betrügerische Studien um Homöopathie als wirkungslos darzustellen

Studien als „Beweise für Wirkungslosigkeit“ der Homöopathie sind absichtsvoll gefälscht worden. Lautstarke Homöopathie-Gegner wie Edzar Ernst sind bereits vielfach der Beugung oder sogar der Lüge überführt worden, meint Prof. Robert Hahn, unbestrittener Medizin-Wissenschaftler.

 

Der folgende Blogbeitrag stammt von Robert Hahn, Arzt, Wissenschaftler und Professor für Anästhesie und Intensivmedizin an der Universität von Linköping, Schweden.

Hahn hat über 300 wissenschaftliche Artikel im Bereich Anästhesie und Intensivmedizin veröffentlicht und bereits mehrere Forschungspreise erhalten.

Robert_HahnProf. Hahn betont, bisher nicht persönlich mit Homöopathie in Berührung gekommen zu sein.

Seine Neugierde wurde geweckt als im TV eine erstaunlich unwissenschaftliche aber hochemotionale Diskussion gegen die Homöopathie geführt wurde.

Als er sich dann selber ein Bild über die aktuelle Forschungslage machte, kam er zu erstaunlichen Ergebnissen: 

nur wenn man 98% aller Homöopathie-Studien aussortiert und mit den bleibenden 2% negativen Studien eine statistische Meta-Analyse durchführt, kann man „Beweisen“, dass die Homöopathie unwirksam ist. 

Alle Homöopathie-negativen Meta-Analysen auf welche sich die Gegner berufen sind daher wissenschaftliche Fälschungen.

 

Dr. Robert Hahn’s Orginal-Artikel wurde im Oktober 2013 in der Zeitschrift Forschende Komplementärmedizin veröffentlicht. 

Prof. Robert Hahn’s Blogbericht über das Entstehen dieses Artikels

Vor gut 3 Jahren startete die Organisation „Vetenskap och folkbildning“ (VoF | übersetzt: Wissenschaft und Volksbildung) eine Sommerkampagne gegen die Homöopathie.

Während der politischen Woche in Almedalen versah die VoF eine Gruppe Teenager mit T-Shirts, die den Aufdruck „Jag är skeptisk“ – (Ich bin skeptisch) trugen.

Diese Gruppe landete durch diese Aktion zusammen mit dem Astronauten Christer Fuglesang im Fernsehen, wo sie einen Abend lang frei und ungestört gegen die Homöopathie argumentieren durften (Youtube).

Homöopathie wurde als großer Bluff dargestellt. Die Teenager sagten einer nach dem anderen, dass es keinerlei wissenschaftliche Studien gebe, die beweisen könnten, dass Homöopathie funktioniere.

Ich fragte mich ernsthaft – wie können Jungs in diesem Alter das wissen? Haben sie wirklich schon die nötigen Fähigkeiten, Kenntnisse und Reife, die entsprechende Literatur zu lesen und auch zu verstehen?

Mein Fazit ist – Nein, absolut nicht. Wissenschaftliche Literatur zu lesen ist kompliziert und setzt (in Grenzen) voraus, dass man selbst professionell mit der medizinischen Wissenschaft arbeitet. Diesen Jungs war offensichtlich vorher von älteren Mitgliedern der VoF gesagt worden, was genau sie zu sagen haben.

Sie dienten als eine Art Werbebanner für etwas, dass sie weder verstanden noch beurteilen konnten. Sie vertrauten Personen, die von sich behaupten, dass sie die öffentliche Bildung und Wissenschaft repräsentieren um dann, mit ihrem eigenen Namen, öffentlich die Version dieser Personen zu vertreten. Sie nahmen an, das diese Version stimmte und als selbstverständlich in der wissenschaftlichen Welt akzeptiert würde.

Gibt es Beweise für die Homöopathie?

Dieses beklemmende Faktum veranlasste mich, über die existierenden Studienlage zur Homöopathie zu recherchieren. Meine drei Blogs zu diesem Thema weckten im Spätsommer 2011 enorme Aufmerksamkeit.

Meine Absicht war die wissenschaftlichen Artikel durchzugehen, die sich mit der Frage auseinandersetzten, ob Homöopathie bei medizinischen Erkrankungen, statistisch gesehen, effektiver ist als ein Placebo.

