Lipödem – mit Keto beherrschbar – und neuer Trick um easy Keto zu bekommen

(c) Ketogenic diets: from cancer to mitochondrial diseasesand beyondAna F. Branco et al (Wiley Publ)

Frauke erzählt mir: in Dresden gibt es eine Frau, die ihr Lipödem mit Ketogener Ernährung in den Griff bekommen – sogar geheilt hat, sie schreibt in ihrem Blog https://www.living-keto.de/mein-blog-und-ich/ ausführlich darüber.

„Karins Keto-Seite“ muss voll interessant sein, erzählt mir eine andere Patientin mit Lipödemen, sie erzählt mir, dass sie dort gelesen hat, dass Karin auch gelben Steinklee als Tee empfiehlt, dies lockert ebenfalls die Lipödeme

 

Problem: Ketogen erreichen – und durchhalten

für ganz viele Menschen ist der „ketogene Zustand“ (ein metabolischer Zustand wo der Körper fast ausschliesslich von der Fettverbrennung lebt) nicht erreichbar – wie man über die Messungen mit Ketostix leicht zeigen kann. 

Dies liegt oft an zuviel Fleisch oder Protein, die in der Keto-Ernährung verwendet werden. Protein kann nicht gespeichert werden, Überschuss wird verbrannt und ein gutteil davon in Zucker verwandelt.

Einschub: wieviel Protein benötigt man?

hier gibt es unterschiedliche Angaben die ich gehört bzw. gelernt habe (ich bin Ärztekammer-diplomierter Ernährungsmediziner): 0,4 – 1 Gramm pro kg Körpergewicht / Tag.

Gehen wir von der geringsten Angabe aus und reduzieren sie weiter, denn durch die ketoinduzierte Autophagie bekommen wir relativ viel Protein aus uns selber heraus: 0.3 Gramm / kg KG. 

Daraus ergeben sich für den 80kg Mann maximal 100g Fleisch – wenn er denn das ganze Protein in der Form von Fleisch zuführen würde.

Im Grunde kann man dieselbe Gewichts-Menge auch für Nüsse, Samen oder Milchprodukte verwenden, da all diese Lebensmittel in etwa 18-25% des Gewichts als Protein mitbringen.

D.h. man isst also ca. 100 kCal in der Form von Protein, die restlichen 2400 kCal in der Form von 250g Fett und 50g Kohlenhydrate, wenn man die Keto-Kost korrekt macht, um nicht abzunehmen. Diese 50g Kohlenhydrate hat man sowieso im Salat und Gemüse oder Nüssen oder Ketobrot usw drinnen. 

 

mit einem Trick wird Ketose „simuliert“

Echte Ketose ist für die meisten Menschen aufgrund der gravierenden Grundbedingungen nie erreichbar, desswegen – ein kleiner „Trick“ um sich ein wenig zu betrügen – werden MCT Öle zugesetzt, denn die werden a priori über Ketokörper verbrannt, selbst wenn der Rest der Ernährung „normal“ verbrannt wird. Das wirksamste MCT Öl ist reine Capryl-Säure.

Dieses Öl simuliert durch die MCT-Ketone dann, dass man in der Ketose sei. Ist dies jetzt die echte Ketose, die wir zur Kontrolle der Krebs-Wachstums suchen? Ich bin mir nicht sicher , siehe weiter unten „AMPK“

 

Frauke erzählt mir noch …..

Angeblich kann man die Ketostix in der längerfristigen Ketose nicht verwenden, nicht aussagekräftig – meint Frauke – das ginge nur noch über Blutwerte und Atemluft – ????

Wer kann hier weitere infos liefern? 

Ich bezweiflich diese Aussage. Ketose ist ein spezieller metabolischer Zustand der reinen Fettverbrennung und Fetternährung, die Ketokörper werden als hochpotenter Treibstoff für das Gehirn und die Muskeln in der Leber produziert, sind also immer vorhanden und es ist ein runder mix von vielen vielen Ketokörpern, die als „Abfall“ einer inkompletten Fett-Verbrennung rumlungern.

Beim Nachrecherchieren sehe ich, dass die Standard-Ketostix nur AzetoAzetat und nicht Betahydroy-Butyrat messen. Es gibt aber auch BHB-Teststreifen. Vielleicht schalten manche Leute vom AzetoAzetat ins ß-Hydroxy-Butyrat um?

