Hormone

Sammelseite über HRT = HORMON-ERSATZ-THERAPIE   –   Risiko, Anwendung, Hintergründe, Studien ….

Mein persönlicher Zugang zur Hormon-Therapie ergibt sich aus meinen umfassenden Präventivmedizinischen Zusatzausbildungen in Jahren 2008-2011.

Diese Seite ist eine Zusammenfassung und “Argumentations-Hilfe” für meine Patient(innen) die sich bei empfohlener Hormontherapie über Risiko und Möglichkeiten informieren wollen.

 

von mir empfohlene Bücher zur Hormontherapie mit bioidenten Hormonen

die hier weiter unten gezeigten Bücher habe ich alle selber gelesen.

  • Wenn sie eine Einführung suchen, nehmen sie das Rimkus oder Scheuerstuhl - Buch.
  • Spannend zu lesen über das Östrogen-Dominanz-Syndrom ist Michael Platt.

Für Kollegen: einige der Besonderheiten zum Zyklus und dessen Komplikationen in der alternden Frau habe ich erst nach dem Buch von Volker Rimkus verstanden. Obwohl ich Biochemie / Physiologie / Pathophysiologie / Pathologie und Gynäkologie – Prüfungen alle 1 bestanden habe, war mir einiges in diesem Zusammenhang nicht klar (Ursache der Östrogen-Dominanz).

hier die Liste mit empfohlenen Büchern …….

 

physiologischer Altersverlauf der Hormone

diese Kurve haben wir den zahlreichen Messungen von PD Dr. Römmler Alexander zu verdanken

 

hormone

 

 mit dem natürlichen Abfall der  Hormone beginnt der natürliche Sterbeprozess 

 

 

RISIKO einer Hormon-Ersatz-Therapie (HRT)

“was, du nimmst Hormone!! Bist du verrückt, da bekommst du doch Krebs !!!”

So wurde es ca 2000 in allen Medien gepredigt: die damalige Hormontherapie war tatsächlich suboptimal und hat zu einer gewissen Risiko-Erhöhung für Brustkrebs beigetragen.

Hier der Risikovergleich:

relatives_Risiko_HRT_Hormone_Kritik Nebenwirkungen Hormon

 

 

“Experte”: Doz. Alexander Römmler, München – Publikationen für Fachpublikum.

Risiko ist abhängig von der

1) Art der Hormone

2) Anwendung der Hormone

 

1) Risiko abhängig von Art der Hormone: BIOIDENTE HORMONTHERAPIE

keine Risiko-Erhöhung wenn Bioidentische Hormone Transdermal in physiologischer (=normaler, gesunder, wie im Körper üblicher) Anwendung.

Studien mit insg. 1 mio Frauen und auch 10j Dauer bestätigen, was in folgender Grafik gezeigt wird:

Bioidentes Progesteron und Estradiol in korrekt-ausgewogenem Verhältnis erhöht KEINESFALLS das Krebsrisiko!

Risiko_Hormone Alexander_Roemmler_HRT

2) Sichere Anwendung der Bioidentischen Hormone

die Östrogentropfen von Prof. Johannes Huber sowie die Rimkus-Kapseln von Dr. Volker Rimkus gelten ebenfalls als TRANSDERMALE Östrogen-Verabreichung, da sie nicht über den normalen Verdauungs-Trakt aufgenommen werden sondern im Mund bzw. bereits im Magen resorbiert werden

zahlreiche Studien (neuesten Datums, siehe unten) zeigen die vollständig sichere Anwendung durch transdermale Östrogen-Gabe.

 

Zusammenfassung RISIKO

HRT Risikofrei wenn

1) mit Bioidentischen Hormonen durchgeführt

Übersichtsarbeit von Doz. Alexander Römmler, Hormonzentrum München, hier noch das Literaturverzeichnis dieser Publikation. Weitere Übersichtsarbeit von Doz. Alexander Römmler aus 2006.