Die Aufmerksamkeit, die diesen Blogs zuteil wurde, führte schliesslich dazu, dass ich gebeten wurde, sie zusammenzufassen und in einer medizinischen Fachzeitschrift zu veröffentlichen. Diese wurde im Oktober 2013 unter dem Titel: Homeopathy: Meta-analyses of Pooled Clinical Data in der Zeitschrift  Forschende Komplementärmedizin (2013; 20: 376-381) veröffentlicht. Dies ist jedoch mein einziger Artikel zum Thema Homöopathie oder alternative Medizin, aber ich denke, dass er seine Rolle erfüllt.

Wenn Sie einen Überblick über weitere meiner gut 300 wissenschaftlichen Artikel wünschen, können Sie diese unter folgendem Link http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=hahn+rg anschauen.

 

Systematische Übersicht und Meta-Analysen

Der Ausgangspunkt für diesen Artikel war eine Änderung der Bewertungskriterien medizinischer Behandlungen in der Mitte der 1990er Jahre.

Vorher wurden Behandlungen akademisch bewertet: mit anderen Worten sollte man den Mechanismus, warum eine Behandlung funktioniert verstehen, um diese dann akzeptieren zu können.

Dieses Kriterium führt jedoch zu Problemen. Viele Behandlungen, deren Wirkungsweise noch unbekannt sind, werden nämlich trotzdem in Krankenhäusern mit Erfolg verwendet. Lachgas, das üblicherweise während der Geburt verwendet wird, ist ein solches Beispiel.

Die Medizin ging nun mitte der 90er Jahre zu dem praktischen Begriff „evidenzbasiert“ über, welcher beinhaltet, dass sämtliche Literatur des entsprechenden Gebietes in Form von Systematischen Übersichten oder Meta-Analysen herangezogen wurde.

Die Frage, die nun gestellt wurde, war nun nicht mehr „verstehen wir die Grundprinzipien der Behandlung“ sondern: „Funktioniert die Behandlung oder nicht?“

In einer Meta-Analyse werden alle wissenschaftlichen Studien summiert, in der Patienten durch ein Zufallsprinzip entweder das Studienpräparat oder ein Placebo (Kontrollgruppe) erhalten.

Wenn das Studienpräparat (in diesem Fall die Homöopathie) ein statistisch nachweisbar besseres oder schnelleres Heilungsergebnis erzielt als das Placebo, gilt dies als Beweis dafür, dass es effektiver ist.

Um wie viel besser wird mit einem sogenannten odds ratio angegeben, in dem der Wert „besser als das Placebo“ mit einer Ziffer höher als 1,0 angegeben wird.

Dass die Verbesserung statistisch sichergestellt ist, wird durch ein Konfidenzintervall (CI) ausgewiesen, welches 1,0 nicht umfasst. (Das Risiko, das die Verbesserung durch Zufall erklärt werden kann liegt bei weniger als 5%). 

Der Leser sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass es nun nicht mehr erforderlich war, den Mechanismus hinter der Behandlung nachzuweisen.

Diese Änderung brachte erhebliche Probleme für die akademische Medizin (einschließlich der VoF) mit sich, der es nun immer schw
erer fiel, alternative Behandlungsmethoden abzulehnen.

Es kann nun plötzlich passieren, dass diese funktionieren, obwohl die Wirkungsweise dahinter scheinbar unklar ist, oder die Methoden (in unserer Zeit) als unvernünftig aufgefasst werden.

 

Klaus Lindes Artikel

Bei Klaus Lindes Meta-Analyse aus dem Jahr 1997 (Referenz 1) handelt es sich um die erste und ehrlichste Schrift auf dem Gebiet.

Linde fand einen odds ratio von 2,45 und einen CI von 2,05-2,93, also einen deutlichen Effekt zum Vorteil der Homöopathie im Vergleich mit Placebo.

Dieses Resultat basiert auf 89 Studien. Hier konnte man nachvollziehen, wie die Auswahl der einzelnen Studien zu Stande kam und es gibt eine vernünftige Balance zwischen der Anzahl der eingeschlossenen Studien und der Möglichkeit, die Effekte statistisch nachzuweisen.

Interessanterweise fügte Linde eine Übersicht bei, die aufzeigt wie effektiv Homöopathie bei verschiedenen Krankheiten wirkt.

Mir scheint es klar, dass die Homöopathie vor allem bei milderen Erkrankungen, welche mit dem Immunsystem zu tun haben (Allergien, Heuschnupfen, etc.) ihre Wirkung entfaltet.

