IPT – insulin potenzierte Therapie – Kurz-Info für Kollegen | F

Krankenhaus-Onkologen informieren sich über IPT auf meiner Homepage – hier die Kurzversion für Ärzte. Detailliertere Informationen plus Studien finden sie auf meinen anderen IPT-Seiten (siehe rechts)

 

Insulin als Therapie-Enhancement

Insulin wirkt besonders anabol auf Krebszellen

Krebszellen haben 6-30 x mehr Insulin-Rezeptoren (und ILGF-1) als normale Zellen um den hohen Glukose-Bedarf zudecken. Mit diesem Prinzip werden per PET Krebsherde mit radiomarkiertem Zucker dargestellt.

Krebszellen reagieren also 6-30x stärker auf Insulin-Gabe wie gesunde Zellen

 

Insulin als Replikations-Induktor

Krebszellen im ‚Starvation-Mode‘ durch Ketogene Ernährung einige Tage vor der IPT stellen ihre Mitose ‚auf hold‘, Insulin wirkt wie ein Synchronisierungs-Signal und schaltet die Zellteilung wieder an.

Dadurch bekommt man einen deutlich höheren Anteil an Krebszellen genau dann die Mitose, wenn Chemo im System zirkuliert. Nur in der Mitose sind die allerhäufigsten Chemotherapeutika wirksam. 

Mit Insulin als Synchronisierungs-Induktor kann man den Anteil an Chemo-sensiblen Zellen im Krebsgewebe deutlich hochschrauben

 

Insulin als Chemo-Uptake-Enhancer

Krebszellen reagieren ca 50.000 mal so sensibel auf Chemotherapeutikum bei Anwesenheit physiologischer Konzentrationen von Insulin –> details siehe meine IPT-Seite

Krebszellen nehmen Chemotherapeutika überproportional stärker auf, wenn sie gemeinsam mit Insulin und Glukose verabreicht werden.

Dies ist eine ursprünglich empirisch entdeckte Eigenschaft von Insulin, welche später auch für Chemotherapeutika bestätigt werden konnte.

In Zellkultur ist Chemo + Insulin bei einer Konzentration von 1/50.000 wirkungsidentisch wie Chemo alleine, in der onkologischen Praxis wird zwischen 10-30% der sonst üblichen Chemo-Menge verwendet, wodurch die IPT-Chemo aufgrund der nahezu abwesenden NW häufiger verabreicht werden kann.

Mit Insulin kann man Chemo hochspezifisch in Krebs-Zellen reinschaufeln während normale Zellen davon geschützt sind.

 

IPT auch für Antibiotika wirksam

Derselbe Mechanismus kann auch als Wirkungsverstärker für die Glukose-abhängigen Bakterien (Borrelia) Verwendung finden, wenn Antibiotika mit Insulin / Zucker  gemeinsam verabreicht werden.

Die St. Georg Klinik in Bad Aibling hat diesen zufällig bei Krebsbehandlungen entdeckten Mechanismus zu einem hochwirksamen Protokoll ausbauen können, bei dem chronische Neuroborreliose durch Kombination von Ganzkörperhyperthermie und IPT-Antibiose in 2 Wochen dauerhaft ausgeheilt werden kann (derzeit 1000 Patienten, 68% Erfolgsrate).

 

Kosten der IPT

die Insulin-potenzierte Therapie ist bedeutend billiger, da nur mit 10-30% der Chemokosten zu rechnen ist. Wir verrechnen unser Ordi-übliches Stunden Honorar (120,-) mit einem Zeitaufwand von 1.5h sowie die Einkaufskosten der Chemotherapie von der Apotheke. Patienten müssen mit 150-250,- pro Chemo rechnen.

 

Durchführung und Häufigkeit

wir verwenden das Protokoll von Dr. William Forsyth, USA, welcher 2014 eine erste FDA-überprüfte Anwendungs-Beobachtung für Stadium-4-Patienten publiziert hat und hier eine 5j ÜLZ von 

68%  (IPT)  vs.  2% (Standard-Therapie)

zeigen konnte. 

Laut Protokoll wir die IPT angewendet

  • im ersten Monat 2 x / Woche
  • im zweiten Monat 1x / Woche
  • danach u.U. 1 x / Monat

Dr. Forsyth ist unverdächtiger Onkologe der ersten Stunde, er war Teilnehmer des ersten Onkologie-Ausbildungs-Kurses 1972 in den USA und hat dann 30 Jahre bis zu seinem Rückzug in die eigenen Praxis als Onkologe für 3 Krankenhäuser gearbeitet.

Abweichungen vom Forsyth Protokoll bei Dr. Retzek

Da wir in Europa das Forsyth-Produkt PolyMVA nicht bekommen können, verwenden wir zwischen den Chemos VitC/Chelat-Infusionen mit lokaler Kurzwellen-Hyperthermie nach dem Protokoll der St. Georg Klinik, Bad Aibling (Dr. Friedrich Douwes).

Weiters empfehlen wir den Patienten eine Curcumin/DMSO i.v. Infusion als weiteren Chemo-Enhancer vor der IPT sowie nach der IPT eine Insulin/Glukose-potenzierten lokalen Kurzwellen-Hyperthermie (Onkothermie).

 

Vorraussetzung zur IPT ist Chemosensitivitäts-Messung

Zahlreiche Labors bieten heute an aus den zirkulierenden Tumorzellen des peripheren Blutes entsprechende Tumorsphären zu züchten und diese gentechnisch aufzuarbeiten.

Um den Preis einer Standard-Chemotherapie (ca 2000,-) bekommt man i.d.R. eine recht wirksame Auswertung der potentiellen Sensitivitäts bzw. Resistenz-Situation der vorhandenen Krebszellen.

Diese Option wird von Mainstream-Medizin vollständig ignoriert, die Praxis zeigt jedoch wesentlich bessere Gesamtergebnisse durch Berücksichtigung einer Chemosensitivitäts-Messung.

Dr. William Forsyth bezeichnet die Chemosensitivitäts-Messung als „Game-Changer“.

Wir und andere Kollegen verwenden sowohl:

  • Maintrac (Prof. Ulrike Pachmann, Uni-Klinik Bayreuth),
  • NextGen (Prof. Boja, Uni-Klinik Düsseldorf) als auch
  • RGCC in Griechenland.

Speziell in unserer Praxis verwenden wir auch den von uns selber – aus einem Akupunktur-Test weiterentwickelten – Pulsreflex-Test (RAC) mit dem wir verlässliche Chemosensitivitäts-Messungen bekommen, welcher wesentlich billiger durchzuführen ist (120,-). Wir bieten Kollegen an, ihre Patienten mit diesem Test screenen zu lassen.

Die Erfahrungen mit unserem Test sind so interessant, dass wir dafür fix von der St. Georg Klinik / Bad Aibling gebucht worden sind.

 

Referenzen

für all die oben getroffenen Aussagen finden Sie hier zahlreiche detaillierte Web-Seiten mit Studien, Büchern, Youtube-Interviews zum Thema IPT, Hyperthermie, Chemoresistenz usw usf. 

 

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HeliR
HeliR
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische und komplementäre Zusatzausbildungen. Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. Umfangreiche Recherchen aus der aktuellen medizinischen Forschung. Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler

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