Immuntypisierungen – einzelnen Zell-Populationen

Test für Mikroimmuntherapie (Labo Life) und BiGMed / BioimmunRegulations-Medizin nach Dr. Gilbert Glady.

Weitere gute Zusammenfassung beim Thorsten Hollmann

Messsung im Labor DOSTAL, Wien – UNBEDINGT DIE TREGS IMMER MITMESSEN LASSEN

Wichtige Links in diesem Zusammenhang

 

Lymphozytensubpopulationen

Immuntypisierung Testpatient

Leukozyten

weisse Blutkörperchen (Wikipedia

Lymphozyten

20-40% der Leukozyten (Wikipedia)

Es gibt verschiedene funktional unterscheidbare Typen von reifen Lymphozyten:

T-Lymphozyten

B-Lymphozyten

NK-Zellen (engl. natural killer cells) sind eine weitere Gruppe von großen granulären Lymphozyten, die weder über einen T- noch über einen B-Zell-Rezeptor verfügen und durch Freisetzung lytischer Granula infizierte Zellen (Fremdzellen, vor allem Tumorzellen und virusinfizierte Zellen) zerstören

T3-Lymphozyten

T-Lymphozyten =  CD3+ Zellen

T-Zellen erkennen nur Antigene die mit MHC-Rezeptoren auf den Oberflächen von körpereigenen Zellen präsentiert werden. B-Lymphozyten erkennen auch freie Antigene.

 

zelluläres Immunsystem

Das bedeutet, dass die T-Zellen selber und weniger ihre Zytokine oder Immunglobuline wirksam sind

  • Abwehr von Infektionen mit Viren, Pilzen und bestimmten Bakterien (z.B.Tuberkulosebakterien),
  • Abwehr von Tumorzellen,
  • bestimmten allergischen Reaktionen (vom verzögerten Typ)
  • Abstoßungsreaktionen von Transplantaten (z.B. Abstoßung einer Spenderniere).

Untergruppen T-Zellen

  • T-Helferzellen (CD3 und CD4 positiv),
  • T-Suppressorzellen (CD3 und CD8 positiv),
  • „NK-like“ T-Zellen (CD3, CD16 und CD56 positiv),
  • aktivierte T-Zellen (CD3 und HLA-DR positiv).
  • TRegs: CD4+ CD25+ FoxP3+  modifizieren Immun-Antwort, v.a. supprimieren. Mangel = Autoimmun, Überschuss = Krebs
  • CTL = zytotoxische T8c Zellen: erkennen MHC1 – Antigene und damit Virus-befallene Zellen

All diese Zellen sowie eine Reihe weiterer Immunzellen (allen voran die B-Zellen) werden mithilfe des Laborverfahrens der Durchflusszytometrie (FACS – Fluorescence Activated Cell Sorting) im Blut gemessen und quantifiziert.

Erhöhung der T-Zellen

Erniedrigte T-Zellen

T4

T4-Helferzellen

CD4+ erkennen Fremdantigene von APC – auf MHC2 präsentiert (Wikipedia)

  • TH1: mehr zytotoxische Reaktionenund IgG,
  • TH2 mehr Antikörper v.a. IgE

Typ1 – TH1 – HelferZellen

bilden IFN-?, IL-2 und TNF-? 

–> Aktivierung und Differenzierung von Makrophagen  –> Makrophagen produzieren IL-12 –> Typ1-Polarisierung reaktiver T-Zellen +  APC-Stimulation (Antigenpräsentierende Zellen)

–> Aktivierung der B-Lymphozyten –> IgG-Produktion

–> direkte  Abwehr von TB und Lepra

Typ2 – TH2 – HelferZellen

Typ2-CD4-positiven-T-Zellen prroduzieren: IL-4, IL-5, IL-6, IL-10, IL-13 und  Lymphotoxin-?

–> Hemmen Typ1 Reaktion, dadurch immer TH2-Antwort!

–> Aktivierung MASTZELLEN, basoph und EOSINOPHILE Granulos  –> IgE switch

T8s

T8-Suppressorzellen: CD8+  Referenzwerte 19 – 48 %, 400 – 1010 Zellen/µl. 

Kontrollfunktion insbes. gegenüber den CD4-Zellen. Hemmen Immunantwort, reduzieren Zytokin-Ausschüttung.