Lindes Studie erregte verständlicher Weise Aufsehen in der akademischen Welt. Nun folgte ein Gegenstrom von Artikeln, die offenbar versuchten, das Ergebnis zu widerlegen.

Die erste Kritik galt der Qualität der Studie, welche in sogenannte Jadad score unterteilt werden kann.

Als man dies mit Lindes 89 Studien tat, erwies sich ein Trend, das die Studien mit einem niedrigen Jadad score eine höhere Wirkung erzielten.

Linde zeigte jedoch, dass selbst bei dem höchsten Jadad score die positive Wirkung der Homöopathie nochmals anstieg (Referenz 2).

Edzard Ernst

Dieses Argument wurde jedoch nicht von dem alternativmedizischen Aktivisten Edzard Ernst akzeptiert, der die Meinung vertritt, dass man eine Linie zwischen allen Jadad scores, außer dem höchsten, ziehen sollte, und so den theoretischen Effekt der besten Studien berechnen kann (Referenz 3).

Aus meiner Sicht ist dies völlig verrückt, da man dabei reale Daten mit virtuellen (theoretisch berechneten) Daten ersetzt.

Ernst verfasste 2002 eine angebliche Meta-Analyse über Homöopathie, bei der es sich in Wahrheit jedoch um eine systematische Übersicht handelt (Referenz 4).

Ich gehe in meinem Artikel weiter unten noch auf einige Besonderheiten seiner Übersicht ein.

Ernst pendelt z.B. zwischen dem Ablehnen von Artikeln, die spezifische Auswirkungen auf Krankheiten zeigen, während er in anderen Fällen Artikel nicht zulässt, weil sie nicht die spezifischen Wirkungen zeigen.

Ich habe noch nie einen wissenschaftlichen Schriftsteller gesehen, der so offensichtlich voreingenommen war, wie Edzard Ernst.

 

Cucherats „Typ II-Fehler“

Cucherat (Referenz 5) ist ein im Grunde ehrlicher Schriftsteller, der sich allerdings sehr bemühte, die Homöopathie als Behandlungsmethode schließlich abzulehnen.

Konventionelle meta-analytische Statistiken wurden in diesem Fall nicht verwendet, stattdessen wurde aus 5 möglichen Methoden die für die Homöopathie ungünstigste gewählt.

Cucherat verfiel des Weiteren auf eine Technik, die Edzard Ernst in vielen Studien ausnutzte, nämlich die, so gut wie jedes qualitativ hochwertige Material zu entfernen.

Im Falle der Homöopathie reichte es jedoch nicht aus, 90% der ursprünglich zur Auswertung vorgesehenen Studien zu entfernen. Die homöopathische Behandlung blieb weiterhin dem Placebo überlegen.

Als der Verfasser jedoch 95-98% aller Studien entfernte, kippte die Statistik.

Es liegt also bei seiner Analyse nicht mehr daran, dass die Behandlungsmethode schlecht ist, sondern dass Statistiken einfach mehr Material zur Auswertung benötigen würde.

Man kann sagen, dass der Autor einen „Typ-II-Fehler“ bewusst geschaffen hat.

Ich bin äußerst kritisch gegenüber gleich mehreren Punkten, die Cucherat anführt, um die ausselektierten Studien abzulehnen.

Es sind manchmal nur marginale Details, die in der Regel (bei nichthomöopathischen Studien) nicht zum Ausschluss führen.

Zunächst einmal entfernt Cucherat 101 von insgesamt 118 Studien aus seiner Auswertung. Weiterhin bleibt die Homöopathie im hohen Maße wirkungsvoll.

Das Risiko, das der Unterschied zwischen der Wirksamkeit der Homöopathie und dem Placebo auf Zufall beruht, lag dabei bei < als 3,6 von 100.000.

Auch als er weitere Studien entfernte und nur noch 9 der allerbesten übrigblieben, zeigte die Homöopathie weiterhin eine statistisch sichergestellte Wirkung.

Als er weitere 4 Studien entfernte, geriet die Statistik jedoch ins Wanken und das Risiko, dass die Wirkung von Homöopathie gegenüber Placebos mit dem Zufall erklärt werden könnte, lag bei 8,2 von 100.

Die Schlussfolgerung? Cucherat meint, dass Homöopathie nicht wirksam sei.

Ich meine, Cucherat ist ein Feigling. Auf die Gefahr hin, durch die Wahrheit seine Karriere zu zerstören und auf Kriegsfuß mit Organisationen wie der VoF zu geraten, wagte er es nicht, das zu veröffentlichen, was sein Material tatsächlich zeigte.

