, dass Mitochondrien miteinander verschmelzen, die Erbsubstanz austausschen und neue, junge, optimale Mitochondrien erzeugt werden, die verbrauchte Erbsubstanz wird in den alten Mitochondrien abgelagert und schliesslich „aufgefressen“

Die REGENERATIVEN GENE (Sirtuine) verjüngen die DNA und die gesamte Protein-Maschinerie in der Zelle.

Dieser bei Notzeiten =  „Fasten“ erzeugte Endzustand entspricht tatsächlich einem jüngeren, besseren, besser angepassten, besser funktionierendem Organismus als der vor dem Fasten. 

 

Fasten lässt Organismen 2-3x so lange leben

die bei der Fasten-Induzierten mTOR – Abschaltung ausgelöste Regeneration ist tatsächlich so stichhältig und hochwirksam, dass Nematoden bis zu 7x so lange leben, Mäuse und Ratten bis zu 100% länger leben, selbst Affen leben deutlich länger, wenn sie nahrungstechnisch um 1/3-50% weniger Nahrung bekommen, als sie sich bei freier Fütterungs-Wahl selber nehmen täten.

 

Fasten wirkt über Insulin-Entzug und mTOR Abschaltung

je mehr Insulin, desto mehr mTOR desto stärker Zellvermehrung und Alterung – je weniger Insulin, desto weniger mTOR desto mehr Autophagie/Sirtuine/Regeneration/Verjüngung.

Die Wissenschaft ist hierzu völlig klar und eindeutig. Sogar beim Menschen ist dies mittlerweile bewiesen und entschieden.

 

Höhere Organismen: Trennung zwischen INSULIN und IGF-1

bei den Nematoden mit ihren 900 Zellen (bei 21.000 Genen !!!! – der Mensch hat 20.000 aktive Gene !!!) gings noch über ein gemeinsames „Nahrungs-Hormon“.

Bei den höheren Organismen wird nun evolutions-biologisch ein weiteres System entwickelt: aus dem Insulin heraus kommt der Insulin-Like-Growth-Faktor Typ 1 = IGF-1

IGF1/2 und Insulin sind von der Protein-Sequenz extrem ähnlich. Die verschiedenen Rezeptoren ebenfalls, sodass diese Hormone sowohl als auch verwendet werden können.

Während der Verdauung wird nun bei den neu evolutionierten höheren Organismen bei Kohlenhydrat=Zucker Angebot das Hormon  INSULIN als „Speicher-Hormon“ ausgeschüttet.

Insulin ist ein Stoffwechsel-Schalter: dadurch kommt es zur Umwandlung der Nahrung in Fett und die Einlagerung der Nahrung in Fett-Zellen als Energie-Speicher für Notzeiten; absolut sinnvoll, denn kohlenhydratreiche Nahrung (Obst, Getreide) gabs immer im Herbst und der nächste Winter folgt bald.

Bei einer Protein-Verdauung wird der Wachstums-Faktor IGF-1 ausgeschüttet, das ANABOLE – Hormon, welches den Zellen die Information gibt:

Leute, es kommen jetzt Aminosäuren, ihr könnt jetzt eure Proteine regenerieren und eure Substanz vermehren und wenn ihr wollt auch wachsen„.

 

Beide Hormone regen mTOR an, IGF-1 deutlich mehr als INSULIN.

Insulin geht aber auch auf den IGF-1 Rezeptor so wie IGF-1 auf den Insulin-Rezeptor geht (wenn zuviel dieser Hormone vorhanden ist), was sinnvoll ist, da SPEICHERN und ANABOLIE sehr eng verwandte Mechanismen sind.

Beide Hormone regen auch den MAPK Mechanismus an, der zusammen mit mTOR für Zellwachstum zuständig ist. Fehlregulationen führen zu Krebs.

Krebswachstum kann durch Bremsen von mTOR und MAPK eingefroren werden, dies sind derzeit die Hot-Spots der Onkologischen Therapie.

 

PET animiert von Wikipedia

Nur bei FETT als Nahrungsmittel wird weder IGF-1 noch INSULIN ausgeschüttet.

