Basenpulver – Teil 1

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das Thema Basenpulver beschäftigt mich inzwischen viele Jahre! Diesen Artikel hab ich 2013 geschrieben und nie veröffentlicht, vermutlich weil Teil 2 noch fehlt, er ist aber voller interessanter Infos und Links und sollte daher „öffentlich“ stehen.

 

ich war lange skeptisch über „Basen-Notwendigkeit“

Ursprünglich war ich wie die meisten Ärzte Ärzte vom Medizin-Studiums-Wissen kritisch gegen Basenpulver-Gaben eingestellt.

Wir lernen dass es eine sehr hohe Selbst-pH-Einstellkraft des Körpers gibt, welcher bei zuviel Säure-Zufuhr eben den Harn mehr ansäuert und sowohl Blut- als auch Gewebs-pH absolut konstant hält.

pH als Messgrösse des Säuregrades

der pH ist übrigens eine Messgrösse für den Säuregrad. Je höher der pH, desto basischer, je niedriger desto saurer. Neutral ist der Wert von 7. 

Für technisch versiertere Leser: pH ist der negative Logarithmus der H+ Ionenkonzentration. pH von 7 bedeutet 10-7 mol/l H+ Ionen. Eine pH Stufe mehr oder weniger bedeutet also eine Verzehnfachung oder ein Zehntel der ursprünglichen H+ Konzentration was ganz ganz gravierende Auswirkungen auf die Form und Funktion von biologischen Molekülen auslöst.

Zellen extrem empfindlich auf pH-Wert / Säuregrad

Normale Zellen sind hochgradig empfindlich auf den pH, ab einem pH von 6.8 ist kein Wachstum mehr möglich, ab einem pH von 6.2 sterben Zellen sofort. 

Bei allen Stoffwechselprozessen entsteht immer ein zuviel an SÄURE, wesswegen der Körper höchste Anstrengungen unternimmt den Säuregrad konstant zu halten. Wir haben mehrere Mechanismen um uns gegen zuviel Säure zu schützen, kaum welche um uns gegen ein zuviel an Base zu schützen, daher sind wir generell sehr Säure-Stabil.

Man muss nur einige kräftige Atemzüge machen – bis man schwindelig wird – dadurch zeigt sich der geringe Schutz gegen „Entsäuerung“, denn das forciert abgeatmete CO2 (Kohlensäure –> Kohlendioxid) verringert den Säuregrad des Blutes, das Calcium wird im leicht alkalischen pH gebunden und es kommt dann zu krämpfen.

Säure nicht per se „toxisch“

„säure macht lustig“ – ist nicht umsonst ein Alltags-Spruch: alle Sportler wissen, dass sie sich aufwärmen müssen um volle Leistung zu bekommen. Erst im Übersäuerten Gewebe geben die Erythrozyten ihren Sauerstoff gut und vollständig ab, man nennt dies den BOHR-Effekt, hier eine gute Erklärung dazu.

 

Alternativ-Medizin forciert „Entsäuerung“ 

schlecht recherchierte Bücher mit reisserischem Titel wie „Azidose, Ursache von Krebs, Haarausfall und Tod“ haben mich eher abgestossen als das Thema ernst zu nehmen.

So konnte ich mich – angesichts geringer „richtiger Evidenz“ sondern nur viel Blabla in Kursen usw – nicht dazu überwinden, den Patienten tatsächlcih die Basen-Kapseln und das Basenpulver einzureden.

Was soll ich machen, ich glaube den Studien, nicht dem „BlaBla“.

Obwohl einer meiner komplementär-Onkologie-Lehrer, Dr. Werner Steinkellner, jedem Patienten strikt einschärfte das Basenpulver zu nehmen, bei mir fiel es gern unter den Tisch.

Ich war nicht wirklich überzeugt!

Wenn die Patienten sowieso jammern, dass sie nun Enzyme, Selen, Vitamin E, Cartotin, Q10, ….. nehmen sollen, dann lässt man letztlich das weg, wovon man sich am wenigsten verspricht.