Er erschuf durch das Ignorieren von mehr als 96% der Studien, welche er zunächst als gut genug für seine Meta-Analyse befunden hatte, absichtlich einen „Fehler vom Typ II“.

 

Shang selektiert genauso wild

Die nächste Meta-Analyse wurde von Shang verfasst und 1995 veröffentlicht (Referenz 6).

Hier wurden, genau wie bei Cucherat, 96% aller Studien entfernt, aber leider ohne einen Grund dafür anzugeben.

Man drehte den odds ratio hin und her, bis das Ergebnis, das trotz aller Entfernungen von Studienmaterial zeigte, dass die Homöopathie um 13% wirksamer war als das Placebo, umgedreht wurde und so dargestellt wurde, als sei das Placebo um 13% wirksamer gewesen als die Homöopathie.

Shang machte auch Gebrauch von dem so genannten „Funnel-Plot“, welcher völlig unangemessen und unwissenschaftlich ist, wenn man wie in diesem Fall, verschiedene Krankheiten mischt.

Der Grund hierfür ist, dass Studien mit hoher Leistungserwartung (hier z.B. Heuschnupfen) immer weniger Patienten beinhalten als Studien deren Leistungserwartungen niedrig eingeschätzt wird.

Hierbei handelt es sich um eine allgemein anerkannte ethische Norm.

Ich muss auch anmerken, dass die Autoren mit welchen Shang zusammenarbeitete, einige Jahre zuvor einen sehr negativen Artikel über die Homöopathie veröffentlichten, was mich an dem objektiven Ausgangspunkt dieser Gruppe zweifeln lässt.

Damit beende ich meine Zusammenfassung.

Oben aufgeführt sind die 6 wichtigsten Artikel zu diesem Thema. Meine Übersicht aus Forschende Komplementärmedizin enthält insgesamt 22 Referenzen.

Es gibt sicherlich mehr dazu zu sagen, aber dafür reicht der Platz hier nicht aus.

 

Beweise und Glauben

Was also glaubt Robert Hahn? Ich glaube nichts. Es ist nicht meine Aufgabe, noch von praktischem Interesse, da ich nicht mit Homöopathie arbeite.

Was mich interessiert, ist die tendenzielle und praktische Voreingenommenheit von Wissenschaftlern aufzuzeigen, die nicht annähernd so objektiv sind, wie sie Ihnen (und allen anderen) glauben machen wollen, indem sie mit ihren Professor-Titel winken, um damit ihren persönlichen Glauben zu legitimieren.

Das sin
d diejenigen, die ahnungslose Jugendliche dazu verleiten, ihren ideologischen Lehren zu folgen.

So etwas mag ich nicht und mein Ziel ist es, mich dem zu widersetzen.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich kritisch gegenüber dem Ausgangspunkt bin, der in den hier zitierten Studien angewendet wurde, um die Frage zu klären, ob Homöopathie wirksamer ist als ein Placebo.

Diese Frage ist nicht besonders geschickt gestellt, da die Antworten darauf sowohl auf Krankheiten basiert, bei denen die Homöopathie dem Placebo gegenüber überlegen ist, als auch auf Krankheiten, bei denen sie es nicht ist.

Um diese Frage voranzubringen, sollte man sich stattdessen besser auf die Krankheiten konzentrieren, die bereits Linde 1997 als für Studien besonders geeignet erwähnt hatte.

Statt das Wissen über die Wirkung der Homöopathie bei unterschiedlichen Krankheiten zu vergrößern, entstand ein ideologischer Kampf darüber, ob Homöopathie überhaupt funktioniert.

Meine Zusammenfassung dürfte deutlich gezeigt haben, dass diejenigen, die versucht haben zu beweisen, dass Homöopathie nicht funktioniert, sich dafür sehr anstrengen mussten.


Wissenschaftler sind stark von ihrer Ideologie beeinflusst

Wem also kann man noch trauen?

Wir können damit beginnen, Edzard Ernst auszusortieren. Ich habe einige andere Studien, die er veröffentlicht hat, gelesen, und sie sind allesamt unseriös. Seine Arbeit sollte nicht gewertet werden.

Sowohl Cucherat als auch Shang haben absichtlich einen „Typ II-Fehler“ durch das Ignorieren fast aller tatsächlich existierenden veröffentlichten Studien erstellt.

