Hormone

Scheuerstuhl: Natürliche Hormontherapie: Alles Wissenswerte über Hormone, die ihre Gesundheit nebenwirkungsfrei ins Gleichgewicht bringen können

Sammelseite über HRT = Hormonersatztherapie   –   Risiko, Anwendung, Hintergründe, Studien ….

Für Krebspatienten

Mein persönlicher Zugang zur Hormon-Therapie ergibt sich aus meinen umfassenden Präventivmedizinischen Zusatzausbildungen in Jahren 2008-2011 sowie der seither erarbeiteten Bücherliste.

Diese Seite hier ist eine Zusammenfassung und „Argumentations-Hilfe“ für meine Patient(innen) die sich bei empfohlener Hormontherapie über Risiko und Möglichkeiten informieren wollen.

 

von mir empfohlene Bücher zur Hormontherapie mit bioidenten Hormonen

  • Wenn sie eine Einführung suchen, nehmen sie das Rimkus oder Scheuerstuhl – Buch.
  • Spannend zu lesen über das Östrogen-Dominanz-Syndrom ist Michael Platt.

 

Anmerkung für ärztliche Kollegen

einige der Besonderheiten zum Zyklus und dessen Komplikationen in der alternden Frau habe ich erst nach dem Buch von Volker Rimkus verstanden. Obwohl ich Biochemie / Physiologie / Pathophysiologie / Pathologie und Gynäkologie – Prüfungen alle mit 1 bestanden habe, war mir einiges in diesem Zusammenhang nicht so eindeutig augenscheinlich und klar, insb. die Ursache der Östrogen-Dominanz.

hier die Liste mit empfohlenen Büchern .......

Dr. Annelie Scheuernstuhl und HP Anne Hild: Natürliche Hormontherapie: Alles Wissenswerte über Hormone, die ihre Gesundheit nebenwirkungsfrei ins Gleichgewicht bringen können 

 

Dr. Volker Rimkus: super zu lesen, leicht und einprägsam für Laien. Informativ aber auch für Ärzte die gut über Hormone bescheid wissen. Erst mit Rimkus habe ich so manche Eigentümlichkeiten des hormonellen Ablaufes des Zyklus verstanden, die nicht im üblichen Textbook-Wissen drinnenstehen!

 

Der Mann im Wechsel seiner Jahre: Lebenslust statt Lebensfrust im Alter

by Volker Rimkus [Heerd, Ulrich, u. Petra Otto]
Leser-Reviews
Price: EUR 23,80

Dr. Volker Rimkus: auch für den Mann – er zeigt, dass Männer genauso viel Östrogen und Progesteron wie Frauen haben – und auch benötigen!

DHEA als „das Wundermittel“ für den Männlichen Wechsel, der sich fast immer nur in Mieselsucht, Jammereri und besserwisserischem Rückzug – in „larvierter“ Depression – äusssert.

 

super Buch! Plastisch und drastisch, nicht verzopft oder verwissenschaftlicht wie eben US-Bücher oft sind:

Dr. Michael Platt war einer der ersten die in USA die Therapie mit Bioidenten Hormonen propagiert hat, quasi der Nachfolger von Dr. John Lee.

Plastisch, eindrucksvoll, typisch US-Amerikanisch geschriebener „Selbsthilfe-Ratgeber“  – das richtige Buch zum Einsteigen. Beschäftigt sich Hauptsächlich mit der Östrogen-Dominanz.

 

Dr. John Lee von Akse war überhaupt der erste, der Hormone als Therapeutika verwendet hat. Hier v.a. das Progesteron-Mangel-Syndrom.

Eigentlich nach dem Platt-Buch „Hormon-Revolution“ überflüssig.

 

PD Dr. Alexander Römmler: gutes Buch, auch für Kollegen. Römmler legt v.a. Wert auf Wissenschaftllchkeit und Seriosität. Ist dadurch nicht ganz so einfach und für Laien unter Vermeidung jedes Fachbegriffes flüssig geschrieben wie Rimkus oder Scheuernstuhl, vielleicht liegt es auch nur am Layout.