Derzeit ist kein Stoffwechsel-Schalter bekannt, welcher bei reinem Fett-Konsum eine Aktivierung von mTOR zeigt (Dr. Rosendale).

Allerdings kann Leptin als „Sättigungs-Hormon“ auch Fett-Abhängig für sich alleine den mTOR-SToffwechsel aktivieren. Sicherlich nicht vergleichbar zu Kohlenhydrate und Proteine.

Krebs und Insulin – unheilige Allianz I

Krebszellen haben übrigens 6-30x mehr Insulin-Rezeptoren als normale Zellen.

Sie betreiben intensiven Warburg-Stoffwechsel und reagieren heftigst auf Zucker, desswegen spritzen wir für die Darstellung von Metastasen ja radioaktiven Zucker, der kurz danach die Krebsherde anfärbt, hier rechts daneben ist eine derartige PET-Untersuchung gezeigt in welcher die Lebermetastasen heftig im Licht des Zuckers aufleuchten.

Desswegen kann man die Chemotherapie mit Insulin „potenzieren“ und damit viel stärkere Wirksamkeit bekommen.

Krebs und IGF-1 – unheilige Allianz II

Erstmals hab ich darüber von Prof. Jane Plant erfahren, die ihre Biographie als metastasiert / unheilbar Krebserkrankte in Buchform veröffentlicht hat.

Dr. Plant fand heraus, dass IGF-1 der Haupt-Wachstums-Treiber für Brustkrebs ist und dass dieses Hormon sehr reichlich in der MILCH vorhanden ist. Die Umstellung auf eine makrobiotische Kost ohne jede Milch hat ihren Krebs zum Stillstand und schliesslich um verschwinden gebracht.

 

 

Daher wissen wir: bei der Krebs-Ernährung müssen wir Insulin und IGF-1 niedrig halten

 

Wieso gibt es solche Verwirrungen und Schwierigkeiten mit der optimalen, gesunden Ernährung. Wieso ist es, dass selbst 100 Jahre nach beginn einer wissenschaftlichen Ernährungslehre immer mehr Menschen dick, zuckerkrank, Blutdruck-krank, Herz-Krank und Krebskrank sind?

 

Derzeit gelten zwei fehlerhafte Paradigmen in der Physiologie

  1. von Fett alleine kann man nicht leben, der Körper kann seine Fettreserven nicht in die für das Hirn notwendige Glukose umwandeln, desswegen muss er im Not-Zustand (Fasten) die Muskulatur abbauen um das Gehirn zu ernähren
  2. gesättigte Fette sind böse und vergiften den Körper und lassen die Blutgefässe verfetten und verkalken

Kann das wirklich von der Natur so eingerichtet sein? Seit 500 Millionen Jahren wird überschüssige Energie in allen tierischen und pflanzlichen Organismen in der Form von gesättigten Fetten gespeichert – und genau die sollen krank-machen?

 

wir haben nur 3 Makronährstoffe: 

  • Kohlenhydrate
  • Fette
  • Proteine

dazu die wichtigen Mirkonährstoffe

  • Spurenelemente
  • Vitamine

sowie die wichtigen Ballast-Stoffe

  • unlösliche oder schwerlösliche Fasern

Aus den Makronährstoffen ergibt sich die gesamte Energie-Versorgung:

  • wenn ich weniger Proteine esse („vegetarisch“) muss ich halt mehr Kohlenhydrate und Fette essen.
  • Wenn ich weniger Kohlenhydrate esse („LowCarb“) muss ich mehr Fleisch oder Fett essen.
  • Wenn ich weniger Fett esse („Diät, Abenehmen“), muss ich halt mehr Kohlenhydrate oder mehr Fleisch essen.

 

was ich nun optimalerweise wann wofür bzw. wogegen essen soll, ist leider v.a. ideologisch bestimmt oder von vielerlei Fehlern oder Lobby-Interessen definiert. Die Wissenschaft hat hinsichtlich Ernährung einen nur geringen Beitrag.