2) wenn Östrogen so verabreicht wird, dass es nicht über den Darm sondern “Transdermal” aufgenommen wird

 

leitlinien-gerechte Anwendung für altersentsprechende Mangelzustände

  • Transdermales Östrogen unter Blutbildkontrolle auf 40pg/ml E2 bei Frau, (auf 25pg/ml E2 beim Mann)
  • ZUSÄTZLICH Progesteron oral 100mg (Utrogest)

diese Vorgehensweise ist mit hoher Studien-Teilnehmerzahl abgesichert und kann daher als absolut “Standard” angesehen werden. Multiple Studien weiter unten

 

Spezielle Transdermale Östrogen-Systeme

  • Östrogen als hochdosierte orale Tropfen – werden über Mundschleimhaut aufgenommen: Anwendungsart von Prof. Dr. Dr. Johannes Huber bzw. der s.g. “Wiener Schule”
  • Östrogen in Öl gelöst in Magenlöslichen Kapseln – werden direkt über Chylus (Darm-Lymphe) an der Leber vorbei in den grossen Blutkreislauf getragen: Anwendungsart der Schule von Dr. Volker Rimkus

Rimkus und Hubers Zielwerte sind höher als die von Römmler vorgegebenen: Rimkus hat in 20 Jahren Praxis den Zielwert von 100pg/ml Estradiol als erstrebenswert aufgefunden.

Dr. Rimkus ist reiner Praktiker und hat keine Studien die seine Vorgehensweise wissenschaftlich bestätigen. Seine Argumentationslinie “die Natur hat über Millionen Jahren die korrekten Hormone in der korrekten Dosierung ausgewählt” ist jedoch plausibel. Seine praktischen Ergebnisse sind nach seinen Angaben phänomenal.


 

 

BÖSE HORMON-THERAPIE

Böse nebenwirkungsbehaftete Hormon-Therapie ist eine Tablette mit einem oralem Östrogen – oder noch schlimmer – einem Premarin-Präparat – in Kombination mit künstlichem Gestagen: typisches Präparat: CLIMEN (R) von Fa. Bayer / Schering.

Doz. Römmler hat zahlreiche Gespräche mit den Verantwortlichen der Fa. Bayer über die implikationen dieser HRT-Therapie geführt und wurde jedoch von den Verantwortlichen immer abgewimmelt – hier diktieren nicht die Studien- sondern die Umsatz-Daten die Vorgehensweise der Industrie.

ORALES ÖSTROGEN

hoher “First-Pass-Effekt” in der Leber. Dort wird Estradiol sofort metabolisiert, daher müssen Megadosen E2 verabreicht werden um die gewünschten Wirkspiegel im Blut zu erreichen.

  • Starke Leberbelastung,
  • fördert Gallenkrankheiten,
  • Thrombosen (4fach),
  • entzündungsbedingte Atherosklerose in den Blutgefässen macht Schlaganfall(2x),
  • Brustkrebs-Wachstumsfördernd (nicht auslösend).
  • Achtung: bei Adipositas (BMI > 30) kommt es unter reinem oralen Östrogen zu 20 fach erhöhtem Risiko für Blutdrucksteigerung!
  • BMI 25-30: 10fach höheres Risiko

 

in nachfolgendem Bild sieht man die Gründe für die Nebenwirkungen

weil die Leberpassage bei einer Tabletten-Östrogen-Therapie (gelb) gleich den grössten Teil des Östrogens ins Östron umwandelt, müssen 20x überdosierte Hormon-Mengen (im Vergleich die normale menstruierende Frau GRÜN) eingenommen werden. Diese Überdosierung ist für die Nebenwirkungen verantwortlich

Transdermal (rot) mini-mengen Östrogen verursachen keinerlei Überdosierungen

grün: gesunde Frau um die 40 mit Hormonschwankungen zwischen 50-200pg/ml Östrogen | gelb: Tablette zur Hormonersatz-Therapie: massive überdosierungen sind die Folge | rot: transdermal (Gel, Creme) angewendetes Östrogen – zielsicher wird für 2-3 Stunden pro Tag nur der minimale “Erhaltungs-Betrag” an Hormonen angewendet

 

Achtung: Hubers Östrogen-Tropfen wie auch Rimkus-Kapseln sind tatsächlich transdermale Systeme! 

 

TRANSDERMALES ÖSTROGEN

perfekte Applikationsart, kaum Metabolisierung, Minidosierung auf die gewünschten Blutwerte (40pg/ml bei Frau, 25pg/ml beim mann).