 

Altersverlauf der Hormone

diese Kurve haben wir den zahlreichen Messungen von PD Dr. Römmler Alexander zu verdanken.

Man sieht deutlich den Zusammenbruch der weiblichen Hormone um 55 LJ, Frauen haben mit 60j weniger „Sexualhormone“ wie Männer mit 105, desswegen ist deren Libido meistens ebenso abgesunken.

Die Regeneration aller Gewebe hängt von den „steuernden Hormonen“ ab – keine Hormone, keine Regeneration – demgemäss steigt sofort die Sterberate.

im Alter kommt es zum drastischen Einbruch der Hormone. Mit einer Substitutionstherapie mit natur-identen Hormonen kann der Vitale und gesunde Zustand des mittleren Lebensalters verlängert werden.

im Alter kommt es zum drastischen Einbruch der Hormone. Mit einer Substitutionstherapie mit natur-identen Hormonen kann der Vitale und gesunde Zustand des mittleren Lebensalters verlängert werden. Grafik (c) PD Alexander Römmler, München

 

 

 Plakativ gesagt: mit dem natürlichen Abfall der  Hormone beginnt der natürliche Sterbeprozess 

 

Wieso ist dies so? Wieso lässt uns die Natur ab 50j im Stich?

Dies hängt mit der evolutions-geschichtlichen Entwicklung der Menschen zusammen. Tatsächlich erreichen wir Menschen erst seit kurzem in grösserer Zahl das Ende der reproduktiven Phase und werden älter.

Natürlich“ bedeutete bis jetzt nämlich praktisch immer, vor dem 50 LJ zu sterben.

Lebenserwartung im Zeit der Geschichte. Erst seit 1910 werden wir durchschnittlich über 50 Jahre alt

Lebenserwartung im Zeit der Geschichte. Erst seit 1910 werden wir durchschnittlich über 50 Jahre alt

 

„ALTERN“ ändert sich in meiner Generation

Nun, mit meinen 51j bin ich noch kein so richtig älteres Semester – in der Selbstwahrnehmung!

In meiner Jugend aber waren 50 Jährige bereits alte Menschen, 60j immer alt, verhutzelt und meist auch ziemlich krank.

70j waren schon Methusalems, da nur wenige diese Altersgrenze überschritten haben.

In meiner Turnuszeit habe ich kapiert „aha, Männer gehen mit 60 in Pension und versterben mit 66 im Spital an irgendeiner argen Krankheit“ (meist mit Leberproblemen). Herzinfarkt war nach spätestens 1 Jahr tot, Krebs war fast immer ein Todesurteil.

Erst seit 20j hat die Schulmedizin jenes Mass an Sympomenkontrolle erreicht, dass hohes Alter mit guter Lebensqualität die typische Verlaufsform darstellt.

Diabetiker und Herzinfarkt-Patienten erreichen heute i.d.R. das normale Lebensalter! Dank Frühdiagnostik ist bei Krebs vieles in Richtung Heilbarkeit gegangen.

D.h.: es gibt in der Natur keine „normalen, natürlichen“ Strategien gesund richtig alt zu werden, da dies nur sehr selten, unter aussergewöhnlichen Umständen, in bestimmten Regionen vorkam.

Wieso vererbt sich hohes Alter nicht?

„gesundes Altern“ ist kein evolutionsbiologisches Selektions-Kriterium, wie „Schönheit“ oder „grosse Muskelmasse“ oder „schmales Becken / breite Schultern“.

  • Grössere Männer haben mehr Erfolg bei Frauen, daher ist dies ein „Selektions-Kritierum“.
  • Hübschere Frauen haben mehr Erfolg bei Männern, daher ist dies ein „Selektions-Kriterium“.
  • Hohes Alter: kein Selektionskritierum, weil dies nicht auf die Pa rtnerwahl und aufs Kinderkriegen Einfluss nimmt.

 

„Ich will aber natürlich altern …..“

nun gut, kein Problem aber ….

