Manipulieren durch Homöopathie Drucken

über "Manipulation durch Homöopathie"

dies ist der Brief an eine Patientin, die sich nicht weiter homöopathisch unterstützen lassen möchte mit dem Argument: möglichst ?eigenverantwortlich" mit allen Höhen und Tiefen ihren Weg zu gehen, sich nicht durch Homöopathie "manipulieren" lassen ......

 

Liebe ......,  danke für dein freundliches Fax

 

.... einige Sätzelchen darf ich noch zu deinen "Manipulations-Hinweisen" sagen, ich schreib das gleich so ausführlich weil ich grad einen Vortrag drüber vorbereite:

die Homöopathie kann leider nicht manipulieren, das wäre sehr schön, dann hätte ich mein Leben viel besser im Griff, würde mehr Sport machen, hätte bravere Kinder und eine einfacher zu handhabende Frau usw.

 

Leider kann die Homöopathie nur mithilfe von deutlichen körperlichen Symptomen eine Vorauswahl an homnöopathischen Arzneien bewerkstelligen.

Diese Arzneien können nur "Heilungshindernisse" der Selbstheilung eliminieren.

 

Damit eine Arznei auch wirklich eine Heilungshindernis dauerhaft entfernt und nicht nur kurzfristig "Energie" gibt, muss es nicht nur an die hervorstechenden körperlichen Krankheiten angepasst sein, sondern v.a. auch den aktuellen Gemütszustand und v.a. dessen Schwächen (=pathologische Verzerrungen) mitabdecken.

Dies aber nur rein diagnostisch, ohne "Absicht" einer Veränderung des aktuellen Gemüts-Zustandes - es geht nur drum:

man kann mit einer "ängstlichen Arznei" einen "mutigen Patienten" nicht wirklich heilen. D.h. - die Arzneimittel müssen dem aktuellen Gemütszustand des Patienten angepasst sein!

Ein Beispiel zur Erläuterung: Wenn eine Kugel die schiefe Ebene runterrollt, weil das ihr natürlicher Weg ist, und sie bleibt an einem Stein hängen, dann ist derjenige, der den Stein wegnimmt kein Manipulateur, denn er beeinflusst ja weder die Kugel, deren Weg noch sonst was, er nimmt nur ein "Hinderniss" weg.

Beispiel 1

die Kugel (=Körper-Seele-Geist = Organismus = Individuum) ist aus dem Gleichgewicht, wie auf einer Schiefen Ebene. Je weiter weg vom Gesunden Zustand, desto schlimmer die Störung und deren Symptome.

Die Intensität der Symptome hängt aber auch von der Vitalität ab: ein schwacher Körper produziert nun mal kaum Fieber, nur schwache Krankheiten, mit wenig Kraft, dafür dann umso destruktiver für die Substanz des Körpers. Die Kugel (= Befindlichkeit) rollt von selber auf den Weg zur Gesundheit. Optimalerweise kommt sie dort - abhängig von der Krankheit von selber an, wielange das dauert hängt von der Natur der Störung ab: zB ein viraler Infekt MUSS immer 7-10 Tage dauern, weil das Immunsystem einfach so lange braucht um die notwendigen Abwehrstoffe produziert zu haben.

Solange wir Nahrung (=Energie) bekommen, sollten wir immer von selber vollständig gesund werden! Wir sind ja Überlebensmaschinen, programmiert von der Natur auf Gesundheit, auf Gesundwerdung. Wir sind programmiert von selber wieder ganz heil zu werden!

Jede Krankheit stellt quasi dar, dass eine Blockade dieser natürlichen Selbstheilung vorliegt.

 

War das Behandelte - das was wir mit dem Homöopathischen Mittel beeinflussen und eliminieren - das richtige Hindernis, rollt die Kugel weiter, gewinnt an Energie und Dynamik -

das kennst du ja, nach jeder guten Arznei hast du nicht nur eine Verbesserung deiner Körperlichen Beschwerden wahrgenommen, sondern längst überfällige Schritte in deinem Leben unternommen: Scheidung, Firmenverkauf, neue Firmen-Gründung, Öffentliche Auftritte ohne Angst, Öffentliches Leben, neue Heirat usw usf.

All das war schon lange, lange, lange in dir drinnen und sehr vieles über Jahre, ja Jahrzehnte überfällig, aber Heilungshindernisse haben verhindert, dass du in deine Mitte gerollt bist.