Fehler 1: Natürlich kann man nur vom Speicherfett leben

Jeder Zucker wird doch in der Leber (wenn er nicht akut wegverbrannt wird) in Fett verwandelt und in den Fettspeichern abgelagert, es gibt praktisch keine Zucker-Reserven (200g im Körper)  aber bei vielen Menschen bis zu 100kg Fett-Reserven!

Fehlerhaft ist die Meinung, dass es keinen biochemischen Stoffwechselweg vom Fett zum Zucker gibt, dass man daher beim hypokalorischen Abnehmen immer Muskeln verbrennt, ausser man isst dabei viel Protein:

Mittlerweile kennt man 21 verschiedene Stoffwechselwege, wie aus Fett wieder Zucker gewonnen werden kann.

Ausserdem weis man dass die bei der Fettverbrennung als Nebenprodukte auflaufenden KETO-KÖRPER ganz ausgezeichnete Nährstoffe für Herz, Muskeln und Hirn sind, desswegen fühlen sich Menschen im Fastenden Zustand auch immer so „irrsinnig wohl und leistungsfähig“, neue Studien zeigen auch, dass die Muskulatur NICHT abgebaut wird, sondern im Gegenteil sogar leistungsfähiger wird, das Herz kräftiger Pumpt, das Hirn schneller arbeitet –> klar, wenn ich beim Verhungern bin, muss ich erst recht rumlaufen und irgendwo Nahrung finden!

 

Fehler 2: die Natur speichert Energie in der Form von giftig/schädlichem Fett?!

Die Verteufelung von gesättigtem Fett war ein Wissenschafts-Irrtum der durch Dr. ANSEL KEYS, einem Physiologen in den 60er Jahren mit Unterstützung der Lebensmittel-Industrie breitest propagiert wurde.

Desswegen müssen wir diese gesättigten tierischen Fette vermeiden, desswegen sollen wir v.a. Obst und Getreide essen, die dann Insulin pushen, wodurch die Mahlzeit im Körper in das böse tierische Fett umgewandelt wird und dann in der Leber, im Bauch und in den Fettzellen abgelagert wird (für „Notzeiten“).

Am besten finde ich dies im Buch von Shanahan Deep Nutrition dargestellt, absolut empfohlen, ich hab unendlich viel draus gelernt

 

Fehler: Dicke und Diabetiker bekommen bei der Beratung die Information Fett zu meiden

Ich habe kürzlich – 2019 – Kontakt mit einer studierten Ernährungs-Beraterin aufgenommen, ich wollte sie für unsere Krebspatienten-Ernährungs-Beratung anstellen, die wir in Hinkunft vermehrt auf ein LowCarb-LowProtein System einstellen wollen.

Ihre Antwort war: ich glaube nicht an dieses LowCarb Modell, das kann ich nicht vertreten. Absolut obsolete Meinung die durch nichts wissenschaftlich gedeckt aber immer noch gelehrt wird!

 

Fehler: Anstatt Fett sollen Dicke und Diabetiker Obst und Getreide essen

man  hat ja nur 3 Makronährstoffe: Protein, Zucker (Kohlenhydrate) und Fett. Wenn man also wenig Fett isst, dann muss man die Energie durch Kohlenhydrate oder Proteine zuführen.

Ich weiss noch gut meine Zeit als Metabolic-Balance Arzt, wo die Diabetiker aus dem Krankenhaus zu uns gekommen sind:

dort von Diätologen gebrieft haben sie 6 Mahlzeiten am Tag  auf Basis von Obst/Kohlenhydraten (Zucker) zu sich genommen. Natürlich – logisch wenn ich jedesmal Zucker esse – ist der Blutzucker immer höher geworden und sie mussten sukzessive ihr Insulin erhöhen, dabei war der HbA1c über 10 !!

In der Regel haben die älteren Zuckerkranken bis zu 10kg pro Jahr zugenommen (an Fett) weil sie ihre Zucker-Mahlzeiten mit der Hilfe von Insulin in die Speicher gespritzt haben.

Die toxisch hohe Menge an Insulin hat dabei jede Menge Nebenwirkungen bedingt: Hypertonie, Hypercholesterinämie ….. …..