  • wieso dann zum Zahnarzt und den natürlichen Zahnverfall „künstlich“ behandeln?
  • wieso zum Augenarzt und die natürliche Alters-Sichtigkeit mit Brillen behandeln, den natürlichen grauen Star operieren?
  • wieso zum Friseur und die natürliche Haar-Gräulichkeit durch Farbe aufpeppen?
  • wieso zum Hörgerätehersteller und Hörgeräte kaufen gegen natürliche Schwerhörigkeit 
  • wieso zum Orthopäden und den natürlichen Gelenks-Verschleiss durch künstliche Hüfte oder Knie behandeln?
  • …..

des Menschen Ziel war es NIE einfach so zu „verfallen“, sondern diesen Verfall aufzuhalten. 

Anstatt  zu reparieren, macht es doch Sinn den Verfall aufzuhalten, das Altern aufzuhalten.

Der Verfall der ganz „natürlich“ eintritt, wenn die Reparatur-Hormone wegfallen.

Den altersbedingten „Hormon-Mangel“ zu messen und dann den fehlenden Anteil zu ersetzen ist für einen Arzt genauso „natürlich“ wie den „Insulin-Mangel beim Diabetiker“ zu ersetzen:

ein mit Labor-Messungen gemessener und symptomen-verursachender Mangel wird ausgeglichen und schon funktionieren die meisten Abläufe des Organismus wieder genauso harmonisch wie vor dem auftretenden Mangel, der Beweiss dafür, dass dieser Mangel die Ursache der Symptome war!

 

HRT = Hormon-ERSATZ Therapie

ersetzt nur in minimalen Dosen genau das, was durch Alter oder Krankheit weggefallen ist, aber zum normalen Funktionieren des Körpers (und geistes) notwendig ist.

Moderne HRT verwendet ausschliesslich bioidente Hormone. 

Pflanzenhormone sind für Pflanzen, Pferdehormone für Pferde – Menschen brauchen Menschenhormone

 

RISIKO einer Hormon-Ersatz-Therapie (HRT)

„was, du nimmst Hormone!! Bist du verrückt, da bekommst du doch Krebs !!!“

So wurde es ca 2000 in allen Medien gepredigt: die damals geübte Hormonersatz-Therapie-Praxis war tatsächlich böse und hat zu einer Risiko-Erhöhung für Brustkrebs beigetragen.

 

Krebs als Folge einer Hormon-Therapie ?

es wurden bis zum Jahr 2002

1) die falschen Hormone verwendet

  • Pferde-Urin-Hormone: PREMARIN
  • künstliche Hormone: synthetische Gestagene  !!!!

2) die falsche Applikations-Art gewählt: Tabletten

Östrogene oral (Tablette) wird rasch in der Leber zu Östron umgewandelt,

desswegen musste man hohe Dosen Östrogen geben um etwas davon „un-umgewandelt“ in den Körper hinein zu bekommen.

Der Preis war heftige Leberbelastung und hohe Östron-Spiegel, in nachfolgender Grafik GELB umrandet – während grün/rot die „normalen Spiegel“ sind. 

durch orale Östrogen Gabe erzeugt man höchste Östron-Spiegel (gelb), durch Hautcreme von Östrogen wird Östron kaum erhöht (rot)

 

Diese Grafik nochmal mit anderen Worten erklärt

orales Östrog erhöht Östron-Spiegel extrem stark (gelb), dies verursacht dann eine Beschleunigung des Krebswachstums. Gibt man Östrogen transdermal als Creme (rot) bekommt man keine schlechten Hormon-Spiegel.

Durch Hormone selber entstehen KEINE Krebs-Zellen, aber vorhandene Krebszellen werden im Wachstum stark beschleunigt.

 

Gibt es denn auch andere Risiken? Wie hoch ist das Risiko?

