Leinöl

Leinöl – die wichtigste OMEGA3-Quelle

Leinsamen - Quelle von wichtigem Omega3 Öl

Leinsamen - besteht zu >50% aus Omega3 (alpha-Linolensäure) mit 18 Kohlenstoffatomen

Dr. Johanna Budwig (siehe Fussnote 1 am Ende der Seite) war Chemikerin und Lipid-Forscher. Sie entwickelte die Lipid-Dünnschicht-Chromatographie – über 30 Jahre „die Standardmethode“ zur Fettsäure-Analyse – und führte diese Methode zu derartiger Sensitivität, daß sie bereits aus einer Blutprobe – später sogar aus der Haut – ein Lipid-Profil des Patienten erstellen konnte.

Dabei fand sie, daß bei Krebspatienten ein im Verhältnis zu Gesunden deutlich erhöhter Anteil an gesättigten Fetten („Margarine-Fette“) vorhanden sind und die (lebens-) notwendigen ungesättigten Fettsäuren durchwegs stark verringert sind. Dr. Budwig schloß daraus, daß krebskranke Patienten unter einer Störung des Fettstoffwechsels leiden oder daß ein derartiges Mißverhältnis von „guten“ ungesättigten zu „schlechten“ gesättigten Fettsäuren die Krebskrankheit erst ermöglicht.

Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den 50er Jahren stehen in guter Korrelation mit heutigem Wissen: in Japan – einem Land in dem vor allem ungesättigte Fette in der Nahrung vorherrschen – ist das Krebsrisiko deutlich niedriger als in den USA. Wenn jedoch Japaner nach Amerika auswandern und sich den dort herrschenden Ernährungsgewohnheiten unterwerfen, steigt die Krebsrate unter den Auswanderern deutlich an. Wieder ein deutlicher Hinweis auf die zentrale Rolle der Ernährung bei Krankheiten im allgemeinen und Krebserkrankungen im besonderen (2). Ungesättigte Fette haben eine eminente Bedeutung im Körper:

1. sie dienen als Antioxidantien, da sie freie Radikale „entgiften“ können (Lipid-Peroxidation kann durch die Doppelbindung eines ungesättigten Fettsäuremoleküls zum Stehen gebracht werden, eine gesättigte Fettsäure wird selber erneut zum freien Radikal und muß sich an einem benachbarten Molekül absättigen – auf diese Weise „wandern“ freie Radikale durch den Körper.

2. sie dienen als Baustoffe von Zell-Membranen: sie halten diese Schutzhüllen der Zellen in einer optimalen Weise „flüssig“ und ermöglichen damit einen reibungslosen Stofftransport in die Zelle, Abtransport aus der Zelle, sowie auch eine entsprechende Verformbarkeit der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) bei ihrer Wanderung durch die allerfeinsten Körpergefäße (Kapillaren). Mit einer Dunkelfeld-Untersuchungen von (Nativ-) Blut kann gezeigt werden, daß gerade bei Krebspatienten die Erythrozyten eine relativ starre und unbewegliche Zellmembran besitzen, d.h. es kommt dadurch zwangläufig zu einer latenten Verschlechterung der Versorgungs-Situation mit Sauerstoff in den Geweben. (3)Quelle von ungesättigten Fetten
Dr. Budwig analysierte alle natürlich vorkommenden Fette und Öle auf optimale Zusammensetzung und fand, daß im Leinöl (Öl des Leinsamens) die allerhöchste Rate an ungesättigten Fettsäuren vorhanden ist (über 25%). Auch Distelöl und Olivenöl enthalten größere Mengen an ungesättigten Fettsäuren, werden jedoch vom Leinöl mehrfach übertroffen.

Therapie zur Normalisierung der Fettzusammensetzung von Krebskranken
4 Sie untersuchte daraufhin, ob sich durch Zufuhr von Leinöl der Anteil ungesättigter Fettsäuren in den Geweben des Menschen erhöhen lies und fand, daß beim Gesunden die „Leinöl-Fettsäuren“ innerhalb weniger Stunden im ganzen Körper verteilt werden und ihre positive, schützende Wirkung entfalten können. Bei Krebskranken jedoch benötigt der Organismus mehrere Monate um bei intensiver Zufuhr der so wichtigen ungesättigten Fettsäuren ein „normales“ Lipid-Profil zu erhalten.