Meistens konnten wir diese armen Menschen nach 1 Monat durch eine Kohlenhydrat/Obst-Reduzierte Ernährung vom Insulin ganz wegbringen, manche haben dann sogar die Tabletten weggeben müssen, dabei haben sie viel von ihrem Fett eingebüsst und abgenommen.

Metabolic Balance war für mich ein Eye-Opener, ein Game-Changer. Ein absolut geniales Ernährungsprogramm, leider war es 2007-2010 eine „Mode-Erscheinung“ und ist als solche wieder verschwunden. So zu essen ist vermutlich die gesundeste Ernährungsweise

 

Fatal ist die Kombination Zucker + Fett –> Adipositas + Hypercholesterinämie

Kohlenhydrate liberieren im Körper Insulin, dadurch wird die Fettverbrennung abgeschalten und der Stoffwechsel in Richtung Fettspeicherung umgeschalten.

Das Kohlenhydrat (Zucker) wird gemeinsam mit dem Fett als VLDL ins Blut abgegeben, die Fette gehen in die Fettzellen, übrig bleibt das Transport-Teilchen LDL, in dem jetzt das Cholesterin rumliegt.

Ich habe bei Patienten Cholesterin-Werte von 600 (!!!!) innerhalb von 2 Wochen auf 250 runtergehen sehen – nur durch kohlenhydrat-Reduktion und Umstellung auf tettreiche Kost, ich hätte dies damals veröffentlichen sollen!

Bei mir selber ist heuer im Jänner 2019 mein Gesamt-Cholesterin innerhalb von 3 Wochen von 280 auf 180 runtergefallen, nachdem ich im wegen meinem neu aufgetretenem metabolischem Syndrom (HbA1c-Erhöhung) auf Kohlenhydrat-reduzierte Ernährung umgestellt habe!

Bei Anwesenheit des Speicherhormons Insulin im Blut kann keine FETTVERBRENNUNG stattfinden. Wenn man also eine typische Torte isst: Zucker mit Fett –> wird diese zu 100% ins Fettgewebe transportiert und hinterlässt dabei eine Menge an Cholesterin, welches für den Transport via VLDL-LDL in der Leber synthetisiert wurde.

 

Fehler: Diabetes II ist keine Krankheit sondern eine Fehlregulation durch Kohlenhydrat-Mast

die durch Ansel Keys pervertierte Fehlmeinung: FETT sei schlecht, hat zur Verteufelung fetter Produkte geführt sowie zum Übermass an Kohlenhydratd/Protein-Ernährung.

Wie schaut heute die typische „gesunde Ernährung“ aus

  • Müsli in der Früh – mit Joghurt und Milch, oder Marmeladesemmerl, oder ….. …. 
  • Zwischenmahlzeit Obst
  • Mittagessen mit Sättigungsbeilage (Vollkorn) Nudeln, Knödel, Kartoffel, Natur-Reis – Nachspeise Kuchen (Zucker+Fett)
  • Nachmittagsjause Kekse/Kuchen zum Kaffee, Gesundheitsbewusste eher „Obst“
  • Abendessen: Brot mit Aufstrich
  • TV-Naschung: Chips, Soletti, Snacks, Obst

Möglichst kein Extra Fett – denn man will ja nicht dickwerden! Die vielen Extra-Mahlzeiten sind nicht notwendig sondern die Folge des Heisshungers aufgrund der Kohlenhydrat-Mast der vorhergehenden Mahlzeit.

 

Beispiel Frühstück

  • Ein Müsli mit Joghurt und Kakao entspricht 19 Zuckerstücken
  • ein Omlette aus 3 Eiern mit Speck oder Käse und Gemüse und einem schwarzen Kaffee entspricht 1 Zuckerstück

Na, wer wird denn nun eher Zuckerkrank: der sich 19 Zuckerstücke schon morgens reinschiebt oder der mit 1 Zuckerstück?! Was hält nun länger satt? Fühlen sie einfach in sich rein, man kann das gut nachvollziehen.