1) mit bioidenter Hormontherapie in korrekter Anwendung gibt es KEINE Krebs-Risiko-Erhöhung

2) natürlich gibt es andere Risiken, hier der Risikoverlgeich – man sieht dass Hormone in der „bösen – inkorrekten – obsoleten Tabletten-Therapie“ keine wirklich hohe Risiko-Erhöhung darstellt im Vergleich zB zum Übergewicht.

nach Römmlers Publikationen das relative Risiko einer Hormon Ersatz Therapie

nach Römmlers Publikationen das relative Risiko einer Hormon Ersatz Therapie

 

 

Diese Risikotabelle bezieht sich auf die „alte“ Tabletten-Hormon-Therapie.

Also: die damals „böse“ Hormon-Ersatz-Therapie mit künstlich/chemischen Hormonen in falscher Anwendung hat das Risiko für Brust-Krebs erhöht – jedoch nur 1/10 der Risiko-Erhöhung wie wenn man Übergewicht hat.

Gleichzeitig – ich zeige die Daten weiter unten – sind diese „Hormon-Krebse“ viel viel besser heilbar.

.... Hormone und Krebs .... was sagen die Fachleute über das Risiko ...

Sehr plakativ habe ich dies in München beim Präventivmedizin-Kongress 2011 von einem emeritierten Gynäkologie-Professor gehört:

„meine Damen und Herren, ja – mit der damaligen ’schlechten‘ Hormontherapie hatten wir in Deutschland 8000 zusätzliche Brustkrebsfälle, das ist richtig. Aber diese fürchten wir ja gar nicht, weil sie ja so gut heilbar sind. Gleichzeitig würden wir uns 172.000 Alzheimer-Fälle ersparen, weil durch die regenerativen Effekte der Hormon-Therapie die Gehirn-Degeneration ausbleibt. 

Ich meine dass die volkswirtschafltiche Rechnung doch sehr deutlich spricht!“

Die „neue“ Hormontherapie mit BIOIDENTEN Hormonen in korrekter Verabreichung und Dosierung hat KEINE KREBS RISIKO-ERHÖHUNG. Das bedeutet, man bekommt damit den gesamten Benefit ohne jedes Risiko.

 

Hormon-Risiko abhängig von 

1) Art der Hormone –> BIOIDENTE HORMONE

2) Anwendung der Hormone  – -> TRANSDERMALES ÖSTROGEN

 

1) BIOIDENTE HORMONTHERAPIE

keine Risiko-Erhöhung wenn Bioidentische Hormone Transdermal in physiologischer (=normaler, gesunder, wie im Körper üblicher) Anwendung verwendet werden.

Studien mit insg. 1 mio Frauen und auch 10j Dauer bestätigen, was in folgender Grafik gezeigt wird:

Bioidentes Progesteron und Estradiol in korrekt-ausgewogenem Verhältnis erhöht KEINESFALLS das Krebsrisiko!

bio-idente Hormone in korrekter Anwendung haben keine Krebs-Risiko-Erhöhung. Künstliche Gestagene und reines orales Östrogen erhöhen das Krebsrisiko

bio-idente Hormone in korrekter Anwendung haben keine Krebs-Risiko-Erhöhung.
Künstliche Gestagene und reines orales Östrogen erhöhen das Krebsrisiko

 

 

2) Sichere Anwendung der Bioidentischen Hormone

die Östrogentropfen von Prof. Johannes Huber sowie die Rimkus-Kapseln von Dr. Volker Rimkus gelten ebenfalls als TRANSDERMALE Östrogen-Verabreichung, da sie nicht über den normalen Verdauungs-Trakt aufgenommen werden sondern im Mund bzw. bereits im Magen resorbiert werden

zahlreiche Studien (neuesten Datums, siehe unten) zeigen die vollständig sichere Anwendung durch transdermale Östrogen-Gabe.

 

Hormon-Behandlung und Krebs

wir haben oben schon gesehen: gute Hormon-Therapie hat keine Erhöhung des Kre bsrisikos!