 

TRAMP MAUSTRAMP-Mäuse

Erst meine Recherchen zum Prostata-Karzinom im Jahr 2012 brachten ein ausserordentliches und mich vollständig überzeugendes Ergebnis:

Speziell gezüchtete Krebs-Mäuse, denen man Basenpulver ins Trinken gegeben hatte, blieben gesund und starben an Altersschwäche, während die Kontroll-Mäuse ohne Basenpulver nach 25% der Lebens-Spanne ihren Prostatakrebs erkrankten und bei 50% ihrer Lebens-Spanne verstarben. Dazu hab ich einen Artikel verfasst.

 

Recherchen über Acidose und Krebs für IGMED-Kongress 2013

Diese TRAMP-Recherche war Anlass, für den Internationalen Ganzheitsmedizinischen Kongress 2013 über 600 Studien zum Thema AZIDOSE und KREBS zu recherchieren.  

Hier können sie mein Vortrags-Manuskript als Powerpoint-PDF runterladen, dort sind auch alle Studien gezeigt, die ich hier für diesen Artikel zitiere.

 

Die Zusammenhänge Krebs / Azidose waren ÜBERWÄLTIGEND!

Kurz gesagt: Azidose ist Beginn, Motor, Schrittmacher der Krebserkrankung, erst durch Azidose kommt es  überhaupt zum Krebs und zur Metastasierung ….

 

längere Zusammenfassung  – Azidose und Krebs-Entstehung

vielleicht muss man es nicht so extrem formulieren, wie der pensionierte Biochemiker und Buchautor Marc Sircus

in diesem Buch beschreibt er, dass man mit Ahornsirup + Bicarbonat zusammen jeden Tumor heilen kann – Blödsinn kann ich definitiv sagen, weil die Patienten dann bei mir sitzen. Trotzdem spielt die chronische Gewebs-Übersäuerung DEN ZENTRALEN tumorpromovierenden Effekt!

Hier ist der Ablauf –> die zahlreichen Studien als Referenz dazu findet man in meinem Vortrags-Manuskript über Azidose.

 

Beginn der Krebs-Entstehung: Sauerstoffmangel

Sauerstoffmangel führt zur Umstellung auf Zucker-Vergärungs-Stoffwechsel, weil für die vollständige Verbrennung reichlich Sauerstoff Vorraussetzung ist.

Dieser Sauerstoffmangel tritt bei Störungen der Mikrozirkulation ein, hierzu hab ich eine faszinierend-interessante Seite mit vielen Videos erstellt.

Vergärung erzeugt die Übersäuerung des Gewebes

Bei der Vergärung wird Zucker zur Milchsäure abgebaut, dies funktioniert praktisch auch ohne Sauerstoff, ein „Notprogramm“ der Zelle, in den Studien wird darauf als „Warburg-Mechanismus“ bezug genommen.

Nun entsteht durch die ausgeschwitzte Milchsäure Gewebs-AZIDOSE,

erst diese Azidose gemeinsam mit Sauerstoffmangel lässt Zellen stoffwechselmässig vollständig entgleisen, die Zellen entarten in der Folge und verändern sich genetisch, weil nicht mehr genug Energie zur Verfügung steht um normale gesunde vollständige Zellteilung zu ermöglichen.

Azidose immortalisiert die Zellen

Erst durch die Azidose werden die nun entstehenden Krebszellen „immortalisiert“, verlieren ihre Fähigkeit zur Apoptose – dem programmierten Zelltot der eintreten sollte falls die Zelle irgendwie entartet.

Die Umgebung dieser „Tumorzellen“ werden durch zunehmende MILCHSÄURE-Aussschwitzung aus den Tumoren in ihr Umgebung immer saurer (azidotischer) , weil allermeisten Tumorzellen Zucker zu Milchsäure vergären. 

schlechte Blutgefässe durch Azidose

durch die Gewebsübersäuerung bilden sich im Tumor schlechte Blutgefässe die nicht gut Blut transportieren lassen. Dies lässt die Sauerstoffarmut und damit die Azidose weiter ansteigen.