Deutliche Reduktion der Atherosklerose ( -50% Herzinfarkt in der reinen E2 | -20% Herzinfarkt in der kombinierten E2+Pr – HRT)

Reduktion der Thrombosen (-10% bei reiner E2 | -30% bei kombinierter E2+Pr – HRT)

 

Progesteron

kein rein weibliches “Sex” Hormon – off-label use zur Therapie auch beim Mann begründbar und wird in Zukunft eine normale Praxis einer standardisierten Präventivmedizin darstellen.

oral verabreicht (Utrogest) wirkt stärker als Aldosteron auf die Aldosteron-Rezeptoren und senkt daher stark den Blutdruck!

Metabolisierung in Leber zu den Neuroprotektiven Steroidhormon: Pregnanolon – daher “das Neuroprotektive Hormon”

Physiologische = natürliche biologische Wirkung

  • Balanziert Östrogen
  • moduliert Stimmung
  • repariert Nervensystem
  • schützt vor Hautalterung und Osteoporose
  • Gefässschutz, Blutdrucksenkung, Durchblutungsverbesserung
Römmler 2007, Zs f OM 2: 16-21

Zusätzliche “pharmakologische Wirkung” einer Dosis oral verabreichtes Progesteron

  • Zusätzliche Effekte: innere Unruhe, Ängste/Panikattacken, stressbedingte Durchschlafstörungen

Römmler 2009, Zs f OM 3: 9-13

 

 

 

 

 

Relation des Risikos bei “falscher Therapie” – die WHI-Studie

 

 

 

 

 

Hormone und Krebs

Prof. Dr. Dr. Johannes Huber zieht seit 2012 durch die Kongresse mit einer eindeutigen Message:

  • Hormone schützen gegen Krebs
  • Hormone vermindern die Bösartigkeit von Brust-Krebs. Falls trotz der schüztenden Hormontherapie ein Brustkrebs auftreten sollte, wäre dieser 3 x so gut heilbar!

 

Prof. Dr.Dr. Johannes Huber, Doyain Österreichischen Hormon-Therapie, Gynäkologie, Präventivmedizin anlässlich seines Vortrages beim Münchner Kongress für Biologische Krebstherapie

 

 Wirkung auf Blutdruck

Aus Vortrag von Dr.Dr. Johannes Huber, Biologische Krebstherapie – München, Mai 2012 – Progesteron wirkt fast so stark diuretisch wie Aldosteron. Bei Progesteron-Mangel kommt es zur Wassereinlagerung und Blutdruckerhöhung – typische Komplikation der Menopause

 

 

durch Östrogen-Gabe kann der typische LDL (Cholesterin) – Anstieg im Alter wieder aufgehoben werden. Schon Dr. Volker Rimkus berichtet, dass die Cholesterinspiegel seiner Patientinnen alle unter Hormon-Therapie sich normalisierten

 

Künstliche Hormone (Gestagene) lösen Krebs aus, bioidentes Hormon nicht

aktuelle Studie aus April 2012 fasst Forschungen der letzten 20j zusammen: Bioidente Hormone haben völlig anderes Wirkprofil als “künstliche Hormon-Ersätze”.

Bioidentisches Progesteron ist im Gegensatz zu “patentierbaren” Gestagenen für Hormon-Ersatz-Therapie nebenwirkungsfrei

 

 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22432812

 

 

Transdermale Östrogengabe Nebenwirkungsfrei

Wie wir von Römmler bereits in vielen STudien bewiesen bekamen, hier in einer neuen Review April 2012 vom hochgeschätzten Prof. Dr. Alfred Mück zusammengefasst:

  • bioidentes Östrogen TRANSDERMAL (als Creme oder Gel) angewendet hat keinerlei Thrombose-Risiko-Erhöhung.
  • Mikronisiertes Progesteron verhält sich ebenfalls nur schützend auf das Herz-Kreislauf-Blutgefäss-System –> senkt Blutdruck und regeneriert Herzmuskel.

Daher ist die transdermale Östrogengabe auch für Frauen mit Thrombose-Risko (Raucherinnen, APC-Resistenz, ….) geeignet.

Die selbe Aussage auch in einer Review von der US-George Washington Universität vom April 2012

 

keine Blutungen durch Hormone, Endometrium bleibt normal

Aktuelle Studie aus Februar 2012: transdermale Gabe von Östrogen mit Progesteron-Kapseln (2x / Woche): gute HRT-Effektivität und kaum Blutungen. Das Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) blieb unverändert.

 

siehe auch meine Seite “Hormone & Brustkrebs-Risiko