Seit 13 Jahren werden kaum mehr Hormon-Tabletten verwendet, trotzdem steigt das Brustkrebs-Risiko weiter an:

Brustkrebs hat sich in den letzten 30 Jahren VERDREIFACHT.

seit 1980 hat sich der Brustkrebs kontinuierlich erhöht und mittlerweile VERDREIFACHT. Daten sind weltweite kumulierte Neu-Erkrankungen (Lancet. 2011 Oct 22;378)

 

Hormone machen KEINEN Krebs – aber sie verhindern ihn auch nicht

wie ist es nun mit jenen Frauen, die unter HRT trotz des „nicht erhöhten Risikos“ einen Krebs bekommen?  Wie ist die Heilbarkeit von Brustkrebs der entstanden ist, während HRT verwendet wurde?

 

Prof. DDr. Johannes Huber beim AntiAging-Kongress in München 2012

Prof. DDr. Johannes Huber beim AntiAging-Kongress in München 2012

 

Prof. Dr. Dr. Johannes Huber zieht seit 2012 durch die Kongresse mit einer eindeutigen Message:

  • Hormone vermindern die Bösartigkeit von Brust-Krebs. Falls trotz der schüztenden Hormontherapie ein Brustkrebs auftreten sollte, wäre dieser 3 x so gut heilbar!
ein Brustkrebs, der während einer HRT auftritt ist 3 x so gut heilbar

ein Brustkrebs, der während einer HRT auftritt ist 3 x so gut heilbar | Schütz et al, Am J Obst Gyn 2007

 

 

Die Studie sagt uns: es gibt

  • weniger fortgeschrittene Tumore,
  • weniger Metastasen,
  • bessere Heilbarkeit,
  • weniger Rückfälle

sollte unter einer HRT (hormon-Ersatz-Therapie) ein Krebs entstanden sein.

 

Hier ist die Studie verlinkt:

Studie von Schütz et al über Verlauf von Patienten, welche unter HRT einen Brustkrebs bekommen haben

hier diese Studie von Mück et al über Verlauf von Patienten, welche unter HRT einen Brustkrebs bekommen haben


 

Zusammenfassung RISIKO einer HRT

HRT Risikofrei wenn

1) mit Bioidentischen Hormonen durchgeführt

Übersichtsarbeit von Doz. Alexander Römmler, Hormonzentrum München, hier noch das Literaturverzeichnis dieser Publikation. Weitere Übersichtsarbeit von Doz. Alexander Römmler aus 2006.

2) wenn Östrogen über die Haut verabreicht wird

3) ausserdem sind Brustkrebse, die unter einer Hormon-Therapie auftreten, deutlich besser heilbar: weniger metastasen, weniger Rückfälle, höhere Überlebensraten

 

leitlinien-gerechte Anwendung für altersentsprechende Mangelzustände

  • Transdermales Östrogen unter Blutbildkontrolle auf 40pg/ml E2 bei Frau, (auf 25pg/ml E2 beim Mann)
  • ZUSÄTZLICH Progesteron oral 100mg (Utrogest) oder als Transdermale Creme

diese Vorgehensweise ist mit hoher Studien-Teilnehmerzahl abgesichert und kann daher als absolut „Standard“ angesehen werden. Multiple Studien weiter unten

 

Spezielle Transdermale Östrogen-Systeme

  • Östrogen als hochdosierte orale Tropfen – werden über Mundschleimhaut aufgenommen: Anwendungsart von Prof. Dr. Dr. Johannes Huber bzw. der s.g. „Wiener Schule“
  • Östrogen in Öl gelöst in Magenlöslichen Kapseln – werden direkt über Chylus (Darm-Lymphe) an der Leber vorbei in den grossen Blutkreislauf getragen: Anwendungsart der Schule von Dr. Volker Rimkus

Rimkus und Hubers Zielwerte sind höher als die von Römmler vorgegebenen: Rimkus hat in 20 Jahren Praxis den Zielwert von 100pg/ml Estradiol als erstrebenswert aufgefunden.