Daraus leitete sie schließlich ihre Öl-Eiweiß-Diät ab, deren positive und schützende Wirkung oft erlebt und deren positiven Einfluß auf die Fluidität der Erythrozyten im Dunkelfeld eindrucksvoll nachweisbar ist.

Da das Leinöl, sobald es mit Luft in Zusammenhang kommt, „altert“ und dann zunehmend ungenießbarer schmeckt, suchte Dr. Budwig einen Weg, um das Leinöl als mehr oder weniger wohlschmeckende Form in den täglichen Speiseplan einbauen zu können. Sie fand, daß durch Abrühren des Leinöls mit Topfen eine majonaisenartige Creme entsteht, die sehr wohlschmeckend ist, vielseitig würz- und einsetzbar.

das „empfindliche“ Leinöl
5 Ungesättigte Fettsäuren sind sehr „empfindlich“. Sie reagieren bereits mit dem Luftsauerstoff – vor allem unter Einwirkung von Licht – und dabei entstehen Fettsäure-Bruchstücke, die nicht besonders wohlschmeckend sind.

Der Anteil an ungesättigten Fettsäuren im Leinöl ist so groß, daß praktisch das ganze Öl an der Luft verändert (oxidiert) wird. Daher wird Leinöl als „Firnis“ auf Ölgemälde aufgetragen – denn es härtet an der Luft und bildet dann eine Schutzschicht für das Gemälde. Diese Reaktionsprodukte des Leinöls sind nicht gewünscht, daher sollte nur frisch raffiniertes Leinöl, welches in Metall-Dosen aufbewahrt wird, verwendet werden. Es hat sich hier das Leinöl der Firma Bioquelle bewährt, welches im Maximarkt oder zT im Billa angeboten wird.

Wichtig zum geschroteten Leinsamen: er muß jeweils ganz frisch verwendet werden. Die abführende Wirkung des Leinsamen-Schrotes beruht auf Quellstoffen im Korn und bleibt auch im gealterten Schrot vorhanden, die wichtigen ungesättigten Fettsäuren werden jedoch beim längeren Stehenlassen des Schrotes oxidiert und damit zerstört (man schmeckt das bereits während des Essens). Leinsamen läßt sich ausgezeichnet in einer elektrischen Kaffee-Mühle (mit einem Schlagmesser) schroten. Bitte nicht in einer (Getreide-) Mühle schroten, die mit Mahlsteinen arbeitet, diese werden durch den fetten Leinsamen nur verklebt und die Mühle muß dann mühselig gereinigt werden, um sie wieder funktionsfähig zu bekommen.

tägliche Menge an Leinöl
jeden Tag 3 EL Leinöl (4), bei fortgeschrittener Krebserkrankung völliger Ersatz von tierischen Fetten durch Leinöl. Anstatt Leinöl (oder auch dazu) kann auch eine Tasse (ca. 150-200g) Leinsamen frisch geschrotet eingenommen werden. Beim Leinöl gilt: es gibt kein zuviel. Je mehr ungesättigte Fettsäuren, desto besser.

 

 

Rezepte

Die zwei wichtigsten Grundrezepte, aus denen sich zahlreiche Variationen ergeben (4) sind hier wiedergegeben:

 

Topfen-Leinöl-Mayonnaise

3 Eßlöffel Leinöl

3 Eßlöffel Milch

3 Eßlöffel Topfen (magerer Bio-Topfen)

1 Eßlöffel Zitronensaft

und/oder

2 Eßlöffel Apfelessig

1 Eßlöffel Senf

½ Teelöffel (Kräuter-) Salz

 

 

Topfen-Leinöl (zB Frühstücks-) Grundmischung

2 Eßlöffel Linomel (Reformhaus Kosch)

3 Eßlöffel Leinöl

2 Eßlöffel Milch

100g Topfen (magerer Bio-Topfen)

1 Teelöffel Honig

div. Geschmackskorrigentien (Früchte, Gewürze …)

    

 

 

 Rezept Metabolic Balance – Variante

kann zB aufs Roggenbrot gestrichen werden, oder als herrlich-gehaltvolle Topfencreme (süss)

 

Topfen-Leinöl-Mayonnaise

  • 1 Eßlöffel Leinöl
  • 75g oder laut Plan Menge Topfen 20%
  • Essigessenz, einige Tropfen
  • ev. 1 TL Dijon Senf (enthält keinen Zucker)
  • (Kräuter-) Salz, Kräuter
  • 1-2 EL Wasser

 

 