T4/T8 Ratio

Niedriger T4/T8 Ratio:

Akuter Anstieg der T8-Suppressor-Zellen: diese Konstellation deutet allgemein auf eine Immunstimulation hin. Vorkommen im Zusammenhang mit einer viralen Infektion (z. B. EBV, CMV, HHV6, HSV) oder im Frühstadium eines Diabetes mellitus Typ I oder einer anderen beginnenden Autoimmunerkrankung.

Permanent hohe CD8-Lymphozyten werden vielfach bei malignen Lymphomen vom Suppressor-Typ nachgewiesen.

Hoher T4/T8 Ratio

1) permanent niedrige CD8-Zellen bei Autoimmunerkrankungen (z- B. aktiver SLE, Hashimoto-Thyreoiditis), Nahrungsmittel- Unverträglichkeiten, Alopecia areata (et totalis) 

2) hohe CD4-Zellen  ???

T8c

Cytotoxische T-Lymphozyten CTL

  • CTL = zytotoxische T8c Zellen: erkennen MHC1 – Antigene und damit Virus-befallene Zellen

T8s

Cytotoxische T-Lymphozyten CTL

CD8+CD57- Lymphozyten  (Wikipedia)

  • CTL = zytotoxische T8c Zellen: erkennen MHC1 – Antigene und damit Virus-befallene Zellen

patrouillieren durch Blut, Lymphknoten und Organe. Sie interagieren mit körpereigenen Zellen (über MHC 1) und töten diejenigen ab, die von Krankheitserregern befallen und modifiziert worden sind (präsentieren dann auf dem MHC1 ein zb Virus-Hapten).

95% der CTLs werden im Thymus aussortiert (sonst AutoimmunKH)

Werden die reifen cytotoxischen T-Zellen durch Bindung an ein MHC-I-Protein, welches ihr spezifisches Fremd-Antigen präsentiert, aktiviert, so schütten sie Perforine und Granzyme aus, welche die befallene MHC-I-tragende Zelle in den programmierten Zelltod treiben.

Zudem produzieren und sezernieren aktivierte CTL auch Proteine wie das Interferon-? welches in benachbarten Zellen die Produktion von MHC-I-Proteinen fördert. Dies führt zu einer stärkeren Präsentation von intrazellulär abgebauten Peptiden (vermehrte Antigen-Präsentation im Fokus)

Im Falle einer beispielsweise mit einem Virus infizierten Zelle werden auch mehr virale Peptide präsentiert, welche wiederum von spezifisch geprägten CTL erkannt werden. Die Immunantwort wird so insbesondere im infizierten Bereich verstärkt.

T8c / T8s Ratio

CD8+CD57+ Lymphozyten

NK1

NK – Killer-Zellen

NK cells have their own specific surface markers. The predominant marker is CD56. The percentage of CD56+ NK cells is often measured in patients with chronic diseases as a marker of immune status: the lower the CD56 level, the weaker the immune system. You may have heard Chronic Fatigue Syndrome patients talk about their CD56 counts.

NK1 CD8-CD57+

CD57 NK cells are highly mature and might be terminally differentiated (2015).

CD57+ Marker kommt auf T8 Zellen und auf NK-Zellen vor.

T-Zellen: On T cells, CD57 expression has been regarded as a marker of terminal differentiation and (perhaps wrongly) of anergy and senescence. Bei Krebs: schlechteres Outcome wenn mehr vorhanden sind

NK-Zellen: Similarly, CD57 expression seems to identify the final stages of peripheral NK cell maturation; its expression increases with age and is associated with chronic infections, particularly human cytomegalovirus infection. However, CD57+ NK cells are highly cytotoxic and their presence seems to be beneficial in a number of non-communicable diseases. Acquisition of CD57 represents a shift toward a higher cytotoxic capacity, greater responsiveness to signaling via CD16 and natural cytotoxicity receptors (NCRs) and decreased responsiveness to cytokines

wenn viele NK 57+: bei Krebs: besseres Outcome, bei AutoImmun: immer bei schwereren KH.