Dieses Beispiel hier oben hab ich im Rahmen einer Diabetiker-Schulung präsentiert gesehen, und im Gegensatz zur „Diätologin im Krankenhaus Vöcklabruck anno 2010“ oder der neuen, jungen, studierten Ernährungsberaterin geht das doch JEDEM nicht-studiertem Laien ein, dass man bei Frühstück 2 viel weniger Insulin benötigt, den Blutzucker viel viel viel weniger erhöht und damit den erkrankten Stoffwechsel viel weniger belastet!

 

Kohlenhydrat-Kost und Fleisch-Mast:  mTOR jubiliert – Krebs feiert 

super Zusammenfassung von mTOR Pathway in diesem Artikel

die neuesten Krebsmittel – sauteuer, eine Packung 6000-11.000,- pro Monat – sind alles „Kinase-Inhibitoren“.

Die allerneuesten Anti-Krebs-Inhibitoren sind mTOR  (piK3 / AKT) – Inhibitoren.

Die Krebsforschung hat erkannt, dass mTOR ein Schlüsselmolekül für die Zellvermehrung darstellt.

Kann ich mTOR hemmen, dann kann ich den Krebs einfrieren.

Wie wir oben schon gut verstanden haben, ist mTOR das Switchboard (Schalter) der den Ernährungs-Zustand des Organismus wiederspiegelt.

Wird mTOR durch INSULIN und besonders auch IGF-3 dauer-aktiviert, kann der Zustand entgleisen und dauerhaftes Zellwachstum stattfinden: KREBS entsteht.

mTOR – Deaktivierung (Fasten) führt aber im Gegenteil zur Autophagie und Zellregeneration, die perfekteste AntiAging-Kur, alle Test-Versuchstiere haben doppelt – 7x so lange gelebt!

Jeder 2te Mensch bekommt heute im Lauf seines Lebens Krebs, die Hälfte davon können wir schon heilen, desswegen ist es nur jeder 3te Mensch der heutzutage an Krebs stirbt.

Wieso haben wir diese Explosion an Krebs?

In den 50er Jahren war es jeder 8te, in den 20er Jahren jeder 40ste, vor Einführung der Erdöl-Produkte im 19 Jahrhundert gar nur jeder 200ste Mensch, der Krebs bekommen hat!

Noch nie gab es eine derartige (Fehl-) Ernährung durch Fehl-Information mit Kohlenhydraten (Insulin) und Proteinen (IGF-1).

Diese DAUER-BEREGNUNG mit INSULIN / IGF-1 führt schliesslich zur Fehlregulation von mTOR und des Zell-Apparates.

 

was ist jetzt die richtige Ernährung

das ist diejenige, bei der man nicht krank wird, kein metabolisches Syndrom entwickelt und keine Dauer-Aktivierung von mTOR hat.

Das ist sicher nicht die KETOGENE Ernährung wie sie heutzutage von vielen betrieben wird:

diese ist zu Proteinreich und regt damit zu viel IGF-1 an.

Aber auch nicht die „Standard-Pyramide“ der Ernährungsgesellschaften.

Hier rechts die Österreischische Ernährungspyramide 2019 von der Website des Gesundheitsministeriums.

Ganz fatal ist die offizielle Ernährungspyramide, die man von Wikipedia hier einlinken kann, hier rechts unterhalb:

das sind regelrecht absurde Angaben, die durch nichts wissenschaftlich gedeckt sind und nur der Lobby-Arbeit der grossen Food-Produzenten in den USA entsprechen, die in unheiliger Allianz mit den Pharmafirmen die Konsumenten „be-ernten“.

Bei den Vorträgen der Ernährungsexperten „DownUnder“, die ich weiter unten reingelinkt habe, wird mehrfach auf Interventionen der grossen Lobby-Vereine für Zucker- und Getreide-Industrie hingewiesen.

Verrückt! Wer nach dieser Wikipedia-Ernährungs-Pyramide isst, hat mit 50 Diabetes und kurz danach Krebs!

 

 

Optimales Mittagessen – Mercolas Lunch

Mercola braucht keine Vorstellung, sein Gesundheits Blog ist einmalig, er hat mit den Einnahmen unglaubliches geleistet und in den USA die Kennzeichnung von GMO bewirkt und auch das Verbot von Quecksilberplomben. 