 

Lag die Behandlung daneben - ein falsches Mittel welches ein nicht vorhandenes - fehlerhaft interpretiertes Hindernis entfernen wollte, dann passiert einfach gar nix, dann bleibt die Kugel am wahren Hindernis weiter liegen, das passiert ja oft genug in der Therapie - in 30-50% der Fälle leider, wobei diese Rate mit meiner Erfahrung langsam doch immer weniger wird.

Weil manche Menschen viele Krankheiten, Kränkungen und Belastungen mit sich mitschleppen, stösst die Kugel oft weiter unten auf der Ebene erneut auf ein Hindernis, bleibt hängen, kommt nicht weiter. Es kommt zum Auftreten einer neuen Störung, Krankheit, Schwäche, Problematik, die in sich die Natur dieses Heilungshindernisses wieder sehr gut abbildet: im körperlichen wie im zugeordneten emotionalen Bewertungsprogramm.

 

 

Beispiel 2

Gute Energie im Körper - Kugel wird rasch rollen, aber auch gleichzeitig starke Symptome, geringe Heilungshindernisse, gute Konstitution, rasche Heilung mit 3 Homöopathischen Mitteln (wenn man sie erkennt)

 

Beispiel 3


schwache Lebensenergie - daher auch weniger starkes Symptome (zB kaum Fieber) aber noch gute (?kohärente") Konstitution. Längerdauernde Heilung weil die Kugel viel langsamer rollt wie im Beispiel 2, selbst wenn die Hindernisse prompt entfernt werden

 

Beispiel 4


schlechte Konstitution: hier muss nicht nur Heilungshindernisse entfernt werden, sondern auch angeborene/erworbene Schwachstellen der Konstitution langsam aufgefüllt werden. Sehr lange Dauer bis zur Genesung, immer wieder Rückfälle, wenn Genesung überhaupt möglich ist.

 

 

 

Da sich bei jeder Störung im Körper irgendwie auch das innerliche Bewertungsprogramm von Situationen mitverändert, gibt es "gereizte", "traurige", "fröhliche", "gekränkte", ........ Krankheiten, je nachdem welches emotionale Bewertungsprogramm durch die körperliche Störung mitreagiert.

Leider kann man auf diese Erkennungs und Bewertungsprogramme keinen Einfluss nehmen.

Wenn ich einen Schnupfen habe, bin ich halt gereizter. Wenn du die Menses hast, bist du eben empfindsamer und weinerlicher. Beide erleben wir veränderungen unserer Emotionalität durch eine körperliche Veränderung / Störung.

 

Tatsächlich sind Emotionen einfache Überlebensprogramme die - das ist das wirklich spannende - sehr variabel, also nicht fixiert und nicht immer gleich, sondern ein Programm, welches den inneren Zustand des physischen Körpers emotional abbildet.

 

Das ist auch sehr sinnvoll: denn bin ich schwächer, kränker, oder Schwanger, oder empfängnisbereit oder eben nicht - bedarf ich mehr Schutz, Pflege, Sicherheit - oder muss aggressiver auf andere zugehen weil ich einen Partner suche, ein Kind zu beschützen habe oder oder oder

 

Unter Einfluss von Störungen oder schlichten hormonellen oder cirkadianen Veränderungen des Körpers werden Situationen eben anders als vor dieser körperlichen Veränderung (der Krankheit zB) emotionell wahrgenommen und das "Ich" zieht die Konsequenz und handelt entsprechend der aktuellen neuen Bewertungsprogramme.

Als Frau kennst du das besonders gut, ihr Frauen habt ja ständige Wechsel eures Bewertungsprogrammes, abhängig von der Empfängnisbereitschaft.

Na, wieviele Seminare, Settings, Löschungen, Meditationen wirst du benötigen, um die Prämenstruelle Reizbarkeit/Traurigkeit/Empfindsamkeit aufzuheben

also nicht "kontrollieren" sondern zu eliminieren, sodass es gar nicht auftritt, sodass du keine bewusste Handlungskontrolle benötigtst, um nicht nach aussen und innen mit Reizbarkeit/Traurigkeit/Empfindsamkeit bei der Regel zu reagieren?

Das ist Unmöglich!

 

Damit wird klar, dass "Emotionale Verziehungen"  nichts anderes sind als Begleiterschienungen von Veränderungen (Erkrankungen) des Körpers.

Allerdings - genauso kann auch der Körper längerfristig auf Veränderungen (Störungen) der Seele reagieren, hier ist keine Einbahnstrasse.