Üblicherweise sind NK 57+ bei Autoimmun weniger stark vorhanden (Review 2010)

CD57+ und chron. Borreliose

alle CD57+ Zellen sind im Rahmen einer CHRONISCHEN Borreliose vermindert, hier werden allerdings alle Subtypen (CD8+, CD4+) mit expressionsmarker CD57+ zusammen gemessen.

chronische Borrelieninfektionen mit Veränderungen in der zellulären Immunabwehr einhergehen können. Ein Anzeichen hierfür ist eine verminderte Anzahl der sogenannten “Natürlichen Killerzellen”(natural killer cells, NK; CD3-CD56+), vor allem aber eine verringerte Absolutzahl und Anteil der aktivierten NK-Zellen (CD3-CD56+CD57+). Während bei akuter Lyme-Borreliose und anderen Erkrankungen normale CD57-Werte gemessen wurden, wiesen Patienten mit chronischer Borrelieninfektion häufiger Werte unter 60 CD57+-Zellen/?l Blut auf. Es wird diskutiert, dass es zu einer Unterdrückung des Immunsystems durch die Borrelieninfektion selbst kommt.

Aus ResearchandNutritional:

A below-normal count has been associated with chronic Lyme disease by the work of Drs. Raphael Stricker and Edward Winger. No one knows for sure why CD57+ NK cells are low in Lyme disease patients, but it is important to note that many disease states that are often confused with chronic Lyme (MS, systemic lupus, rheumatoid arthritis) are not associated with low CD57+ NK counts. The good news is that for most Lyme patients the CD57+ NK level increases as treatment progresses and health is regained.

CD57 markers can also be expressed on other kinds of cells, including T-cells, so it is important to distinguish between CD57+ T-cells and CD57+ NK cells. Clinicians need to be aware that many testing laboratories claiming to perform the CD57 test are actually looking at CD57+ T-cells rather than CD57+ NK cells, which are the cells of interest in chronic Lyme disease.

In order for a testing laboratory to measure the CD57+ NK level, it first measures the percentage of lymphocytes that are CD57+ NK cells. Then an absolute count is calculated by multiplying that percentage by the patient’s total lymphocyte count. The standard normal range for the absolute CD57 NK count is 60 to 360 cells per microliter of blood. This wide range was established based upon test results of hundreds of healthy patients. By these laboratory standards, a test result below 60 cells per microliter would be considered below normal and therefore associated with chronic Lyme disease. However, a recent study of my Austin patients has led me to believe that 100 cells per microliter is a more reliable threshold separating Lyme patients and healthy controls.

NK2

NK2 Cytotoxische T-Zellen  CD3+16+56+

Aus der Seite Ö-GV-AT: Killerzellen

Die NK-Zellen sind eine Untergruppe der Lymphozyten und können im Rahmen der Leukozytentypisierung (Immunstatus) quantitativ im Blut gemessen werden.

LOINC-Codes: 8112-5Y/CD3-CD16+CD56+ cells/100 cells in Blood
                       9728-7/CD3-CD16+CD56+ cells [#/volume] in Blood

Synonyme: Natural-Killerzellen, Natürliche Killerzellen, NK-Zellen (CD56.16+CD3-) [Lymphozyten] relativ/absolut (NKRLY/NKABS)

Warum werden die NK-Zellen im Blut bestimmt?Large Granular Lymphozyt (LGL-Zelle) © Dr. Gerhard Weigl

Die NK-Zellen sind eine spezielle Untergruppe der Lymphozyten, wobei diese wiederum eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) bilden. Im Rahmen der Leukozytentypisierung (Immunstatus) können die NK-Zellen quantitativ im Blut gemessen werden.

Die NK-Zellen umfassen etwa 15 Prozent der Lymphozyten im Blut. Die Besonderheit dieser Zellen ist, dass sie die Antigene (das sind besondere Eiweißstrukturen) CD16 und CD56 auf ihrer Zelloberfläche tragen.

Ihre Funktion erfüllen die NK-Zellen im Rahmen des sogenannten

  • zellulären Immunsystems.

NK-Zellen spielen eine wichtige Rolle bei der direkten Zerstörung von erkrankten Körperzellen (z.B. virusinfizierten Zellen, Tumorzellen). Einerseits können die NK-Zellen solche kranken Zellen selbst erkennen. Auf der anderen Seite erkennen die NK-Zellen aber auch Zellen, diez.B. mit Antikörpern beladen sind.

Bei folgenden krankhaften Prozessen spielen NK-Zellen eine wichtige Rolle:

  • Abwehr von Infektionen mit Viren, Pilzen und bestimmten Bakterien (z.B.Tuberkulosebakterien),
  • Abwehr von Tumorzellen.