Der Grund? Nun, wenn sie nur ein paar Studien mehr mit einbezogen hätten, und damit zufrieden gewesen wären „nur“ 90% der Unterlagen auszuschließen, so hätte sich rausgestellt, dass die Homöopathie wirksamer war als das Placebo. Und das will man doch wohl nicht, oder? So hat man ganz einfach so viel Material ausgeschlossen, bis man einen „Typ II-Fehler“ konstruiert hat.

Ich gehe davon aus, dass die Verfasser einiges ausprobieren/tricksen mussten, um das zu finden, auf das man von Anfang an hinaus wollte – nämlich, dass es der Homöopathie an Wirkung fehle.

Dieses mathematische Spielchen erscheint alles andere als seriös. So aber konnte man sich seine akademische Reinheit bewahren, ist weiterhin willkommen in den heiligen Hallen der Wissenschaft, läuft nicht Gefahr durch Organisationen wie der VoF verspottet zu werden oder öffentlich lächerlich gemacht zu werden.

Ich bin fasziniert zu sehen, wie sehr die wissenschaftliche Welt durch ihre Ideologien gesteuert wird.

Im Fall der Homöopathie ist es so, dass man sich an das halten sollte, was die Beweislage offenbart. Und diese sagt, das die Wirksamkeit der Homöopathie nur dann nicht nachweisbar werden kann, wenn man 95-98% aller auf dem Gebiet erfolgten Studien entfernt, welche nach geltenden Prinzipien sehr wohl ausgewertet werden könnten und die neben anderen vorsehen, dass es eine Placebo-Kontrollgruppe gibt.

Oder aber man verlangt nach einer völlig ungeeigneten Methode wie z.B der funnel plots.

 

Die Reaktionen der Wissenschaft

Ich möchte Ihnen drei Beispiele von Reaktionen wissenschaftlich ausgebildeter Personen auf die Homöopathie im Allgemeinen und auf meine Arbeit mit dem hier erbrachten Nachweis geben.

Ein Kollege schrieb ein Kommentar auf Facebook. Er meinte, er sei sehr verwundert darüber, dass ich mich für Homöopathie interessiere, da ich doch ansonsten so wissenschaftlich sei. Homöopathie – eindeutig ein Tabuthema. Wenn es die Homöopathie betrifft, darf man nicht mit der Suche oder Auswertung von Beweisen arbeiten – will man weiterhin als guter und seriöser Wissenschaftler gelten. Diese Art von Angst sollte es in der Wissenschaft nicht geben. Aber dass sie existiert, ist sehr auffällig.

Ein weiteres Beispiel dafür, sinnvollen Meinungsaustausch zum Thema Homöopathie schon im Keim zu unterbinden, ist die abfällige Wortwahl, die gerne benutzt wird. Der Professor für Komplementärmedizin des Karolinska-Institut unterstützte die VoFs Sommer-Kampagne gegen die Homöopathie im Jahr 2011 dadurch, dass er in den Medien erklärte, dass Homöopathen alles Scharlatane seien, die nur Humbug verbreiten würden.

Ein drittes Mittel ist ganz einfach zu lügen. In meinem Artikel aus Forschende Komplementärmedizin erwähne ich  unter anderem Dan Larhammars  Artikel (ich erwähnte ihn jedoch nicht namentlich), der in der Zeitung Svenska Dagbladet während der Sommer-Kampagne 2011 erschien. In diesem führte Larhammer aus, dass die Homöopathie eine wissenschaftliche Absurdität sei (was so korrekt ist). Aber er schrieb auch, dass die Wissenschaft festgestellt habe, dass die Homöopathie keine Wirkung hätte, und bezog sich dabei darauf, dass es lediglich zwei Studien gäbe, die den Stand der Forschung auf diesem Gebiet zusammenfassten. Diese beiden Studienberichte sind laut Larhammar die von Shang und Ernst verfassten.

Zum einem gibt es bedeutend mehr Studienberichte zu dem Thema. Wenn wir nun alle oben erwähnten 6 Berichte gelesen haben, dann wird außerdem klar, dass es sich bei diesen beiden eindeutig um die der Homöopathie gegenüber negativsten handelt. Beide Männer haben leider sehr fragwürdige Methoden gewählt, um zu ihren Schlussfolgerungen zu gelangen. Es scheint, als habe Larhammar die Literatur einer Selektion unterworfen, damit deren Botschaft am Ende der seinen entspricht.