 

 

neuer Trick: Keto befor 6

(c) Christopher Shade, Qucksilver Scientific

uns Star-Chemiker Dr. Christopher Shade hat ein Produkt entwickelt auf der Basis von Natursubstanzen wie Resveratrol, Curcumin, DIM …… liposomal, welches man 2 x 1 Teelöffel pro Tag einnimmt, welches im Körper den ketogenen Zustand sehr leicht einschaltet.

Es wird dieser Zustand der Fettverbrennung auf genetischer Ebene durch die Inhalts-Stoffe induziert, diese Substanzen aktivieren AMPK, einen wichtigen Stoffwechsel-Schalter, der dem Körperzellen „ich verhungere“ meldet.

Man lebt NoCarb = Ketogen bis 18h, danach ist frei und man kann essen was man will.

Intermittierende Tage von Intermitting Fasting (mind. 18h) erleichtern das erreichen und halten des Ketogenen Zustandes.

Chris erzählt, dass es so gut funktioniert, dass er tw. normal frühstückt und trotzdem in der Ketose bleibt.

Kann das funktionieren?

Ich hab das ehrlichgesagt sehr bezweifelt, aber ein befreundeter deutscher HP, Kevin, den ich nach 2 Monaten kaum mehr wiedererkannt habe, hat erzählt dass er mit Keto befor 6 in diesen 2 Monaten 18 Kilo abgenommen hat;

Kevin hat bestätigt dass er tw. sogar normal mit Kohlenhydraten gefrühstückt hat und trotzdem nicht aus der Ketose gefallen ist, die er vorher beim Versuch des echten „ketogenem Essens“ nie ohne MCT erreicht hat.

Er kennt persönlich einen Mann, der innerhalb von 2 Monaten 22 Kilo mit dem Keto befor 6 abgenommen hat.

 

Wäre das was für Krebspatienten? AMPK als neuer Wunder-Schalter

Ketogen wird eingeschaltet über AMPK – einem „Hungersensor“, 

dies schaltet dann gleichzeitig mTOR ab – einem „Überfluss/Essens-Sensor“.

mTOR – der Böse

mTOR ist das Wachstumssignal für Krebszellen, wird über Insulin (Kohlenhydrate) und über IGF2 (Proteine) aktiviert und signalisiert allen Zellen „Nahrung ist da, auf geht’s, Zellteilung einschalten!“

Durch FASTEN wird mTOR gehemmt –> desswegen sind Fasten-Signale (das Fehlen von Insulin und IGF2) starke Krebs-Wachstums-Hemmer.

Ketogene Ernährung hemmt mTOR (FullTextPDF) und aktiviert AMPK

Kann ich also AMPK aktivieren, wird mTOR (durch die Aktivität des AMPKs) abgeschalten (Studie 2005)

AMPK wird durch „Fasten-artige“ Zustände aktiviert, zB durch Ketogene Ernährung

Krebspatienten wollen keinen Gewichtsverlust, aber natürlich AMPK hoch und mTOR niedrig –> daher könnte ev. Keto befor 6 bei „normaler Ernährung“ (LowCarb – nicht ketogen) eine menschenwürdige Lebensweise / Ernährung ermöglichen, ohne mTOR = Krebswachstum dadurch einzuschalten.

(c) Ketogenic diets: from cancer to mitochondrial diseasesand beyondAna F. Branco et al (Wiley Publ)

 

Ketokörper werden in der Leber erzeugt, aber nicht von der Leber metabolisiert. Dies bedeutet, dass man mit Ketokörper Leberkrebs wohl nicht besonders beeinträchtigen kann (fantastische 50 Seitige Review:  Seite 3)

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Dr.med. Helmut B Retzek
Dr.med. Helmut B Retzek
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische, schulmedizinische und komplementäre ZusatzausbildungenWissenschaftliche Arbeit und Forschungs-BeiträgeZahlreiche Artikel und VorträgeUmfangreiche Recherchen in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Gedächtnis-Stütze.

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1 Kommentar

  1. Falco Steinschneider sagt:

    Die Inhaltsstoffe des „Wundermittels“ gibt es im Internet zu lesen (auf Englisch):

    https://www.naturalmedicinejournal.com/community-news/biohacking-keto-diet

    Es ist allerdings arg teuer: 500 ml für 220 US-Dollar…

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