 

Wissenschaftlicher Hintergrund von diesem Artikel

am meisten darüber habe ich von den wissenschaftlichen Fachvorträgen aus dem Youtube-Blog „LowCarb DownUnder“ gelernt. Dies sind Fachkonferenzen von Australischen Diät und Diabetes-Experten. Ausserordentlich empfohlen

https://www.youtube.com/user/lowcarbdownunder/

 

Insbesondere der Beitrag von Dr. Ron Rosedale über die Verwicklung von mTOR und KREBS

Rosedale ist so schlüssig und logisch. Er hat vor 20 Jahren schon als ganz junger Arzt Diabetes regelmässig geheilt. Es war ihm immer unlogisch, dass man Zuckerkranken ständig das Essen vorschreibt, das im Körper als Zucker ankommt.

 

 

Was ist jetzt „unsere Ernährung“ – für Diabetes und für Krebs

beide Erkrankungen sind v.a. DeRegulationen des Energie-Stoffwechsels durch dauerhafte Übertreibung mit Insulin und IGF-1. Wir müssen uns also so ernähren, dass wir eine möglichst geringe Menge dieser beiden Hormone produzieren.

Das bedeutet eine Ernährung, bei dem der Hauptteil der Kohlenhydrate vom Fett, v.a. gesättigte Fette und einfach ungesättigte Öle kommen – optimaler weise wären dies ca 70-80%

Das bedeutet eine Ernährung, wo der Protein-Anteil unter oder bei 0.6g / kg KG als reiner Reparatur-Anteil gegeben wird – d.h. defintiv eine Fleisch-Reduktion im Vergleich zur so üblichen Paleo oder Standard-Kost.

Das bedeutet eine Ernährung, wo der Faserstoff-Anteil riesen-gross ist – der Teil der echten leicht-verdaulichen Kohlenhydrate bei 20% oder weniger liegt.

 

Das ist die Ernährung von Dr. Ron Rosedale

 

diese Information ist uns ungeheuer wichtig

Wie sie schon in meinem eigenen Youtube-Foodblog sehen

Essen gegen Diabetes und Krebs – Essen für optimales Aging

legen wir vermehrt Wert auf diesen Anteil und versuchen unsere Patienten mit derartigen Rezepten und Beispielen zu unterstützen.

 

Was fehlt hier noch auf dieser Seite

Entzündung – Silent Inflammation – ein gewaltiger Beitrag in der Entstehung und Aufrechterhaltung des Metabolischen Syndroms

Fettleber – wichtiger Grund für erhöhten Morgenzucker und metabolisches Syndrom

Darm-Bakterien – deren Einschwemmung durch bestimmte Nahrungsmittel ins Blut führt zu Entzündung, Fettleber und metabolisches Syndrom

 

weiterführende Studien

dieser Anteil wird noch ordentlich ausgebaut da ich aus eigener Betroffenheit viel über metabolisches Syndrom recherchiere

 

Salz aktiviert in Fettzellen in Richtung Entzündungen

Studie Jän 2019

 

Arsen-Belastung führt zu Adipositas und Diabetes

Arsen finden wir bei vielen Menschen: REIS ist sehr Arsenbelastet, Meeresfrüchte – v.a Shrimps sind Arsenbelastet. Ausserdem macht Arsen Krebs!

Arsen and Obesity and Diabetes – Studie 2019

 

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Dr.med. Helmut B Retzek
Dr.med. Helmut B Retzek
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische, schulmedizinische und komplementäre ZusatzausbildungenWissenschaftliche Arbeit und Forschungs-BeiträgeZahlreiche Artikel und VorträgeUmfangreiche Recherchen in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Gedächtnis-Stütze.

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Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen mit Kollegen unentgeltlich teilt. Dass diese Wissenschaftsrecherchen "das Standesansehen der Ärzte" verletzen könnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen.

2 Kommentare

  1. Walter Breuer sagt:

    Wodurch ist Metabolic Balance denn wieder „aus der Mode“? Die Lizenzgeber / Ausbilder arbeiten doch weiterhin und Sie sagen selbst, es wäre richtig gut?

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