Hyperthermie – Besuch Prof. Giommaria Fiorentini – Hyperthermie-Fachabteilung Hospitale Pesaro

Prof. Dr. Giommaria Fiorentini hat ausgedehnte Astrozytome im Hirn mit Hyperthermie geheilt. Unsere Patientin mit inoperablem Astrozytom in der Medulla kann dank seiner Hyperthermie-Therapie wieder gehen und Haushalt versorgen (vorher gelähmt). Deswegen haben wir ihn während der Osterferien 2019 in seiner Klinik in Pesaro – 40km unterhalb von Rimini – besucht.

(c) der Fotos bin ich selber – die Fotos sind hiermit Public Domain und dürfen von jedermann ohne Nennung meines Namens benutzt werden.

 

Lokale Kurzwellen-Hyperthermie als optimale Krebs-Zusatzbehandlung

Prof. Fiorentini erklärt Lenna und mir sein Konzept sowie viele Fälle und seine Erfahrungen (weiter unten zusammengefasst)

Dr. Fiorentini nimmt sich für Lenna und mich einen ganzen Vormittag Zeit.

Er zeigt uns seinen Tagesplan, von morgens bis abends kommen Krebspatienten in seine Abteilung für Hyperthermie im  Presidio ospedaliero San Salvatore di Pesaro (Haus 1, 2ter Stock).

Medulla-Astrozytom verkleinert

Nicht ganz zufällig ist heute auch unsere Patientin (die in Wels / OÖ wohnt) heute bei ihm. Es geht ihr recht gut, sie kann wieder gehen „und kochen“, wie ihr Mann erzählt. Wegen ihres inoperablen Astrozytoms II im Bereich des Hinterhaupt-Lochs, das die halbe Medulla oblongata einnimmt, war sie ursprünglich bei Prof. Fiorentini, ist dann aber zu uns gekommen, weil wir die einzige Oncothermie in Oberösterreich haben.

Eine gemeinsame Patientin bringt uns zu Prof. Fiorentini

Unsere gemeinsame Patientin in der Hyperthermie-Abteilung der Onkologischen Klinik in Pesaro, während sie mit Oncothermie behandelt wird (c) HeliRetzek

Ihr Mann gibt uns ein Interview. Er ist eigentlich Italiener und kommt aus Pesaro und hat von Prof. Fiorentini aus der lokalen Zeitung erfahren, weil der Sohn eines bekannten italienischen Komikers von seinem ausgedehnten Astrozytom durch die Hyperthermie-Behandlung ‚geheilt‘ wurde. Dessen Tumor hat sich verkleinert und abgekapselt und ist seit 20 Jahren stabil, Prof. Fiorentini hat diesen Fall u.a. mit detaillierten MR-Zeitreihe-Bildern publiziert (3). 

 
Testimonials des Gatten unserer Patientin mit inoperablem Astrozytom und deutlicher hyperthermie-induzierter Besserung

 

 

Fortgeschrittenes Colon-Karzinom mit Carcinosis und Aszites, derzeit in Vollremission

Eine der nächsten Patientinnen, während wir anwesend sind: konnte keine volle Chemo bekommen, weil sie vor 20 Jahren wegen eines Lymphoms eine Knochenmarks-Transplantation bekommen hatte. Deswegen ist sie latent knochenmarksdefizient.

Mit metronomischer LowDose Chemotherapie, die in der Regel nebenwirkungsfrei vertragen wird, sowie regelmässiger Hyperthermie ist der Aszites verschwunden und der CEA auf unter 3 zurückgegangen, es geht ihr ausgezeichnet.

 

Hyperthermie in Italien offizielle Krankenhaus- / Krankenkassen-Medizin

Die Studienlage zur Hyperthermie ist seit vielen Jahren geklärt, es ist eine sehr einfach durchzuführende und sehr kosteneffektive Zusatztherapie zu allen anderen Tumor-Therapien.

Die Wirksamkeit jeder Krebsbehandlung und damit ihr Ergebnis wird durch Hyperthermie verbessert.

Da 10 Hyperthermie-Behandlungen nur so viel kosten wie eine Radio-Therapie-Behandlung, wird es als Zusatz-Therapie zur Chemo und Radiotherapie für die Patienten kostenlos angeboten.

 

Hyperthermie ist in Italien auch für Privat-Patienten leistbar

Der Kostenkatalog für Privat-Patienten ist regionsabhängig. Im ärmeren Süden zahlen Patienten für eine Therapiestunde 82,- , während in der Region Mailand 172,- verrechnet werden. Dies sind hochoffizelle Preise, die auch in Österreich möglich wären, würde das Gerät wie in Italien 1200 Stunden pro Jahr genutzt, d.h. 5 Tage pro Woche.

