Langlebigkeit und Krebshemmung durch Diabetes-Mittel

Dass ein einfaches Diabetes-Mittels als  wirksames Adjuvans in der integrativen Tumortherapie dienen kann ist seit Jahren bekannt, in der Pubmed finden sich mittlerweile sogar ca 3000 Studien zu dem Thema.

Methusalem-Gen FOXO3 ermöglicht langes Leben und bremst Krebszellen

from http://healthcave.com/symptoms-of-dementia/

Demenz – Alzheimer – Neurodengeration: vertrocknen des Hirns

in meinem letzten Artikel hab ich schon auf FOXO3 – das berühmte Methusalem Gen – hingewiesen. FOXO3 ist in den > 100 jährigen deutlich „aktiver“ als in einer jüngeren Vergleichsgruppe,

aktiveres FOXO3 führt zum Mortalitäts-Rückgang um 10% (egal welche Ursache), um 26% weniger Herzkrankheiten (Aug 2016), 

das Gen steuert die Zellteilung und verlangsamt – wenn es aktiviert wird – die Zellteilung, sodass bei beschränkter Zell-Teilungs-Anzahl (Hayflick-Grenze) der Organismus länger leben kann,

FOXO3 beeinflusst aber auf vielfältige Art und Weise Zellen so, dass seine Aktivität als deutlich Krebs-hemmend eingestuft werden kann, hier nur einige Highlights aus der Studienlandaschaft des letzten Monats

 

  • BRCA1 – „Angelika Jolie“ – Gen, welches zur fast sicheren Krebs-Entstehung führt, wirkt desswegen so negativ, weil es FOXO3 – Expression blockiert (Aug 2016)
  • FOXO3 aktiviert das Polizisten-Gen p53, welches die Apoptose kontrolliert (ca 60 Studien)
  • FOXO3 kann – durch Medikamente aktiviert – tripple negativen Brustkrebs hemmen (STudie 2016)
  • Krebshemmung durch 1,25 VitD3 erfolgt durch verstärkter Aktivierung von FOXO3 (Studie 2016)
  • Flavone – mein geliebter Biozitronenschalen-Smoothie – hemmen Krebs über Aktivierung von FOXO3 (Studie 2016)

egal wo ich hinsehe, FOXO3 ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt in der Krebs-Therapie und auch AntiAging. Vielfältige Ansätze der integrativen Krebshemmung (Onkostase) führen uns alle zu diesem Gen!

Wenn wir dies nun wissen, können wir viel gezielter und effektiver FOXO3 einsetzen

Diabetes-Medikament stimuliert FOXO3-Expression

Verschiedene ZuckersortenTatsächlich ist ein altes, gut bewährtes, bestens verträgliches Diabetes-Medikament ein klassisches Adjuvans der biologisch-integrativen Krebs-Therapie, seit man vor Jahren festgestellt hat, dass die Schweizer Diabetiker überraschenderweise deutlich weniger Krebs bekommen bzw. die krebskranken Schweizer Diabetiker deutlich länger leben als im restlichen Europa (Zusammenfassung). Die Schweiz verwendete damals als einziges Land first-line Metformin zur Kontrolle der Zuckerkrankheit – diese Info bekam ich von Dr. Thomas Rau, Paracelsusklinik Lustmühle / Schweiz.

Von Foreign and Commonwealth Office - http://www.flickr.com/photos/foreignoffice/14217374639/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33349039

Von Foreign and Commonwealth Office – http://www.flickr.com/photos/foreignoffice/14217374639/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33349039

Erste Therapie-Studien bei BRCA1-Gen-Träger

tatsächlich wird im Forschungs-Stadium bereits Metformin bei BRCA1 – Trägerinnen angewendet, möglicherweise können wir bald dieses Gen „aushungern“ (–> dzt. 11 Studien)

 

 

Metformin revertiert Epidermal-Mesenchymale-Transition

Epidermal-Mesenchymale-Transition ist ein empfindlicher und wichtiger Schritt in der Krebs-Entstehung. Erst durch EMT wird die Kregbszelle metastasierungsbereit. Erst dadurch wird ein lokalisierter Tumor zur Gefahr für den Körper. Metformin kann diese EMT und damit die Metastasierungs-Eigenschaften von Krebszellen wieder zurückfahren, und zwar über Aktivierung von FOXO3 (Studie 2016) .

 

 

Metformin aktiviert die Bildung freier Radikale. Dies ist ein Teil der Krebs-Zerstörenden Wirkung https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4032293/pdf/pone.0098207.pdf

Metformin aktiviert die Bildung freier Radikale. Dies ist ein Teil der Krebs-Zerstörenden Wirkung und erfolgt erst nach 72 Stunden
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4032293/pdf/pone.0098207.pdf

 

Metformin interstützt oxidative Krebs-Therapien

Im letzten Jahr habe ich folgende widersprüchliche Therapie-Konzepte – soll man Krebs antioxidativ behandelnd oder oxidativ – verstanden

  • Krebskontrolle = Antioxidativ (Onkostase)
  • Krebs-Zerstörung = Oxidativ (Onkolyse)

Da Metformin in den Tumorzellen zur Generierung von vielen freien Radikalen führt, sollte es integraler Bestandteil von Tumor-Destruktiven Programmen sein.

Wir verwenden in der Praxis folgende biologisch-integrativ-medzinischen Tumor-destruktiven Verfahren

  • lokale Onko-Hyperthermie
  • Ganzkörperhyperthermie
  • IPT
  • Galvano-Therapie
  • High Dose VitC
  • Eisen / Artesunate – Infusionen
  • Weber Laser-Therapie

CAVE: freie Radikale des Tumors versklaven Umgebung

nach Studium des REVERSEN WARBURG Stoffwechsels verstehe ich, dass der Tumor seine Umgebung („Cancer-Environment“) durch ein Übermass an freien Radikalen in seinem Sinn beeinflusst, quasi „versklavt“. Die Bindegewebs-Zellen produzieren für den Tumor wie verrückt Milchsäure, welche der Tumor als zusätzliche leichtverdauliche Energiequelle nutzt. 

Durch Antioxidation (zB Vitamin C, Q10, VitE, Flavonoide …) kann die Bindung des Tumor-Stromas gelockert werden, dadurch wird dem Tumor Energie entzogen.

Die Anti-Oxidation ist also ein wichtiger Bestandteil einer ONKOSTATISCHEN Therapie. Dadurch wird jedoch der Tumor nicht eliminiert, nur gehemmt.

Eine Dauer-Metforminisierung sollte also durch eine Antioxidation begleitet werden.

 

Die Geschichte mit dem langen Leben

AntiAging Effekte von Metformin sollte ebenfalls hier stehen, hierzu verweise ich vorerst mal auf vorhandenen Studien und auch darauf, dass Metformin eines der Mittel ist, welches ich selber einnehme.

 

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HeliR
HeliR
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische und komplementäre Zusatzausbildungen. Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. Umfangreiche Recherchen aus der aktuellen medizinischen Forschung. Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler

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