Am deutlichsten sieht man das noch bei Kindern bis zum 7-8 Lebensjahr, die noch keine bewusste Kontrolle ihrer Emotionen besitzen. Wenn die erkranken, kommt es oft zu ganz drastischen Verhaltensänderungen. Oft noch deutlich vor Auftreten der ersten KH-Symptome, oft noch wochenlang nachdem die Körperliche Krankheit, der Schnupfen, die Ohrentzündung schon abgeklungen sind.

Erwachsene haben gelernt, ihre Emotionen zu kontrollieren, ihnen nicht immer nachzugeben und automatisch und vollständig danach zu agieren: man "bleibt höflich" auch wenn man jemanden nicht mag, man hält die Contenance, auch wenn man jemanden sehr mag und ihn gerne umarmen würde.

Trotzdem werden natürlich wichtige Entscheidungen im Leben eines Erwachsenen ganz in Abstimmung mit seinen Bewertungsprogrammen durchgeführt, es schlägt nur nicht so unmittelbar und akut durch, wie bei einem kleinen Kind.

 

Damit wird aber auch klar, dass eine "Heilung" von Krankheiten einen Einfluss auf die Emotionalen Programme in uns nimmt.

Dem ICH wird das bewusst werden als:  "ich reagiere anders in dieser Situation" (meist erst lang danach beim "bewussten überdenken" von Situationen, nicht während der Handlung selber),

aber tatsächlich bewertet man - wenn man gesunder ist - einfach FREIER, SITUATIONSADÄQUATER

(eine Frau mag sich plötzlich aus einer schon seit 15j krankheitserzeugenden Beziehung lösen was situationsadäquater ist, als in der Beziehung zu bleiben und nur zu leiden)

und wenn ich mehr relaxed bewerte, reagiere ich auch Lebensnotwendigkeiten-adäquater, denn meine bewussten Handlungen sind meistens die Folge von Erkennen und Bewerten.

 

Daher bedeutet das Entfernen von Heilungshindernissen nur und ausschliesslich eine "Befreiung" zu mehr Autonomie und Selbstverständlichkeit.

Weil ein Knie nur wenige Möglichkeiten hat zu sprechen, ist man als Homöopath rasch damit fertig, aber um hinter die durch die Knieschmerzen mitverursachte Verzerrung des emotionalen Bewertungsapparates zu sehen (und umgekehrt), benötigt man als Behandler eine Menge Beispiele aus dem Emotionalen Leben des Patienten um zu erkennen, wie die emotionale Bewertung verzerrt ist.

Selber kann man das nie machen, denn - man projeziert ja immer ins Aussen: wenn das Kind während der Krankheit lästig schreit und weint, weil du ihm einen Schokoriegel 10min vor dem Mittagessen verweigert hast, was es sonst klaglos toleriert, wird das Kind seine Reaktion im Moment der Reaktion und unmittelbar danach - solange es in der Reaktions-zugeordneten Situations-Bewertung steckt - sicher nicht als krank oder fehlgeleitet interpretieren, sondern einfach nur den unerträglichen Stress, die ärgerliche Kränkung durch die Mutter in diesem Moment beklagen.

Nur der objektive, emotional nicht beteiligte Beobachter kann sagen, dass jetzt eine krankheitsbedingte Reaktionsverzerrung beim Kind vorliegt, indem er die Reaktionen auf einen Stress ("nein, keine Schokolade") vor und während der Krankheit vergleicht.

 

Drum verwendet der Homöopath meistens in der Anamnese besonders viel Zeit auf der "psychologischen Ebene".

Dies ist aber nicht in dem Sinn, um diese Psychologie zu verändern, sondern nur diagnostisch, um die Verzerrung des Bewertungs-Apparates richtig einschätzen zu können. Übung und die zunehmende Fähigkeit aus dem Sprachmuster auf zugrundeliegende (versteckte) Emotionen zu schliessen sind hier natürlich sehr hilfreich,

 

Denn - das ist wichtig - nur, wenn das Homöopathische Mittel gleichzeitig die Fähigkeit hat die typischen Eigenheiten der KNIE-Beschwerden UND die gleichzeitig damit aufgetretenen charakteristischen Abweichungen des emotionalen Bewertungsapparates abzudecken, wird es ein Heilungshindernis dauerhaft eliminieren, sodass die Kugel ein gutes Stück weiter rollen kann.