 

Hyperthermie ist in Italien in professoraler Hand und voll in die offizielle Onkologie integriert

Prof. Feisal Bunkheila und Prof. Giammaria FIorentini bei einer Führung durch die Radiotherapeutische Abteilung des Onkologischen Spitals in Pesaro, hier vor einer Oberflächen-Radiotherapie für Hautkrebs

Wir wurden u.a. durch das Spital geführt, und der Chef der Radiotherapie, Prof. Feisal Bunkheila, zeigte mir begeistert Fotos von gemeinsamen Patienten von ihm und Dr. Fiorentini, die er dank zusätzlich verabreichter Hyperthermie mit nebenwirkungsfreien Mini-Dosen bestrahlen konnte und die in Remissionen gekommen sind. Teilweise großflächig exulzerierte Tumore, die seit Jahren stabil sind und massiv verkleinert wurden.

Die Ausstattung des Spitals war unglaublich modern, 3 Bestrahlungseinheiten modernster Bauart, stereotaktisch lasergesteuerte Applikationsmodi, mehrere Physiker, außerordentlich freundliche Atmosphäre, die Patienten werden vom Personal umarmt, jeder lacht und freut sich, jeder Abteilungsvorstand publiziert und ist an der Universität als Professor.

 

Prof. Giommaria Fiorentini

leitet seit 2016 die Hyperthermie-Abteilung, in der sie ein ONCOTHERM EH-2000 betreiben.

 

Oncotherm EHY-2000

Dies ist ein Gerät, welches ähnlich einer Mikrowelle arbeitet. Die Kurzwellen mit 13,6 MHz durchstrahlen den Körper und werden vom normalen Gewebe nicht aufgenommen, aber vom Krebsgewebe, da dieses aufgrund des unterschiedlichen Stoffwechsels sehr übersäuert ist. Die Wärme-Energie überwärmt den Krebs auf bis zu 45°, was die Zellen zum Absterben bringt bzw. die Therapie-Intensität einer vorher verabreichten Bestrahlung oder Chemotherapie deutlich wirkverstärkt.

 

Prof. Fiorentini erklärt uns aus seiner jahrzehntelangen Hyperthermie-Praxis:

  • Hyperthermie ist wunderbar, Hyperthermie verbessert jede andere Therapie – egal ob Ernährungs-Medizin, Homöopathie, Bestrahlung oder Chemo, wenn man sie zusammen mit Hyperthermie anwendet, wird der Fall einfach viel besser laufen.
  • Hyperthermie hat hohes „Plazebo-Potential“, man darf nicht unterschätzen, dass diese maschinelle Anwendung die Selbstheilungskräfte des Patienten sehr stark mitaktiviert. Das spricht nicht gegen, sondern besonders für diese Therapie.
  • Hyperthermie hilft nicht nur beim Krebs, sondern auch bei rheumatischen Erkrankungen, PCP, Arthrose usw. usf. 
  • Hyperthermie zusammen mit Low Dose Radiotherapie oder Low Dose Chemotherapie (metronomische Chemotherapie) bringt eine drastische Prognose-Verbesserung bei Krebs-Patienten.

Während unserer Anwesenheit sind mehrere Stadium-4 Patienten, teils mit (mittlerweile verschwundenem) Aszites zur Therapie anwesend, alle sind ’stabil‘ seit oft mehreren Jahren, Tumormarker tw. sogar im Normbereich – es wird metronomisch Capecitabine und adjunkte Hyperthermie angewendet.

  • Hyperthermie ist bei weitem keine ‚Wundermedizin‘, man muss sie sorgfältig und sehr häufig anwenden. Ein Zyklus besteht aus 2 x wöchentlicher Anwendung für 1 Monat, also insg. 8 Anwendungen, danach einige Wochen Pause, man geht von mindestens 5  Zyklen Therapie aus. Viele der Patienten, die Dr. Fiorentini publiziert hat, (mit Hirntumoren) hatten zwischen 40 und 160 Therapien.

 

 

Dr. Fioretini zeigt uns einige Fotos von Patienten, die entweder nur mit Hyperthermie behandelt wurden, oder zusammen mit Low Dose Radiation. Er erklärt, dass dies entweder sehr alte Patienten waren oder die Vorerkrankungen so stark, dass reguläre Chemo nicht zu rechtfertigen wäre.

