Amyotrophe Lateralsklerose | ALS | Update 2015

Testosteron beschleunigt den ALS-Verlauf

ein Neurologe hat einem meiner ALS-Patienten erzählt: es ist ihm nicht erklärbar aber er kann deutlich feststellen, dass bei dickeren Männern der Verlauf der Erkrankung gutartiger ist, langsamer fortschreitet.

Details zum Einfluss von Testosteron auf Amyothrophe LS

„Dicke Männer“ sind eigentlich Frauen! Im Fettgewebe gibt es ein Enzym „Aromatase“ welches das männliche Hormon Testosteron in s Frauen-Hormon Östrogen umwandelt.

Desswegen bekommen dicke Männer einen Busen, haben viel weniger Lust auf Sex, sind fürsorglicher, emotionaler und freundlicher (=weiblicher) und haben mehr Prostatakrebs, denn dieser wird vom Östrogen (und Dehydrotestosteron) ausgelöst.

Aktuell 16 Studien zum Suchbegriff Testosteron und Amyotrophe Lateralsclerose

Männer doppelt so häufig ALS wie Frauen

dieser Umstand alleine sollte uns Testosteron als potentiellen Beschleuniger und Co-Auslöser für ALS vor Augen führen. Interessanterweise ist bei ALS-Erkrankten der Spiegel an freiem Testosteron deutlich geringer als bei gesunden Studie 2002 

Ausserdem sind jene Nerven, die keinen Testosteron-Rezeptor besitzen NICHT von der ALS betroffen (Studie 1980)

Progesteron/Testosteron bestimmt Verlauf

52 Frauen wurden untersucht. Es zeigt sich dass im Vergleich zu gesunden Frauen der Testosteron-Spiegel deutlich höher war. Je stärker Testosteron und je weniger Progesteron, desto rascher verschlechterten sich die Patientinnen. Studie 2014

Männer mit höherem Testosteron-Profil häufiger von ALS betroffen

Untersuchung aus 2012 zeigt, dass Testosteron-Gehalt in der Schwangerschaft (dies sieht man über das Längernverhältnis des Zeige-Fingers zum Ringfinger) die Sportlichen Eigenschaften und Fähigkeiten der Männer mitbestimmt. Je mehr Testosteron im Mutterleib, desto höher das Risiko an ALS zu erkranken, dies zeigte sich auch schon 2011.

 

aber, nicht alle Sexualhormone haben negative Effekte:

wichtiges Neuroregeneratives Hormon Progesteron hilft gegen Amyotrophe Lateralsklerose

desswegen verwende ich für ALS-Patienten Progesteron als Neuroregeneratives Adjuvans mit guter studienmässigen Evidenz (Studie 2013, 2013, 2011, 2002

Progesteron ist fantastisch bei Hirnverletzungen, ich hab das ausgibig recherchiert und dokumentiert in einer eigenen Seite.

Progesteron bei Hirnverletzungen, ... aber ....

 

Leider ist es mir in der Praxis noch nie gelungen, die geschätzten Kollegen im WJKH bei SHT zur Progesteron-Gabe zu überreden, egal ob wir JAMA oder NEJM – Studien mitgeschickt haben!

„Super Studien sind eben dann doch nicht genug“ und die therapeutischen Entscheidungsprozesse klinischer Kollegen sind nicht forschungs- oder daten-basiert sondern „Leitlinien-basiert“. 

Leitlinien sind i.d.R. Firmen-beeinflusst  (–> Spiegel-Artikel 2013). Zwei fantastische Bücher zeigen die inneren Prozesse der Industrie hinter den Ärzten auf (siehe Peter Goetsche, Ben Goldacre).

Dies ist desswegen eine schlimme Entwicklung, weil es die Medizin unglaubwürdig macht: die aktuelle Impfdiskussion (Frühjahr 2015, „Tod eines Masernkindes in Berlin“) zeigt dies ganz klar.

 

 

IGMEDT 2015 – neue Hinweise

beim Kongress der Ganzheitsmedizin 2015 habe ich neue Hinweise bekommen: Mitbeteiligung von Borrelien möglich, mit BigMed nach Glady ev. erste Verbesserungen möglich!  Siehe meine Seite IGMEDT 2015

 

2016

Taurin kann apoptotischen Stress bei Neuronen entgegenwirken

übermässiger Exzitatorischer Stress bei Nervenzellen führt zu Stress-Reaktionen der Mitochondrien und auch des Endoplasmatischen Retikulums. Die Aminosäure TAURIN kann einiges verhindern / abfangen. Siehe meine Seite Taurin heilt Mitochondrien.

