Dichlorazetat

Dichlorazetat = DCA : neue Hoffungs in der biologischen Krebstherapie

 

Zusammenfassung am Beginn

als ZUSATZ-Therapie zeigt DCA in zahlreichen Studien eine drastische Wirkungsverstärkung von Chemo und Bestrahlung (um das 2-4fache), kann Chemo-Resistenz wieder aufheben und ist dabei völlig ungefährlich.

 

Mitochondrien von Krebszellen funktionieren nicht richtig

Die Kalium-Kanäle funktionieren nicht adäquat, das Membran-Potential ist verändert, desswegen ist keine reguläre Apoptose (Zell-Selbstmord) möglich. (Michelakis 2007 FullText).

Vergärungs-Stoffwechsel nach Warburg

Der Stoffwechsel vieler Krebszellen ist auf Glukose-Vergärung umgestellt, so erzeugt die Krebszelle das lokal milchsaure Milieu mit dessen Hilfe sie metastasiert, das Immunsystem ausbremst und Chemo-Resistent wird,

Ich habe zu dem Thema schon mehrere Azidose-Artikel recherchiert.

DCA kann dies vollständig reversieren

DCA hebt die Veränderungen der Mitochondrien vollständig auf.

Abstract von Michelakis

diese Studie ist so beeindruckend, dass ich hier extra das Abstract abfotografiert habe:

DCA Michelakis 2007 Abstract

 

 

 

Dichlorazetat – Facts

Dichlorazetat ist eine chemisch ganz „simple“ Substanz, wird grosstechnisch verwendet zur „Desinfektion“ von Schwimmbädern und Trinkwasser und wird bereits seit Jahrzehnten therapeutisch zur Behandlung einer speziellen Form der Übersäuerung verwendet (Laktazidose).

Dichlorazetat = Dichloroacetate = DCA

DCA ist schon seit Jahrzehnten als Medikament am Markt

DCA wird zur Behandlung bestimmter „Mitochondriendysfunktionen“ bzw. Mitochondriopathien (Genetische Stoffwechselstörungen) verwendet, Krankheiten die früher mit dem Tod betroffener Kinder endeten.

Mitochondriopathien, Nitrostress u.v.m.

DCA kann „Mitochondrien-Stoffwechsel-Störungen“ wieder normalisieren, damit eine „normale Energieproduktion“ wiederherstellen und ist daher beim BURN-OUT bzw. dem NITRO-STRESS und dadurch bedingten MITOCHONDRIO-PATHIEN eine vielversprechende Substanz,

Studien weisen sogar auf ein erhebliches Anti-Aging Potential hin

im Tiermodell kann gestörte Mitochondriale Energieproduktion im ALTER wieder auf jugendliche Werte korrigiert werden und es zeigt sich sogar Lebensverlängerung!

DCA in der Tumor-Therapie

weil DCA ein Enzym – die s.g. Pyruvatdehydrogenasekinase – hemmt, die in Tumorzellen massiv aktiviert ist und dem Tumor seinen Vergärungs-Stoffwechsel (Warburg-Stoffwechsel) ermöglicht. 

DCA normalisiert die Energieproduktion von Tumorzellen die dann wieder Apoptose durchführen können.

DCA modifiziert aber auch Tumor-Kontroll-Gene

Seit 2008 gibt es Indizien, dass durch diese Substanz 2 wichtige TUMOR-KONTROLL-GENE  deren „Verlust“ als Grundvoraussetzung für jede Tumor-Entstehung gilt – wieder eingeschaltet werden kann: BAX und CCL2-Gene.

Wunderheilungen von Glioblastom durch DCA in Edmonton

OP + DCA führt zur Dauerremission bei Glioblastom (Studie Michalekis 2010)

Untersuchungen der Univ. Alberta / Edmonton (an der ich, Dr. Retzek, selber 1989-91 als Forschungsassistent tätig war) zeigten dass bei „austherapierten Krebspatienten“ mit DCA (Dichloroacetate) wieder Reaktionen, ja sogar Remissionen (Heilungen) erreicht werden konnten.