D.h. gibt man ein Mittel das nur "Kniebezug" hat, ohne den assoziierten Gemütszustand ebenfalls mitzubetrachten in der Arznei-Auswahl, dann wird nur ein Teil der Störung eliminiert und die Störung kommt unweigerlich wieder, ev. woanders. Das ist dann quasi wie Schulmedizin nur mit Homöopathischen Mitteln.

 

Deine Behandlung, dein jetziger Zustand ist ein wunderschönes Beispiel dafür.

Gegangen bist du den ganzen Weg selber und alleine. Andererseits hast du die grossen Schritte der letzten Jahre immer in einem gewissen zeitlichen Zusammenhang mit einem guten Mittel gemacht, welches nämlich gleichzeitig irgendwas im Körper verbessert hat, denn die vorher aufgetretene körperliche Störung hat dich immer wieder mal zu mir geführt.

Du hättest ja schon vor 15j vom damaligen Mann gehen können, oder den erst gar nicht heiraten, oder oder oder, aber nach einigen Dosen Sepia war die Scheidung kein Thema mehr und die 25 Jahre unendliche körperliche "Qual" vergessen,

nach einigen Dosen Ignatia der Kummer um den Vater und den kranken Sohn verschwunden und die neue Firma aufgebaut,

nach einer Dose Platinum die freie Rede vor Publikum ohne nachzudenken, wo du vorher wochenlang für 3 Sätze in der Öffentlichkeit vor dem Spiegel geprobt hast.

Dazwischen waren einige Dosen von Arzneien, die kleine Schritte oder gar nix gebracht haben, weil ich den Zustand der zur Körperlichen Krankheit dazugehört hat nicht richtig kapiert habe.

Und immer gabs andere körperliche Schwerpunkte dabei, zuerst Blasenbeschwerden, dann Furunkel, dann Wallungen.

 

 

Der Nachteil, der echte Schwachpunkt der Homöopathie ist, dass man damit den Körper nicht aktiv in eine Richtung drängen kann, ihn nicht "manipulieren" kann.

 

Man kann ein Fieber nicht mit Homöopathie senken, das kann nur der Körper selber wenn er wieder gesund wird,

 

aber natürlich mit der Gewalt die Chemie, da geht das auch wenn er nicht gesund ist.

 

Mit der Homöopathie kann man nur die Immunkraft verbessern bei einem Infekt,

 

und zwar auch nur dann, wenn irgendeine Schwäche der Immunkraft vorhanden ist,

durch das richtige Mittel kann man diese Schwäche eliminieren.

Dann kann die Immunkraft die Infektion von selber überwinden, so schnell es eben mit optimaler Immunkraft geht, nicht schneller, aus, basta. Mehr ist nicht drin.

 

Wenn keine Schwäche der Immunkraft vorhanden ist, gibt's gar nix zu verbessern, dann hat man einfach keine Möglichkeit eine Beschleunigung der Heilung zu bewirken, egal welches Mittel oder wie oft oder wie viel von einem Homöopathischen Mittel man gibt.

 

So, jetzt hab ich recht detailliert die allerneuesten Ergebnisse der Hirn- und Emotionsforschung referiert, die exakt das wiedergeben, was wir in der Homöopathie seit gut 200 Jahren wahrnehmen und verwerten, das deswegen, weil ich grad einen Vortrag drüber vorbereite (Buch: im Netz der Gefühle)

 

Wenn Du durch diese komplizierte Materie durchsteigen kannst, wenn ich es also halbwegs verständlich erklären konnte, dann wird klar, dass mit Homöopathie keine "Manipulation" möglich ist.

Man kann nur mehr oder weniger gut die Hindernisse wegräumen, "heil werden" muss der Körper selber.

Und dass dabei die emotionalen Bewertungsprogramme mitreagieren, liegt nicht an der Homöopathie,

das ist gar nicht die bewusste Absicht des Behandlers, sondern das liegt einfach daran,

dass sie - die Emotionen - in sich ein Abbild des Körpers sind, mit oder ohne Homöopathie. Und wenn der Körper besser im "Gleichgewicht" ist, dann sind die Emotionen freier, situations-adäquater.

So, ich hoffe, ich hab dich nicht zu sehr mit dieser komplizierten Schilderung, diesem versuchten Beweis der Unmöglichkeit der Manipulation des Geistes und Gemütes mit einer Gabe einer Potenz bedrängt. Ich jedenfalls find diese Materie einfach hoch-hoch-aufregend, es begeistert mich, das besser zu verstehen, was ich so täglich mache.

freundliche Grüsse, Heli