Metastasierungs-Bereitschaft erst in der Übersäuerung

Erst ausreichende Übersäuerung ermöglicht den nächsten Schritt einer Tumor-Entstehung, die s.g. epidermal-mesenchymale Transition  EMP,

EMP ist die Umprogrammierung von solchen Zellen die nur auf bestimmten „Grund/Binde-Geweben“ wachsen können, in „Bindegewebs-ähnliche Zellen“, welche nun überall im Körper weiterwachsen können. Dies ist quasi die Umwandlung der Tumorzelle in eine Metastasierungsbereite Zelle.

Auch hierzu hab ich einen eigenen Artikel geschrieben.

Extrazelluläre Enzyme (Cathepsine) benötigen die Azidose um die Tumorzellen aus dem Grundgewebe freizufressen (Studien),

die Matrix-Metalloproteinasen tragen wohl auch bei, sind jedoch nicht Säure-abhängig (keine Studie dazu vorhanden).

Immun-Blockade durch Tumor-Environment

Diese Übersäuerung und Sauerstoffmangel wird heutzutage als das „Tumor – Mikro – Environment“ (direkte Tumor-Umgebung) bezeichnet. Dieses Mikro-Environment beeinflusst die Tumorzellen, die Immunzellen, die Grundgewebs-Zellen (Fibroblasten) in einer Art und weise, dass sie den Tumor in seinen zerstörerischen Eigenschaften unterstützen!

Die Azidose (Übersäuerung) des Tumorgewebes hemmt die einwandernden Immunzellen. Der Tumor ist voller Immunzellen die nur faul herumliegen und nichts tun.

Wenn man den Tumor an einer Seite mit Bicarbonat entsäuert, beginnen die Immunzellen sofort wieder zu arbeiten, der Tumor löst sich auf, auf der anderen Seite, wo immer noch Gewebs-Übersäuerung besteht wächst er weiter und beginnt von dort aus zu metastasieren.

Chemo und Bestrahlungs-Resistenz nur in der Übersäuerung

nur durch die Übersäuerung des „Tumor-Mikro-Environments“ kommt es zur Ausbildung jenes Chemie-Pumpen-Enzyms der Krebszelle, welche als „Multidrugresistence-Gene“ bekannt ist und welches die Resistenzbildung der Tumore gegen die Chemo auslöst.

Azidose behindert Chemotherapeutika

ausserdem werden Chemotherapeutika im Sauren Milieu am Reindiffundieren in die Tumorzellen behindert. Man benötigt dann unnötig hohe Dosierungen um diesen „Säureschutzmantel“ zu überwinden.

Hemmung der Azidose aktiviert das Immunsystem

wie oben bereits beschrieben beginnen die Killer-Zellen den Tumor anzugreifen, sobald die Gewebs-Azidose im Tumor eliminiert worden ist.

Sport eliminiert die Azidose

über einen noch unbekannten Mechanismus bewirkt Sport durch eine temporäre Übersäuerung während der Anstrengung zu einer Tumor-gewebs-Entsäuerung. Dies verringert das Tumor-Wachstum und dessen Metastasierungsbereitschaft und verlängert die Überlebenszeit

Zusammenfassung IGMED 2013

Dies alles beschriebene konnte ich durch meine Studien-Recherchen zusammenfassen, dies ist also für mich absolut evidenzbasiertes, studienmässig gesichertes Wissen, da gibt es keinen Zweifel.

 

Simoncini hat tw. hervorragende Ergebnisse

Dr. Simoncini in Italien behandelt Tumore durch Gabe hochdosierten Basenpulvers, ähnlich wie in den Maus-Experimenten oben zitiert. Seine Ergebnisse sind angeblich hervorragend. Dass man Dr. Simoncini überall negativ darstellt ist die übliche Reaktion des Establishments auf Neuerungen – eher sogar noch ein Hinweis darauf, dass seine Findings funktionieren. Auch meine Website versucht man täglich zu hacken seit ich den Abschnitt „PharmaWatch“ gestartet habe.

In der Paracelsus-Klinik in der Schweiz sowie in Bad Aibling, St. Georg Klinik sowie von vielen anderen Tumor-Therapeuten – wie auch von uns selber – werden Baseninfusionen mit grosser Zufriedenheit und Erfolg verwendet.