Artikel 2010 vom „Erfinder“ Michalekis / UVA-Edmonton – bei Glioblastomen 

 

prohibitiv billig und un-patentierbar

DCA ist seither „in Erprobung“, da es sich aber um eine „einfache, nicht patentierbare Substanz“ handelt wird in der Öffentlichkeit v.a.  über die potentiellen Nebenwirkungen referiert (wie es im Gegensatz dazu mit patentierbaren hochpreisigen Substanzen in der Regel abläuft kann man zB unter meinem Avastin-Eintrag nachlesen).

Mit Preisen von unter 100$ pro Kilo ist das 99,5% reine DCA eine simple und billige Substanz die laut Michelakis völlig ungiftig ist,

ich fand aber: längerer Gebrauch in höheren Konzentrationen zeigt in den Studien milde Nebenwirkungen.

 

billige Mittel verschwinden unter dubiosen Umständen

Leider ist dies ein Umstand der dazu führen wird, dass DCA wohl bald unter fadenscheinigen Gründen verboten wird. selbiges beim Borax, beim Laetril und vielen weiteren Natursubstanzen erlebt. Siehe folgende Bücher die dies ganz glasklar mit vielen Beweisen referenzieren und zeigen:

Bücher über Machenschaften und Vorgehensweise der Industrie

Ben Goldacre – seriöse Recherchen

Ben Goldacres Bücher heissen auf English einfach „Bad Pharma“ und „Bad Sciende“

 

Rechtsanwältin schreibt über ihren Skandalfall

in diesem Buch wird die Lebensgeschichte des Wunderheilers Jimmy Keller von seiner REchtsanwältin Ellen Brown mit unendlich vielen vielen Akten und Zeitschriftenartikeln referenziert

Jimmy Keller wurde vom FBI in Mexiko gekidnapped, nach USA verschleppt und schliesslich fertig gemacht.

Hunderte Patienten haben gerichtsdokumentiert ausgesagt, dass er ihnen das Leben gerettet hat.

Forbidden Medicine

by Ellen Hodgson Brown [Third Millennium Press]
Leser-Reviews
Price: EUR 23,49

 

 

DCA: nebenwirkungsarme Tumor-Zusatztherapie

Mit 10mg/kg Dosierungen wurden bis jetzt keine Nebenwirkungen sichtbar, in dieser Dosierung ist ausreichende Tumor-Therapie möglich. Wirkdauer bis 48h.

Interessanter Blogbeitrag eines iinteressiert-kritischen Krebsforschers

Ich habe jedenfalls DCA in meine „Watch-List“ aufgenommen und werde hier regelmässig über neue Fortschritte zu dieser Substanz berichten, ausserdem werden wir versuchen DCA für unseren Praxisshop zu bekommen.

 

Studien zum DCA

neben den oben bereits gezeigten Studien hier regelmässige Updates

DCA bringt embryonale Stammzellen zum differenzieren

embryonale Stammzellen ähneln Krebszellen in vielen Aspekten. Unter DCA-Einfluss beginnen die Stammzellen zu differenzieren (auszureifen) und zu „normalen“ Zellen umzuwandeln Studie 2015

DCA sensibilisiert Glioblastom-Zellen bei der Bestrahlung

Glioblastome sind schwer therapierbar. DCA zur Bestrahlung verabreicht verbessert das Ansprechen auf die Strahlentherapie deutlich Studie 2015

Melatonin und DCA synergistisc
h im Krebs

Melatonin wirkt onkostatisch, benötigt aber „normal funktionierende Mitochondrien“ dafür. DCA stellt diese her, beide wirken synergistisch als Krebstherapeutikum. Studie 2015

DCA wirkt beim Melanom

multiple Melanom-Proben zeigen in dieser neuen Studie aus 2015 den Warburg Stoffwechsel. DCA konnte hier reversieren.

ACHTUNG: DCA stimulierte Tumorwachstum in vitro & vivo bei Neuroblastom

DCA kann wohl nicht ungeschaut bei jedem Tumor verwendet werden, in dieser wichtigen und umfangreichen in vitro wie in vivo studie 2015 zeigte DCA eine rasche Wachststums-Stimulation des Neuroblastoms.

Paclitaxel resistente Tumore unter DCA wieder gutes ansprechen

die Graphik ist aufschlussreich: die Tumore sprechen auf die Chemo gar nicht an, jedoch auf DCA alleine. Die Kombination aus Chemo / DCA zeigt hervorragende Tumor-Effektivität (Studie 2015)

fantastische Wirkverstärkung von DCA auf das Chemotherapeutikum

fantastische Wirkverstärkung von DCA auf das Chemotherapeutikum

 

8 von 24 fortgeschrittene Krebspatienten bekamen mit DCA stable disease

erste klinische Studie zur Dosisfindung arbeitete mit 12,5 oder 25mg/kg KG DCA, die niedrige Dosis war nebenwirkungsärmer. 