Topfen-Leinöl Süss

  • 1 Eßlöffel Leinöl
  • Topfen 20% laut MB-Plan (ACHTUNG: 1 TL pur vorab nehmen, nicht vergessen: der erste Bissen muss das reine Eiweiss ohne Kohlenhydrat sein)
  • Obst (zB 160g Mango) pürriert oder kleingeschnitten einrühren

 

 

Leinöl – Majo Topfenfrei, für Prostata- und Brust-Krebs-Erkrankte

 

Leinöl-Mayonnaise

1 Eidotter
1-2 EL Estragonsenf
1 Teelöffel Suppenpulver

Unter Rühren (Mixer, nicht Stabmixer), tropfenweise etwa 1/8 (-1/4l) Leinöl zugeben, bis die Mayonnayse schön sämig ist.

Ev. mit Bärlauch oder Knoblauchpulver oder Kräuter abschmecken. Gelingt immer wenn Ei und Öl aus dem Kühlschrank kommen, wenn warm zerrinnt es schon mal, wenn man Leinöl am Beginn rasch reinlässt.

 

Apfelextrakt hemmt Ausbreitung von Leberkrebszellen

Antioxydanzien fungieren als Wachstumshemmer

Ithaca/New York (pte, 3. Juli 00/11:45) – Die gesunde Wirkung von Obst auf den menschlichen Organismus bewiesen einmal mehr Wissenschaftler von der Cornell University. Es liegt an sekundären Pflanzenstoffen, den Flavonoiden und den Polyphenolen, die im Fruchtfleisch und vor allem in der Schale von frischen Äpfeln zu finden sind. Sie wirken als Antioxydanzien, hemmen also die chemische Reaktion von Sauerstoff mit Körpersubstanzen und wirken so gegen Krebs, sagen die Ernährungswissenschaftler.

Die Ergebnisse ihrer Experimente, die vom New York Apple Research Developement Program und der New York Apple Association finanziert wurden, haben Rui Hai Liu und seine Kollegen im Fachjournal Nature veröffentlicht. Liu und seine Kollegen konnten zeigen, dass der Extrakt aus der Schale von Äpfeln der Sorte Roter Delicius das Wachstum von Darmkrebszellen um 43 Prozent verringerte. Der Extrakt aus dem Fruchtfleisch bewirkte eine Verringerung des Wachstums um 29 Prozent. Bei Leberkrebszellen sahen die Ergebnisse noch besser aus: Hier konnte der Schalenextrakt eine Wachstumsverringerung von 57 Prozent verursachen.

Den Großteil der antioxidativen Wirkung eines Apfels führen die Wissenschaftler auf die sekundären Pflanzenstoffe zurück, während Vitamin C nach ihrer Aussage nur eine untergeordnete Rolle spielt. Die Wirkstoffe aus nur 100 Gramm Apfel mit Schale wirken genau so oxydationshemmend wie 1.500 Milligram reines Vitamin C. „Es ist besser, frisches Obst und Gemüse zu essen, als eine Vitaminpille zu schlucken“, sagt Liu. „Dadurch bekommt der Körper genügend Wirkstoffe, ohne dass man sich Gedanken über zu hohe Dosierungen machen müsste. Erst die Kombination verschiedener Pflanzenstoffe könnte die volle Wirkung gegen Krebs entfalten.“ (Cornell University) (Ende)

 

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Wo bekommen wir unser Leinöl her?

Was sollten sie unbedingt noch dazu lesen?

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Fussnoten zum Text


 

1) Dr. Johanna Budwig, „das Fett-Syndrom“ (Sammlung wissenschaftlicher Artikel), „die Öl-Eiweiß-Kost“ (Kochbuch) ISBN 3-7786-0325-6 (ca. ÖS 100,-)

2) natürlich ist das Phänomen Krebsrate Japan/USA etwas komplexer – tatsächlich sind die Art und Mengen der Fett-Aufnahme jedoch ein wichtiger Punkt

3) dieser Effekt wird durch Chemo und Bestrahlung ganz massiv verstärkt, da die verbleibenden mehrfach ungesättigten Fettsäuren des Körpers durch die massive Belastung durch freie Radikale im Rahmen dieser Therapien „verbraucht“ werden.

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Dr.med. Helmut B Retzek
Dr.med. Helmut B Retzek
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische, schulmedizinische und komplementäre ZusatzausbildungenWissenschaftliche Arbeit und Forschungs-BeiträgeZahlreiche Artikel und VorträgeUmfangreiche Recherchen in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Gedächtnis-Stütze.

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