Ein wirklich ehrlicher Wissenschaftler hätte eine Bewertung aller hier erwähnten Artikel vorgenommen.

Das Bild wäre dann, dass es nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, dass Homöopathie eine „Bluff-Medizin“ ist. Die Beweis-Analyse zeigt vielmehr das Gegenteil.

Hier verfällt Dan Larhammar vielmehr der Versuchung zu lügen, um mit der Ansicht der VoF (sowie seiner privaten) konform gehen zu können. Er missbraucht damit seine Position als Professor und lässt es zu, dass seine persönliche Weltanschauung über seiner wissenschaftlichen Botschaft steht

Dan Larhammer ist ein Spezialist für alles

Es ist vor allem Dan Larhammer, der ehemalige Vorsitzenden des VoFs, der gegen die Homöopathie ins Feld zieht. Das hat er bereits viele Male getan. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass Larhammer der Kopf hinter der VoF Sommer-Kampagne 2011 ist. Innerhalb der VoFs-Sphäre benötigt man weder eine spezielle Ausbildung noch Erfahrung um als Spezialist auf allen Bereichen zu gelten.

In der Zeitung Dagens Nyheter idag (5/1 2014) trat Dan Larhammar als Experte für Grundschulausbildung auf. Er und andere aus der Akademie der Wissenschaften haben selbst analysiert und verstanden, was in der Schule schief läuft.

Vor ein paar Jahren trat er in der Dagens Nyheter als Experte für Autismus-Spektrum-Störungen auf.

Im Buch Vetenskap eller villfarelse (Leopard Förlag 2005) wird er als Experte für Neurokognition benannt.

In Wirklichkeit ist Dan Larthammar Apotheker und betreibt Grundlagenforschung bei Fischen. Ihm fehlt das Expertenwissen in sämtlichen Bereichen, in denen er als Sachkundiger mit seinen Professorentitel in Petto erscheint.

Er erinnert mich damit an Gustav Gans, der Figur aus Donald Duck. Der war auch Experte für alles. Omnipotenz ist eine schwer zu tragende Bürde.

Leider ist es mir aus urheberrechtlichen Gründen nicht möglich meinen kompletten Artikel über Homöopathie ins zu Internet stellen. Unter folgendem Link  finden Sie das Abstrakt zu meinem Art
ikel (mittlerweile ist der ganze Artikel freigeschalten)

 

Referenzen

1. Linde K, Clausius N, Ramirez G, Melchart D, Eitel F, Hedges LV, Jonas WB. Are the clinical effects of homeopathy placebo effects? A meta-analysis of placebo-controlled trials. Lancet 1997;350:834–43. zurück zum Text

2. Linde K, Scholz M, Ramirez G, Clausius N, Melcart D, Jonas WB. Impact of study quality on outcome in placebo-controlled trials of homeopathy. J Clin Epidemiol 1999;52:631–6.  zurück zum Text

3. Ernst E, Pittler MH. Re-analysis of previous meta-analysis of clinical trials of homeopathy. J Clin Epidemiol 2000;53:1188.   zurück zum Text

4 . A systematic review of systematic reviews of homeopathy. Br J Clin Pharmacol 2002;54:577–82.   zurück zum Text

5. Cucherat M, Haugh MV, Gooch M, Boissel J-P. Evidence for clinical efficacy of homeopathy. A meta-analysis of clinical trials. Eur J Clin Pharmacol 2000;56:27–33.   zurück zum Text

6. Shang A, Huwiler-Münterer K, Nartey L, Jüni P, Dörig S, Sterne JA, Egger M. Are the clinical effects of homeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homeopathy and allopathy. Lancet 2005;366:726–32.   zurück zum Text

Dieser Blogbeitrag erschien auf Schwedisch unter : http://roberthahn.nu/2014/01/05/min-vetenskapliga-artikel-om-homeopati/#sthash.GBpiJtin.dpuf

Der Autor:

Prof. Dr. Robert G. Hahn

Research Director, Södertälje Hospital

Professor of Anaesthesia, Linköping University

Associate Professor, Karolinska institutet

Zum Orginalartikel, folgen Sie diesem Link

 

 

Dieser Artikel ist ein Reprint einer Website des homöopathischen NARAYANA-Verlags, welcher die Übersetzung aus de Schwedischen besorgt hat, mit freundlicher Genehmigung des Verlages dankend wiedergegeben. Neu-Formatierung und „Fettdruck“ durch Dr. Helmut Retzek.

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