Keine Verkleinerung der Tumore gefunden, 8 Patienten jedoch erhielten STABLE DISEASE mit einem Trend in der PET weniger aufzunehmen (eigentlich eh klar, hier ist der Schwerpunkt der DCA-Wirkung).

Studie 2015

 

DCA und Birkensäure sehr potente Anti-Krebs-Aktivität

Betulinsäure (Birkensäure) ist ein recht potentes Krebsmittel, leider prohibitiv billig wie oben schon fürs DCA demonstriert (Kilo ca 50,-)

Die Kombination beider Wirkstoffe hat sich als sehr potentes Anti-Krebsmittel herausgestellt welches völlig ungiftig und nebenwirkungsfrei war.  Fantastisch die Wirksamkeit beim Melanom!

Studie 2015 / FullTextPDF

DCA und Betulic Acid Esther

BA=BetulicAcid, Bet-CA ist der ESTHER der Betulinsäure mit DCA. Dieser wirkt auf das Melanom noch viel stärker als simultane Gabe von BA+DCA

 

DCA wirkt nur wunderbar bei glycolytischen Plattenepithel-Ca

3 Oral Squamous Ca – Zellen wurden getestet, 2 davon hatten Warburg-Stoffwechsel, die anderen einen normalen Glukose-Oxidations-Stoffwechsel. Die Warburg-Zellen reagierten gut auf DCA, es kam zum Remodellieren der Mitochondrien, welche auch „zerbrachen“ und die Zellen durch freie Radikale schädigten. Studie 2015 | FullText

 

Lungenkrebs: DCA vor der Bestrahlung verabreicht erhöht die Strahlen-Sensitivität um das 4fache!

Lungenkrebszellen wurden mit DCA inkubiert. Sie erhöhten ihren Sauerstoff-Verbrauch um 20-60% weil weniger Vergärung, mehr Verbrennung stattfinden konnte. Wurden die Zellen feine Stunde vor der Bestrahlung mit DCA inkubiert, waren sie massiv empfindlicher auf Strahlen-Therapie,  2-4fache.

Studie 2015

Onkolytische Masernviren durch DCA synergistisch unterstützt

Glioblastome werden experimentell auch mit Viren behandelt, welche das Immunsystem so stimulieren sollen, dass der Krebs durch die Virenabwehr zerstört wird. Es zeigt sich dass DCA die Virus-Infektion verstärkt und dadurch eine stärkere Krebs-Nekrose stattfindet. Studie 2015

 

Suchterm weiter 2014 (seite 2 ff)  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=dichloroacetate+cancer

 

2013

Dichloracetat synergistisch mit Metformin bei Mamma-Carcinom

Aktuelle Studie 2013 zeigt deutl verbeserung der Apoptose von Brustkrebszellen durch DCA / Metforin

 

 

weitere Publizierte Studien zum DCA

 

Wunderheilung eines Morbus Hodgkin Rezidiv – Patienten durch DCA

Ein Patient wurde 2007 gegen ausgedehnten Mb Hodgin (Stadium 4) mit Chemotherapie behandelt und in Remission gebracht. Ein Jahr später Rezidiv, erneute Chemotherapie wird abgelehnt und der Patient behandelt sich selber mit DCA 900mg/d, nach 4 Monaten ist er völlig Tumorfrei und seither in Remission. Studie Sept 2010, auch Orginal-Studie als PDF.

 

 

Darmkrebs und Dichlorazetat

  • DCA_und_Colon-Ca_-_5FUDarmkrebs-Zellen gehen massiv durch Kombination DCA + 5FU (Chemotherapie) in die Apoptose. Effekt entspricht einer Potenzierung der Chemotherapie-Wirkung. Interessant in der Grafik sichtbar ist der Effekt von DCA alleine in allen getesteten Darmkrebs-zellen deutlich höher ist als die derzeit standardmässig verwendete Chemotherpiesubstanz 5FU
  • 5FU bringt 10% der Krebszellen in die Apothose, DCA etwa 15%, die Kombination beider jedoch 40% der Zellen. Angesichts der relativen Harmlosigkeit der Substanz Dichloroacetate ist das Hinzuziehen als Chemo-Adjuvance zwingend indiziert – bis zur offiziellen Zulassung eben „offlabel“ bzw. als Nahrungsergänzungsmittel. Studie Februar 2011 (Pubmed) hier die Orginalstudie als PDF.