Dr. Rimkus ist reiner Praktiker und hat keine Studien die seine Vorgehensweise wissenschaftlich bestätigen. Seine Argumentationslinie „die Natur hat über Millionen Jahren die korrekten Hormone in der korrekten Dosierung ausgewählt“ ist jedoch plausibel. Seine praktischen Ergebnisse sind nach seinen Angaben phänomenal.


 

 

BÖSE HORMON-THERAPIE

Böse nebenwirkungsbehaftete Hormon-Therapie ist eine Tablette mit einem oralem Östrogen – oder noch schlimmer – einem Premarin-Präparat – in Kombination mit künstlichem Gestagen: typisches Präparat: CLIMEN (R) von Fa. Bayer / Schering.

Doz. Römmler hat zahlreiche Gespräche mit den Verantwortlichen der Fa. Bayer über die implikationen dieser HRT-Therapie geführt und wurde jedoch von den Verantwortlichen immer abgewimmelt – hier diktieren nicht die Studien- sondern die Umsatz-Daten die Vorgehensweise der Industrie.

ORALES ÖSTROGEN

hoher „First-Pass-Effekt“ in der Leber. Dort wird Estradiol sofort metabolisiert, daher müssen Megadosen E2 verabreicht werden um die gewünschten Wirkspiegel im Blut zu erreichen.

  • Starke Leberbelastung,
  • fördert Gallenkrankheiten,
  • Thrombosen (4fach),
  • entzündungsbedingte Atherosklerose in den Blutgefässen macht Schlaganfall(2x),
  • Brustkrebs-Wachstumsfördernd (nicht auslösend).
  • Achtung: bei Adipositas (BMI > 30) kommt es unter reinem oralen Östrogen zu 20 fach erhöhtem Risiko für Blutdrucksteigerung!
  • BMI 25-30: 10fach höheres Risiko

 

in nachfolgendem Bild sieht man die Gründe für die Nebenwirkungen

weil die Leberpassage bei einer Tabletten-Östrogen-Therapie (gelb) gleich den grössten Teil des Östrogens ins Östron umwandelt, müssen 20x überdosierte Hormon-Mengen (im Vergleich die normale menstruierende Frau GRÜN) eingenommen werden. Diese Überdosierung ist für die Nebenwirkungen verantwortlich

Transdermal (rot) mini-mengen Östrogen verursachen keinerlei Überdosierungen

grün: gesunde Frau um die 40 mit Hormonschwankungen zwischen 50-200pg/ml Östrogen | gelb: Tablette zur Hormonersatz-Therapie: massive überdosierungen sind die Folge | rot: transdermal (Gel, Creme) angewendetes Östrogen – zielsicher wird für 2-3 Stunden pro Tag nur der minimale „Erhaltungs-Betrag“ an Hormonen angewendet

 

Achtung: Hubers Östrogen-Tropfen wie auch Rimkus-Kapseln sind tatsächlich transdermale Systeme! 

 

TRANSDERMALES Ö STROGEN

perfekte Applikationsart, kaum Metabolisierung, Minidosierung auf die gewünschten Blutwerte (40pg/ml bei Frau, 25pg/ml beim mann).

Deutliche Reduktion der Atherosklerose ( -50% Herzinfarkt in der reinen E2 | -20% Herzinfarkt in der kombinierten E2+Pr – HRT)

Reduktion der Thrombosen (-10% bei reiner E2 | -30% bei kombinierter E2+Pr – HRT)

 

Progesteron

kein rein weibliches „Sex“ Hormon – off-label use zur Therapie auch beim Mann begründbar und wird in Zukunft eine normale Praxis einer standardisierten Präventivmedizin darstellen.

oral verabreicht (Utrogest) wirkt stärker als Aldosteron auf die Aldosteron-Rezeptoren und senkt daher stark den Blutdruck!