Ich fand den Besuch sehr aufschlußreich: hier wurde nicht sinnlos rumgeplaudert, ständig waren im Hintergrund die Patienten auf der Hyperthermie-Liege, und wir konnten sie befragen, die Fälle laufen dort wirklich gut, die Oncotherm ist den ganzen Tag über dicht bebucht.

Für mich neu ist die Notwendigkeit, die Hyperthermie so oft anzuwenden. In Italien geht dies leicht, weil die Kasse die Kosten übernimmt.

 

Zu den Kosten eine Übersichts-Rechnung:

Ein Hyperthermie-Gerät wie die Oncotherm EHY-2000 kostet neu derzeit 240.000,- , wenn es in 10 Jahren finanziert werden muss, sind das 25.000,- pro Jahr Finanzierungskosten.

Die Wartungskosten für das Gerät liegen pro Jahr bei Minimum 7000,-, wenn nichts kaputt geht, jede neue Elektrode oder jede kleine Reparatur ist zwischen 2-7000,-. Das Gerät kostet also über 32.000,- pro Jahr fix, nur damit es steht, ohne Personal, Heizung oder Strom. Es sind also bei 400h pro Jahr Auslastung, was in großen Praxen realistisch ist, 120,- notwendig, nur um die Kosten zu tragen, da hat noch keiner etwas verdient. Preise von 200-300,- pro Behandlung sind daher gerechtfertigt und in Deutschland, wo etwa 50 Geräte im Einsatz sind, die Norm.

Oncothermie mit dem EHY-2000 in der Praxis von Dr Retzek. Der Patient mit Leber-Metastasen bekommt die Hyperthermie-Behandlung inkl. RIFE-Frequenzen und gleichzeitig eine photodynamische Therapie mit Curcumin / WEBER-Blaulaser (sublingual angewendet) mit individuell ausgetesteten Laser-Frequenzen, das Kissen am Hals stützt den Laser-Applikator, so dass er die Hände frei hat.

 

Wir – Team Dr. Retzek – hatten Glück, ein gut gewartetes Gebrauchtgerät aus Deutschland zu bekommen von einer Kollegin, die wegen Schlaganfalls akut zu arbeiten aufhören musste. Mit Refinanzierung und Wartung kostet uns das Gerät ’nur‘ ca 15.000,- pro Jahr, bei einer Auslastung von 200 Stunden sind wir bei 75,- Selbstkosten (ohne Personal usw), daher bieten wir die Stunde um 120,- an,

Die Gesamtkosten bei einer 1 Jahres-Therapie – gerechnet mit 1 x / Woche – liegen also bei 6000,-, was etwa den Kosten entspricht, die für 2 Wochen  Target-Therapie-Tabletten anfallen, die jeder im Krankenhaus bekommt – aber das zahlt ja die Kassa, die merkwürdigerweise für die modernsten Therapien keine Preislimits kennt, wenn diese von großen Firmen angeboten werden, aber andere gut funktionierende Therapien nicht übernimmt.

Falls wir die Auslastung des Geräts hochbringen, wir könnten bis zu 600h pro Jahr anbieten, werden wir den Preis entsprechend reduzieren, bei Ankauf von vielen Stunden Therapie machen wir natürlich auch entsprechende Rabatte.

 

Nachtrag

Meine Reviews der besuchten Restaurants am Weg nach/von Italien finden Sie auf Tripadvisor

 

Weitere Publikationen

1. Fighting Fire with Fire – the Revival of Thermotherapy for Gliomas | Tittsworth et al, Anticancer Res 2014

2. A Phase II Clinical Study on Relapsed Malignant Gliomas Treated with Electro-hyperthermia | Fiorentini et al , in Vivo 2006

3. Modulated Electrohyperthermia in Integrative Cancer Treatment for Relapsed Malignant Glioblastoma and Astrocytoma: Retrospective Multicenter Controlled Study. | Fiorentini et al, Integrat. Cancer Therapies 2019

4 Artikel von Dr. Retzek mit Auszügen aus dem Buch Hyperthermie von Prof. Szahs.  oncothermie-lokale-kurzwellen-hyperthermie-bei-krebs

5 Artikel von Dr. Retzek über wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Oncothermie oncothermie-wissenschaftlicher-hintergrund-und-ergebnisse-in-studien

 

 

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Dr.med. Helmut B Retzek
Dr.med. Helmut B Retzek
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische, schulmedizinische und komplementäre ZusatzausbildungenWissenschaftliche Arbeit und Forschungs-BeiträgeZahlreiche Artikel und VorträgeUmfangreiche Recherchen in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Gedächtnis-Stütze.  Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler - Dr. Retzek's Youtube - Kanal mit Testimonials usw. - neue Einträge abonnieren --> im Footer der Seite

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