Zur Erfassung der NK-Zellen, anderer Lymphozytensubgruppen (T-Zellen, B-Zellen etc.) sowie einer Reihe weiterer Immunzellen dient das Laborverfahren der Durchflusszytometrie (FACS – Fluorescence Activated Cell Sorting). Mit dieser Methode können all diese Zellen des Immunsystems im Blut gemessen und quantifiziert werden.

Was bedeuten erhöhte bzw. erniedrigte NK-Zellwerte im Blut?

Eine Erhöhung der NK-Zellen im Blut kann bei folgenden Erkrankungen vorkommen:

Erniedrigte NK-Zellwerte im Blut können bei folgenden Erkrankungen gefunden werden:

NK3

NK3 Zellen CD3-CD16+CD56+

B-Lymphozyten

B-Zellen gesamt CD19+

B CD5+CD19+

CD5(+) B cells constitute a subset of B cells and a subpopulation of CD5(+) B cells produced IL-10 and suggested as a regulatory B cell,

IgA Nephropathie

B-REGs (Autoimmun-KH)

Auto-Immun-Eklampsie

Antisperm-Antibody

T-Reg

 

T-Regulatorische CD4+CD25+CD1271low  in % T4

 

aus Wikipedia

Regulatorische T-Zellen (TReg), früher auch als Suppressor-T-Zellen bezeichnet, sind eine spezialisierte Untergruppe der T-Zellen. Sie haben die Funktion, die Aktivierung des Immunsystems zu unterdrücken und dadurch die Selbsttoleranz des Immunsystems zu regulieren. Sie verhindern dadurch im gesunden Organismus die Entstehung von Autoimmunkrankheiten. Regulatorische T-Zellen kommen bei Wirbeltieren vor, die ein adaptives Immunsystem besitzen.

–> bilden IL-4 (Switch IgG/IgA/IgE), IL-10 (supprimiert T-Zell-Aktivierung) und TGF? |   niedrigere Expression des Interleukin-7-Rezeptors (IL-7R, CD127)

von Dostal

Methode: Flowcytometrie, CD3+CD4+CD25+CD127low+

Material: Edta Vollblut, Raumtemperatur | Das Blut muß innerhalb von 24 Stunden nach der Blutabnahme im Labor sein | Abarbeitung: täglich |  Kosten: Euro 45.-

Treg Zellen gehören zu den CD4 positiven Helferzellen und  lassen sich über die niedrige Expression des Interleukin-7-Receptors, CD 127, bestimmen.

Treg Zellen wirken direkt  auf Antigen präsentierende Zellen (APC) und aktivierte T-Zellen und verhindern den Übergang  einer effektiven Immunantwort in eine überschießende und autoaggressive Immunreaktion und dienen der Aufrechterhaltung der Immuntoleranz.

Treg Zellen kommen auch vermehrt in Tumorgewebe vor, wobei ein supprimierender Effekt auf Immunreaktionen gegen Tumorantigene angenommen wird. Hohe Treg Zellzahlen korrelieren mit späten Tumorstadien.

Autoimmunreaktionen, wie TH1 induzierte entzündliche Darmerkrankungen und TH2 induzierte allergische Reaktionen können durch Treg Zellen kontrolliert werden. 

IL2-R

soluble IL2-R,  löslicher Interleukin 2 – Rezeptor

 

Methode: CLIA | Material: Serum | Abarbeitung: täglich | Kosten: Euro 23.-

Interleukin-2 aktivierte zytotoxische T-Lymphocyten erhöhen die Anzahl der membrangebundenen Il2-Rezeptoren und geben diese auch ans Blut in löslicher Form ab. Die Konzentration des sIL2-R im Serum ist ein Maß für die Aktivierung des T-Zellsystems.

Indikationen:  Spezifischer Nachweis einer T-Zellaktivierung, Aktivitätsbeurteilung der Sarkoidose und Erkrankungen des Rheumatischen Formenkreises, Verlaufsbeurteilung von T-Zell-Lymphomen, Prognosemarker bei HIV, Transplantatabstoßung

Beurteilung: Erhöhung bei zellulärer Immunaktivierung unterschiedlicher Genese, Sarkoidose, Lymphome, Virusinfektionen, Kollagenosen, Autoimmunerkrankungen.

 

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HeliR
HeliR
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische und komplementäre Zusatzausbildungen. Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. Umfangreiche Recherchen aus der aktuellen medizinischen Forschung. Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler

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