 

 

Lungenkrebs und DCA

  • DCA sensibilisiert Krebszellen von Lungen-Carcinoid-Zellen gegen Chemotherapeutika um das Doppelte. Studie Jänner 2011

 

Cervix-Karzinom und DCA

Hela-Zellen, (Parade-Krebszellen und Spielwiese aller Krebsforscher) reagieren auf DCA-Gabe mit Umstellung von Zuckervergärung auf Zuckerverbrennung. Gleichzeitig steigt die Konzentration von Apoptose-Proteinen und gleichermassen das Ansprechen auf Chemotherapeutika. (Studie Febr 2011)

 

 

Mitochondrien-Therapie und DCA

C.elegans Versuchs-Nematoden, (klassische „Studien-Tiere“ der Molekularbiologen und Aging-Forscher) – erleben durch „chronisches DCA“ – Therapie eine Verbesserung der Energie-Produktion sowie eine Verlängerung der Lebenszeit. Dez 2011

 

 

Nebenwirkungen von DCA

  • Durch Einfluss von DCA auf den stoffwechsel von Muskeln kommt es zu keinerlei Gen-Expressions.-Veränderungen in MMuskulatur. Studie Feb 2011

     

  • in Vitro Testung von DCA auf Ratten-Ischias-Nerv zeigt im wesentlichen keinen Einfluss auf die Nervenfasern bei den üblichen in Krebs- und Mitochondrien-Therapie angewendeten Dosen. Studie März 2011

 

 

Weitere Information zum DCA

guter Artikel von Dr. Schuppert, Ärztezentrum für Ganzheitliche Medizin in Bonn

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HeliR
HeliR
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische und komplementäre Zusatzausbildungen. Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. Umfangreiche Recherchen aus der aktuellen medizinischen Forschung. Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler

4 Comments

  1. Gierlach sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Retzek,

    als Prostatakarzinom Betroffener nehme ich seit 2010 intermittierend Natrium Dichlorazetat ein.
    Ich habe mich bis 15mg/kg/d herangewagt in der Hoffnung, die vom Tumor lahmgelegten Mitochrodrien wieder in Schwung zu bringen. Offenbar jedoch vergeblich – wie meine sehr hohen Nitrostreßwerte – ergaben.
    Auch eine weitere geringe Erhöhung der Tumorlast – durch neue Knochenmetastasen – wurden detektiert.
    Das fatale: Alle meine LAK und NK Killerzellen sind sehr hoch reguliert, können aber den Feind – hier Tumorzellen – nicht erkennen. Ich versuche mit Vitamin B12 die extrem hohen NO Werte zu substituieren.
    Haben Sie hier eine Idee warum die Makrophagen nicht anspringen?

    Grüsse
    Hans-J.Gierlach@web.de

    • HeliR sagt:

      wir befinden uns hier in den tiefsten Wirrungen des Immunsystems sowie der Krebsforschung. Extrem viel im Fluss, unglaublich viel an einzelinformation ohne ein deutlich konsistentes Bild. Könnte ich es explizit beantworten, hätten sie dies auf meiner Seite schon gefunden

      Hilfreich hierbei sind ev. 2 Gedanken:
      1. Tumorvaccination mit Dendritischen Zellen (googlen, ich hab hierzu noch keine Seite geschrieben). Dirigiert das Immunsystem spezifisch gegen den Krebs
      2. Reduktion der Immun-Bremsenden Zytokine durch Enzyme (hierzu hab ich schon eine Seite geschrieben). Enzymtherapie hilft nachweislich gegen PCa.
      3. Hyperthermie mit gleichzeitiger Hormontherapie – Dr. Douwes

      [asa]3776620862[/asa]

      4. Galvano-Therapie

    • Andreas sagt:

      Hallo,
      Schon mal mit DMSO als Wirkungsverstärker versucht?
      Im DMSO-Buch von Dr. Hartmut Fischer wird dies als erfolgversprechende Kombination zietiert.
      LG.

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