 

Entsäuerung – was, wie, wozu

Wie oben beschrieben stellt sich die Frage des „wozu“ bei Tumor-Erkrankungen gar nicht weiter: die lokale Gewebs-Azidose ist Motor des Tumorgeschehens, Verbesserung der Azidose verbessert die Prognose – dies ist also wissenschaftlich definitiv geklärt.

Bei anderen Erkrankungen kann man jedoch durchaus Fragen stellen: 

was ist bei „Magenübersäuerung“, wie ist es mit Säureblockern (PPI), wie bei Rheuma, Fibromyalgie, entzündlichen Krankheiten, 

wie ist das mit Essig-Trinken, Zitronensaft usw usf.

diese speziellen Fragen werde ich in einem anderen Artikel beantworten, hier werde ich mich v.a. auf das Tumorgeschehen beschränken.

 

Bicarbonat als „Haupt-Basenpulver“

 Bicarbonat dissoziiert bei einem pH von 6.1 – dies entspricht in etwa dem pH wert im Zentrum eines Tumors. Der durchschnittliche Tumor-pH liegt jedoch bei 6.8.

H+  +   HCO3  –> CO2   +   H2O

Beim pH wert von 6.8 liegt der grösste Teil des Bicarbonates tatsächlich als HCO3 vor

Bicarbonat nimmt nun im Krebs-saurem Gewebe die Säure auf, dabei entsteht dann nach obiger Formel ein Molekül Kohlendioxid und Wasser.

Das Kohlendioxid kann – weil Lipidlöslich – durch das Gewebe frei diffundieren, kann also wieder die Tumorzelle betreten, könnte also dort mit Wasser zur Kohlensäure zusammenkommen und wieder ein Säure-Atom H+ abgeben, was im alkalischen Krebs-Zell-Inneren leicht stattfinden kann, sodass auf diese Art und Weise die Säure vom Äusseren der Krebszelle ins Innere zurückgelangt.

Daher spricht der Krebs und Säure/Basen-Experte Dr. Wolfgang Zöch bei der Bicarbonat-Therapie von einer „Krebs-Übersäuerungs-Therapie

Normalerweise wird Kohlendioxid aus dem Gewebe im roten Blutkörperchen gegen ein Molekül Sauerstoff ausgetauscht, im meist blutarmen Krebsgewebe ist dies jedoch wegen Armut an Erythrozyten weniger möglich.

 

Zitronensäure – Zitrate

Wichtiges Stoffwechsel-Zwischenprodukt der Energieproduktion

Zitronensäure ist für die Energieproduktion absolut wichtiges Stoffwechsel-Zwischenprodukt und wird im Körper beständig gebildet. 

Bei Stoffwechsel-Krankheiten oder Stoffwechsel-Störungen (Enzyme des Energie-Stoffwechsels sind dabei blockiert) können sich Stoffwechsel-Säuren wie die Propioni-Säure oder die Milchsäure anreichern und auch heftige Übersäuerungen auslösen, durchaus lebensbedrohliche Zustände.

Eine ganz neue Studie zeigt http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23412866

 

Nachtrag 2019 – bis hierher war der Artikel von 2013, hier sind einige neue Hinweise zum pH in Geweben

pH ist Spannung der Flüssigkeit

Dr. Jerry Tennant gab mir einen sehr interessanten Hinweis, dass der pH eigentlich die Spannung des Gewebswassers darstellt. Dass Zellen unbedingt negative Spannung benöitgen um zu reifen und zu heilen, dass die Azidose ein positiver Spannungszustand darstellt der Zellteilung (Krebserkrankung) bevorzugt.

Ich hab mir desswegen eine EXCEL-Tabelle gebastelt um die Zellspannungen auszurechnen.

 

hier ist der Vortrag von Jerry Tennant, auf Youtube findet man andere Vorträge

 

 

Bücher von Dr. Jerry Tennant

 

 

 

ich hab zwar seine Bücher gekauft aber noch nicht gelesen

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Dr.med. Helmut B Retzek
Dr.med. Helmut B Retzek
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische, schulmedizinische und komplementäre ZusatzausbildungenWissenschaftliche Arbeit und Forschungs-BeiträgeZahlreiche Artikel und VorträgeUmfangreiche Recherchen in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Gedächtnis-Stütze.

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