 

dimerisiertes deglycosyliertes VitD-Bindendes-Protein- Vitamin D Konjugat kann ALS verbessern

Prof. Ralf Herwig hat uns am IGMEDT 2016 etwas Sensationelles berichtet.  Ein Arzt – und selber ALS-Erkrankter – hat sich (Begründung oder Idee wurde uns nicht mitgeteilt) ein neues spezielles Präparat verabreicht, ein Konjugat aus vitamin D – Albumin (VDB) und Vitamin D.

Es haben sich die nicht unerheblichen Lähmungs-Beschwerden das Arztes daraufhin nahezu vollständig zurückgebildet.

Prof. Dr.Dr.. Joachim Greilberger, Universität Graz hat bei dem betroffenen Patienten Fein-Analysen durchgeführt und konnte feststellen, dass durch Anwendung dieses Präparates eine hohe Konzentration oxidierter Fettsäuren ausgeschieden werden. Dies lässt darauf schliessen, dass der Reparatur-Mechanismus der oxidativ geschädigen ALS-Nervenzellen ins laufen gekommen ist und die peroxidative Schädigung repariert bzw. eliminierrt wird.

Laut Dr. Greilberger wird das Präparat mit Panaceo gemeinsam gemischt oral angewendet.

Update 2019: wir konnten mit dieser speziellen VitD-Variante bei einer Patientin mit Parkinson frappierende Verbesserungen bewirken. Doz. Ralf Herwig hat mittlerweile mehrere ALS-Patienten in seiner Dubai – Praxis, die durch  Anwendung des speziellen VitD-Produktes wieder gehen können.

 

Weiter Studien-Recherchen zur ALS auf meiner Homepage

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Dr.med. Helmut B Retzek
Dr.med. Helmut B Retzek
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische, schulmedizinische und komplementäre ZusatzausbildungenWissenschaftliche Arbeit und Forschungs-BeiträgeZahlreiche Artikel und VorträgeUmfangreiche Recherchen in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Gedächtnis-Stütze.

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Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen mit Kollegen unentgeltlich teilt. Dass diese Wissenschaftsrecherchen "das Standesansehen der Ärzte" verletzen könnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen.

2 Comments

  1. Jean Lange sagt:

    https://www.basg.gv.at/illegalitaeten/warnungen-informationen/informationen/allheilmittel-gcmaf/

    Neue Erkenntnisse
    Die Behauptungen, die im Internet bezüglich der Wirksamkeit von GcMAF kursieren stützen sich überwiegend auf mehrere Publikationen von Dr. Nobuto Yamamoto. Im Zuge aktueller Recherchen konnte das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) jedoch feststellen, dass drei von vier wissenschaftlichen Journalen die Artikel von Dr. Yamamoto1-3 aufgrund verschiedener Unstimmigkeiten zurückgezogen haben.

    So führen Mitglieder des Anticancer Fund Belgien in einem ‚Letter to the editors‘, der im Juli 2014 in Cancer Immunology, Immunotherapy (Springer Verlag) publiziert wurde, mehrere fragliche Punkte in einer Publikation von Yamamoto an.4 Neben formalen Fehlern in den Forschungsarbeiten wird z.B. angemerkt, dass die natürliche Konzentration von GcMAF im Blut, auch bei onkologischen Patienten, die von Yamamoto empfohlene Dosis von 100ng pro Einzelbehandlung um das 40.000-fache übersteigt (rund 4mg/L Blut). Somit erachten die Autoren eine therapeutische Wirkung der verabreichten Dosis als unwahrscheinlich.

    Weiters informieren diverse Anbieter von GcMAF, dass bei der Therapie nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen sei, da es sich um einen „körpereigenen Immunmodulator“ bzw. einen „körpereigenen Wirkstoff“ handelt. Dieses Argument ist aus Sicht der belgischen Autoren nicht nachvollziehbar, da es bekannt ist, dass eine Überdosierung von beispielsweise Insulin (ebenfalls eine körpereigene Substanz) starke Nebenwirkungen und sogar den Tod zufolge haben kann. Sofern es sich bei GcMAF tatsächlich um ein hochwirksames Immuntherapeutikum handelt, besteht zudem die Gefahr einer Überaktivierung des Immunsystems im Sinne einer Autoimmunreaktion.

    Da GcMAF und seine Nachfolgeprodukte, wie etwa GOleic, GcOleic, RERUM oder BRAVO, online nicht von registrierten Versandapotheken angeboten werden, besteht aufgrund ungesicherter Bezugsquellen zusätzlich die Möglichkeit einer technisch und hygienisch unzureichenden Herstellungsqualität. Dies kann im schlimmsten Fall schwerwiegende gesundheitliche Folgen für die Patienten mit sich bringen.

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