Metabolisierung in Leber zu den Neuroprotektiven Steroidhormon: Pregnanolon – daher „das Neuroprotektive Hormon“

Physiologische = natürliche biologische Wirkung

  • Balanziert Östrogen
  • moduliert Stimmung
  • repariert Nervensystem
  • schützt vor Hautalterung und Osteoporose
  • Gefässschutz, Blutdrucksenkung, Durchblutungsverbesserung
Römmler 2007, Zs f OM 2: 16-21

Zusätzliche „pharmakologische Wirkung“ einer Dosis oral verabreichtes Progesteron

  • Zusätzliche Effekte: innere Unruhe, Ängste/Panikattacken, stressbedingte Durchschlafstörungen

Römmler 2009, Zs f OM 3: 9-13

 

Desswegen verabreichen wir AntiAging Ärzte Progesteron auch bei Frauen, die keinen Uterus mehr haben. Die vielen zusätzlichen hilfreichen Effekte rechtfertigen die Kosten.

Siehe auch Progesteron als Hirn-Schutz, zB -50% Mortalität bei Schädel-Hirn-Traumen mit etwas Progesteron.

 

 

 

 

weitere Hormon-Effekte die bemerkenswert sind 

 

 Wirkung auf Blutdruck

Aus Vortrag von Dr.Dr. Johannes Huber, Biologische Krebstherapie – München, Mai 2012 – Progesteron wirkt fast so stark diuretisch wie Aldosteron. Bei Progesteron-Mangel kommt es zur Wassereinlagerung und Blutdruckerhöhung – typische Komplikation der Menopause

 

Wirkung auf Cholesterin, LDL- und Lp(A) Spiegel

In Vorträgen weisen Prof. DDr. Johannes Huber, Dr. Volker Rimkus und PD Alexander Römmler auf die cholesterin-Senkung in ihrem HRT-Klientel hin. Auch Studien bestätigen, dass Hormon-Therapie erhöhte Choleserin-Spiegel verbessern kann.

 

Künstliche Hormone (Gestagene) lösen Krebs aus, bioidentes Hormon nicht

aktuelle Studie aus April 2012 fasst Forschungen der letzten 20j zusammen: Bioidente Hormone haben völlig anderes Wirkprofil als „künstliche Hormon-Ersätze“.

Bioidentisches Progesteron ist im Gegensatz zu „patentierbaren“ Gestagenen für Hormon-Ersatz-Therapie nebenwirkungsfrei

 

Transdermale Östrogengabe nebenwirkungsfrei

Wie wir von Römmler bereits in vielen Studien bewiesen bekamen, hier in einer neuen Review April 2012 vom hochgeschätzten Prof. Dr. Alfred Mück zusammengefasst:

  • bioidentes Östrogen TRANSDERMAL (als Creme oder Gel) angewendet hat keinerlei Thrombose-Risiko-Erhöhung.
  • Mikronisiertes Progesteron verhält sich ebenfalls nur schützend auf das Herz-Kreislauf-Blutgefäss-System –> senkt Blutdruck und regeneriert Herzmuskel.

Daher ist die transdermale Östrogengabe auch für Frauen mit Thrombose-Risko geeignet (Raucherinnen, APC-Resistenz, ….).

Die selbe Aussage auch in einer Review von der US-George Washington Universität vom April 2012

 

keine Blutungen durch Hormone, Endometrium bleibt normal

Aktuelle Studie aus Februar 2012: transdermale Gabe von Östrogen mit Progesteron-Kapseln (2x / Woche): gute HRT-Effektivität und kaum Blutungen. Das Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) blieb unverändert.

 

siehe auch meine Seite „Hormone & Brustkrebs-Risiko  bzw meine Seite „Progesteron bei Brustkrebs„“

 

Neuroregeneration durch Progesteron bei Hirn-Schädigung

fantastische Effekte, hierzu hab ich eine eigene Seite verfasst: Progesteron und Hirn

 


 

weitere Hormon-Artikel auf meiner Homepage

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Links und Studien

  • „Experte“: Doz. Alexander Römmler, München – Publikationen für Fachpublikum.
  • Bücher bereits oben gezeigt
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HeliR
HeliR
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische und komplementäre Zusatzausbildungen. Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. Umfangreiche Recherchen aus der aktuellen medizinischen Forschung. Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler

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